Deutsch (Lehramt an Oberschulen) [seit 2018]
4. Studienjahr – Sommersemester 2026
SLK-SEMS-DEU-SLIT
(Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur)
- Seminar – [NDL – Bothe] - Gedächtnis und Literatur
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Die Griechen – so Frances Yates in ihrem kanonischen Buch »The Art of Memory« – haben viele Künste erfunden, darunter auch die Gedächtniskunst (ars memorativa), die der Ausgangspunkt dieses Seminars ist. Mit Hilfe dieser Kunst wird an bestimmten architekturalen Orten (loci) mit Bildern (imagines) im Geist niedergeschrieben, was es auswendig zu behalten gilt, und was dann in einem Lesevorgang wieder abrufbar wird. Diese Kunst (techné) wurde wie viele Künste an das antike Rom weitergereicht (Yates) und die Rhetorik inkorporierte sich diese Mnemotechnik in die memoria, als die vierte Abteilung ihres Wissens. Für die Literaturwissenschaft sind diese Aufschreibe- und Lesemodelle daher von Interesse, weil sie einerseits mit jenen Sinn-, Klang- und Buchstabenverfahren operieren, die die Literatur immer schon latent bereit hielt, andererseits das Gedächtnis selbst immer metaphorisch gedacht wird (als Wachstafel, Schrift, Lagerhaus, Abdruck eines Siegelrings, Dachboden, Wunderblock, Palast, Theater, usf.), so dass das Seminar hier Fragen der Referenzialität der Sprache ebenso verhandeln will, wie das Thema Exkursionen in die Bereiche der Mnemopathologie (Gedächtniskünstler, Mnemonisten als literarische Figur) und der Vergessenskonzepte (ars oblivionalis, Löschbarkeit) erlaubt. Ein Schwerpunkt des Seminars ist der Mnemopath mit seinen spezifischen Erscheinungsformen von Textualität, deren Rhetorizität häufig auf die antike memoria bezogen bleibt, ob es sich nun um intertextuelles Fortschreiben antiker Mythen, einen besonderen Umgang mit dem Medium der Schrift oder historisch verbürgte Personen, die den Regeln antiker ars paradoxer Weise folgen ohne diese zu kennen, handelt. Die komparatistischen Seminarlektüre reicht von antiken Berichten von Gedächtnisunfällen über die klassischen Rhetoriken bis hin zu Texten von z.B. J.L. Borges, Jack Dann, William Gibson, Elias Canetti, Patrick Süskind, Thomas Harris und sogar Krankenberichten.
- Literatur
-
- Draaisma, Douwe, Die Metaphernmaschine. Eine Geschichte des Gedächtnisses, Darmstadt, 1999.
- Eco, Umberto, “An Ars Oblivionalis? Forget It!” , PMLA 1983, 103, S. 254-61.
- Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Lexikon, hg. v. Nicolas Pethes und Jens Ruchatz, Reinbek bei Hamburg, 2001.
- Ernst, Ulrich, »Die Bibliothek im Kopf. Gedächtniskünstler in der europäischen und amerikanischen Literatur«, in: Zeitschrift für Literaturwisenschaft und Linguistik (LiLi), 27, H. 105 (1997), S. 86-123.
- Freud, Sigmund, »Notiz über den Wunderblock«, in: Studienausgabe, Bd. III., Frankfurt am Main, 2000, S. 363-369.
- Lachmann, Renate, »Die Unlöschbarkeit der Zeichen: Das semiotische Unglück des Mnemonisten«, in: Gedächtniskunst: Raum – Bild – Schrift. Studien zur Mnemotechnik, hg. v. Anselm Haverkamp und Renate Lachmann, Frankfurt am Main, 1991. S. 111-141.
- Simon, Ralf, »Imagines agentes«, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch, 20, (2001), S. 18-39.
- Weinrich, Harald, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München, 1997.
- Yates, Frances A., The Art of Memory, London, 1966.
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Christa Wolf: Erzählungen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.
- Literatur
- Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden über OPAL zur Verfügung gestellt.
- Vorlesung – [NDL – Koch, L.] - Narrative der Kultur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde – Virtuell - Beschreibung
- Der Mensch als „homo narrans“ ist auf die Kulturtechnik des Erzählens angewiesen, um sich zur Wirklichkeit in ein Verhältnis zu setzen. Das Erzählen wird ihm dabei zu einem Medium, um sich aus dem Absolutismus der Wirklichkeit zu emanzipieren. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, fragt die Vorlesung nach unterschiedlichen Narrationstypen und der Herstellung von sozialem Sinn in unterschiedlichen Narrativen. In einem methodenorientierten Teil wird es darum gehen, die Leistungsfähigkeit einer Narratologie der Kultur zu diskutieren. Daran anschließend rekonstruiert die Vorlesung materialorientiert zentrale Narrative der Kultur – allen voran das der Apokalypse, der Rettung, des Verfalls, des Fortschritts und der Feindschaft – und fragt nach den politischen Kontexten und Konsequenzen ihrer spektakulären (Re-)inszenierung in unterschiedlichen historischen Situationen und differierenden Medienkonstellationen.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Autorinnen des Realismus
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kanon der realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark von männlichen Autoren geprägt. Zu den prominenten Vertretern zählen Theodor Fontane, Gustav Freytag, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Gottfried Keller und Adalbert Stifter. Autorinnen kommen in literaturgeschichtlichen Darstellungen und einschlägigen Einführungstexten zu dieser Epoche indessen kaum oder nur in deutlich geringerer Anzahl vor. Im zeitgenössischen literarischen Feld spielten sie jedoch durchaus eine Rolle und waren in wichtigen Anthologien dieser Zeit regelmäßig vertreten. Das Seminar richtet den Blick gezielt auf weibliche Stimmen der realistischen Erzählkunst und strebt darin auch eine (Teil-)Revision des literarischen Kanons an. Gelesen und diskutieren werden deshalb sowohl kanonische als auch weitgehend in Vergessenheit geratene Texte, darunter solche von Marie von Ebner-Eschenbach, Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Lewald, Louise von Gall, Helene Böhlau und Anderen.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Kafka
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist dem „wirkungsreichste[n] und berühmteste[n] Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Daniel Kehlmann) gewidmet: Franz Kafka. Den Auftakt bilden intensive Lektüren ausgewählter Erzählungen und Romane Kafkas, in denen exemplarisch die wichtigsten Methoden und Paradigmen der Kafka-Forschung erprobt und bewertet werden. Damit beleuchtet das Seminar zugleich die exzessive Deutungsgeschichte eines Autors, den Susan Sonntag gar als „Opfer einer Massenvergewaltigung“ durch eine Armee von Interpret:innen apostrophiert hatte.
Der zweite Teil des Seminars wendet sich dem Autor und seinem Werk im Medienwechsel zu, anhand exemplarischer Adaptionen von Kafkas Werk und Biographie in literarischen Comics und im Spielfilm.
Gegenstand des Seminars sind:
• I TEXTE: Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913), „Die Verwandlung“ (1916), „In der Strafkolonie“ (1919), „Der Proceß“ (postum 1925), „Das Schloss“ (postum 1926)
• II COMICS: Franz Kafka/Sylvain Ricard/Maël: „In der Strafkolonie“ (2007), David Zane Mairowitz/Robert Crumb: “Kafka” (1993)
• III FILME: „Die Verwandlung“ (Jan Němec, D 1975 / Igor Plischke, D 2015), „Der Prozeß“ (Orson Welles, FR/IT/D 1962 / David Hugh Jones, GB 1993); „Das Schloß“ (Michael Haneke, AT, 1997); „Kafka“ (Steven Soderbergh, FR/USA, 1991)
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte, Comics und Filme unerlässlich.
Genauere Informationen, Lektürehinweise sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2026 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2026/27.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen: - Literatur
-
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Groß] - Adornos Essays zur Literatur
- Lehrperson
-
- Hendrik Groß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 4. Doppelstunde bis 5. Doppelstunde W48/1.03 In Präsenz - Beschreibung
- Termine: 15.04.26 / 22.04.26 / 29.04.26 / 13.05.26 / 20.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen. - Literatur
- Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters über OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-SEMS-DEU-SSPR
(Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Soziolinguistik
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Die facettenreiche Geschichte der Soziolinguistik zeigt, dass sich kaum eine andere linguistische Disziplin mit dieser Breite und Vielfalt so nah an allgemeinen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen bewegt, denn diskutiert und erforscht wird eine Menge: die Frage des Sprachverfalls, des Sprachwandels, des Todes oder des Anpassungsdrucks von Sprachen, Fragen der regionalen Vielfalt, der Anbindung an die Nation, der Rollengebundenheit, der Migration, des Alters und der Jugend, der Sprache der Frauen und der Sprache der Männer... Das Seminar hat zwar das Ziel, einen Einblick in die große Themenvielfalt soziolinguistischen Arbeitens und soziolinguistischer Arbeitsfelder zu geben, es wird dieses breite linguistische Betätigungsfeld aber kaum in seiner Vollständigkeit abzubilden vermögen. Vielleicht macht gerade das auch die Faszination aus?
- Literatur
-
- Felder, Ekkehard (2016): Einführung in die Varietätenlinguistik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
- Löffler, Heinrich (2016): Germanistische Soziolinguistik. Berlin ; Bielefeld ; München : Erich Schmidt.
