Italienisch (Lehramt an Gymnasien) [seit 2021]
Gesamtansicht – Wintersemester 2026/2027
SLK-SEGY-ITA-V-LKW
(Vertiefungsmodul: Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft)
- Seminar – [RILK - Tiller] - Fakt und Fiktion in historischen und literarischen Gewalterzählungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Neuere und neueste Geschichte, Institut für Geschichte.
„There is no longer any such thing as fiction or nonfiction; there's only narrative."
— E. L. Doctorow, False Documents (1977)
Dieses Master-Seminar will Studierende der Geschichte und der Italianistik bzw. der SLK-Philologien zur interdisziplinären Diskussion der Themen Fakten, Fiktionen und Geschichtsschreibung zusammenbringen. Im Mittelpunkt wird dabei das Zusammenwirken von Faktendiskursivierung und Fiktionsbildung stehen, das kommunikative Erfordernis also, historische und Gegenwartsereignisse als Erzählungen zugänglich zu machen und zu archivieren, die narrativen Regeln folgen und mehr oder minder intensiv fiktional ausgebildet sind. Dies berührt Theoriediskussion der Geschichtswissenschaften und der Philologien gleichermaßen und lädt dazu ein, sich der Phänomenlage aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven gemeinsam anzunähern. Als Beispiel dienen Rekurse auf Gewaltereignisse des 20./21. Jahrhunderts wie koloniale Machtausübung, faschistische/nazistische Gewalt, terroristische Anschläge, Kriegsereignisse etc., die im deutschsprachigen und italienischen Kontext sowohl historiographisch als auch literarisch verarbeitet wurden.
Doctorows Diktum, es gebe „keine Fiktion oder Sachliteratur mehr, sondern nur noch Erzählung(en)", markiert dabei eine Extremposition, an der sich die Disziplinen reiben. Wir werden theoretische Texte und Positionen sichten, die z.B. mit Hayden White für die Ununterscheidbarkeit von Historiographie und (fiktionaler) Erzählung plädieren, und geschichtswissenschaftliche Standpunkte diskutieren, welche die Eigenlogik des Faktischen verteidigen: die Bindung an Quellen, die Zurechenbarkeit von Aussagen zu Urheber:innen, die Grenzen dessen, was verantwortbar erzählt werden kann. Gerade an Gewaltereignissen – wo es um Täterschaft, Opfer und moralische Zurechnung geht – wird diese Spannung besonders greifbar. Das Seminar nutzt sie produktiv, indem es literarische Texte und geschichtstheoretische bzw. historiographische Positionen im Wechsel liest und so die jeweiligen disziplinären Erkenntnisinteressen gegeneinander profiliert.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [RILK - Tiller] - Risorgimento
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar wird die Entwicklung zwischen Wiener Kongress 1814/15 und der Einlösung der italienischen Einheit 1861/1871 in den Blick nehmen: den von Aufständen (u.a. Mazzini, Garibaldi) begleiteten, durch Geheimgesellschaften, politische Bewegungen und Politiker (Cavour, Gioberti, d’Azeglio u.a.) vorangetriebenen Weg bis zur Ausrufung des italienischen Staates und der italienischen Monarchie. Damit wird erstmals seit der Spätantike auf der italienischen Halbinsel die so lange beschworene politische Einheit aus eigener Kraft hergestellt. Literarische Texte (Foscolo, Leopardi, Pellico, Manzoni, d’Azeglio, Nievo u.a.), die zwischen 1815 und 1870 entstehen, begleiten die Einheitsbewegung, ebenso Hervorbringungen in Musik (Verdi u.a.) und Kunst (Fattori, Hayez u.a.) – denen jeweils kulturelle und politische Dynamiken entwachsen. Das Seminar diskutiert diese ästhetische Rahmung des Risorgimento, die sich als künstlerische Diskussion der Ereignisse in Literatur und Film bis heute erstreckt.
Einschreibung via OPAL.
- Vorlesung – [RILK - Tiller] - Florenz im 15./16. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- Die Ausbildung einer umfassenden kulturellen Neuorientierung Europas, die man schließlich unter dem Stichwort „Renaissance“ zusammengefasst hat, ist auf der italienischen Halbinsel seit den 1330er Jahren nachzuweisen. Besonders eindrucksvoll, weil von beachtlicher Dynamik und kultureller Reichweite, lässt sich dieser frühneuzeitliche Umbruch im 15. und 16. Jahrhundert in Florenz beobachten. Die von ihren Kaufleuten und Banken bereits um 1400 enorm profitierende Republik Florenz gerät seit der Machtübernahme durch die Medici 1434 auch in eine politisch prägnante Position. Bahnbrechende Innovationen in Architektur, Malerei und Bildhauerei, bald auch in Bereichen wie Mathematik, Kartographie und politischer Theorie, prägen das vom Aufbruch gekennzeichnete kulturelle Klima in der Stadt. Künstler und Kunst aus Florenz werden durch die Kunstpolitik der Medici bald in ganz Europa begehrt. Florentiner Seereisende wie Amerigo Vespucci berichten aus der sich weitenden Welt, zuhause werden politische Akteure wie Machiavelli ins Gelehrtendasein gezwungen. Die urbanistischen Neuprägungen des Zeitraums überformen schließlich das Gesicht der Medici-Stadt mit einem sehr spezifischem Gepräge, das bis heute einzigartig ist.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur ab.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [RILK - Tiller] - Storyselling: Verbrechenserzählungen und Regionalität
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Verbrechen spielen in Kriminalerzählungen, Thrillern oder Spionageromanen eine zentrale Rolle – in literarischen Texten, die Rätsel und Komplotte bzw. deren Lösung/Aufdeckung erzählen. Insbesondere Kriminalromane verkaufen sich in Italien seit den 1990er Jahren bestens und machen ein wesentliches Segment des Buchmarktes aus. Dies gelingt besonders erfolgreich – und zwar innerhalb Italiens ebenso wie außerhalb – wenn diesen Verbrechens- und/oder Aufklärungserzählungen ein deutlich erkennbarer regionaler Rahmen aufgeprägt wird. Regionalität (Orte, Sprache, Küche, Wetter, Stereotype etc.) wird zum Schlüssel für Serialität und dient als Anker für die Bindung von Lesepublikum. Das Seminar wird diesen Mechanismus anhand der regionalisierten Verbrechenserzählungen von Camilleri, Macchiavelli, Lucarelli, Cassar Scalìa, De Giovanni, Pulixi, Vichi u.v.m. beobachten und diskutieren.
Einschreibung via OPAL.
SLK-SEGY-ITAA1
(Sprachpraxis A1 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italienisch A1
- Lehrperson
-
- Anna Maria Voria
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Donnerstag 6. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kurs richtet sich an Studierende des Fachbachelors, des Lehramts und der Master EuroS sowie Literatur und Kultur im gesellschaftlichen Wandel (LiKWa), die über keine Vorkenntnisse des Italienischen verfügen. Die Lehrveranstaltung vermittelt Grundkenntnisse der italienischen Sprache: Ziel ist das Erlangen der sprachlichen Basiskompetenz in alltäglichen Situationen durch Entwicklung des Hör- und Leseverstehens sowie der Sprech- und Schreibfertigkeit. Die Veranstaltung findet in präsenz statt. Für die Teilnahme an dem Kurs, ist die Einschreibung über Opal notwendig. Da werden Sie auch weitere Materialien und Aktualisierungen finden. Der erste Termin findet am 15.10.2024 statt.
- Literatur
- Lehrwerk: Daniela Piotti, Giulia de Savorgnani, Elena Carrara, 2016, Universitalia 2.0. A1/A2, München, Hueber Verlag
SLK-SEGY-ITAB1.2
(Sprachpraxis B1.2 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano B1.2
- Lehrperson
-
- Anna Maria Voria
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Freitag 2. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Per frequentare il corso è necessario aver superato l’esame finale del corso Italienisch B1.1 o disporre di conoscenze equivalenti, da accertare in un colloquio con la docente.
