Master Wirtschaftspädagogik Qualifizierungsrichtung Deutsch
Gesamtansicht – Sommersemester 2026
SLK-MAWP-DEU-EWLIT
(Erweiterungsmodul: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Vorlesung – [ÄDL - Münkler] - Höfe und Städte: Von der Literatur des hohen zur Literatur des späten Mittelalters
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde – Virtuell
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Kunstmärchen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/1.01 In Präsenz - Beschreibung
- Das Spektrum des Märchenhaften wird in dieser Erzähltradition – ,Volksmärchen‘ bleiben ausgespart – vielfältig ausgeschöpft: in esoterischer Symbolik, über menschliche Grenz- und Schwellenerfahrung sowie als Reflexion des Dichterischen und der Einbildungskraft. Poetologische, z.T. metatextuelle Züge prägen die Gattung besonders während der Früh- und Spätromantik. Die Werke erscheinen häufiger als Teil von Sammeldichtungen wie Tiecks „Der blonde Eckbert“ (1797, aus „Phantasus“). „Der goldne Topf“ (1814, aus „Fantasiestücke in Callots Manier“) von E.T.A. Hoffmann lässt Dresdner Realitätsbezüge einfließen, um sich desto rückhaltloser dem Reich der Poesie zu öffnen. Einen Sonderfall findet man in Wielands Aneignung des Genres: Das Biribinker-Märchen aus seinem satirischen Roman „Don Sylvio“ (1764) treibt die populären Feengeschichten grotesk auf die Spitze, um damit aufklärerische Ziele zu verfolgen. Ebenfalls vor/außerhalb der Romantik präsentiert Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ (1795) zum Abschluss das „Mä(h)rchen“, das keinen anderen Titel trägt. Überraschend mag sein, dass auch die Moderne nach 1900 vereinzelt Kunstmärchen eigener Art hervorgebracht hat: z.B. Hugo von Hofmannsthals „Die Frau ohne Schatten“ (1919), auch als Opernwerk bekannt, die exotistischen Texte Max Dauthendeys oder das „Märchen vom Materialismus“ (1948) des Modernisten Alfred Döblin. Das Seminar möchte die Bandbreite der literarischen Gestaltung des Wunderbaren zugänglich machen.
- Literatur
- Zur Einführung vgl. Lothar Blum/Stefan Neuhaus (Hg.): Handbuch Märchen (Metzler, 2023).
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Christa Wolf: Erzählungen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.
- Literatur
- Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden über OPAL zur Verfügung gestellt.
- Vorlesung – [NDL – Koch, L.] - Narrative der Kultur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde – Virtuell - Beschreibung
- Der Mensch als „homo narrans“ ist auf die Kulturtechnik des Erzählens angewiesen, um sich zur Wirklichkeit in ein Verhältnis zu setzen. Das Erzählen wird ihm dabei zu einem Medium, um sich aus dem Absolutismus der Wirklichkeit zu emanzipieren. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, fragt die Vorlesung nach unterschiedlichen Narrationstypen und der Herstellung von sozialem Sinn in unterschiedlichen Narrativen. In einem methodenorientierten Teil wird es darum gehen, die Leistungsfähigkeit einer Narratologie der Kultur zu diskutieren. Daran anschließend rekonstruiert die Vorlesung materialorientiert zentrale Narrative der Kultur – allen voran das der Apokalypse, der Rettung, des Verfalls, des Fortschritts und der Feindschaft – und fragt nach den politischen Kontexten und Konsequenzen ihrer spektakulären (Re-)inszenierung in unterschiedlichen historischen Situationen und differierenden Medienkonstellationen.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Autorinnen des Realismus
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kanon der realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark von männlichen Autoren geprägt. Zu den prominenten Vertretern zählen Theodor Fontane, Gustav Freytag, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Gottfried Keller und Adalbert Stifter. Autorinnen kommen in literaturgeschichtlichen Darstellungen und einschlägigen Einführungstexten zu dieser Epoche indessen kaum oder nur in deutlich geringerer Anzahl vor. Im zeitgenössischen literarischen Feld spielten sie jedoch durchaus eine Rolle und waren in wichtigen Anthologien dieser Zeit regelmäßig vertreten. Das Seminar richtet den Blick gezielt auf weibliche Stimmen der realistischen Erzählkunst und strebt darin auch eine (Teil-)Revision des literarischen Kanons an. Gelesen und diskutieren werden deshalb sowohl kanonische als auch weitgehend in Vergessenheit geratene Texte, darunter solche von Marie von Ebner-Eschenbach, Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Lewald, Louise von Gall, Helene Böhlau und Anderen.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Kafka
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist dem „wirkungsreichste[n] und berühmteste[n] Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Daniel Kehlmann) gewidmet: Franz Kafka. Den Auftakt bilden intensive Lektüren ausgewählter Erzählungen und Romane Kafkas, in denen exemplarisch die wichtigsten Methoden und Paradigmen der Kafka-Forschung erprobt und bewertet werden. Damit beleuchtet das Seminar zugleich die exzessive Deutungsgeschichte eines Autors, den Susan Sonntag gar als „Opfer einer Massenvergewaltigung“ durch eine Armee von Interpret:innen apostrophiert hatte.
Der zweite Teil des Seminars wendet sich dem Autor und seinem Werk im Medienwechsel zu, anhand exemplarischer Adaptionen von Kafkas Werk und Biographie in literarischen Comics und im Spielfilm.