- Neuland, Eva (2023): Soziolinguistik der deutschen Sprache. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Textpraxis
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0004 In Präsenz - Beschreibung
- Das hier angebotene Seminar verbindet Grunderkenntnisse einer noch recht jungen linguistischen Teildisziplin, der Textlinguistik, mit einem Ausflug in Existenz- und Wirkungsräume von Texten in unterschiedlichen Räumen und Handlungszusammenhängen. Die Entdeckungsreisen gehen in verschiedene institutionelle Räume hinein: in die der Museen und in den Kommunikationsraum der Universität. Die „Reiseführer“ in theoretischer Hinsicht sind neben der Textlinguistik solche linguistischen Arbeitsgebiete wie die Varietätenlinguistik, Landscape Linguistic und die interaktionale Linguistik. Im Kern geht es um das Funktionieren von Texten im öffentlichen und im privaten Raum und damit um die Fragen der Platzierungen der Texte dort, um die Kombination unterschiedlicher Zeichensysteme (Multimodalität), um unterschiedliche mediale Präsentationsformen und die jeweiligen sozialen Praktiken.
- Literatur
-
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Hausendorf, Heiko/Mondada, Lorenza/Schmitt, Reinhold (Hg.) (2012): Raum als interaktive Ressource. Narr Francke Attempto Verlag.
- Kesselheim, Wolfgang (2021): Ausstellungskommunikation: eine linguistische Untersuchung multimodaler Wissenskommunikation im Raum. Berlin; Boston: de Gruyter (Reihe Germanistischer Linguistik; 312).
- Stöckl, Hartmut (Hrsg.) (2020): Mediale Transcodierungen. Metamorphosen zwischen Sprache, Bild und Ton. Heidelberg: Winter.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Buchstabensuppe: Das Essen und die Sprache
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0135 In Präsenz - Beschreibung
- Hallo, geschätzte Liebhaber und Liebhaberinnen der reflektierten Nahrungsaufnahme! Auf der Speisekarte des Seminars steht die Welt der Nahrungsaufnahme. So elementar dies für uns ist, so sehr ist dies an unsere Kultur, an uns als soziale Wesen und an unsere Sprache gebunden. Man könnte fast von einem Eintopfgericht sprechen, aber da ist auch schon die erste politische Belastung zu bearbeiten…
Tatsächlich, es lohnt sich, genauer auf die einzelnen Zutaten und das, was sie zusammenbringt, zu schauen: Welches kulturelle Wissen steckt dahinter? Auf welcher textlichen, auf welcher lexikalischen Basis wird das realisiert? Welche Interaktionsformen kann man entdecken? Welche Rolle spielt das Emotionale? Gibt es dafür Vorgaben, sagen wir: Rezepte? Was erzählen uns solche textlichen Artefakte wie Etiketten, Rezepte, Menükarten, Speisekarten u.v.m.?
Es gibt mehrere (Koch-)Pläne: Ein Plan ist, die eigenen Lieblingsrezepte oder eigene Kochideen in einfacher Sprache zu präsentieren. VERSO, das für seine Zielgruppen eine Rezeptsammlung zusammenstellen möchte, arbeitet schon länger daran und wartet auf neuen Input. Sie können nun weiter zum Wachstum beitragen.
Eines steht schon mal fest: Sobald wir für all das etwas mehr Bewusstsein entwickelt haben, stehen Sie ganz anders am Herd! - Literatur
-
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Csáky, Moritz [HerausgeberIn] (2014): Kulinarik und Kultur : Speisen als kulturelle Codes in
- Zentraleuropa : Wien; Köln; Weimar: Böhlau.
- Donalies, Elke (2010): Sprache ist der beste Koch. Ein linguistisches Menü. Tübingen: Narr.
- Rolf, Eckard (1993): Die Funktionen der Gebrauchstextsorten. Berlin : de Gruyter.
- Szczęk, Joanna/Pawlkowska-Asendrych, Elzbieta (Hrsg.) (2023): Kulinarische Welt in Sprache, Kultur und Literatur. Hamburg: Dr. Kovač,( Studia Culinaria Interdisziplinaris; Bd.1/2).
- Terglane-Fuhrer Anne (1995): Die Sprache der Speisezubereitung / empirische Untersuchungen zur vertikalen Variation. Frankfurt am Main ; Berlin ; Bern ; New York ; Paris ; Wien : Lang (=Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte ; 30) (Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1994).
- Werani, Anke (2023): Sprache und Identität. Eine Einführung. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Neuere Arbeiten der Angewandten Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Das Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die Interesse an der Diskussion neuester Forschungsergebnisse, Methoden und Gegenstandsbereiche der Angewandten Linguistik haben und/oder ihre Abschlussarbeit (BA, MA, Stex) in der Angewandten Linguistik schreiben möchten. Neben der Lektüre und Diskussion neuer Publikationen können auch Methoden und Tools gemeinsam exploriert werden. Darüber hinaus besteht für die Kandidat:innen der Abschlussarbeiten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Projekte.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Shorts: Kurzvideos als Gegenstand der Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde SE2/0211 In Präsenz - Beschreibung
- TikTok hat den Weg geebnet, aber auch andere Social-Media-Plattformen wie Instagram oder YouTube haben längst Kurzvideos im Hochkantformat adaptiert. Zusammen mit dem Prinzip der algorithmisch kuratierten Feeds (For You) haben Kurzvideoformate das Feld der Sozialen Medien und der für sie typischen kommunikativen Praktiken von Grund auf verändert und stellen auch die linguistische Social-Media-Forschung vor neue Aufgaben.
Im Seminar wollen wir uns die sich gerade formierende linguistische Kurzvideoforschung erschließen und selbst forschend tätig werden. Neben allgemeinen Theoriebeiträgen etwa aus den Platforms Studies stehen vor allem Forschungsarbeiten zu Kurzvideos in verschiedenen kommunikativen Domänen wie Politik, Influencing, Nachrichten oder auch Wissenschaftskommunikation im Fokus: Wer nutzt Kurzvideos wie für welche Zwecke? Welche kurzvideotypischen kommunikativen Praktiken und welche sprachlichen und visuellen Gestaltungsmerkmale lassen sich erkennen? Wie werden etablierte Formate wie etwa Nachrichten an die Affordanzen der Plattformen und die Bedürfnisse und Gewohnheiten ihrer Nutzenden angepasst? Anhand dieser Fragen werden wir auch empirische Methoden der Multimodalitätsforschung oder auch der Digitalen Diskursanalyse kennenlernen und erproben. Je nach Interesse der Studierenden können wir uns auch selbst Kurzvideos produzieren. - Literatur
-
- Fischer, Friederike/Meier-Vieracker, Simon/Niendorf, Lisa (Hg.) (2025): TikTok – Memefication und Performance: Interdisziplinäre Zugänge (= Digitale Linguistik 2). Heidelberg: Metzler.
- Kaye, D. Bondy Valdovinos/Zeng, Jing/Wikström, Patrik (2022): TikTok: creativity and culture in short video. Medford: Polity Press.
- Seminar – [ALI - Rath] - Multimodale Linguistik
- Lehrperson
-
- Torben Rath
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Was haben unglücklich verliebte Teenager, Menschen auf der Suche nach ihren entlaufenen Katzen, die Ultras von Dynamo Dresden, Wettanbieter sowie staatliche Behörden und Ämter gemeinsam? Sie alle nutzen den öffentlichen Raum für ihre jeweils eigenen kommunikativen Absichten und Aufgaben. Aus dem Zusammenspiel von privaten Liebesbotschaften auf Parkbänken, Gesucht-Flugblättern an Laternen, Stickern, Graffitis, Werbeplakaten sowie Verbots- und Hinweisschildern resultiert das semiotische Erscheinungsbild des öffentlichen Stadtraums. Mit all diesen Zeichentypen sowie den privaten, wirtschaftlichen und staatlichen Akteursgruppen setzen wir uns im Rahmen einer multimodal orientierten Linguistic Landscape-Forschung auseinander. Im ersten Teil des Seminars werden die methodischen und theoretischen Grundlagen erarbeitet. Für den zweiten Teil ist eine Projektarbeit vorgesehen, in der die Studierenden Daten zu selbst gewählten Phänomenen der Linguistic Landscape sammeln, analysieren und abschließend in Vorträgen präsentieren.
- Literatur
- Ziegler, Evelyn/Marten, Heiko F. (Hg.) (2021): Linguistic Landscapes im deutschsprachigen Kontext. Forschungsperspektiven, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten. Berlin u. a.: Peter Lang.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Vorlesung – [DAF - Hempel] - Einführung in die Psycholinguistik
- Lehrperson
-
- Marie Hempel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde N63/A001 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung bietet eine grundlegende Einführung in das Fachgebiet der Psycholinguistik. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie Sprache im menschlichen Gehirn verarbeitet wird und welche kognitiven Prozesse dem Sprachverstehen und der Sprachproduktion zugrunde liegen. Behandelt werden dabei zentrale Themen wie die Funktionsweise des mentalen Lexikons, die Grundlagen der Satzverarbeitung und der Produktion von Sprache sowie des Erst- und Zweitspracherwerbs. Darüber hinaus gibt die Veranstaltung einen Überblick über wichtige Forschungsmethoden der Psycholinguistik (z.B. Eyetracking, Reaktionszeitmessung). Ziel der Vorlesung ist es, Studierenden ein solides Grundverständnis psycholinguistischer Modelle, Theorien und Methoden zu vermitteln.