In questo corso si mirerà a rafforzare e potenziare le conoscenze fin qui acquisite. Grazie ad un intenso esercizio delle abilità di comprensione e produzione orale e scritta, le studentesse e gli studenti potranno raggiungere un livello adeguato di autonomia linguistica, avranno l’opportunità di ampliare in maniera significativa il loro vocabolario e di apprendere nuove strutture morfosintattiche. - Literatur
- Lehrwerk Daniela Piotti, Giulia de Savorgnani, Elena Carrara, 2018, Universitalia 2.0. B1/B2. München, Hueber Verlag
SLK-SEGY-ITAC1.1
(Sprachpraxis C1.1 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano C1.1 - Lingua, cultura e intercultura I
- Lehrperson
-
- Enrico Serena
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 7. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Freitag 4. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Partendo da conoscenze dell'italiano pari al livello B2.2 del Quadro comune europeo di riferimento delle lingue, il corso si propone di portare i/le partecipanti a un livello di competenza C1.1. Il lavoro sulla lingua partirà da testi orali e scritti e da sequenze video con attività che pongono al centro l’apprendente e danno spazio alle capacità di interagire e negoziare, con una messa in gioco creativa e strategica delle risorse cognitive disponibili e un uso autentico e vivo della lingua. Centrale sarà il lavoro di ripresa e di consolidamento delle più complesse strutture grammaticali, come pure quello di arricchimento quantitativo e qualitativo del lessico. Ampio spazio avrà infine l’elaborazione di testi scritti (elaborare un testo sulla base di dati statistici, scrivere vari tipi di lettere formali, scrivere un articolo di giornale, prendere appunti e riassumere una lezione accademica, etc.). Particolare attenzione sarà riservata all’approfondimento di aspetti della cultura italiana contemporanea.
- Literatur
- Libri di testo: 1) Piantoni M., Bozzone Costa R., Scaramelli E., Ghezzi C., 2016, Nuovo Contatto C1, Torino, Loescher; 2) Balboni P., 2022, Geografia italiana per stranieri: territorio, abitanti, economia, Atene, Edilingua; 3) Un saggio a scelta tra quelli consigliati dal docente; 4) materiali forniti dal docente.
SLK-SEGY-ITA-VFD
(Vertiefungsmodul Fachdidaktik Italienisch)
- Seminar – [RDid - Antonia Sommerschuh] - Vertiefungsmodul Fachdidaktik Französisch / Italienisch
- Lehrperson
-
- Antonia Sommerschuh
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende des Lehramtsstudiengangs Staatsexamen (Französisch, Italienisch, Prüfungsleistung: Portfolio). Beginn 1. Woche der Vorlesungszeit. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an antonia.sommerschuh@tu-dresden.de wird gebeten.
Das Seminar folgt auf das Basismodul Fachdidaktik und bereitet auf die Schulpraktischen Übungen vor. Die einzelnen Schritte zur Planung einer erfolgreichen Stunde – Bedingungsanalyse, Sachanalyse, Zielformulierungen, didaktisch-methodische Analyse und die Reflexion des eigenen Unterrichts – bilden die Schwerpunkte des Seminars. Zudem wird der Umgang mit verschiedenen Medien und Methoden thematisiert und ausprobiert. Für die Prüfungsleistung bearbeiten die Studierenden themenbezogene Aufgaben und führen eine Unterrichtssimulation durch. - Literatur
- in OPAL-Ressource
SLK-SEGY-ITA-B-LKGES
(Basismodul Romanistik 1: Literatur- und Kulturgeschichte)
- Einführungskurs – [RFLK/RILK - König] - Einführung in die Literatur- und Kulturgeschichte Frankreich / Italien
- Lehrperson
-
- Dr. Torsten König
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz
SLK-SEGY-ITA-BPBI
(Blockpraktikum B Italienisch)
- Praktikum – [RDid - Lachmund] - Einführungsveranstaltung Block B Französisch / Italienisch
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell - Beschreibung
- Informationen im Kommentar "Workshop zur Vorbereitung des Blockpraktikums B (Französisch/Italienisch) für März 2027" und unter OPAL.
Rückfragen:anne-marie.lachmund@tu-dresden.de
- Arbeitskreis – [RDid - Lachmund] - Workshop zur Vorbereitung des Blockpraktikums B (Französisch/Italienisch) für März 2027
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz - Beschreibung
- WICHTIG: Bitte beachten Sie unbedingt auch die vorherige allgemeine Infoveranstaltung zum B-Praktikum (Französisch/Italienisch): 16.10.2026, 4. DS, Videokonferenz (Link wird über OPAL-Ressource bekanntgegeben). Bei dieser Infoveranstaltung erhalten Sie wichtige Informationen sowie die Aufgabe für den Vorbereitungsworkshop.
Termin des Vorbereitungsworkshops: 13.11.2026, 4. DS, Raum wird über OPAL-Ressource bekanntgegeben
Der Workshop richtet sich an Studierende der Fachdidaktik Französisch und Italienisch im Modularisierten Staatsexamensstudiengang, die sich fristgerecht über das Praktikumsportal für das B-Praktikum im März 2027 angemeldet haben. Ziel ist es, aufbauend auf die zuvor vorzubereitende Aufgabe (vgl. Infoveranstaltung, s. oben, sowie OPAL-Lernressource) das B-Praktikum und den fachdidaktischen Hospitationsschwerpunkt inhaltlich und methodisch vorzubereiten bzw. ausgewählte Aspekte der Unterrichtsplanung, -beobachtung und -auswertung zu vertiefen. In diesem Zusammenhang reflektieren die Studierenden ihre Rolle im Praktikum und definieren eigene Entwicklungsaufgaben. Darüber hinaus werden offene Fragen zur Erstellung des Praktikumsportfolios geklärt.
Der Workshop findet gemeinsam mit den Studierenden statt, die ihr Blockpraktikum im September 2026 absolviert haben. Auf diese Weise sollen der Wissenstransfer bzw. Erfahrungsaustausch mit den Kommiliton:innen unterstützt werden.
Alle Informationen werden über eine OPAL-Ressource verteilt. Melden Sie sich bitte per Mail an: anne-marie.lachmund@tu-dresden.de und tragen Sie sich in OPAL ein: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/51534462985?3 - Literatur
- in OPAL-Ressource
- Arbeitskreis – [RDid – Lachmund] - Workshop zur Nachbereitung des Blockpraktikums B (Französisch/Italienisch) von September 2026
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/0213 In Präsenz - Beschreibung
- Termin: 13.11.2026, 3.-4. DS., Raum wird über OPAL-Ressource bekanntgegeben
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Studierende der Fachdidaktik Französisch und Italienisch im Modularisierten Staatsexamensstudiengang, die im September 2026 ihr Blockpraktikum B absolviert haben. Ziel ist es, die Praktikumserfahrungen im Austausch mit Mitstudierenden zu reflektieren und daraus Entwicklungsaufgaben abzuleiten. Gegenstand der Reflexion sind die Hospitation, die Planung und Durchführung eigenen Unterrichts und die Beobachtungen zum gewählten fachdidaktischen Schwerpunkt. Darüber hinaus werden offene Fragen zur Erstellung des Praktikumsberichts geklärt.
Die Veranstaltung findet in ihrem zweiten Teil (4. DS) gemeinsam mit den Studierenden statt, die ihr Blockpraktikum im März 2027 absolvieren werden. Auf diese Weise sollen der Wissenstransfer bzw. Erfahrungsaustausch mit den Kommiliton:innen unterstützt werden.
