Master Kunstgeschichte und visuelle Kulturen [2026]
Wahlpflichtmodule Modulgruppe Kunstgeschichte – Wintersemester 2026/2027
PHF-MA-KG-WP1
(Technische und digitale Bildkulturen)
- Hauptseminar – [KuM Kg - Schankweiler] Bildkulturen in den Sozialen Medien – Praktiken, Ästhetiken, Methoden
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Kerstin Schankweiler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0114/U In Präsenz - Beschreibung
- Soziale Medien sind längst zu zentralen Infrastrukturen visueller Kultur geworden. Welche Bilder sichtbar werden und wie sie zirkulieren, hängt dabei wesentlich von den technischen und ökonomischen Strukturen der Plattformen ab. Mit generativer KI und synthetischen Bildern verändern sich gegenwärtig zudem die Ästhetiken sowie die Bedingungen von Bildproduktion, Autorschaft und Evidenz. Anhand ausgewählter Phänomene – von Memes und Filter über Tutorials und Influencer-Ästhetiken bis hin zu politischen und aktivistischen Bildpraktiken – fragen wir nach den Wechselwirkungen zwischen visuellen Formen, sozialen Praktiken und technischen Infrastrukturen. Zugleich werden diese Phänomene historisch perspektiviert und auf ihre Beziehungen zur Geschichte und Gegenwart der Kunst befragt. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Analyse zeitgenössischer Kunstwerke, die digitale Entwicklungen affirmieren, kommentieren oder kritisch reflektieren.
Außerdem werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie Bildkulturen in den Sozialen Medien methodisch untersucht werden können. Was kann die genaue Analyse einzelner Bilder leisten, wenn wir es zugleich mit millionenfach zirkulierenden und algorithmisch selektierten Bildbeständen zu tun haben? Wie lassen sich kunsthistorische und bildwissenschaftliche Verfahren mit Ansätzen der Kommunikationswissenschaften und Digital Humanities verbinden? Und welche neuen Herausforderungen entstehen in Zeiten von KI-produzierten Bildern? Das Seminar nimmt Soziale Medien damit zum Ausgangspunkt, um die gegenwärtigen Bedingungen visueller Kultur und ihrer Erforschung ebenso in den Blick zu nehmen wie ihre Wechselwirkungen mit der zeitgenössischen Kunst.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 14.10. statt. - Literatur
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- Bücher der Reihe „Digitale Bildkulturen“, hg. v. Annekathrin Kohout und Wolfgang Ullrich, Wagenbach Verlag.
- Jens Eder, Britta Hartmann, Chris Tedjasukmana: Bewegungsbilder. Politische Videos im Social Web, Berlin 2020.
- Andreas Ervik: Generative AI and the Collective Imaginary: The Technology-Guided Social Imagination in AI-Imagenesis, in: IMAGE. The Interdisciplinary Journal of Image Sciences, 37(1), 2023, S. 42-57.
- Winfried Gerling, Susanne Holschbach, Petra Löffler: Bilder verteilen. Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur, Bielefeld 2018.
- André Gunthert: Das geteilte Bild. Essays zur digitalen Fotografie, Konstanz 2019.
- Julia Höner, Kerstin Schankweiler u.a. (Hg.): Affect me. Social Media Images in Art, Ausst.-Kat., KAI 10 | Arthena Foundation Düsseldorf, Leipzig 2017.
- Franziska Kunze (Hg.): Glitch: Die Kunst der Störung, Ausst.-Kat., Pinakothek der Moderne München, Berlin 2023.
- Roland Meyer: Es schimmert, es glüht, es funkelt – Zur Ästhetik der KI-Bilder, 2023, https://54books.de/es-schimmert-es-glueht-es-funkelt-zur-aesthetik-der-ki-bilder/
- Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung
- Blockseminar – [KuM Kg - Dreßen] Von 3D Objekten zu immersiven Raumkonstruktionen
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Angela Dreßen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Beschreibung
- Ziel des Seminars ist die Erstellung von 3D Objekten und einer Virtual Reality Ausstellung. Dreidimensionale Gegenstände und Räume spielen eine immer größere Rolle im Bereich des Kulturgüterschutzes, des Ausstellungswesens und der historischen Rekonstruktion. Im Seminar werden in Theorie und Praxis verschiedene Methoden und Techniken besprochen und erprobt, wobei der Schwerpunkt auf der Erstellung von 3D Objekten und Virtual Reality Räumen liegen wird.
Im Opal-Kurs werden in Kürze mehr Informationen zum Seminarablauf und zur Ausstellungskonzeption bekannt gegeben.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Studierende aus den MA-Programmen für Digital Humanities und der Kunstgeschichte. Der Kurs besteht aus zwei bis drei Onlinesitzungen und einer ca. dreitägigen Blockeinheit in Dresden im Januar 2027 (voraussichtlich 21.1.-23.1.27). Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Je nach Größe der Seminargruppe bekommen Studierende mit einer Prüfungsleistungen bevorzugt Zugriff auf eventuelle Software-Lizenzen.