Hinweise:
Die Vorlesung setzt keine spezifischen Vorkenntnisse voraus. Es wird aber die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Fachliteratur erwartet.
Ausblick:
Diese Veranstaltung bildet die ideale Grundlage für das vertiefende Praxisseminar „Forschungswerkstatt: Psycholinguistische Experimente“ im Wintersemester 2026/27. Es besteht keine Verpflichtung dazu, beide Lehrveranstaltungen zu besuchen.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Individuelle Faktoren und Differenzen beim Erwerb von Fremd- und Zweitsprachen
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Der Erfolg beim Erwerb einer Fremd- bzw. Zweitsprache wird von lernerexternen Faktoren wie den unterrichtlichen Bedingungen oder dem Kontakt zur Zielsprache beeinflusst, aber auch von lernerinternen Variablen. Nach einem Überblick über die wirkungsmächtigsten individuellen Faktoren und der Vorstellung und Diskussion der Einzelgänger-Hypothese werden folgende Faktoren näher beleuchtet: Alter, Motivation, Sprachlerneignung, Lernstile, Lernstrategien und Geschlecht. Abschließend wird der Fokus auf einen ‚anwendungsorientierten‘ Zweig der Forschung zu individuellen Differenzen beim Erwerb von Fremd- und Zweitsprachen gelegt: das Good Language Learner (GLL)-Projekt.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Fertigkeiten im Deutschen als Fremd- und Zweitsprache
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden die theoretischen Grundlagen des zweitsprachlichen Hör(-Seh)verstehens, Sprechens, Leseverstehens und Schreibens erar-beitet sowie didaktisch-methodische Konzepte zur Entwicklung dieser sprachlichen Fertigkeiten vorgestellt und diskutiert. Dabei werden fol-gende Schwerpunkte gesetzt:
• Einordnung und Differenzierung der sprachlichen Fertigkeiten/ kommunikativen Kompetenzen
• Sprachliche Fertigkeiten im Rahmen des Gemeinsamen Europäi-schen Referenzrahmens für Sprachen (GER)
• Entwicklung der rezeptiven Fertigkeiten Hör(-Seh)verstehen und Leseverstehen: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Entwicklung der produktiven Fertigkeiten Sprechen und Schrei-ben: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Fertigkeitentraining: isoliert und/oder integriert?
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachbewusstheit und Sprachreflexion
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar steht die vertiefende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten der Sprachbewusstheit und der Sprachreflexion im Fokus. Ihre jeweiligen Rollen für den Erst- und Zweitspracherwerb werden beleuchtet. Hierbei wird u.a der Grammatikerwerb berücksichtigt. Methoden zur Förderung von Sprachbewusstheit wie z.B. Übersetzungs- und Sprachmittlungsübungen werden diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Lehrerausbildung im Bereich Sprachbewusstheit und Sprachreflektion und dem Kompetenzbereich Sprache und Sprachgebrauch untersuchen zu. So wird auf die Rolle der Sprachbewusstheit von Lehrern und Lehrerinnen bei der Strukturierung des Inputs für Lernende eingegangen.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Basismodul 3: Spracherwerb und Mehrsprachigkeit (SLK-SEGS-DAZ-B3, SLK-SEOS-DAZ-B3, SLK-SEBS-DaZ-B3, SLK-SEGY-DaZ-B3) zugeordnet.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprache und Kultur
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar wird der Zusammenhang von Sprache und Kultur im Hinblick auf Deutsch als Zweit- und Fremdsprache diskutiert. Das Verhältnis zwischen Sprache und Kultur wird aus Perspektive der Angewandten Linguistik, der Übersetzungswissenschaft und der Kulturwissenschaft betrachtet. Im Rahmen der Angewandten Linguistik wird auf kontrastiv-pragmatische Studien zu einzelnen Textsorten in verschiedenen Sprachenpaaren eingegangen. Die Relevanz des kulturellen Wissens für den Übersetzungsprozess wird fokussiert. Schließlich wird diskutiert, wie Literatur zur Förderung des kulturreflexiven Lernens eingesetzt werden kann.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Modul "Interkulturelles Lernen" nach Modulplan vom Sose 2020/dem Modul "Kulturreflexives Lernen nach Modulplan vom Wise 2024/2025 (SLK-SEBS-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-IL, SLK-SEOS-DAZ-IL, SLK-SEGY-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-KL, SLK-SEGY-DAZ-KL, SLK-SEBS-DAZ-KL, SLK-SEOS-DAZ-KL) zugeordnet.
- Seminar – [DAF - Binanzer] - Oberseminar DaZ/DaF
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende und dient der Begleitung ihrer Forschungsprojekte (Abschlussarbeiten Bachelor, Master und Staatsexamen) v. a. im Bereich DaZ/DaF.
Im ersten Seminarteil werden nach Bedarf Themen wie das wissenschaftliche Arbeiten, theoretische (Spracherwerbs-)Modelle, empirische Methoden, forschungsethische Aspekte etc. wiederholt.
Im zweiten Seminarteil (Blocktermin am 19.06.) präsentieren die Studierenden ihren Arbeitsstand als work in progress und haben die Gelegenheit, sich zu den Fragen auszutauschen, die im Planungs-/Datenerhebungs-/Analyse-/Schreibprozess entstanden sind.
Im dritten Seminarteil finden nach Bedarf Beratungen zu den Projekten statt.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Deutschunterricht für heterogene Lerngruppen
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar wird der Umgang mit sprachheterogenen Lerngruppen im Deutschunterricht fokussiert. Dabei orientiert sich die Lehrveranstaltung an den folgenden fünf Gegenstandsfeldern des Sprachunterrichts: Sprechen und Zuhören, Sprache und Sprachgebrauch reflektieren, Texte schreiben (Textproduktion), Richtig schreiben (Orthografie) und Lesen. Zunächst werden die fachlichen Grundlagen der einzelnen Gegenstandsbereiche diskutiert bevor die besondere Lernausgangslage von Schülern und Schülerinnen mit Deutsch als Zweitsprache in den Blick genommen wird. Es folgt eine Auseinandersetzung mit sprachdidaktischen Konzeptionen und ihrer Eignung für sprachheterogene Lerngruppen. Schließlich werden Lernaufgaben und ihre Einbettung in den Sprachunterricht betrachtet und Kriterien für die Analyse von Aufgaben vorgestellt.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist dem Modul "Literalität und sprachliche Bildung" (SLK-SEGS-DAZ-LSB, SLK-SEOS000000-DAZ-LSB, SLK-SEGY-DAZ-LSB, SLK-SEBS-DAZ-LSB) zugeordnet.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Frühe Literalität im Kontext von Mehrsprachigkeit
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Mit dem Ziel, die Potenziale der Anbahnung von Literalität bereits vor der Alphabetisierung bewusst zu machen, werden zunächst theoretische Modelle in den Blick genommen, welche die Relevanz (früher) schriftbezogener Kompetenzen unterstreichen, und daran anschließend Konzepte der Frühförderung von zwei-/mehrsprachigen Kindern über literale Aktivitäten vorgestellt und diskutiert. Die Thematisierung des Konzepts der Koordinierten zweisprachigen Alphabetisierung im Anfangsunterricht (Koala) ist im Sinne einer Überleitung von der Vorschriftlichkeit zur Schriftlichkeit für das Ende des Seminars vorgesehen. Diesem Plan entsprechend werden im Seminar folgende Schwerpunkte gesetzt:
• Begriffe von Literalität: Auseinandersetzung mit Definitionen
• Register innerhalb von Sprachen bzw. innere Mehrsprachigkeit
• Modell der Textkompetenz von Portmann-Tselikas/ Schmölzer-Eibinger (2008)
• Kritische Reflexion der Modelle von Cummins zum Verhältnis von L1 und L2:
- CUP-Modell vs. SUP-Modell
- Interdependenz-Hypothese und Doppeleisberg-Modell
- Schwellenniveau-Hypothese
• Konzepte und Verfahren zur Anbahnung von Literalität
- Kieler Modell
- Dialogische Bilderbuchbetrachtung (in L1 und L2)
- Förderung der phonologischen Bewusstheit in der Zweitsprache Deutsch
- Merkmale des L2-Erzählens und Möglichkeiten der systematischen Förderung des L2-Erzählens
• Potenziale des Koala-Konzepts (Koordinierte zweisprachige Alphabetisierung im Anfangsunterricht).
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Mündliche Kompetenzen entwickeln
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Gesprächskompetenz, wobei wir insbesondere auf die Entwicklung mündlicher Kompetenzen in mehrsprachigen Lerngruppen fokussieren. Wir setzen uns mit den Merkmalen medialer Mündlichkeit auseinander, zu denen u.a. die Flüchtig¬keit und Interaktivität gezählt werden. Bei der Betrachtung von Mündlichkeit wird zwischen ihrer Funktion als Lernmedium, Lerngegenstand und Lernziel differenziert. Die Niveau¬beschreibungen Deutsch als Zweitsprache werden in Bezug auf mündliche Kompetenzen diskutiert. Ein weiterer Schwer¬punkt des Seminars bilden die Bildungsstandards im Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören sowie die Nutzung unterschiedlicher Methoden und Medien zur Förderung konzeptioneller Schriftlichkeit beim Sprechen. Besonders berücksichtigt werden hierbei u.a. die Teilkompetenzen Erzählen, Argumentieren, Zuhören sowie Rede bzw. szenisches Spiel. Schließlich werden Übungen und Aufgaben in Deutschlehrwerken analysiert und im Hinblick auf ihr Potential beurteilt, zur Mündlichkeit gehörende Teilkompetenzen zu fördern.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist zugehörig dem Modul Lehren und Lernen im Fach DaZ (SLK-SEGY-DAZ-LLF, SLK-SEOS-DAZ-LLF, SLK-SEBS-DAZ-LLF, SLK-SEGS-DAZ-LLF).