Alle Informationen werden über eine OPAL-Ressource verteilt. Melden Sie sich bitte per Mail an: anne-marie.lachmund@tu-dresden.de und tragen Sie sich in OPAL ein: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/51534462985?3 - Literatur
- in OPAL-Ressource
SLK-SEGY-ITA-K-LKW
(Komplementärmodul: Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft)
- Seminar – [RILK - Tiller] - Fakt und Fiktion in historischen und literarischen Gewalterzählungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Neuere und neueste Geschichte, Institut für Geschichte.
„There is no longer any such thing as fiction or nonfiction; there's only narrative."
— E. L. Doctorow, False Documents (1977)
Dieses Master-Seminar will Studierende der Geschichte und der Italianistik bzw. der SLK-Philologien zur interdisziplinären Diskussion der Themen Fakten, Fiktionen und Geschichtsschreibung zusammenbringen. Im Mittelpunkt wird dabei das Zusammenwirken von Faktendiskursivierung und Fiktionsbildung stehen, das kommunikative Erfordernis also, historische und Gegenwartsereignisse als Erzählungen zugänglich zu machen und zu archivieren, die narrativen Regeln folgen und mehr oder minder intensiv fiktional ausgebildet sind. Dies berührt Theoriediskussion der Geschichtswissenschaften und der Philologien gleichermaßen und lädt dazu ein, sich der Phänomenlage aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven gemeinsam anzunähern. Als Beispiel dienen Rekurse auf Gewaltereignisse des 20./21. Jahrhunderts wie koloniale Machtausübung, faschistische/nazistische Gewalt, terroristische Anschläge, Kriegsereignisse etc., die im deutschsprachigen und italienischen Kontext sowohl historiographisch als auch literarisch verarbeitet wurden.
Doctorows Diktum, es gebe „keine Fiktion oder Sachliteratur mehr, sondern nur noch Erzählung(en)", markiert dabei eine Extremposition, an der sich die Disziplinen reiben. Wir werden theoretische Texte und Positionen sichten, die z.B. mit Hayden White für die Ununterscheidbarkeit von Historiographie und (fiktionaler) Erzählung plädieren, und geschichtswissenschaftliche Standpunkte diskutieren, welche die Eigenlogik des Faktischen verteidigen: die Bindung an Quellen, die Zurechenbarkeit von Aussagen zu Urheber:innen, die Grenzen dessen, was verantwortbar erzählt werden kann. Gerade an Gewaltereignissen – wo es um Täterschaft, Opfer und moralische Zurechnung geht – wird diese Spannung besonders greifbar. Das Seminar nutzt sie produktiv, indem es literarische Texte und geschichtstheoretische bzw. historiographische Positionen im Wechsel liest und so die jeweiligen disziplinären Erkenntnisinteressen gegeneinander profiliert.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [RILK - Tiller] - Risorgimento
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar wird die Entwicklung zwischen Wiener Kongress 1814/15 und der Einlösung der italienischen Einheit 1861/1871 in den Blick nehmen: den von Aufständen (u.a. Mazzini, Garibaldi) begleiteten, durch Geheimgesellschaften, politische Bewegungen und Politiker (Cavour, Gioberti, d’Azeglio u.a.) vorangetriebenen Weg bis zur Ausrufung des italienischen Staates und der italienischen Monarchie. Damit wird erstmals seit der Spätantike auf der italienischen Halbinsel die so lange beschworene politische Einheit aus eigener Kraft hergestellt. Literarische Texte (Foscolo, Leopardi, Pellico, Manzoni, d’Azeglio, Nievo u.a.), die zwischen 1815 und 1870 entstehen, begleiten die Einheitsbewegung, ebenso Hervorbringungen in Musik (Verdi u.a.) und Kunst (Fattori, Hayez u.a.) – denen jeweils kulturelle und politische Dynamiken entwachsen. Das Seminar diskutiert diese ästhetische Rahmung des Risorgimento, die sich als künstlerische Diskussion der Ereignisse in Literatur und Film bis heute erstreckt.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [RILK - Tiller] - Storyselling: Verbrechenserzählungen und Regionalität
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Verbrechen spielen in Kriminalerzählungen, Thrillern oder Spionageromanen eine zentrale Rolle – in literarischen Texten, die Rätsel und Komplotte bzw. deren Lösung/Aufdeckung erzählen. Insbesondere Kriminalromane verkaufen sich in Italien seit den 1990er Jahren bestens und machen ein wesentliches Segment des Buchmarktes aus. Dies gelingt besonders erfolgreich – und zwar innerhalb Italiens ebenso wie außerhalb – wenn diesen Verbrechens- und/oder Aufklärungserzählungen ein deutlich erkennbarer regionaler Rahmen aufgeprägt wird. Regionalität (Orte, Sprache, Küche, Wetter, Stereotype etc.) wird zum Schlüssel für Serialität und dient als Anker für die Bindung von Lesepublikum. Das Seminar wird diesen Mechanismus anhand der regionalisierten Verbrechenserzählungen von Camilleri, Macchiavelli, Lucarelli, Cassar Scalìa, De Giovanni, Pulixi, Vichi u.v.m. beobachten und diskutieren.
Einschreibung via OPAL.
SLK-SEGY-ITAB1.1
(Sprachpraxis B1.1 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano B1.1
- Lehrperson
-
- Anna Maria Voria
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Ziel des Kurses ist der Erwerb von Kenntnissen des Italienischen auf dem Niveau B1.1 des GER. In der Lehrveranstaltung werden die vier Grundfertigkeiten (Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen und Schreiben) durch kommunikative Handlungen systematisch in steiler Progression weiterentwickelt - eine regelmäßige aktive Teilnahme ist daher unentbehrlich. Der Kurs setzt voraus, dass die Lehrveranstaltung „Italienisch A2“ erfolgreich besucht und die Endprüfung bestanden worden ist.
- Literatur
- Lehrwerk Daniela Piotti, Giulia de Savorgnani, Elena Carrara, 2018, Universitalia 2.0. B1/B2. München, Hueber Verlag
SLK-SEGY-ITAB2.2
(Sprachpraxis B2.2 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano B2.2 - Espressione orale e scritta
- Lehrperson
-
- Enrico Serena
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Freitag 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Nel corso sarà esercitata la capacità di esprimersi in forma orale e scritta in diversi registri linguistici, raggiungendo un livello di competenza B2 del Quadro comune europeo. Obiettivo del corso è permettere allo studente/alla studentessa di sviluppare nell’orale una nuova e più alta capacità di argomentare, di interagire in contesti e su argomenti diversi, con una maggiore naturalezza e fluenza, una più ampia capacità di gestire la conversazione, una buona accuratezza nelle scelte lessicali e nell'uso della grammatica. Nello scritto si lavorerà su un’ampia scelta di tipologie testuali (in particolare testo argomentativo, testo narrativo, testo espositivo) con l'obiettivo di arrivare a scrivere testi di generi diversi (racconto personale, presentazione di dati statistici, messaggio su un blog, ecc.) che siano caratterizzati da chiarezza, buona strutturazione, accuratezza lessicale e correttezza grammaticale. Particolare attenzione sarà riservata all’approfondimento di aspetti della cultura italiana contemporanea. Si proseguirà infine il percorso sulla geografia italiana cominciato nel semestre precedente.
- Literatur
- Libri di testo: 1) Piantoni M., Bozzone Costa R., Ghezzi C., 2017, Nuovo Contatto B2, Torino, Loescher; 2) Balboni P., 2022, Geografia italiana per stranieri: territorio, abitanti, economia, Atene, Edilingua; 3) Un romanzo a scelta tra quelli consigliati dal docente.
