Bachelor Wirtschaftspädagogik Qualifizierungsrichtung Deutsch
Gesamtansicht – Sommersemester 2026
SLK-BAWP-DEU-B1
(Basismodul 1: Literatur und Kultur / Neuere deutsche Literatur)
- Übung – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 1
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Übung – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 2
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Übung – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 3
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Übung – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 4
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Übung – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 5
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Übung – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 6
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/2-07 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Einführungskurs – [NDL – Gerigk] - Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 200
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/E011 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung führt in Arbeitsgebiete und Zugänge der Neueren deutschen Literaturwissenschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gattungsanalyse von Epik – Dramatik – Lyrik. Vermittelt werden übergreifend Orientierungswissen und methodische Kompetenz, u.a. bezogen auf Literaturgeschichte, Literaturtheorie, literarische Medialität sowie Intermedialität. Konzepte wie Fiktionalität, Autorschaft und Kanonbildung zählen ebenfalls zu den systematisch-historischen Grundlagen, ergänzt um Ausblicke auf die erweiterte „Lesbarkeit der Kultur“.
- Tutorium – [NDL - Meiß] Tutorium NdL 1
- Lehrperson
-
- Pascal Hagen Meiß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – W48, ABS, BSS In Präsenz
- Tutorium – [NDL - Renner] Tutorium NdL 2
- Lehrperson
-
- Elisa Renner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – W48, ABS, BSS In Präsenz
- Tutorium – [NDL - Schmalfuß] Tutorium NdL 3
- Lehrperson
-
- Leni Fabienne Schmalfuß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – W48, ABS, BSS In Präsenz
SLK-BAWP-DEU-B2
(Basismodul 2: Literatur und Kultur / Ältere deutsche Literatur)
- Einführungskurs – [ÄDL - Malcher] - Basismodul: Grundlagen der Mediävistik
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 199
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde HSZ/003 In Präsenz - Beschreibung
- Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Vielfalt und Besonderheit (Alterität) vormoderner volkssprachiger Literatur vermittelt der Einführungskurs im Format einer Vorlesung als einen weiten literaturgeschichtlichen Überblick. Anhand ausgewählter Textbeispiele werden die wichtigsten Gattungen, aber auch fachspezifische Problemkomplexe vorgestellt und wichtige literatur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und Theorieansätze skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sozial- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen sowie auf der Semiotik als dem basalen Medium gesellschaftlicher Konstruktion. Die Studierenden sollen daneben zu eigenständiger Bibliotheks- und Internetrecherche sowie zum eigenverantwortlichen Umgang mit den gängigen Arbeitsmitteln des Faches befähigt werden.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann. - Literatur
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Übung – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BEY/0138 In Präsenz - Beschreibung
- Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literatur
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Übung – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 1. Doppelstunde BEY/0E39 In Präsenz - Beschreibung
- Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literatur
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Übung – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde SCH/A101 In Präsenz - Beschreibung
- Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literatur
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Übung – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literatur
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
SLK-BAWP-DEU-B3
(Basismodul 3: Sprache und Kultur / Sprachsystem und Sprachgeschichte)
- Übung – [GLS - Tsapaeva] - Grundlagen der Linguistik und Sprachgeschichte des Deutschen
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 1. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- Beschreibung: Das Studium der Fachrichtung Linguistik hat zum Ziel, mündliches und schriftliches sprachliches Handeln zu beschreiben, zu erklären und kritisch zu beurteilen. Dies gilt gleichermaßen für das Neuhochdeutsche als auch für die historischen Sprachstufen des Deutschen. Die Veranstaltung soll dafür die notwendigen Grundlagen schaffen, indem die verschiedenen linguistischen Teilbereiche mit ihren jeweiligen Beschreibungsmodellen und Analyseprozeduren vorgestellt werden. Den Ausgangspunkt bilden alltägliche Erfahrungen mit der Sprache, die dann in linguistische Kategorien umzusetzen sind. Folgende Themenbereiche werden behandelt: Semiotik, Phonetik und Phonologie, Graphematik und Orthographie, Morphologie, Syntax, Textlinguistik, Semantik und Sprachvariation (mit einer besonderen Berücksichtigung der diatopischen Variation sowie der historischen Sprachstufen des Deutschen).