- Seminar – [DAF - Möhring] - Was bedeutet eigentlich B1?
- Lehrperson
-
- Jupp Möhring
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde SE2/0122 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar führt in die Forschung zu und Entwicklung von zuver-lässigen Sprachtests ein. Neben einem Überblick zur Sprachtest-forschung bilden die Beschäftigung mit Gütekriterien zuverlässiger Sprachtests, wichtige internationale Referenzrahmensystem wie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) und die ACTFL Proficiency Guidelines und deren Umsetzung in konkreten Tests sowie Maßnahmen zur testmethodischen Quali-tätssicherung Schwerpunkte des Kurses. Tests werden weiterhin als zuverlässige Diagnoseinstrumente in der Spracherwerbs- und Bildungsforschung thematisiert. Es werden Grundlagen für die Er-stellung eigener Sprachtests und eine informierte Einschätzung und Analyse verfügbarer Instrumente vermittelt.
Voraussetzungen
Interesse an theoretischen und praktischen Fragen der Testwissenschaft, welche auch quantitative Forschungsmethoden umfasst.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachliche Anforderungen im Kontext Schule I
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar erhalten Studierende einen Überblick über die Merkmale schulischer Fachsprachen und fachsprachlicher Kommunikation und machen sich mit Konzepten und Modellen zur Planung von sprachenintegriertem Fachunterricht vertraut. Wir beschäftigen uns mit den Besonderheiten von Fachsprachen und gehen bei der Beschreibung dieser Besonderheiten von den kommunikativen Funktionen aus, die diese erfüllen sollen, um die formalen Eigenschaften in Wortschatz, Grammatik und Text zu analysieren, wobei auch nicht-sprachliche Zeichen berücksichtigt werden. Außerdem diskutieren wir die Gliederung von Fachsprachen nach Fächern (horizontale Gliederung) sowie nach kommunikativen Bereichen (vertikale Gliederung).
Schließlich werden unterschiedliche Modelle des integrierten Sprach- und Fachlernens vorgestellt: Bilingualer (Sachfach-)Unterricht, Content and Language Integrated Learning (CLIL), Deutschsprachiger Fachunterricht (DFU), Sheltered Instruction Operation Protocol (SIOP) und das Scaffolding-Konzept nach Gibbons.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar gehört laut Modulbeschreibung vom SoSe 2020 zum Modul "Sprache im Fach ": SLK-SEGS-DAZ-SF, SLK- SEOS -DAZ-SF, SLK-SEBS-DAZ-SF SLK-SEGY-DAZ-SF. Laut Modulbeschreibung vom Wise 2024/2025 gehört dieses Seminar zum Modul „Fachsprachen und fachsprachliche Kommunikation in der Schule“: SLK-SEGY-DAZ-FS, SLK-SEBS-DAZ-FS, SLK-SEOS-FS, SLK-SEGS-FS.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Phonetik im DaF- und DaZ-Unterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Der Erwerb mündlicher Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen) setzt den Erwerb entsprechender phonetischer Fertigkeiten (phonetisches Hören, Aussprache) voraus. Und umgekehrt: Mangelt es an phoneti-schen Fertigkeiten, werden das Verstehen und Verstandenwerden in der mündlichen Kommunikation beeinträchtigt – mit zum Teil weitreichen-den Folgen hinsichtlich der Akzeptanz, Integration und Identitätsbil-dung. Jedoch ist der Erwerb einer neuen Aussprache gerade für jugendli-che und erwachsene Lernende mit besonderen Herausforderungen verbunden. Von diesen Prämissen ausgehend, setzt das Seminar fol-gende Schwerpunkte:
• Differenzierung von Phonetik und Phonologie; Klärung grundle-gender Begriffe
• Lernzielbestimmungen im Feld unterschiedlicher Standardaus-sprache(n), Varietäten und Varianten
• Phonetische Besonderheiten des Deutschen und Phonem-Graphem-Beziehungen im Deutschen entsprechend der interna-tionalen Lautschrift (IPA)
• Phonetische Interferenzen und Lernschwierigkeiten DaF-/DaZ-Lernender am Beispiel ausgewählter Erstsprachen (kontrastive Vergleiche)
• Imitation und Intervention als grundlegende Vermittlungsprin-zipien in Abhängigkeit vom Alter der Lernenden
• Klassifizierung von Phonetikübungen und Prinzipien der Pro-gression des Phonetikunterrichts
• Möglichkeiten der Integration der Phonetik in den DaF-/DaZ-Unterricht
• Diskussion der Übungsschwerpunkte in ausgewählten DaF-/DaZ-Lehr-/Lernmaterialien.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Migrationsbedingte Mehrsparchigkeit
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden Bedeutungen der Begriffe Integration und Mehrsprachigkeit diskutiert. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen schulorganisatorischen Modellen zur Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher, die zum Zeitpunkt ihrer Migration nach Deutschland über keine oder geringe Deutschkenntnisse verfügen. Modelle zur mehrsprachigen Bildung, wie das Dreisprachenmodell von Rehbein (2012) werden betrachtet. Auf Konzepte zur Förderung der Mehrsprachigkeit sowie der institutionellen Elternbeteiligung wird eingegangen. Wir werfen einen Blick auf die politische Dimension des DaZ- und des DaF-Unterrichts und gehen der Frage nach, wie von staatlicher oder „offizieller“ Seite Einfluss auf das Lehren und Lernen von Sprachen genommen wird und welche Beweggründe den sprachpolitischen Entscheidungen zugrunde liegen. Schließlich diskutieren wir Migration als Unterrichtsthema und analysieren Unterrichtsmaterialien zum Thema Migration.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist dem Modul "Perspektiven der Migrationsforschung" (SLK-SEBS-DAZ-MIG, SLK-SEGS-DAZ-MIG, SLK-SEOS-DAZ, SLK, SLK-SEGY-DAZ-MIG) zugehörig.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
-
- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Linguistik in Zeiten von Large Language Models
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde SE2/0122 In Präsenz - Beschreibung
- Der Siegeszug der Large Language Models (LLMs) und ihrer Chatbot-Schnittstellen hat verändert, wie wir auf Informationen zugreifen und wie wir Informationen bewerten. KIs dieses Typs bringen zunehmend auch die akademische Lehre und Forschung durcheinander. Im Seminar werden die grundlegenden Implikationen dieser Technologien für speziell linguistische und allgemeiner geisteswissenschaftliche Forschung thematisiert. Es werden die technischen Grundlagen der maschinellen Erstellung von Texten besprochen und anschließend diskutiert, welchen Stellenwert diese Texte im Vergleich zu von Menschen verfassten haben oder haben sollten. Außerdem ist die Anwendung der KI-Modelle Thema: Wie werden solche Großen Sprachmodelle aktuell in der Forschung, insbesondere zur Textanalyse, eingesetzt? In Projektarbeit werden die Studierenden selbst mit KI als Werkzeug für und Gegenstand von angewandter Forschung experimentieren. Das Seminar ist dabei explizit nicht als bloßes ‚KI-Training‘ gedacht, sondern will vor allem auch die kritische Reflexion dieser Technologie fördern. Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich mit empirischen Forschungsmethoden auseinanderzusetzen. Zudem sind regelmäßig Übungsaufgaben zu erledigen und Literatur, überwiegend auf Englisch, vorzubereiten.
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
SLK-SEMS-DEU-KLIT
(Komplementärmodul: Literatur und Kultur)
- Seminar – [NDL – Bothe] - Gedächtnis und Literatur
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Die Griechen – so Frances Yates in ihrem kanonischen Buch »The Art of Memory« – haben viele Künste erfunden, darunter auch die Gedächtniskunst (ars memorativa), die der Ausgangspunkt dieses Seminars ist. Mit Hilfe dieser Kunst wird an bestimmten architekturalen Orten (loci) mit Bildern (imagines) im Geist niedergeschrieben, was es auswendig zu behalten gilt, und was dann in einem Lesevorgang wieder abrufbar wird. Diese Kunst (techné) wurde wie viele Künste an das antike Rom weitergereicht (Yates) und die Rhetorik inkorporierte sich diese Mnemotechnik in die memoria, als die vierte Abteilung ihres Wissens. Für die Literaturwissenschaft sind diese Aufschreibe- und Lesemodelle daher von Interesse, weil sie einerseits mit jenen Sinn-, Klang- und Buchstabenverfahren operieren, die die Literatur immer schon latent bereit hielt, andererseits das Gedächtnis selbst immer metaphorisch gedacht wird (als Wachstafel, Schrift, Lagerhaus, Abdruck eines Siegelrings, Dachboden, Wunderblock, Palast, Theater, usf.), so dass das Seminar hier Fragen der Referenzialität der Sprache ebenso verhandeln will, wie das Thema Exkursionen in die Bereiche der Mnemopathologie (Gedächtniskünstler, Mnemonisten als literarische Figur) und der Vergessenskonzepte (ars oblivionalis, Löschbarkeit) erlaubt. Ein Schwerpunkt des Seminars ist der Mnemopath mit seinen spezifischen Erscheinungsformen von Textualität, deren Rhetorizität häufig auf die antike memoria bezogen bleibt, ob es sich nun um intertextuelles Fortschreiben antiker Mythen, einen besonderen Umgang mit dem Medium der Schrift oder historisch verbürgte Personen, die den Regeln antiker ars paradoxer Weise folgen ohne diese zu kennen, handelt. Die komparatistischen Seminarlektüre reicht von antiken Berichten von Gedächtnisunfällen über die klassischen Rhetoriken bis hin zu Texten von z.B. J.L. Borges, Jack Dann, William Gibson, Elias Canetti, Patrick Süskind, Thomas Harris und sogar Krankenberichten.