SLK-SEGY-ITA-BFD
(Basismodul Fachdidaktik Italienisch)
- Seminar – [RDid - Lachmund] - Basismodul Fachdidaktik Italienisch / Französisch
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende des Lehramtsstudiengangs Staatsexamen (Französisch, Italienisch, Prüfungsleistung: Klausur). Beginn 1. Woche der Vorlesungszeit. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme per Mail an unter: anne-marie.lachmund@tu-dresden.de Der Zugang zur OPAL-Ressource wird Ihnen mit der ersten Sitzung gegeben.
Die Lehrveranstaltung konzentriert sich u. a. auf folgende Schwerpunkte: Professionalität von Lehrkräften (Subjektive Theorien); ausgewählte Sprachlern- und erwerbstheorien; wesentliche didaktisch-methodische Konzepte und Prinzipien des neo-kommunikativen Fremdsprachenunterrichts; aktuelle Tendenzen in der fachdidaktischen Diskussion mit Fokus auf die Kompetenzorientierung. Im Zusammenhang damit reflektieren die Studierenden ihre eigenen Sprachlern- und -lehrerfahrungen und werden für deren Einflussnahme auf ihre persönlichen pädagogisch-methodischen Vorstellungen von Unterricht sensibilisiert. Hierfür wird eine regelmäßige Teilnahme vorausgesetzt.
Die Teilnahme am begleitenden Tutorium wird ausdrücklich empfohlen. Flankierend zur Veranstaltung wird die selbstständige Lektüre eines einschlägigen Einführungswerks erwartet.
Die (wiederholte) Teilnahme empfiehlt sich auch zur Vorbereitung auf die mündliche Staatsexamensprüfung in der Fachdidaktik Romanistik.
Prüfungsanmeldung über Fr. Lachmund: selma - M2300-FRD01; M2300-ITD01 / hisqis – 68510; 138710 - Literatur
- in OPAL-Ressource
SLK-SEGY-ITA-AMFD
(Ausbaumodul Fachdidaktik Italienisch)
- Seminar – [RDid - Lachmund] - Modul FD2, Seminar FD2 Französisch/Italienisch Ausbaumodul Fachdidaktik: Audiovisuelle Kompetenzen im neokommunikativen Fremdsprachenunterricht fördern
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde APB/E009 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende des Lehramtsstudiengangs Staatsexamen (Französisch, Italienisch, Prüfungsleistung: kombinierte Hausarbeit). Beginn 1. Woche der Vorlesungszeit. Bitte melden Sie sich für die Teilnahme per Mail an unter: anne-marie.lachmund@tu-dresden.de Der Zugang zur OPAL-Ressource wird Ihnen mit der ersten Sitzung gegeben.
Das Seminar beschäftigt sich mit der Förderung der audiovisuellen Kompetenz im Fremdsprachenunterricht. Nach einer Einführung in die Theorien zu rezeptiven Fertigkeiten (Hörverstehen / Hör-Seh-Verstehen) werden verschiedene Medien und Genres ((Kurz-)Filme, Serien, Musikvideos, Erklärvideos, Werbung, Social-Media-Reels) anhand von Beispielen analysiert, die sich für den Einsatz im modernen Fremdsprachenunterricht eignen. Mit Blick auf den Lebensweltbezug der Lernenden gilt das Augenmerk insbesondere dem Erwachsenwerden (Coming-of-Age) im Rahmen von Marginalitäts-, Migrations- sowie Genderdiskursen.
Wichtige Hinweise zur Organisationsstruktur des Seminars:
Das Seminar ist Teil eines gemeinsamen Lehrprojekts der TU Dresden (TUD) und der Universität Leipzig (UL). Frau Dr. Tanja Schwan wird an der UL ein literatur- und kulturwissenschaftliches Seminar (donnerstags, 11:15-12:45 Uhr) anbieten, das ein ähnliches (Film-)Korpus und theoretische Anknüpfungen (Gender/Queer Studies, Intersektionalitäts- und Postkolonialitätsforschung) beinhaltet. Ziel ist es, Fachwissenschaft und Fachdidaktik in Bezug auf ausgewählte Filmanalysen miteinander zu kombinieren und derart zu verzahnen, dass je ein:e Teilnehmer:in aus Leipzig und eine:r aus Dresden im Tandem zusammen ein Thema erarbeiten und beide ihre Ergebnisse zum Abschluss des Semesters im Rahmen einer gemeinsamen Blockveranstaltung (in Präsenz, Termine s.u.) präsentieren.
Selbstverständlich ist es auch möglich, das Dresdener Seminar unabhängig von dieser Kooperation zu besuchen und ein Beispiel für die Prüfungsleistung (Referat und kombinierte Hausarbeit) zu wählen.
Termine:
Nach einer gemeinsamen Online-Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, von 11:15-12:45 Uhr, finden die Sitzungen zunächst separat in Dresden und Leipzig statt. Für den Nachmittag des 11. Dezember 2026 (Freitag), vorauss. 13-17 Uhr, ist ein Workshop in Dresden (mit anschließendem Besuch des Dresdner Striezelmarkts) vorgesehen, um den Tandems Gelegenheit zu geben, vor Ort an den gemeinsamen Themen zu arbeiten. Eine weitere Blockveranstaltung in Leipzig im Institut Français am Freitag, den 29. Januar 2027, vorauss. 11-17 Uhr, beschließt die Zusammenarbeit mit einer (ggf. öffentlichen) Präsentation (Tandems: Filmanalysen mit Teil Literatur-/Kulturwissenschaft und Teil Didaktik). Während der getrennten Lehrphasen zwischen den Präsenzterminen für alle erhalten die Studierenden bei Interesse die Möglichkeit, (online) am Leipziger Seminar (donnerstags, 11:15-12:45 Uhr), teilzunehmen. Wenn Sie sich am Lehr- und Lernaustausch mit den Kommiliton:innen aus Leipzig aktiv beteiligen möchten - sei es in einem Tandem für ein Referat zu einem der Filme oder auch ohne eigenen Vortrag nur als Mitdiskutand:in -, halten Sie sich bitte die beiden o.g. Freitagstermine zusätzlich zu den regulären wöchentlichen Dresdener Seminarsitzungen (Donnerstag 2. DS) frei!
Prüfungsanmeldung über Fr. Lachmund: selma - M2300-FRD04; M2300-ITD04 / hisqis – 139310; 69110 - Literatur
- in OPAL-Ressource
SLK-SEGY-ITA-A-LKW
(Ausbaumodul: Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft)
- Vorlesung – [RILK - Tiller] - Florenz im 15./16. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- Die Ausbildung einer umfassenden kulturellen Neuorientierung Europas, die man schließlich unter dem Stichwort „Renaissance“ zusammengefasst hat, ist auf der italienischen Halbinsel seit den 1330er Jahren nachzuweisen. Besonders eindrucksvoll, weil von beachtlicher Dynamik und kultureller Reichweite, lässt sich dieser frühneuzeitliche Umbruch im 15. und 16. Jahrhundert in Florenz beobachten. Die von ihren Kaufleuten und Banken bereits um 1400 enorm profitierende Republik Florenz gerät seit der Machtübernahme durch die Medici 1434 auch in eine politisch prägnante Position. Bahnbrechende Innovationen in Architektur, Malerei und Bildhauerei, bald auch in Bereichen wie Mathematik, Kartographie und politischer Theorie, prägen das vom Aufbruch gekennzeichnete kulturelle Klima in der Stadt. Künstler und Kunst aus Florenz werden durch die Kunstpolitik der Medici bald in ganz Europa begehrt. Florentiner Seereisende wie Amerigo Vespucci berichten aus der sich weitenden Welt, zuhause werden politische Akteure wie Machiavelli ins Gelehrtendasein gezwungen. Die urbanistischen Neuprägungen des Zeitraums überformen schließlich das Gesicht der Medici-Stadt mit einem sehr spezifischem Gepräge, das bis heute einzigartig ist.