Prüfungsleistung: Die Prüfungsleistung besteht in der Kreierung und Konzeption von 3D-Objekten und Ausstellungen in Virtual Reality Räumen und der Erstellung eines kurzen schriftliche Exposés.
Termine:
Digital: 16. Dezember 2026, 7.DS (18:30-20:00 Uhr)
Digital: 13. Januar 2027, 7. DS (18:30-20:00 Uhr)
Dresden, ABS/12: 21.-23. Januar 2027 (ganztägig, mit Exkursionen)
Digital: 3. Februar (Referate), 7. DS (18:30-20:00 Uhr) - Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung
PHF-MA-KG-WP2
(Museen, Ausstellungen, Archive)
- Hauptseminar – [KuM KG - Müller] Hans Holbein d. J.
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Jürgen Müller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/0105/U In Präsenz - Beschreibung
- Hans Holbein d. J. könnte man als einen „Bildnis-Ingenieur“ bezeichnen. Mit außergewöhnlicher Präzision und einem bis dahin kaum erreichten Sinn für die illusionistische Wiedergabe von Materialität, Oberflächen und Physiognomie entwickelte er die Möglichkeiten der Ölmalerei weiter und prägte damit die europäische Porträtkunst des 16. Jahrhunderts. Seine Bildnisse von Erasmus von Rotterdam und anderen Zeitgenossen machten ihn bereits in Basel zu einem gefragten Künstler. Zugleich trat Holbein als Schöpfer bedeutender Reformationsholzschnitte hervor, bevor er in England zum Hofmaler Heinrichs VIII. aufstieg.
Das Seminar nimmt diese unterschiedlichen Facetten von Holbeins künstlerischem Schaffen in den Blick und fragt nach den jeweiligen Funktionen, Auftraggebern und Kontexten seiner Werke. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung seiner spezifischen Bildsprache, sondern auch um die Bedingungen künstlerischer Produktion im Zeitalter von Reformation, Humanismus und höfischer Kultur. An ausgewählten Werken sollen zudem unterschiedliche kunsthistorische Zugänge erprobt werden. Das Seminar wird dabei teilweise auch eigene, neuere Forschungsergebnisse vorstellen.
Die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme, zur Übernahme eines Referats und zur Lektüre begleitender Texte wird vorausgesetzt. Die Vergabe der Referatsthemen erfolgt in der ersten Sitzung. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt über OPAL.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 22.10. statt. - Literatur
- Oskar Bätschmann: Hans Holbein d. J., München 2010.
- Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung
PHF-MA-KG-WP3
(Architektur und gebaute Umwelt)
- Hauptseminar – [KuM Kg - Köhl] Vom Königsportal zur Goldenen Pforte: Frühe Hauptwerke mittelalterlicher Monumentalskulptur in Sachsen und Europa
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Sascha Köhl
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/0105/U In Präsenz - Beschreibung
- In den Jahrzehnten vor und nach 1200 erlebte die Bildhauerei in Europa eine Renaissance. Erstmals seit der Antike ließ man bedeutende Bauwerke wieder mit vielteiligen Ensembles großformatiger Steinskulpturen schmücken. Im europäischen Kontext wegweisend und maßstabsetzend war insbesondere der Skulpturenzyklus des um 1140/50 entstandenen Königsportals der Kathedrale von Chartres; ein frühes Hauptwerk unserer Region wiederum ist die berühmte, meist um 1225/30 datierte Goldene Pforte des Freiberger Doms. Was an beiden Portalen fasziniert: Als sehr frühe, in ihrem Kontext scheinbar voraussetzungslose Pionierwerke erreichten sie sowohl in inhaltlich-konzeptioneller als auch in technisch-gestalterischer Hinsicht bereits ein außerordentlich hohes, später kaum mehr erreichtes Niveau.
Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns mit diesen und weiteren Ensembles der monumentalen Bildhauerei aus der Zeit zwischen etwa 1150 und 1250, wobei wir uns gleichermaßen Fragen der Gestaltung, Technik, Ikonographie und des historischen Kontexts widmen. Wir nehmen zunächst die „bahnbrechenden“ französischen Figurenportale in den Blick, ehe wir an Beispielen aus einem weiteren europäischen Kontext zwischen Spanien, Italien und Deutschland die facetten- und erfindungsreichen Modi der Rezeption und Weiterentwicklung der französischen Modelle erkunden. Wesentlicher Bestandteil dieses Seminars ist ein (noch gemeinsam zu terminierender) Exkursionstag nach Freiberg und ggf. auch Meißen.
Die erste Veranstaltung dieses Seminares findet am 13.10. statt. - Zuordnungen
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- Nicht modular
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- Lehrplanung