- Literatur
-
- Draaisma, Douwe, Die Metaphernmaschine. Eine Geschichte des Gedächtnisses, Darmstadt, 1999.
- Eco, Umberto, “An Ars Oblivionalis? Forget It!” , PMLA 1983, 103, S. 254-61.
- Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Lexikon, hg. v. Nicolas Pethes und Jens Ruchatz, Reinbek bei Hamburg, 2001.
- Ernst, Ulrich, »Die Bibliothek im Kopf. Gedächtniskünstler in der europäischen und amerikanischen Literatur«, in: Zeitschrift für Literaturwisenschaft und Linguistik (LiLi), 27, H. 105 (1997), S. 86-123.
- Freud, Sigmund, »Notiz über den Wunderblock«, in: Studienausgabe, Bd. III., Frankfurt am Main, 2000, S. 363-369.
- Lachmann, Renate, »Die Unlöschbarkeit der Zeichen: Das semiotische Unglück des Mnemonisten«, in: Gedächtniskunst: Raum – Bild – Schrift. Studien zur Mnemotechnik, hg. v. Anselm Haverkamp und Renate Lachmann, Frankfurt am Main, 1991. S. 111-141.
- Simon, Ralf, »Imagines agentes«, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch, 20, (2001), S. 18-39.
- Weinrich, Harald, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München, 1997.
- Yates, Frances A., The Art of Memory, London, 1966.
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Christa Wolf: Erzählungen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.
- Literatur
- Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden über OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Autorinnen des Realismus
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kanon der realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark von männlichen Autoren geprägt. Zu den prominenten Vertretern zählen Theodor Fontane, Gustav Freytag, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Gottfried Keller und Adalbert Stifter. Autorinnen kommen in literaturgeschichtlichen Darstellungen und einschlägigen Einführungstexten zu dieser Epoche indessen kaum oder nur in deutlich geringerer Anzahl vor. Im zeitgenössischen literarischen Feld spielten sie jedoch durchaus eine Rolle und waren in wichtigen Anthologien dieser Zeit regelmäßig vertreten. Das Seminar richtet den Blick gezielt auf weibliche Stimmen der realistischen Erzählkunst und strebt darin auch eine (Teil-)Revision des literarischen Kanons an. Gelesen und diskutieren werden deshalb sowohl kanonische als auch weitgehend in Vergessenheit geratene Texte, darunter solche von Marie von Ebner-Eschenbach, Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Lewald, Louise von Gall, Helene Böhlau und Anderen.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Kafka
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist dem „wirkungsreichste[n] und berühmteste[n] Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Daniel Kehlmann) gewidmet: Franz Kafka. Den Auftakt bilden intensive Lektüren ausgewählter Erzählungen und Romane Kafkas, in denen exemplarisch die wichtigsten Methoden und Paradigmen der Kafka-Forschung erprobt und bewertet werden. Damit beleuchtet das Seminar zugleich die exzessive Deutungsgeschichte eines Autors, den Susan Sonntag gar als „Opfer einer Massenvergewaltigung“ durch eine Armee von Interpret:innen apostrophiert hatte.
Der zweite Teil des Seminars wendet sich dem Autor und seinem Werk im Medienwechsel zu, anhand exemplarischer Adaptionen von Kafkas Werk und Biographie in literarischen Comics und im Spielfilm.
Gegenstand des Seminars sind:
• I TEXTE: Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913), „Die Verwandlung“ (1916), „In der Strafkolonie“ (1919), „Der Proceß“ (postum 1925), „Das Schloss“ (postum 1926)
• II COMICS: Franz Kafka/Sylvain Ricard/Maël: „In der Strafkolonie“ (2007), David Zane Mairowitz/Robert Crumb: “Kafka” (1993)
• III FILME: „Die Verwandlung“ (Jan Němec, D 1975 / Igor Plischke, D 2015), „Der Prozeß“ (Orson Welles, FR/IT/D 1962 / David Hugh Jones, GB 1993); „Das Schloß“ (Michael Haneke, AT, 1997); „Kafka“ (Steven Soderbergh, FR/USA, 1991)
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte, Comics und Filme unerlässlich.
Genauere Informationen, Lektürehinweise sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2026 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2026/27.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen: - Literatur
-
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Groß] - Adornos Essays zur Literatur
- Lehrperson
-
- Hendrik Groß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 4. Doppelstunde bis 5. Doppelstunde W48/1.03 In Präsenz - Beschreibung
- Termine: 15.04.26 / 22.04.26 / 29.04.26 / 13.05.26 / 20.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen. - Literatur
- Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters über OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-SEMS-DEU-KSPR
(Komplementärmodul: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Soziolinguistik
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Die facettenreiche Geschichte der Soziolinguistik zeigt, dass sich kaum eine andere linguistische Disziplin mit dieser Breite und Vielfalt so nah an allgemeinen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen bewegt, denn diskutiert und erforscht wird eine Menge: die Frage des Sprachverfalls, des Sprachwandels, des Todes oder des Anpassungsdrucks von Sprachen, Fragen der regionalen Vielfalt, der Anbindung an die Nation, der Rollengebundenheit, der Migration, des Alters und der Jugend, der Sprache der Frauen und der Sprache der Männer... Das Seminar hat zwar das Ziel, einen Einblick in die große Themenvielfalt soziolinguistischen Arbeitens und soziolinguistischer Arbeitsfelder zu geben, es wird dieses breite linguistische Betätigungsfeld aber kaum in seiner Vollständigkeit abzubilden vermögen. Vielleicht macht gerade das auch die Faszination aus?
- Literatur
-
- Felder, Ekkehard (2016): Einführung in die Varietätenlinguistik. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
- Löffler, Heinrich (2016): Germanistische Soziolinguistik. Berlin ; Bielefeld ; München : Erich Schmidt.
- Neuland, Eva (2023): Soziolinguistik der deutschen Sprache. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Textpraxis
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0004 In Präsenz - Beschreibung
- Das hier angebotene Seminar verbindet Grunderkenntnisse einer noch recht jungen linguistischen Teildisziplin, der Textlinguistik, mit einem Ausflug in Existenz- und Wirkungsräume von Texten in unterschiedlichen Räumen und Handlungszusammenhängen. Die Entdeckungsreisen gehen in verschiedene institutionelle Räume hinein: in die der Museen und in den Kommunikationsraum der Universität. Die „Reiseführer“ in theoretischer Hinsicht sind neben der Textlinguistik solche linguistischen Arbeitsgebiete wie die Varietätenlinguistik, Landscape Linguistic und die interaktionale Linguistik. Im Kern geht es um das Funktionieren von Texten im öffentlichen und im privaten Raum und damit um die Fragen der Platzierungen der Texte dort, um die Kombination unterschiedlicher Zeichensysteme (Multimodalität), um unterschiedliche mediale Präsentationsformen und die jeweiligen sozialen Praktiken.
- Literatur
-
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Hausendorf, Heiko/Mondada, Lorenza/Schmitt, Reinhold (Hg.) (2012): Raum als interaktive Ressource. Narr Francke Attempto Verlag.
- Kesselheim, Wolfgang (2021): Ausstellungskommunikation: eine linguistische Untersuchung multimodaler Wissenskommunikation im Raum. Berlin; Boston: de Gruyter (Reihe Germanistischer Linguistik; 312).
- Stöckl, Hartmut (Hrsg.) (2020): Mediale Transcodierungen. Metamorphosen zwischen Sprache, Bild und Ton. Heidelberg: Winter.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Buchstabensuppe: Das Essen und die Sprache
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0135 In Präsenz - Beschreibung
- Hallo, geschätzte Liebhaber und Liebhaberinnen der reflektierten Nahrungsaufnahme! Auf der Speisekarte des Seminars steht die Welt der Nahrungsaufnahme. So elementar dies für uns ist, so sehr ist dies an unsere Kultur, an uns als soziale Wesen und an unsere Sprache gebunden. Man könnte fast von einem Eintopfgericht sprechen, aber da ist auch schon die erste politische Belastung zu bearbeiten…
Tatsächlich, es lohnt sich, genauer auf die einzelnen Zutaten und das, was sie zusammenbringt, zu schauen: Welches kulturelle Wissen steckt dahinter? Auf welcher textlichen, auf welcher lexikalischen Basis wird das realisiert? Welche Interaktionsformen kann man entdecken? Welche Rolle spielt das Emotionale? Gibt es dafür Vorgaben, sagen wir: Rezepte? Was erzählen uns solche textlichen Artefakte wie Etiketten, Rezepte, Menükarten, Speisekarten u.v.m.?