Die Übung gliedert sich in jeweils zweistündige Plenumsveranstaltungen und Tutorien (extra Anmeldung notwendig), in denen sich die Teilnehmer:innen unter Anleitung von Tutor:innen anhand konkreter Aufgabenstellungen mit den jeweiligen Themen befassen sollen und gelernte Inhalte anwenden können. Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie zu Beginn der Veranstaltung. Der zugehörige Einführungskurs wird asynchron angeboten, Sie erreichen die Inhalte auf YouTube (http://kurzelinks.de/orn2). Die Folien zum Einführungskurs finden Sie auf Zenodo (https://kurzelinks.de/xdpn).
Als Leistungsnachweise dienen eine aktive Mitarbeit und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Literatur: Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-BAWP-DEU-B4
(Basismodul 4: Sprache und Kultur / Kommunikation und Praxis)
- Vorlesung – [ALI - Meier-Vieracker] - Einführung in die Angewandte Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde HSZ/0403 Hybrid - Beschreibung
- In der Vorlesung behandeln wir einige jener Teilbereiche der Linguistik, die früher gerne als Bindestrichlinguistiken marginalisiert werden, inzwischen aber längst den Anspruch haben, Sprache und Kommunikation gegenstandsadäquater zu modellieren als die vermeintlichen Kerngebiete: Gesprächslinguistik, Textlinguistik und Soziolinguistik. Hinzu treten einige Bereiche der Angewandten Linguistik, die an der gleichnamigen Professur eine besondere Rolle spielen und in Ihnen im Laufe des Studiums an der TU Dresden immer wieder begegnen werden, wie etwa die Korpuslinguistik, die Diskurslinguistik und die Medienlinguistik.
Die Vorlesung steht vollständig als YouTube-Playlist zur Verfügung. Die Videos werden ergänzt durch Selbstlernangebote auf OPAL. Im Zweiwochenrhythmus finden zudem (freiwillige) Präsenzsitzungen statt, in deren Rahmen Fragen besprochen und die Inhalte anhand von aktuellen Fallbeispielen vertiefend diskutiert werden. - Literatur
-
- Knapp, Karlfried (Hg.) (2011): Angewandte Linguistik. Ein Lehrbuch. 3., vollst. überarb. und erw. Aufl. Tübingen: Francke. (= UTB Sprachwissenschaften 8275).
- Meer, Dorothee/Pick, Ina (2019): Einführung in die Angewandte Linguistik: Gespräche, Texte, Medienformate analysieren. Stuttgart: Metzler
SLK-BAWP-DEU-V1LIT
(Vertiefungsmodul 1: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Let‘s Talk About Text
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BEY/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Das ironieblinde Lehrveranstaltungserfassungssystem der TU Dresden hat sich geweigert, einen Kalauer anzunehmen. Denn eigentlich sollte der Titel der Veranstaltung noch deutlicher ein Neunzigerjahre-Palimpsest ausstellen: Vor [Text] stand da ursprünglich ein durchgestrichenes [Sex]. Solche Einschränkungen durch EDV müssen notorische Ausleger*innen nicht moralistisch interpretieren, also nicht als Zeichen von Zensur lesen. Vielleicht hat das System nur verstanden (auch das in technischer Hinsicht natürlich völlig unplausibel), worum es dieser Veranstaltung gehen soll: um das, was höchstens durchscheint, etwas, das in der Vermittlung von Rede nur assoziierend erfasst werden kann. Zeichentheoretisch würde man sagen: was nur ikonisch über Ähnlichkeiten und Analogien mitgeteilt wird, was aber, und das ist der springende Punkt, Authentizität kommunizieren kann.