Die Vorlesung schließt mit einer Klausur ab.
Einschreibung via OPAL.
SLK-SEGY-ITAA2
(Sprachpraxis A2 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italienisch A2
- Lehrperson
-
- Anna Maria Voria
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Donnerstag 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Voraussetzungen für diesen Kurs sind Kenntnisse des Italienischen auf dem Niveau A1 des GER. In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundkenntnisse der italienischen Sprache vertieft. Die Entwicklung des Hör-und Leseverstehens sowie der Sprech- und Schreibfertigkeit zielt auf eine zunehmend selbständige und differenzierte Kompetenz in unterschiedlichen Kontexten.
- Literatur
- Lehrwerk Daniela Piotti, Giulia de Savorgnani, Elena Carrara, 2016, Universitalia 2.0. A1/A2. München, Hueber Verlag
SLK-SEGY-ITAB2.1
(Sprachpraxis B2.1 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano B2.1 - Le strutture della lingua e del testo
- Lehrperson
-
- Enrico Serena
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Per frequentare il corso è necessario aver superato l’esame finale “Italiano B1.2” o disporre di conoscenze equivalenti, da accertare in un colloquio con il docente. Nel corso, incentrato sul potenziamento della competenza testuale e morfosintattica, oltre che di quella metalinguistica, si approfondiranno alcuni fenomeni che caratterizzano la sintassi della frase semplice e di quella complessa. Ci si focalizzerà inoltre sugli elementi costitutivi del testo scritto e di specifiche tipologie testuali (in particolare il testo regolativo, il testo descrittivo, il testo narrativo). Saranno infine introdotti alcuni elementi di geografia italiana, come preparazione ai percorsi di approfondimento previsti nei semestri successivi.
- Literatur
- Libri di testo: 1) Piantoni M., Bozzone Costa R., Ghezzi C., 2017, Nuovo Contatto B2, Torino, Loescher; 2) Balboni P., 2022, Geografia italiana per stranieri: territorio, abitanti, economia, Atene, Edilingua; 3) Camerini V., 2016, Le avventure di Pinocchio, Milano, Gribaudo (versione ridotta del testo di Collodi)
SLK-SEGY-ITAC1.2
(Sprachpraxis C1.2 – Italienisch)
- Sprachlernseminar – Italiano C1.2 – Lingua, cultura e intercultura II
- Lehrperson
-
- Enrico Serena
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz Donnerstag 2. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Il corso si rivolge a studentesse e studenti che abbiano già concluso il modulo C1.1 o che siano in possesso di conoscenze linguistiche equivalenti da accertare in un colloquio con il docente. Nel corso si lavorerà al potenziamento delle abilità linguistiche con un focus particolare su quella di mediazione e si approfondiranno strutture dell’italiano in parte già trattate nei semestri precedenti; si affronteranno inoltre in dettaglio, e in un’ottica inter- e transculturale, alcuni snodi della più recente storia italiana.
- Literatur
- Materiali di riferimento: 1) Piantoni M., Bozzone Costa R., Scaramelli E., Ghezzi C., 2016, Nuovo Contatto C1, Torino, Loescher; 2) Balboni P., 2020, Storia italiana per stranieri: dall’antica Roma ai giorni nostri, Atene, Edilingua; 3) Un saggio o romanzo a scelta tra quelli consigliati dal docente; 4) materiali forniti dal docente.
SLK-SEGY-ITA-SPÜ
(Schulpraktische Übung Italienisch)
- Schulpraktische Übungen – [RDid - Lachmund] - Schulpraktische Übung Französisch/Italienisch
- Lehrperson
-
- Dr. Anne-Marie Lachmund
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell - Beschreibung
- Ansprechpartnerin für die SPÜ: Anne-Marie Lachmund, anne-marie.lachmund@tu-dresden.de
Zeit: Die SPÜ im Fach Französisch (Gymnasium Dresden-Pieschen, Leitung: Therese Pahner pahner@gdpie.lernsax.de) finden im WiSe 2026-27 vom 26.10.2026 - 05.02.2027 wöchentlich an der Schule donnerstags von 11:10-12:40 Uhr (plus Auswertung im Anschluss ca. 60 Minuten) statt.
Wichtig: Obligatorische Einführungsveranstaltung am 12.10.2026, 5. DS als Videokonferenz (Link wird über OPAL-Ressource bekanntgegeben).
Die SPÜ richten sich an Studierende der Fachdidaktik Französisch bzw. Italienisch im modularisierten Staatsexamensstudiengang. Voraussetzung (!) für die Teilnahme sind der vorherige Besuch des Basismoduls Fachdidaktik und des Vertiefungsmoduls Fachdidaktik. Prüfungsleistung: Unterrichtsversuche, Portfolio.
Die SPÜ werden in Gruppen zu je ca. fünf Studierenden durchgeführt. Sie erstrecken sich über die gesamte Vorlesungszeit und werden mit zwei SWS pro Woche verbucht. Die Studierenden beobachten, planen und halten Unterricht in der von ihnen studierten Fremdsprache, weshalb eine regelmäßige Teilnahme verpflichtend erforderlich ist. Jede:r Student:in führt zwei Unterrichtsversuche durch (schriftliche Planung, Durchführung der Stunde, Auswertungsgespräch in der Gruppe im Anschluss an die Stunde und schriftliche Reflexion). Für die SPÜ sind wöchentlich ca. vier Zeitstunden einzuplanen (An- und Abfahrt zur Schule, Unterricht à 45 min bzw. 90 min, Auswertung der SPÜ meist direkt im Anschluss ca. 60 min).
Die Studierenden haben sich bereits über das Praktikumsportal für die SPÜ angemeldet (Fristen vgl. Praktikumsportal). Die SPÜ haben eine OPAL-Lernressource: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/51471941649?9.
SLK-SEGY-ITA-B-SW
(Basismodul: Italienische Sprachwissenschaft)
- Einführungskurs – [RSW1 - Mantovani] - Einführung in die italienische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Giulia Mantovani
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde Z21/0381 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 15. Oktober 2026
Der Einführungskurs hat zum Ziel, Studienanfänger:innen der italienischen Sprache (LA, BA, MA EuroS) mit den Grundlagen der allgemeinen und italienischen Sprachwissenschaft vertraut zu machen, um eine darauf aufbauende Beschäftigung mit der Linguistik zu ermöglichen. Es werden wesentliche methodische Begriffe und Theorien verschiedener linguistischer Disziplinen (Phonetik / Phonologie, Morphologie, Lexikologie, Semantik, Syntax, Pragmatik) am Beispiel des Italienischen eingeführt und besprochen. Dabei wird auch auf die Geschichte der italienischen Sprachwissenschaft und die Geschichte der italienischen Sprache Bezug genommen.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Auf Niveauunterschiede bei den Sprachkenntnissen wird Rücksicht genommen, sodass der Kurs auch ohne Vorkenntnisse des Italienischen besucht werden kann.
Einschreibung auf OPAL - Literatur
-
- Literaturempfehlungen:
- • Lobin, Antje & Meineke, Eva-Tabea (Hrsg.). Handbuch Italienisch: Sprache - Literatur - Kultur: für Studium, Lehre, Praxis. Berlin: Erich Schmidt, 2021.
- • Haase, Martin. Italienische Sprachwissenschaft: eine Einführung. Tübingen: Narr, 2013.
- • Michel, Andreas. Einführung in die italienische Sprachwissenschaft. Berlin, Boston: De Gruyter, 2016.
- • Berruto, Gaetano & Cerruti, Massimo. La linguistica: Un corso introduttivo. Torino: UTET, 2017.