Es gibt mehrere (Koch-)Pläne: Ein Plan ist, die eigenen Lieblingsrezepte oder eigene Kochideen in einfacher Sprache zu präsentieren. VERSO, das für seine Zielgruppen eine Rezeptsammlung zusammenstellen möchte, arbeitet schon länger daran und wartet auf neuen Input. Sie können nun weiter zum Wachstum beitragen.
Eines steht schon mal fest: Sobald wir für all das etwas mehr Bewusstsein entwickelt haben, stehen Sie ganz anders am Herd! - Literatur
-
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Csáky, Moritz [HerausgeberIn] (2014): Kulinarik und Kultur : Speisen als kulturelle Codes in
- Zentraleuropa : Wien; Köln; Weimar: Böhlau.
- Donalies, Elke (2010): Sprache ist der beste Koch. Ein linguistisches Menü. Tübingen: Narr.
- Rolf, Eckard (1993): Die Funktionen der Gebrauchstextsorten. Berlin : de Gruyter.
- Szczęk, Joanna/Pawlkowska-Asendrych, Elzbieta (Hrsg.) (2023): Kulinarische Welt in Sprache, Kultur und Literatur. Hamburg: Dr. Kovač,( Studia Culinaria Interdisziplinaris; Bd.1/2).
- Terglane-Fuhrer Anne (1995): Die Sprache der Speisezubereitung / empirische Untersuchungen zur vertikalen Variation. Frankfurt am Main ; Berlin ; Bern ; New York ; Paris ; Wien : Lang (=Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte ; 30) (Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1994).
- Werani, Anke (2023): Sprache und Identität. Eine Einführung. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Neuere Arbeiten der Angewandten Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Das Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die Interesse an der Diskussion neuester Forschungsergebnisse, Methoden und Gegenstandsbereiche der Angewandten Linguistik haben und/oder ihre Abschlussarbeit (BA, MA, Stex) in der Angewandten Linguistik schreiben möchten. Neben der Lektüre und Diskussion neuer Publikationen können auch Methoden und Tools gemeinsam exploriert werden. Darüber hinaus besteht für die Kandidat:innen der Abschlussarbeiten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Projekte.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Shorts: Kurzvideos als Gegenstand der Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde SE2/0211 In Präsenz - Beschreibung
- TikTok hat den Weg geebnet, aber auch andere Social-Media-Plattformen wie Instagram oder YouTube haben längst Kurzvideos im Hochkantformat adaptiert. Zusammen mit dem Prinzip der algorithmisch kuratierten Feeds (For You) haben Kurzvideoformate das Feld der Sozialen Medien und der für sie typischen kommunikativen Praktiken von Grund auf verändert und stellen auch die linguistische Social-Media-Forschung vor neue Aufgaben.
Im Seminar wollen wir uns die sich gerade formierende linguistische Kurzvideoforschung erschließen und selbst forschend tätig werden. Neben allgemeinen Theoriebeiträgen etwa aus den Platforms Studies stehen vor allem Forschungsarbeiten zu Kurzvideos in verschiedenen kommunikativen Domänen wie Politik, Influencing, Nachrichten oder auch Wissenschaftskommunikation im Fokus: Wer nutzt Kurzvideos wie für welche Zwecke? Welche kurzvideotypischen kommunikativen Praktiken und welche sprachlichen und visuellen Gestaltungsmerkmale lassen sich erkennen? Wie werden etablierte Formate wie etwa Nachrichten an die Affordanzen der Plattformen und die Bedürfnisse und Gewohnheiten ihrer Nutzenden angepasst? Anhand dieser Fragen werden wir auch empirische Methoden der Multimodalitätsforschung oder auch der Digitalen Diskursanalyse kennenlernen und erproben. Je nach Interesse der Studierenden können wir uns auch selbst Kurzvideos produzieren. - Literatur
-
- Fischer, Friederike/Meier-Vieracker, Simon/Niendorf, Lisa (Hg.) (2025): TikTok – Memefication und Performance: Interdisziplinäre Zugänge (= Digitale Linguistik 2). Heidelberg: Metzler.
- Kaye, D. Bondy Valdovinos/Zeng, Jing/Wikström, Patrik (2022): TikTok: creativity and culture in short video. Medford: Polity Press.
- Seminar – [ALI - Rath] - Multimodale Linguistik
- Lehrperson
-
- Torben Rath
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Was haben unglücklich verliebte Teenager, Menschen auf der Suche nach ihren entlaufenen Katzen, die Ultras von Dynamo Dresden, Wettanbieter sowie staatliche Behörden und Ämter gemeinsam? Sie alle nutzen den öffentlichen Raum für ihre jeweils eigenen kommunikativen Absichten und Aufgaben. Aus dem Zusammenspiel von privaten Liebesbotschaften auf Parkbänken, Gesucht-Flugblättern an Laternen, Stickern, Graffitis, Werbeplakaten sowie Verbots- und Hinweisschildern resultiert das semiotische Erscheinungsbild des öffentlichen Stadtraums. Mit all diesen Zeichentypen sowie den privaten, wirtschaftlichen und staatlichen Akteursgruppen setzen wir uns im Rahmen einer multimodal orientierten Linguistic Landscape-Forschung auseinander. Im ersten Teil des Seminars werden die methodischen und theoretischen Grundlagen erarbeitet. Für den zweiten Teil ist eine Projektarbeit vorgesehen, in der die Studierenden Daten zu selbst gewählten Phänomenen der Linguistic Landscape sammeln, analysieren und abschließend in Vorträgen präsentieren.
- Literatur
- Ziegler, Evelyn/Marten, Heiko F. (Hg.) (2021): Linguistic Landscapes im deutschsprachigen Kontext. Forschungsperspektiven, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten. Berlin u. a.: Peter Lang.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Individuelle Faktoren und Differenzen beim Erwerb von Fremd- und Zweitsprachen
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Der Erfolg beim Erwerb einer Fremd- bzw. Zweitsprache wird von lernerexternen Faktoren wie den unterrichtlichen Bedingungen oder dem Kontakt zur Zielsprache beeinflusst, aber auch von lernerinternen Variablen. Nach einem Überblick über die wirkungsmächtigsten individuellen Faktoren und der Vorstellung und Diskussion der Einzelgänger-Hypothese werden folgende Faktoren näher beleuchtet: Alter, Motivation, Sprachlerneignung, Lernstile, Lernstrategien und Geschlecht. Abschließend wird der Fokus auf einen ‚anwendungsorientierten‘ Zweig der Forschung zu individuellen Differenzen beim Erwerb von Fremd- und Zweitsprachen gelegt: das Good Language Learner (GLL)-Projekt.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Fertigkeiten im Deutschen als Fremd- und Zweitsprache
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden die theoretischen Grundlagen des zweitsprachlichen Hör(-Seh)verstehens, Sprechens, Leseverstehens und Schreibens erar-beitet sowie didaktisch-methodische Konzepte zur Entwicklung dieser sprachlichen Fertigkeiten vorgestellt und diskutiert. Dabei werden fol-gende Schwerpunkte gesetzt:
• Einordnung und Differenzierung der sprachlichen Fertigkeiten/ kommunikativen Kompetenzen
• Sprachliche Fertigkeiten im Rahmen des Gemeinsamen Europäi-schen Referenzrahmens für Sprachen (GER)
• Entwicklung der rezeptiven Fertigkeiten Hör(-Seh)verstehen und Leseverstehen: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Entwicklung der produktiven Fertigkeiten Sprechen und Schrei-ben: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Fertigkeitentraining: isoliert und/oder integriert?
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachbewusstheit und Sprachreflexion
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar steht die vertiefende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten der Sprachbewusstheit und der Sprachreflexion im Fokus. Ihre jeweiligen Rollen für den Erst- und Zweitspracherwerb werden beleuchtet. Hierbei wird u.a der Grammatikerwerb berücksichtigt. Methoden zur Förderung von Sprachbewusstheit wie z.B. Übersetzungs- und Sprachmittlungsübungen werden diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Lehrerausbildung im Bereich Sprachbewusstheit und Sprachreflektion und dem Kompetenzbereich Sprache und Sprachgebrauch untersuchen zu. So wird auf die Rolle der Sprachbewusstheit von Lehrern und Lehrerinnen bei der Strukturierung des Inputs für Lernende eingegangen.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Basismodul 3: Spracherwerb und Mehrsprachigkeit (SLK-SEGS-DAZ-B3, SLK-SEOS-DAZ-B3, SLK-SEBS-DaZ-B3, SLK-SEGY-DaZ-B3) zugeordnet.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprache und Kultur
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar wird der Zusammenhang von Sprache und Kultur im Hinblick auf Deutsch als Zweit- und Fremdsprache diskutiert. Das Verhältnis zwischen Sprache und Kultur wird aus Perspektive der Angewandten Linguistik, der Übersetzungswissenschaft und der Kulturwissenschaft betrachtet. Im Rahmen der Angewandten Linguistik wird auf kontrastiv-pragmatische Studien zu einzelnen Textsorten in verschiedenen Sprachenpaaren eingegangen. Die Relevanz des kulturellen Wissens für den Übersetzungsprozess wird fokussiert. Schließlich wird diskutiert, wie Literatur zur Förderung des kulturreflexiven Lernens eingesetzt werden kann.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Modul "Interkulturelles Lernen" nach Modulplan vom Sose 2020/dem Modul "Kulturreflexives Lernen nach Modulplan vom Wise 2024/2025 (SLK-SEBS-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-IL, SLK-SEOS-DAZ-IL, SLK-SEGY-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-KL, SLK-SEGY-DAZ-KL, SLK-SEBS-DAZ-KL, SLK-SEOS-DAZ-KL) zugeordnet.