Dem Diskurs mittelhochdeutschen Minnesangs geht es um das männliche Begehren eines weiblichen Anderen. Dabei wird in der Regel nicht von Körpern und Erotik gesprochen. Was aber immer Thema ist, ist die Frage nach der richtigen Art und Weise des Werbens. Das Begehren äußert sich im Werbelied, es erhält darin eine kunstmäßige Form. Zugleich wird die Frage nach den normativen Rahmenbedingungen solchen Wollens so in eine neue Frage gegossen: Was ist ein guter bzw. erfolgreicher, und das heißt hier, ein authentischer Text? Der berühmte Minnesänger Reinmar ist ein lohnendes Objekt für diejenigen, die erproben wollen, wie weit man bei mittelalterlichen Liebesliedern kommt, wenn man versucht, ein solches Dahinter zu erfassen, ohne auf moderne psychologische Modelle zurückzugreifen: Der Minnesänger ist kein Bürger.
Wir werden in dieser Veranstaltung Lieder Reinmars lesen, dazu einige ausgewählte Aufsätze zu literaturwissenschaftlicher Texttheorie. Alle Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [ÄDL - Richter] - Vom Dörpertanz zum Bauernhass: Der frühneuzeitliche Schwankroman „Neidhart Fuchs“
- Lehrperson
-
- Lisa-Marie Richter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Faszination des Fremden - Thürings von Ringoltingen „Melusine“
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- Die eheliche Verbindung, die sog. Mahrtenehe zwischen dem Verwandtenmörder Reymund und der außerordentlich attraktiven Fee Melusine beginnt verheißungsvoll: Ein neues Herrschergeschlecht wird begründet, eine Schlossanlage gebaut, Melusine schenkt Reymund zehn außergewöhnliche Söhne. Das Paar lebt in Glück, Reichtum und gesellschaftlicher Anerkennung bis zu dem Punkt, als Reymund Melusines – zugegeben eigentümliches – Gebot, sie samstags nicht beim Baden zu beobachten, übertritt und erkennen muss: Der fruchtbare Unterleib seiner Ehefrau verwandelt sich in einen schuppigen Drachenschwanz...
Aus dieser Geschichte eines Tabubruchs, wie sie Thüring von Ringoltingen in der Mitte des 15. Jahrhunderts aus dem Französischen überträgt, ergeben sich eine Vielzahl an Diskussionsmöglichkeiten: So bietet die „Melusine“ als Gründungsmythos einer Adelsdynastie Einblick in das für das Mittelalter bedeutungsvolle Ordnungsmuster des genealogischen Erzählens. Auch lassen sich im spätmittelalterlichen Prosaroman Verbindungslinien zum modernen Roman ziehen. Insofern werden immer wieder erzähltheoretische Fragen im Seminar gestellt, mit denen die ‚Brüchigkeit des Textes‘ etwa anhand ambiger Deutungsmuster und Figurenkonstellationen herausgestellt werden können. Schließlich lässt sich mit der „Melusine“ das Wechselverhältnis von Faszination für und Angst vor dem Fremden als eine Form der Identitätskonstruktion diskutieren. - Literatur
-
- Textgrundlage: Thüring von Ringoltingen: Melusine. In der Fassung des Buchs der Liebe (1587). Mit 22 Holzschnitten, hrsg. von Hans-Gert Roloff, Stuttgart: Reclam, 2000ff.
- Zur Einführung: Müller, Jan‐Dirk: Art. ‚Thüring von Ringoltingen: Melusine‘. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon 9 (1995), Sp. 908–914, alternativ in: Deutschsprachige Literatur des Mittelalters. Studienauswahl aus dem ‚Verfasserlexikon‘ (Band 1–10), besorgt von Burghart Wachinger, Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2001, Sp. 929–935.