- • Serianni, Luca & Antonelli, Giuseppe. Manuale di linguistica italiana: storia, attualità, grammatica. Milano: Mondadori, 2017.
SLK-SEGY-ITA-V-SW
(Vertiefungsmodul: Italienische Sprachwissenschaft)
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Sprache macht Gesellschaft: Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse in der Italophonie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf gesellschaftliche Diskurse im italienischsprachigen Raum an. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache dazu beiträgt, gesellschaftliche Wirklichkeit zu gestalten, zu vermitteln und gegebenenfalls zu verändern. Anhand aktueller und historischer Beispiele werden unterschiedliche gesellschaftlich relevante Debatten untersucht. Dabei wird betrachtet, wie Akteur:innen sich sprachlich darstellen und ihre Positionen vermitteln. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sprachlichen Mitteln wie Metaphern, Schlüsselbegriffen und wiederkehrenden Formulierungen sowie auf der Frage, wie Konflikte, unterschiedliche Perspektiven und Werte sprachlich zum Ausdruck kommen.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Ikonizität aus der Perspektive der kognitiven Linguistik: von den Grundlagen der Semiotik bis zur Lautsymbolik
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Unter dem Begriff „Sprache“ wird häufig ein System verstanden, das auf einem relativ stabilen Repertoire an Elementen und Regeln beruht. Obwohl sich Sprachen kontinuierlich verändern, bleibt ein großer Teil dieses Repertoires über längere Zeiträume hinweg vergleichsweise konstant. Dies zeigt sich etwa am Wortschatz: während bestimmte Wörter außer Gebrauch geraten, kommen zugleich neue Wörter hinzu oder bestehende Wörter erhalten neue Bedeutungen – beispielsweise durch Neologismen, Entlehnungen oder Bedeutungswandel. Neben dieser relativen Stabilität zeichnet sich Sprache jedoch durch eine grundsätzlich offene Fähigkeit zur Bedeutungserzeugung aus. Sprachliche Elemente besitzen keine unter allen Umständen unveränderliche Bedeutung; gerade als Zeichen sind sprachliche Elemente in Prozesse der Interpretation, der Kontextualisierung und der Bedeutungsbildung eingebunden. Bedeutung entsteht vielmehr aus relationalen Zeichenprozessen und unter den jeweiligen Bedingungen ihrer Interpretation.
Wie wandelbar solche Zeichenbeziehungen sein können, lässt sich sowohl diachron innerhalb einer Sprache als auch synchron im Vergleich verschiedener Sprachen beobachten. So können sich die Bedeutung eines sprachlichen Zeichens und seine Gebrauchskontexte im Laufe der Zeit verändern; zugleich können formal ähnliche oder identische Zeichen in unterschiedlichen Sprachen mit ganz verschiedenen Bedeutungen verbunden sein. Zeichen, ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen und die mit ihnen verbundenen Prozesse der Bedeutungsbildung (Semiose) sind der Gegenstand der Semiotik, die im Zentrum dieses Seminars steht.
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Semiotik ein. Ausgehend von den Zeichenmodellen Ferdinand de Saussures und Charles Sanders Peirces wird danach gefragt, was überhaupt unter einem Zeichen zu verstehen ist. Zugleich wird das Verhältnis von Arbitrarität und Motiviertheit sprachlicher Zeichen betrachtet und untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Form und Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte durch Prozesse der Konventionalisierung verändern kann. Anschließend werden Zeichentypen – etwa Ikon, Index und Symbol – sowie ihre Erscheinungsformen in verschiedenen semiotischen Systemen untersucht.
Den Schwerpunkt des Seminars bildet jedoch das Phänomen der Ikonizität, also die motivierte Beziehung zwischen Form und Bedeutung, die auf Ähnlichkeit, Analogie oder struktureller Entsprechung zwischen beiden beruhen kann. Dabei wird untersucht, welche Rolle ikonische Strukturen bei der Organisation sprachlicher Systeme, bei Prozessen der Bedeutungsbildung sowie im frühen Spracherwerb spielen können. Die Auseinandersetzung mit der Ikonizität erfolgt insbesondere aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, wobei der Lautsymbolik als einer zentralen Erscheinungsform sprachlicher Ikonizität besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Konzepte wie Embodiment und Perception Theory sowie die Frage, welche Rolle körperliche Erfahrung, Wahrnehmung und kulturell geprägte Wissensstrukturen in den Prozessen der Semiose spielen. Die behandelten Themen werden sprachvergleichend anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Englischen und Deutschen untersucht.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sensorische Sprache im Kontrast: Französisch und Deutsch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 12. Oktober 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Französisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht die Schnittstelle zwischen sensorischer Wahrnehmung und sprachlichem Ausdruck und geht der Frage nach, wie Sinneseindrücke – Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – im Französischen und Deutschen sprachlich erfasst werden. Im ersten Teil des Seminars werden der theoretische und methodologische Rahmen sowie zentrale Prinzipien der kontrastiven Linguistik vorgestellt. Dabei stehen insbesondere grundlegende grammatische Unterschiede zwischen dem Französischen und Deutschen auf morphologischer und syntaktischer Ebene im Mittelpunkt. Anschließend widmet sich das Seminar den sprachlichen und rhetorischen Strategien, mit denen sensorische Erfahrungen in beiden Sprachen ausgedrückt werden. Untersucht werden unter anderem lexikalische und syntaktische Mittel sowie Metaphern, Vergleiche und Synästhesien. Die Analysen basieren auf Daten aus Sprachkorpora sowie auf Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders (1985) und dessen französischer Übersetzung Le Parfum. Histoire d’un meurtrier (1986).
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der französischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.); EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte:
Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portofolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: Süskind, Patrick, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich (1985, Originalausgabe); Le Parfum. Histoire d'un meurtrier (1986). Übersetzung von Bernard Lortholary. Fayard, Paris.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Neologie und sprachliche Kreativität im Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung. Apericena, petaloso, slayare: Wie entstehen neue Wörter im Italienischen, warum setzen sich manche von ihnen durch, während andere wieder verschwinden, und was verraten sie über gesellschaftlichen und sprachlichen Wandel? Das Seminar widmet sich der sprachlichen Kreativität und der Entstehung neuer Wörter im heutigen Italienischen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Prozesse der Neologie und Wortbildung – darunter Derivation, Komposition, Kurzwortbildung, Entlehnungen und Bedeutungswandel – sowie die Frage, wie gesellschaftliche, kulturelle und technologische Entwicklungen den italienischen Wortschatz prägen. Anhand aktueller Beispiele aus Medien, Werbung, sozialen Netzwerken und Alltagskommunikation untersucht das Seminar, wie neue Ausdrücke entstehen, sich verbreiten und etablieren und welche Rolle sprachliche Innovation für den Wandel des Italienischen spielt.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln; EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung per OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Varietätenlinguistik des Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. Oktober 2026
Italienisch ist kein homogenes, in sich geschlossenes Gebilde. Vielmehr variiert der Sprachgebrauch in Abhängigkeit davon, wer an einer Kommunikationssituation beteiligt ist, in welchem Kontext die Interaktion stattfindet, welches Thema behandelt wird und an welchem Ort sich die Sprecher:innen befinden. Die Vorlesung verfolgt zwei übergeordnete Ziele. Zum einen wird die sogenannte „Architektur“ des Italienischen beschrieben. Dabei werden die sozialen und außersprachlichen Faktoren – etwa Zeit, Raum oder soziale Zugehörigkeit der Sprecher:innen – reflektiert, die für die Unterscheidung verschiedener Sprachvarietäten von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang werden zudem die wichtigsten Dimensionen sprachlicher Variation vorgestellt: die diachronische, diatopische, diamesische, diaphasische, diasexuelle, diagenerationelle und diastratische Variation. Zum anderen widmet sich die Vorlesung ausgewählten Varietäten des Italienischen, insbesondere dem italiano neo-standard, italiano popolare, italiano parlato, e-taliano und italiano elvetico. Anhand konkreter Beispiele werden deren zentrale lexikalische, morphologische, syntaktische und diskursive Merkmale herausgearbeitet und beschrieben.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Multimodale Kommunikation im Sprachvergleich: von analogen Medien bis zu KI-generierten Texten
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Seitdem vom Begriff der Multimodalität die Rede ist, wird immer wieder die Frage gestellt, ob es überhaupt „nicht-multimodale“ Texte gibt. Denn sprachliche Zeichen treten in konkreten Kommunikationssituationen kaum isoliert auf. Die Konstruktion von Bedeutung erfolgt vielmehr häufig durch das Zusammenspiel verschiedener semiotischer Modi bzw. Ressourcen, zu denen Kress (2010) unter anderem Schrift, Bild, Layout, Gestik und Klang zählt. Gesprochene Sprache wird z.B. oft durch Intonation, Mimik, Gestik, Körperhaltung, usw. begleitet; geschriebene Sprache erscheint stets in einer materiell und visuell gestalteten Form, etwa hinsichtlich Typografie, Schriftgröße und -farbe sowie räumliche Anordnung. Diese unterschiedlichen Modi bzw. Ressourcen können als Ausdruck unterschiedlicher semiotischer Systeme verstanden werden, die sprach- und kulturbezogenen Konventionen folgen und auf jeweils spezifische Weise zur Bedeutungsbildung beitragen können.