- Seminar – [DAF - Binanzer] - Oberseminar DaZ/DaF
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende und dient der Begleitung ihrer Forschungsprojekte (Abschlussarbeiten Bachelor, Master und Staatsexamen) v. a. im Bereich DaZ/DaF.
Im ersten Seminarteil werden nach Bedarf Themen wie das wissenschaftliche Arbeiten, theoretische (Spracherwerbs-)Modelle, empirische Methoden, forschungsethische Aspekte etc. wiederholt.
Im zweiten Seminarteil (Blocktermin am 19.06.) präsentieren die Studierenden ihren Arbeitsstand als work in progress und haben die Gelegenheit, sich zu den Fragen auszutauschen, die im Planungs-/Datenerhebungs-/Analyse-/Schreibprozess entstanden sind.
Im dritten Seminarteil finden nach Bedarf Beratungen zu den Projekten statt.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Deutschunterricht für heterogene Lerngruppen
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar wird der Umgang mit sprachheterogenen Lerngruppen im Deutschunterricht fokussiert. Dabei orientiert sich die Lehrveranstaltung an den folgenden fünf Gegenstandsfeldern des Sprachunterrichts: Sprechen und Zuhören, Sprache und Sprachgebrauch reflektieren, Texte schreiben (Textproduktion), Richtig schreiben (Orthografie) und Lesen. Zunächst werden die fachlichen Grundlagen der einzelnen Gegenstandsbereiche diskutiert bevor die besondere Lernausgangslage von Schülern und Schülerinnen mit Deutsch als Zweitsprache in den Blick genommen wird. Es folgt eine Auseinandersetzung mit sprachdidaktischen Konzeptionen und ihrer Eignung für sprachheterogene Lerngruppen. Schließlich werden Lernaufgaben und ihre Einbettung in den Sprachunterricht betrachtet und Kriterien für die Analyse von Aufgaben vorgestellt.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist dem Modul "Literalität und sprachliche Bildung" (SLK-SEGS-DAZ-LSB, SLK-SEOS000000-DAZ-LSB, SLK-SEGY-DAZ-LSB, SLK-SEBS-DAZ-LSB) zugeordnet.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Frühe Literalität im Kontext von Mehrsprachigkeit
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Mit dem Ziel, die Potenziale der Anbahnung von Literalität bereits vor der Alphabetisierung bewusst zu machen, werden zunächst theoretische Modelle in den Blick genommen, welche die Relevanz (früher) schriftbezogener Kompetenzen unterstreichen, und daran anschließend Konzepte der Frühförderung von zwei-/mehrsprachigen Kindern über literale Aktivitäten vorgestellt und diskutiert. Die Thematisierung des Konzepts der Koordinierten zweisprachigen Alphabetisierung im Anfangsunterricht (Koala) ist im Sinne einer Überleitung von der Vorschriftlichkeit zur Schriftlichkeit für das Ende des Seminars vorgesehen. Diesem Plan entsprechend werden im Seminar folgende Schwerpunkte gesetzt:
• Begriffe von Literalität: Auseinandersetzung mit Definitionen
• Register innerhalb von Sprachen bzw. innere Mehrsprachigkeit
• Modell der Textkompetenz von Portmann-Tselikas/ Schmölzer-Eibinger (2008)
• Kritische Reflexion der Modelle von Cummins zum Verhältnis von L1 und L2:
- CUP-Modell vs. SUP-Modell
- Interdependenz-Hypothese und Doppeleisberg-Modell
- Schwellenniveau-Hypothese
• Konzepte und Verfahren zur Anbahnung von Literalität
- Kieler Modell
- Dialogische Bilderbuchbetrachtung (in L1 und L2)
- Förderung der phonologischen Bewusstheit in der Zweitsprache Deutsch
- Merkmale des L2-Erzählens und Möglichkeiten der systematischen Förderung des L2-Erzählens
• Potenziale des Koala-Konzepts (Koordinierte zweisprachige Alphabetisierung im Anfangsunterricht).
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Mündliche Kompetenzen entwickeln
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Gesprächskompetenz, wobei wir insbesondere auf die Entwicklung mündlicher Kompetenzen in mehrsprachigen Lerngruppen fokussieren. Wir setzen uns mit den Merkmalen medialer Mündlichkeit auseinander, zu denen u.a. die Flüchtig¬keit und Interaktivität gezählt werden. Bei der Betrachtung von Mündlichkeit wird zwischen ihrer Funktion als Lernmedium, Lerngegenstand und Lernziel differenziert. Die Niveau¬beschreibungen Deutsch als Zweitsprache werden in Bezug auf mündliche Kompetenzen diskutiert. Ein weiterer Schwer¬punkt des Seminars bilden die Bildungsstandards im Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören sowie die Nutzung unterschiedlicher Methoden und Medien zur Förderung konzeptioneller Schriftlichkeit beim Sprechen. Besonders berücksichtigt werden hierbei u.a. die Teilkompetenzen Erzählen, Argumentieren, Zuhören sowie Rede bzw. szenisches Spiel. Schließlich werden Übungen und Aufgaben in Deutschlehrwerken analysiert und im Hinblick auf ihr Potential beurteilt, zur Mündlichkeit gehörende Teilkompetenzen zu fördern.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist zugehörig dem Modul Lehren und Lernen im Fach DaZ (SLK-SEGY-DAZ-LLF, SLK-SEOS-DAZ-LLF, SLK-SEBS-DAZ-LLF, SLK-SEGS-DAZ-LLF).
- Seminar – [DAF - Möhring] - Was bedeutet eigentlich B1?
- Lehrperson
-
- Jupp Möhring
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde SE2/0122 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar führt in die Forschung zu und Entwicklung von zuver-lässigen Sprachtests ein. Neben einem Überblick zur Sprachtest-forschung bilden die Beschäftigung mit Gütekriterien zuverlässiger Sprachtests, wichtige internationale Referenzrahmensystem wie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) und die ACTFL Proficiency Guidelines und deren Umsetzung in konkreten Tests sowie Maßnahmen zur testmethodischen Quali-tätssicherung Schwerpunkte des Kurses. Tests werden weiterhin als zuverlässige Diagnoseinstrumente in der Spracherwerbs- und Bildungsforschung thematisiert. Es werden Grundlagen für die Er-stellung eigener Sprachtests und eine informierte Einschätzung und Analyse verfügbarer Instrumente vermittelt.
Voraussetzungen
Interesse an theoretischen und praktischen Fragen der Testwissenschaft, welche auch quantitative Forschungsmethoden umfasst.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachliche Anforderungen im Kontext Schule I
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar erhalten Studierende einen Überblick über die Merkmale schulischer Fachsprachen und fachsprachlicher Kommunikation und machen sich mit Konzepten und Modellen zur Planung von sprachenintegriertem Fachunterricht vertraut. Wir beschäftigen uns mit den Besonderheiten von Fachsprachen und gehen bei der Beschreibung dieser Besonderheiten von den kommunikativen Funktionen aus, die diese erfüllen sollen, um die formalen Eigenschaften in Wortschatz, Grammatik und Text zu analysieren, wobei auch nicht-sprachliche Zeichen berücksichtigt werden. Außerdem diskutieren wir die Gliederung von Fachsprachen nach Fächern (horizontale Gliederung) sowie nach kommunikativen Bereichen (vertikale Gliederung).