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Der Ytwitz oder das „Buch der Damen“ Ulrichs von Liechtenstein
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SE2/0201 In Präsenz - Beschreibung
- Das "buoch der vrouwen" des Minnesängers Ulrich von Liechtenstein stand in der Forschung lange im Schatten seines ‚Frauendienstes‘, einer einzigartigen, scheinbar biographischen Erzählung über die Abenteuer des Minneritters Ulrich. Zu Unrecht, denn dieses 'Buch der Damen’ hat eigene Qualitäten: Es entwirft einen spannenden Disput zwischen einer Dame und einem Ritter über Fragen des höfischen Geschlechterverhältnisses. Was als galanter Austausch beginnt, eskaliert bald in wechselseitigen Vorwürfen, Unterstellungen und Herabsetzungen, die nur mit Mühe einzuhegen sind. Kaum zufällig ist dieser Text als ‚Buch von dem Ytwitz‘ (d. h. Schmähung, Tadel oder Strafe) im Ambraser Heldenbuch überliefert. Damit eröffnet der Text einen einzigartigen und überraschenden Einblick in das widersprüchliche Verhältnis der Geschlechter im 13. Jahrhundert, in Spannungen von höfischer Norm und adliger Lebensform, von literarischer Fiktion und gesellschaftlicher Praxis.
Das Seminar soll den Text in seine Kontexte und Problemkonstellationen einordnen, die Verbindungen zu historischen Minne- und Geschlechterdiskursen offenlegen und die kommunikativen Modalitäten und Arrangements des Textes genauer zu beleuchten. - Literatur
- Textgrundlage: Ulrich von Liechtenstein: Das Frauenbuch. Mhd./Nhd. Hrsg. von Christopher Young. Stuttgart 2003 (RUB 18290), mit weiteren Literaturhinweisen.
- Seminar – [ÄDL - Beckert] - Spätmittelalterliche Frömmigkeit: Der Prediger Johann Geiler von Kaysersberg und seine Zeit
- Lehrperson
-
- Theresa Beckert
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde ABS/0017 In Präsenz - Beschreibung
- Johann Geiler von Kaysersberg (1445–1510) nimmt als langjähriger Münsterprediger in Straßburg eine Schlüsselrolle in der deutschsprachigen Literatur und Theologie des Spätmittelalters ein. Sein umfangreiches Werk dokumentiert den Übergang von der handschriftlichen Überlieferung zum Buchdruck und bietet detaillierte Einblicke in die religiösen Vorstellungen an der Schwelle zur Frühen Neuzeit.
Ausgehend von den Werken Johann Geilers von Kaysersberg werden wir uns im Seminar mit der spätmittelalterlichen Frömmigkeit sowie deren gesellschaftlicher Einbindung und Bedeutung beschäftigen. Dabei werden wir insbesondere die Predigt als zentrale Gattung der religiösen Kommunikation in den Blick nehmen und das komplexe Verhältnis von Mündlichkeit, Schriftlichkeit und druckmedialer Überlieferung reflektieren.
Im Zuge dessen werden wir grundlegende religiöse Konzepte und Praktiken wie Buße, Heilsgeschichte und Heiligenverehrung kennenlernen, die für das Verständnis vormoderner Literatur insgesamt unverzichtbar sind. Das Ziel des Seminars ist es, einen tiefgreifenden Einblick in die spätmittelalterliche Frömmigkeitskultur zu gewinnen – auch im Hinblick auf deren Bedeutung für die religiösen Umbrüche des 16. Jahrhunderts.
Neben der intensiven Analyse der Primärliteratur werden im Seminar zudem relevante gattungstheoretische und religiöse Konzepte sowie Modelle der Epochenbildung vermittelt. - Literatur
- Ein Reader mit allen benötigten Materialien wird rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Erwartet wird die Vorbereitung der entsprechenden Texte vor jeder Seminarsitzung, um eine aktive Teilnahme am Seminar zu gewährleisten.