Die Fähigkeit, solche multimodalen Bedeutungsangebote zu verstehen und kritisch zu analysieren, ist für die gegenwärtige Medien- und Kommunikationslandschaft von besonderer Bedeutung. Heutzutage verbinden Online-Zeitungsartikel sprachlichen Text beispielsweise mit Bildern, Grafiken oder Tabellen; Fernsehnachrichten kombinieren Bild, gesprochene Sprache, Schrift und Ton; Radiobeiträge arbeiten mit Stimme, Musik und Geräuschen; und insbesondere in sozialen Medien entstehen komplexe Verbindungen von Schrift, Bild, Video, Ton, Typografie und weiteren Ausdrucksformen. Multimodale Kommunikation erfordert daher eine Anpassung an neue Formen des Lesens, die über die Analyse verbaler Sprache hinausgehen und danach fragen, wie verschiedene semiotische Modi miteinander interagieren und gemeinsam Bedeutung hervorbringen.
Der Seminar führt zunächst in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Multimodalitätsforschung ein und vermittelt die Mittel zur Beschreibung, Interpretation und Analyse multimodaler Texte. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, was überhaupt unter einem „multimodalen Text“ zu verstehen ist und warum sich der Begriff der „Multimodalität“ in den letzten Jahren als besonders produktiv für die sprachwissenschaftliche Analyse erwiesen hat. Im Anschluss werden multimodale Formen der Bedeutungsproduktion in vier zentralen Bereichen vergleichend untersucht: (1) Kunst und Literatur, (2) Werbung und Propaganda, (3) Kommunikation in sozialen Medien sowie (4) KI-generierte Texte. Dabei werden Beispiele aus dem Französischen, Italienischen, Deutschen und Englischen berücksichtigt, um sowohl sprach- und kulturspezifische Besonderheiten als auch übergreifende multimodale Strategien herauszuarbeiten.
Abschließend widmet sich der Kurs der Frage, welches Potenzial multimodale Texte für die Fremdsprachendidaktik und die barrierefreie Kommunikation besitzen. Diskutiert wird insbesondere, wie die Arbeit mit unterschiedlichen semiotischen Ressourcen das Text- und Medienverständnis, die kommunikative Kompetenz sowie die kritische Auseinandersetzung mit sprachlichen und visuellen Bedeutungsangeboten fördern kann.
SLK-SEGY-ITA-A-SW
(Ausbaumodul: Italienische Sprachwissenschaft)
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Varietätenlinguistik des Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. Oktober 2026
Italienisch ist kein homogenes, in sich geschlossenes Gebilde. Vielmehr variiert der Sprachgebrauch in Abhängigkeit davon, wer an einer Kommunikationssituation beteiligt ist, in welchem Kontext die Interaktion stattfindet, welches Thema behandelt wird und an welchem Ort sich die Sprecher:innen befinden. Die Vorlesung verfolgt zwei übergeordnete Ziele. Zum einen wird die sogenannte „Architektur“ des Italienischen beschrieben. Dabei werden die sozialen und außersprachlichen Faktoren – etwa Zeit, Raum oder soziale Zugehörigkeit der Sprecher:innen – reflektiert, die für die Unterscheidung verschiedener Sprachvarietäten von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang werden zudem die wichtigsten Dimensionen sprachlicher Variation vorgestellt: die diachronische, diatopische, diamesische, diaphasische, diasexuelle, diagenerationelle und diastratische Variation. Zum anderen widmet sich die Vorlesung ausgewählten Varietäten des Italienischen, insbesondere dem italiano neo-standard, italiano popolare, italiano parlato, e-taliano und italiano elvetico. Anhand konkreter Beispiele werden deren zentrale lexikalische, morphologische, syntaktische und diskursive Merkmale herausgearbeitet und beschrieben.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
SLK-SEGY-ITA-K-SW
(Komplementärmodul: Italienische Sprachwissenschaft)
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Sprache macht Gesellschaft: Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse in der Italophonie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf gesellschaftliche Diskurse im italienischsprachigen Raum an. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache dazu beiträgt, gesellschaftliche Wirklichkeit zu gestalten, zu vermitteln und gegebenenfalls zu verändern. Anhand aktueller und historischer Beispiele werden unterschiedliche gesellschaftlich relevante Debatten untersucht. Dabei wird betrachtet, wie Akteur:innen sich sprachlich darstellen und ihre Positionen vermitteln. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sprachlichen Mitteln wie Metaphern, Schlüsselbegriffen und wiederkehrenden Formulierungen sowie auf der Frage, wie Konflikte, unterschiedliche Perspektiven und Werte sprachlich zum Ausdruck kommen.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Ikonizität aus der Perspektive der kognitiven Linguistik: von den Grundlagen der Semiotik bis zur Lautsymbolik
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Unter dem Begriff „Sprache“ wird häufig ein System verstanden, das auf einem relativ stabilen Repertoire an Elementen und Regeln beruht. Obwohl sich Sprachen kontinuierlich verändern, bleibt ein großer Teil dieses Repertoires über längere Zeiträume hinweg vergleichsweise konstant. Dies zeigt sich etwa am Wortschatz: während bestimmte Wörter außer Gebrauch geraten, kommen zugleich neue Wörter hinzu oder bestehende Wörter erhalten neue Bedeutungen – beispielsweise durch Neologismen, Entlehnungen oder Bedeutungswandel. Neben dieser relativen Stabilität zeichnet sich Sprache jedoch durch eine grundsätzlich offene Fähigkeit zur Bedeutungserzeugung aus. Sprachliche Elemente besitzen keine unter allen Umständen unveränderliche Bedeutung; gerade als Zeichen sind sprachliche Elemente in Prozesse der Interpretation, der Kontextualisierung und der Bedeutungsbildung eingebunden. Bedeutung entsteht vielmehr aus relationalen Zeichenprozessen und unter den jeweiligen Bedingungen ihrer Interpretation.