Schließlich werden unterschiedliche Modelle des integrierten Sprach- und Fachlernens vorgestellt: Bilingualer (Sachfach-)Unterricht, Content and Language Integrated Learning (CLIL), Deutschsprachiger Fachunterricht (DFU), Sheltered Instruction Operation Protocol (SIOP) und das Scaffolding-Konzept nach Gibbons.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar gehört laut Modulbeschreibung vom SoSe 2020 zum Modul "Sprache im Fach ": SLK-SEGS-DAZ-SF, SLK- SEOS -DAZ-SF, SLK-SEBS-DAZ-SF SLK-SEGY-DAZ-SF. Laut Modulbeschreibung vom Wise 2024/2025 gehört dieses Seminar zum Modul „Fachsprachen und fachsprachliche Kommunikation in der Schule“: SLK-SEGY-DAZ-FS, SLK-SEBS-DAZ-FS, SLK-SEOS-FS, SLK-SEGS-FS.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Phonetik im DaF- und DaZ-Unterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Der Erwerb mündlicher Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen) setzt den Erwerb entsprechender phonetischer Fertigkeiten (phonetisches Hören, Aussprache) voraus. Und umgekehrt: Mangelt es an phoneti-schen Fertigkeiten, werden das Verstehen und Verstandenwerden in der mündlichen Kommunikation beeinträchtigt – mit zum Teil weitreichen-den Folgen hinsichtlich der Akzeptanz, Integration und Identitätsbil-dung. Jedoch ist der Erwerb einer neuen Aussprache gerade für jugendli-che und erwachsene Lernende mit besonderen Herausforderungen verbunden. Von diesen Prämissen ausgehend, setzt das Seminar fol-gende Schwerpunkte:
• Differenzierung von Phonetik und Phonologie; Klärung grundle-gender Begriffe
• Lernzielbestimmungen im Feld unterschiedlicher Standardaus-sprache(n), Varietäten und Varianten
• Phonetische Besonderheiten des Deutschen und Phonem-Graphem-Beziehungen im Deutschen entsprechend der interna-tionalen Lautschrift (IPA)
• Phonetische Interferenzen und Lernschwierigkeiten DaF-/DaZ-Lernender am Beispiel ausgewählter Erstsprachen (kontrastive Vergleiche)
• Imitation und Intervention als grundlegende Vermittlungsprin-zipien in Abhängigkeit vom Alter der Lernenden
• Klassifizierung von Phonetikübungen und Prinzipien der Pro-gression des Phonetikunterrichts
• Möglichkeiten der Integration der Phonetik in den DaF-/DaZ-Unterricht
• Diskussion der Übungsschwerpunkte in ausgewählten DaF-/DaZ-Lehr-/Lernmaterialien.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Migrationsbedingte Mehrsparchigkeit
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden Bedeutungen der Begriffe Integration und Mehrsprachigkeit diskutiert. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen schulorganisatorischen Modellen zur Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher, die zum Zeitpunkt ihrer Migration nach Deutschland über keine oder geringe Deutschkenntnisse verfügen. Modelle zur mehrsprachigen Bildung, wie das Dreisprachenmodell von Rehbein (2012) werden betrachtet. Auf Konzepte zur Förderung der Mehrsprachigkeit sowie der institutionellen Elternbeteiligung wird eingegangen. Wir werfen einen Blick auf die politische Dimension des DaZ- und des DaF-Unterrichts und gehen der Frage nach, wie von staatlicher oder „offizieller“ Seite Einfluss auf das Lehren und Lernen von Sprachen genommen wird und welche Beweggründe den sprachpolitischen Entscheidungen zugrunde liegen. Schließlich diskutieren wir Migration als Unterrichtsthema und analysieren Unterrichtsmaterialien zum Thema Migration.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist dem Modul "Perspektiven der Migrationsforschung" (SLK-SEBS-DAZ-MIG, SLK-SEGS-DAZ-MIG, SLK-SEOS-DAZ, SLK, SLK-SEGY-DAZ-MIG) zugehörig.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
-
- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Linguistik in Zeiten von Large Language Models
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde SE2/0122 In Präsenz - Beschreibung
- Der Siegeszug der Large Language Models (LLMs) und ihrer Chatbot-Schnittstellen hat verändert, wie wir auf Informationen zugreifen und wie wir Informationen bewerten. KIs dieses Typs bringen zunehmend auch die akademische Lehre und Forschung durcheinander. Im Seminar werden die grundlegenden Implikationen dieser Technologien für speziell linguistische und allgemeiner geisteswissenschaftliche Forschung thematisiert. Es werden die technischen Grundlagen der maschinellen Erstellung von Texten besprochen und anschließend diskutiert, welchen Stellenwert diese Texte im Vergleich zu von Menschen verfassten haben oder haben sollten. Außerdem ist die Anwendung der KI-Modelle Thema: Wie werden solche Großen Sprachmodelle aktuell in der Forschung, insbesondere zur Textanalyse, eingesetzt? In Projektarbeit werden die Studierenden selbst mit KI als Werkzeug für und Gegenstand von angewandter Forschung experimentieren. Das Seminar ist dabei explizit nicht als bloßes ‚KI-Training‘ gedacht, sondern will vor allem auch die kritische Reflexion dieser Technologie fördern. Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, sich mit empirischen Forschungsmethoden auseinanderzusetzen. Zudem sind regelmäßig Übungsaufgaben zu erledigen und Literatur, überwiegend auf Englisch, vorzubereiten.
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
SLK-SEMS-DEU-VFD2LIT
(Vertiefung Fachdidaktik 2: Literaturdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Unterrichtsgespräche im Literaturunterricht analysieren und führen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- Dem Unterrichtsgespräch wird im Kontext schulischer Literaturvermittlung ein besonderer Stellenwert zugeschrieben. Entsprechend treibt die literaturdidaktische Forschung der vergangenen Jahre die Frage um, welche gesprächsförmigen Settings am förderlichsten sein dürften für die Vermittlung von Literatur.
Im Seminar werden wir uns zum einen mit den verschiedenen Gesprächsformen und dem Forschungsstand zu diesen auseinandersetzen sowie selbst Unterrichtsgespräche analysieren, zum anderen werden wir uns Gesprächsformen praktisch erarbeiten und diese erproben.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar, auch in Form der Erprobung verschiedener Gesprächsformate, wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
-
- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] -Jugendliteratur und Klassiker im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-09/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Frage, welche literarischen Texte im schulischen Kontext gelesen werden, ist eine zentrale Frage für den Deutschunterricht. Der Fokus des Seminars richtet sich insbesondere auf jugendliterarische Texte, da sie, ähnlich den Klassikern, zentrale Fragen des gesellschaftlichen Lebens, der individuellen Glückssuche, des ethisch-moralischen Handels etc. aufgreifen, jedoch eine zeitbezogene literar- und sprachästhetische Gestaltung aufweisen. Um jedoch einen Bezugspunkt zu klassischen Werken der Weltliteratur herzustellen, werden exemplarisch und unter Nutzung der epischen Fassung von Wolfram von Eschenbachs Epos "Parzival" Themen und Motive herausgearbeitet und auf aktuelle jugendliterarische Texte bezogen.
- Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid – Bürkmann-Prade] - Medien im Literaturunterricht – das Potential eines symmedialen Deutschunterrichts
- Lehrperson
-
- Julia Bürkmann-Prade
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/OE49/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Lernenden weisen einen signifikant angestiegenen Medienkonsum auf. Damit gehen Chancen und Risiken einher. In jedem Fall bringen die Lernenden ihre Vorerfahrungen in den Deutschunterricht mit und die Lehrperson muss auf die veränderten literarisch-ästhetischen „Prosumenten“-Gewohnheiten reagieren. Das Potential das dem innewohnt, wird in diesem Seminar erforscht.
Das Seminar bietet Einblicke in Medien als Gegenstände des Literaturunterrichts. Dabei werden Gattungen erarbeitet, die Vermarktung im Medienverbund bzw. der Intermedialität betrachtet sowie die Möglichkeiten zur Ausprägung von Medienkompetenz analysiert. Ebenso werden mögliche medienbezogene Zielsetzungen sowie fachdidaktische Überlegungen zu Funktionen von Medien angestellt. Die Kriterien zur Auswahl von Medien werden reflektiert und verschiedene methodische Ansätze im Bereich der Mediendidaktik an Beispielen untersucht und erarbeitet.
Im Seminar werden Unterrichtsideen erarbeitet und konkrete Texte u.a. in ihrer medialen Realisierung untersucht. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber die Bereitschaft zur Diskussion und Teilhabe sowie zu einer verlässlichen Arbeitsweise.
SLK-SEMS-DEU-VFD2SPR
(Vertiefung Fachdidaktik 2: Muttersprachdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Texte schreiben im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Eine zentrale Aufgabe und zugleich Herausforderung des Deutschunterrichts ist es, die Schüler*innen zu kompetenten Schreiber*innen auszubilden. Doch was bedeutet Schreibkompetenz und welche vielfältigen Herausforderungen sind in Hinblick auf das (prozessorientierte) Verfassen der unterschiedlichen Textsorten im Kontext Schule zu beachten?
Neben dem Versuch der Klärung, was Schreibkompetenz hinsichtlich des Verfassens von Texten bedeutet, werden Schreibprozessmodelle sowie eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen (typisch schulischen) Textsorten (z.B. Inhaltsangaben, Beschreibungen, Interpretationen, Erörterungen etc.) und deren Bewertung im Zentrum des Seminars stehen. Auf diese Weise sollen theoretisch-empirische Erkenntnisse aus der Forschung verknüpft werden mit den praktischen Herausforderungen, die eine Lehrkraft in der Schule erwarten. Das Schreiben unter den Bedingungen der Digitalität wird einen weiteren Schwerpunkt bilden.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
-
- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Pollack] - Grammatik- und Orthographievermittlung
- Lehrperson
-
- Anett Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Aufgabe, im Deutschunterricht auch Grammatik und Rechtschreibung zu vermitteln, gilt bei einem nicht geringen Teil der Deutschlehrer:innen als tendenziell unbeliebt und schwierig sowie wenig motivierend. Eine Ursache besteht oftmals in der eigenen Unsicherheit und mangelnden Durchdringung der entsprechenden Gegenstände. Dabei sind vertieftes fachliches Wissen und die damit verbundene Sicherheit jedoch Voraussetzung für die Gestaltung guten Unterrichts, der durch kognitive Aktivierung und konstruktive Unterstützung nachhaltiges Lernen ermöglicht.
Das Seminar möchte daher die Möglichkeit bieten, bestehende fachliche und fachdidaktische Lücken und Unsicherheiten zu beheben sowie didaktisch-methodische Ansätze zur Vermittlung zu thematisieren. Es richtet sich daher besonders an Studierende gegen Ende des Studiums. Da sich Seminarinhalte und -abläufe auch an den Bedarfen der Studierenden orientieren, sind die Bereitschaft, sich mit eigenen, aber auch fremden Unsicherheiten auseinanderzusetzen, sowie eine aktive Beteiligung unabdingbar.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.