- Seminar – [SLW - Rehnolt] Wie kommt der Text zum Leser? Grundlagen der Editionswissenschaft am Beispiel von Kito Lorenc
- Lehrperson
-
- Dr. Juliane Rehnolt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Wesentliche Grundlage aller Literatur- und Kulturwissenschaften bilden Texte. Doch wie werden diese Texte – mehr oder minder frisch aus der Hand des Autors – für die Leserschaft aufbereitet? Das vermittelt das Seminar am Beispiel des deutsch-sorbischen Dichters Kito Lorenc (1938–2017). Wir erproben und diskutieren die verschiedenen Arbeitsschritte auf dem Weg von der Handschrift zur Buch- oder digitalen Ausgabe. Im Zentrum stehen dabei Operationen wie das Lesen bzw. Erfassen von Handschriften, der Umgang mit Textfassungen und das Kommentieren von literarischen Texten sowie die methodischen Grundlagen und Reflexionen der editorischen Arbeit. Damit erwerben die Teilnehmenden fundiertes Basiswissen, erweiterte Textkompetenz und praktische Fertigkeiten.
Sorbischkenntnisse sind keine Voraussetzung für den Besuch des Seminars. - Literatur
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- Als einführende Lektüre sei empfohlen: Bodo Plachta: Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode und Praxis der Edition neuerer Texte. 3., ergänzte und aktualisierte Aufl. Stuttgart 2013.
- Weiteres Material findet sich im Laufe des Seminars auf OPAL.
- Seminar – [NDL – Bothe] - Kleists Prosa
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Gegenstand des Seminars sind jene Texte, die in der Forschung oft unter „Erzählungen“, „Novellen“ und „Anekdoten“ firmieren (obwohl Kleist sich wenig um Gattungsbegriffe bekümmerte), jene also, die z.B. in den Erzählungen, Berliner Abendblättern, Nord und Süd, in Der Freimüthige oder im Phöbus erschienen sind. Wir lesen u.a. Michael Kohlhaas, Die Marquise von O...., Das Erdbeben in Chili, Die Verlobung in St. Domingo, Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik. Eine Legende, aber auch Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden, Über das Marionettentheater, Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten, Anekdote aus dem letzten Kriege und Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft. Das Seminar führt in aktuelle und traditionelle Positionen der Kleistforschung ein (Interkulturelle Germanistik, Rhetorik, Dekonstruktion, Recht und Literatur, Typographie und Literatur, gender studies u.a.). Wenn erforderlich (z.B. bezüglich der Typographie), werden andere Kleistausgaben zum Vergleich herangezogen. Ein Reader mit ergänzenden Texten und Forschungsliteratur wird hierzu in der ersten Vorlesungswoche online bereitgestellt.
- Literatur
-
- Heinrich von Kleist: Sämtliche Erzählungen und andere Prosa, Stuttgart: Reclam 2011 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8232, sollte angeschafft werden).
- Gaderer, Rupert: Michael Kohlhaas (1808/10): Schriftverkehr – Bürokratie – Querulanz. In: Zeitschrift für deutsche Philologie, H. 4 (2011), S. 531–544.
- Groddeck, Wolfram: Die Inversion der Rhetorik und das Wissen von der Sprache. Zu Heinrich von Kleists Aufsatz Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. In: Nikolaus Müller-Schöll/Marianne Schuller (Hg.): Kleist lesen. Bielefeld 2003, 101–116.
- Menke, Bettine: Holes and Excesses: On Wit and the Joke in Kleist’s Anecdote from the Last War. In: Modern Language Notes 122 (2007), 647–664.