Wie wandelbar solche Zeichenbeziehungen sein können, lässt sich sowohl diachron innerhalb einer Sprache als auch synchron im Vergleich verschiedener Sprachen beobachten. So können sich die Bedeutung eines sprachlichen Zeichens und seine Gebrauchskontexte im Laufe der Zeit verändern; zugleich können formal ähnliche oder identische Zeichen in unterschiedlichen Sprachen mit ganz verschiedenen Bedeutungen verbunden sein. Zeichen, ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen und die mit ihnen verbundenen Prozesse der Bedeutungsbildung (Semiose) sind der Gegenstand der Semiotik, die im Zentrum dieses Seminars steht.
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Semiotik ein. Ausgehend von den Zeichenmodellen Ferdinand de Saussures und Charles Sanders Peirces wird danach gefragt, was überhaupt unter einem Zeichen zu verstehen ist. Zugleich wird das Verhältnis von Arbitrarität und Motiviertheit sprachlicher Zeichen betrachtet und untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Form und Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte durch Prozesse der Konventionalisierung verändern kann. Anschließend werden Zeichentypen – etwa Ikon, Index und Symbol – sowie ihre Erscheinungsformen in verschiedenen semiotischen Systemen untersucht.
Den Schwerpunkt des Seminars bildet jedoch das Phänomen der Ikonizität, also die motivierte Beziehung zwischen Form und Bedeutung, die auf Ähnlichkeit, Analogie oder struktureller Entsprechung zwischen beiden beruhen kann. Dabei wird untersucht, welche Rolle ikonische Strukturen bei der Organisation sprachlicher Systeme, bei Prozessen der Bedeutungsbildung sowie im frühen Spracherwerb spielen können. Die Auseinandersetzung mit der Ikonizität erfolgt insbesondere aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, wobei der Lautsymbolik als einer zentralen Erscheinungsform sprachlicher Ikonizität besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Konzepte wie Embodiment und Perception Theory sowie die Frage, welche Rolle körperliche Erfahrung, Wahrnehmung und kulturell geprägte Wissensstrukturen in den Prozessen der Semiose spielen. Die behandelten Themen werden sprachvergleichend anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Englischen und Deutschen untersucht.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sensorische Sprache im Kontrast: Französisch und Deutsch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 12. Oktober 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Französisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht die Schnittstelle zwischen sensorischer Wahrnehmung und sprachlichem Ausdruck und geht der Frage nach, wie Sinneseindrücke – Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – im Französischen und Deutschen sprachlich erfasst werden. Im ersten Teil des Seminars werden der theoretische und methodologische Rahmen sowie zentrale Prinzipien der kontrastiven Linguistik vorgestellt. Dabei stehen insbesondere grundlegende grammatische Unterschiede zwischen dem Französischen und Deutschen auf morphologischer und syntaktischer Ebene im Mittelpunkt. Anschließend widmet sich das Seminar den sprachlichen und rhetorischen Strategien, mit denen sensorische Erfahrungen in beiden Sprachen ausgedrückt werden. Untersucht werden unter anderem lexikalische und syntaktische Mittel sowie Metaphern, Vergleiche und Synästhesien. Die Analysen basieren auf Daten aus Sprachkorpora sowie auf Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders (1985) und dessen französischer Übersetzung Le Parfum. Histoire d’un meurtrier (1986).
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der französischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.); EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte:
Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portofolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: Süskind, Patrick, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich (1985, Originalausgabe); Le Parfum. Histoire d'un meurtrier (1986). Übersetzung von Bernard Lortholary. Fayard, Paris.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Neologie und sprachliche Kreativität im Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung. Apericena, petaloso, slayare: Wie entstehen neue Wörter im Italienischen, warum setzen sich manche von ihnen durch, während andere wieder verschwinden, und was verraten sie über gesellschaftlichen und sprachlichen Wandel? Das Seminar widmet sich der sprachlichen Kreativität und der Entstehung neuer Wörter im heutigen Italienischen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Prozesse der Neologie und Wortbildung – darunter Derivation, Komposition, Kurzwortbildung, Entlehnungen und Bedeutungswandel – sowie die Frage, wie gesellschaftliche, kulturelle und technologische Entwicklungen den italienischen Wortschatz prägen. Anhand aktueller Beispiele aus Medien, Werbung, sozialen Netzwerken und Alltagskommunikation untersucht das Seminar, wie neue Ausdrücke entstehen, sich verbreiten und etablieren und welche Rolle sprachliche Innovation für den Wandel des Italienischen spielt.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln; EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung per OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Multimodale Kommunikation im Sprachvergleich: von analogen Medien bis zu KI-generierten Texten
- Lehrperson
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- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Seitdem vom Begriff der Multimodalität die Rede ist, wird immer wieder die Frage gestellt, ob es überhaupt „nicht-multimodale“ Texte gibt. Denn sprachliche Zeichen treten in konkreten Kommunikationssituationen kaum isoliert auf. Die Konstruktion von Bedeutung erfolgt vielmehr häufig durch das Zusammenspiel verschiedener semiotischer Modi bzw. Ressourcen, zu denen Kress (2010) unter anderem Schrift, Bild, Layout, Gestik und Klang zählt. Gesprochene Sprache wird z.B. oft durch Intonation, Mimik, Gestik, Körperhaltung, usw. begleitet; geschriebene Sprache erscheint stets in einer materiell und visuell gestalteten Form, etwa hinsichtlich Typografie, Schriftgröße und -farbe sowie räumliche Anordnung. Diese unterschiedlichen Modi bzw. Ressourcen können als Ausdruck unterschiedlicher semiotischer Systeme verstanden werden, die sprach- und kulturbezogenen Konventionen folgen und auf jeweils spezifische Weise zur Bedeutungsbildung beitragen können.
Die Fähigkeit, solche multimodalen Bedeutungsangebote zu verstehen und kritisch zu analysieren, ist für die gegenwärtige Medien- und Kommunikationslandschaft von besonderer Bedeutung. Heutzutage verbinden Online-Zeitungsartikel sprachlichen Text beispielsweise mit Bildern, Grafiken oder Tabellen; Fernsehnachrichten kombinieren Bild, gesprochene Sprache, Schrift und Ton; Radiobeiträge arbeiten mit Stimme, Musik und Geräuschen; und insbesondere in sozialen Medien entstehen komplexe Verbindungen von Schrift, Bild, Video, Ton, Typografie und weiteren Ausdrucksformen. Multimodale Kommunikation erfordert daher eine Anpassung an neue Formen des Lesens, die über die Analyse verbaler Sprache hinausgehen und danach fragen, wie verschiedene semiotische Modi miteinander interagieren und gemeinsam Bedeutung hervorbringen.
Der Seminar führt zunächst in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Multimodalitätsforschung ein und vermittelt die Mittel zur Beschreibung, Interpretation und Analyse multimodaler Texte. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, was überhaupt unter einem „multimodalen Text“ zu verstehen ist und warum sich der Begriff der „Multimodalität“ in den letzten Jahren als besonders produktiv für die sprachwissenschaftliche Analyse erwiesen hat. Im Anschluss werden multimodale Formen der Bedeutungsproduktion in vier zentralen Bereichen vergleichend untersucht: (1) Kunst und Literatur, (2) Werbung und Propaganda, (3) Kommunikation in sozialen Medien sowie (4) KI-generierte Texte. Dabei werden Beispiele aus dem Französischen, Italienischen, Deutschen und Englischen berücksichtigt, um sowohl sprach- und kulturspezifische Besonderheiten als auch übergreifende multimodale Strategien herauszuarbeiten.
Abschließend widmet sich der Kurs der Frage, welches Potenzial multimodale Texte für die Fremdsprachendidaktik und die barrierefreie Kommunikation besitzen. Diskutiert wird insbesondere, wie die Arbeit mit unterschiedlichen semiotischen Ressourcen das Text- und Medienverständnis, die kommunikative Kompetenz sowie die kritische Auseinandersetzung mit sprachlichen und visuellen Bedeutungsangeboten fördern kann.