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Kunstmärchen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/1.01 In Präsenz - Beschreibung
- Das Spektrum des Märchenhaften wird in dieser Erzähltradition – ,Volksmärchen‘ bleiben ausgespart – vielfältig ausgeschöpft: in esoterischer Symbolik, über menschliche Grenz- und Schwellenerfahrung sowie als Reflexion des Dichterischen und der Einbildungskraft. Poetologische, z.T. metatextuelle Züge prägen die Gattung besonders während der Früh- und Spätromantik. Die Werke erscheinen häufiger als Teil von Sammeldichtungen wie Tiecks „Der blonde Eckbert“ (1797, aus „Phantasus“). „Der goldne Topf“ (1814, aus „Fantasiestücke in Callots Manier“) von E.T.A. Hoffmann lässt Dresdner Realitätsbezüge einfließen, um sich desto rückhaltloser dem Reich der Poesie zu öffnen. Einen Sonderfall findet man in Wielands Aneignung des Genres: Das Biribinker-Märchen aus seinem satirischen Roman „Don Sylvio“ (1764) treibt die populären Feengeschichten grotesk auf die Spitze, um damit aufklärerische Ziele zu verfolgen. Ebenfalls vor/außerhalb der Romantik präsentiert Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ (1795) zum Abschluss das „Mä(h)rchen“, das keinen anderen Titel trägt. Überraschend mag sein, dass auch die Moderne nach 1900 vereinzelt Kunstmärchen eigener Art hervorgebracht hat: z.B. Hugo von Hofmannsthals „Die Frau ohne Schatten“ (1919), auch als Opernwerk bekannt, die exotistischen Texte Max Dauthendeys oder das „Märchen vom Materialismus“ (1948) des Modernisten Alfred Döblin. Das Seminar möchte die Bandbreite der literarischen Gestaltung des Wunderbaren zugänglich machen.
- Literatur
- Zur Einführung vgl. Lothar Blum/Stefan Neuhaus (Hg.): Handbuch Märchen (Metzler, 2023).
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Christa Wolf: Erzählungen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.
- Literatur
- Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden über OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Autorinnen des Realismus
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kanon der realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark von männlichen Autoren geprägt. Zu den prominenten Vertretern zählen Theodor Fontane, Gustav Freytag, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Gottfried Keller und Adalbert Stifter. Autorinnen kommen in literaturgeschichtlichen Darstellungen und einschlägigen Einführungstexten zu dieser Epoche indessen kaum oder nur in deutlich geringerer Anzahl vor. Im zeitgenössischen literarischen Feld spielten sie jedoch durchaus eine Rolle und waren in wichtigen Anthologien dieser Zeit regelmäßig vertreten. Das Seminar richtet den Blick gezielt auf weibliche Stimmen der realistischen Erzählkunst und strebt darin auch eine (Teil-)Revision des literarischen Kanons an. Gelesen und diskutieren werden deshalb sowohl kanonische als auch weitgehend in Vergessenheit geratene Texte, darunter solche von Marie von Ebner-Eschenbach, Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Lewald, Louise von Gall, Helene Böhlau und Anderen.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Gottfried Kellers Novellenzyklus „Die Leute von Seldwyla“
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar widmet sich Gottfried Kellers zweiteiligem Novellenzyklus "Die Leute von Seldwyla" (1856/1875). Dieser Zyklus umfasst insgesamt 10 Novellen, die durch den geteilten Handlungsort, das fiktive Schweizer Örtchen Seldwyla, zusammengehalten werden. Der Zyklus erzählt Geschichten seiner Bewohner:innen, oder, wie der Erzähler zu Beginn in seiner Einleitung feststellt, versammelt „einige sonderbare Abfällsel, die so zwischen durch passierten, gewissermaßen ausnahmsweise, und doch auch gerade nur zu Seldwyla vor sich gehen konnten.“ In den gemeinsamen Lektüren der einzelnen Erzählungen sowie ausgewählter Forschungsbeiträge erschließen wir literarische Verfahren und Formen der realistischen Erzählkunst des 19. Jahrhunderts, lernen Seldwyla und seine Bewohner:innen kennen, und beleuchten zentrale thematische Schwerpunkte des Zyklus – darunter unterschiedliche Familienverhältnisse, poetische Verhandlungen von Arbeit und Sorgearbeit, von gesellschaftlichem Zusammenleben sowie von wirtschaftlichen Verhältnissen.
- Literatur
- Zur Anschaffung: Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla. Text und Kommentar. Hg. Thomas Böhning. Berlin: Deutscher Klassiker Verlag.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Kafka
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist dem „wirkungsreichste[n] und berühmteste[n] Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Daniel Kehlmann) gewidmet: Franz Kafka. Den Auftakt bilden intensive Lektüren ausgewählter Erzählungen und Romane Kafkas, in denen exemplarisch die wichtigsten Methoden und Paradigmen der Kafka-Forschung erprobt und bewertet werden. Damit beleuchtet das Seminar zugleich die exzessive Deutungsgeschichte eines Autors, den Susan Sonntag gar als „Opfer einer Massenvergewaltigung“ durch eine Armee von Interpret:innen apostrophiert hatte.
Der zweite Teil des Seminars wendet sich dem Autor und seinem Werk im Medienwechsel zu, anhand exemplarischer Adaptionen von Kafkas Werk und Biographie in literarischen Comics und im Spielfilm.
Gegenstand des Seminars sind:
• I TEXTE: Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913), „Die Verwandlung“ (1916), „In der Strafkolonie“ (1919), „Der Proceß“ (postum 1925), „Das Schloss“ (postum 1926)
• II COMICS: Franz Kafka/Sylvain Ricard/Maël: „In der Strafkolonie“ (2007), David Zane Mairowitz/Robert Crumb: “Kafka” (1993)
• III FILME: „Die Verwandlung“ (Jan Němec, D 1975 / Igor Plischke, D 2015), „Der Prozeß“ (Orson Welles, FR/IT/D 1962 / David Hugh Jones, GB 1993); „Das Schloß“ (Michael Haneke, AT, 1997); „Kafka“ (Steven Soderbergh, FR/USA, 1991)
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte, Comics und Filme unerlässlich.
Genauere Informationen, Lektürehinweise sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2026 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2026/27.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen: - Literatur
-
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
SLK-BAWP-DEU-V2SPR
(Vertiefungsmodul 2: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
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- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
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- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [GLS - Sahlbach] - Linguistische Theorien
- Lehrperson
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- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar bietet einen Überblick über die wichtigsten Strömungen der Linguistik von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Seit jeher beschäftigt sich der Mensch mit Sprache, die anfangs intuitiv, religiös und politisch betrachtet wurde. Die frühere Betrachtung der Sprache diente oft ideologischen Zwecken, um heilige Schriften als absolut darzustellen. Erst später entwickelte sich die Sprachforschung zu einer wissenschaftlichen Disziplin, wobei die moderne Untersuchung der sprachlichen und neurologischen Zusammenhänge noch im Gange ist. Anhand des Studienbuchs "Linguistische Theorien" von Hilke Elsen sowie weiterführender Grundlagenliteratur werden die zentralen Theorien und ihre Vertreter:innen vorgestellt und diskutiert.
Schwerpunkte:
• Geschichte der Sprachwissenschaft
• Strukturalismus (europäisch und amerikanisch)
• Generative Grammatik
• Funktionale Grammatik
• Kognitive Linguistik
• Konstruktionsgrammatik
• Sprachwandeltheorie
Darüber hinaus werden im Seminar Strategien zum verständnisvollen Lesen von fachwissenschaftlichen Texten eingeübt und angewendet. Die Gestaltung der Seminarstruktur wird in den ersten Sitzungen gemeinsam mit den Studierenden entwickelt und umgesetzt, weswegen eine Teilnahme in dieser Zeit unerlässlich ist. - Literatur
- Elsen, Hilke (2014): Linguistische Theorien. Tübingen: narr Verlag.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
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- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.