Gegenstand des Seminars sind:
• I TEXTE: Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913), „Die Verwandlung“ (1916), „In der Strafkolonie“ (1919), „Der Proceß“ (postum 1925), „Das Schloss“ (postum 1926)
• II COMICS: Franz Kafka/Sylvain Ricard/Maël: „In der Strafkolonie“ (2007), David Zane Mairowitz/Robert Crumb: “Kafka” (1993)
• III FILME: „Die Verwandlung“ (Jan Němec, D 1975 / Igor Plischke, D 2015), „Der Prozeß“ (Orson Welles, FR/IT/D 1962 / David Hugh Jones, GB 1993); „Das Schloß“ (Michael Haneke, AT, 1997); „Kafka“ (Steven Soderbergh, FR/USA, 1991)
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte, Comics und Filme unerlässlich.
Genauere Informationen, Lektürehinweise sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2026 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2026/27.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen: - Literatur
-
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-MAWP-DEU-ERLIT
(Ergänzungsmodul: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Vorlesung – [ÄDL - Münkler] - Höfe und Städte: Von der Literatur des hohen zur Literatur des späten Mittelalters
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde – Virtuell
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Kunstmärchen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/1.01 In Präsenz - Beschreibung
- Das Spektrum des Märchenhaften wird in dieser Erzähltradition – ,Volksmärchen‘ bleiben ausgespart – vielfältig ausgeschöpft: in esoterischer Symbolik, über menschliche Grenz- und Schwellenerfahrung sowie als Reflexion des Dichterischen und der Einbildungskraft. Poetologische, z.T. metatextuelle Züge prägen die Gattung besonders während der Früh- und Spätromantik. Die Werke erscheinen häufiger als Teil von Sammeldichtungen wie Tiecks „Der blonde Eckbert“ (1797, aus „Phantasus“). „Der goldne Topf“ (1814, aus „Fantasiestücke in Callots Manier“) von E.T.A. Hoffmann lässt Dresdner Realitätsbezüge einfließen, um sich desto rückhaltloser dem Reich der Poesie zu öffnen. Einen Sonderfall findet man in Wielands Aneignung des Genres: Das Biribinker-Märchen aus seinem satirischen Roman „Don Sylvio“ (1764) treibt die populären Feengeschichten grotesk auf die Spitze, um damit aufklärerische Ziele zu verfolgen. Ebenfalls vor/außerhalb der Romantik präsentiert Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ (1795) zum Abschluss das „Mä(h)rchen“, das keinen anderen Titel trägt. Überraschend mag sein, dass auch die Moderne nach 1900 vereinzelt Kunstmärchen eigener Art hervorgebracht hat: z.B. Hugo von Hofmannsthals „Die Frau ohne Schatten“ (1919), auch als Opernwerk bekannt, die exotistischen Texte Max Dauthendeys oder das „Märchen vom Materialismus“ (1948) des Modernisten Alfred Döblin. Das Seminar möchte die Bandbreite der literarischen Gestaltung des Wunderbaren zugänglich machen.
- Literatur
- Zur Einführung vgl. Lothar Blum/Stefan Neuhaus (Hg.): Handbuch Märchen (Metzler, 2023).
- Seminar – [NDL – Gerigk] - Christa Wolf: Erzählungen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Anja Gerigk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Seit den 1970ern hat Christa Wolf in jeder Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts mindestens eine prägende Erzählung veröffentlicht. Diese Prosa – weder Romane noch längere Texte wie „Der geteilte Himmel“ – ermöglicht einen Zugang zum Gesamtwerk und dessen Rezeption. Das Seminar orientiert sich am Leitfaden der Zeitgenossenschaft, einschließlich vergleichender Perspektiven zwischen damals und der Gegenwart unserer Lektüren. „Neue Ansichten eines Katers“ (1970) wirft in der Fortschreibung von E.T.A. Hoffmanns Kater Murr frühzeitig das Problem von KI, menschlicher Kreativität und Weltverbesserung auf. „Kein Ort. Nirgends“ (1979) erzählt eine fiktive Begegnung zwischen Karoline von Günderode und Heinrich von Kleist, die in sozialen Zirkeln, aus denen sie zugleich radikal herausfallen, über ihr Zeitalter reflektieren. Der „Störfall“ (1987) von Tschernobyl, noch keine Pandemie, sprengt die Dimensionen der „Nachrichten eines Tages“ (Untertitel), indem er in Wahrnehmung, Sprache und Alltag hineinwirkt. Aus der Distanz schärft sich der Blick für eine prädigitale Medienkultur: Fernsehen, Briefe und Telefonate. An „Was bleibt“ (1990) wird greifbar, wie die Ungleichzeitigkeit von Entstehung und Veröffentlichung die Rezeption in ihre Bahnen lenkt: Schriftstellerische Zeitgenossenschaft findet in soziopolitischen Spannungsfeldern statt und löst eine Debatte über Christa Wolf, vor allem aber den markanten „Literaturstreit“ aus.
- Literatur
- Zum Überblick auf Werkakzente und Forschungsstand vgl. das „Christa Wolf-Handbuch“ (Metzler, 2016). Die Erzählungen werden über OPAL zur Verfügung gestellt.
- Vorlesung – [NDL – Koch, L.] - Narrative der Kultur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde – Virtuell - Beschreibung
- Der Mensch als „homo narrans“ ist auf die Kulturtechnik des Erzählens angewiesen, um sich zur Wirklichkeit in ein Verhältnis zu setzen. Das Erzählen wird ihm dabei zu einem Medium, um sich aus dem Absolutismus der Wirklichkeit zu emanzipieren. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, fragt die Vorlesung nach unterschiedlichen Narrationstypen und der Herstellung von sozialem Sinn in unterschiedlichen Narrativen. In einem methodenorientierten Teil wird es darum gehen, die Leistungsfähigkeit einer Narratologie der Kultur zu diskutieren. Daran anschließend rekonstruiert die Vorlesung materialorientiert zentrale Narrative der Kultur – allen voran das der Apokalypse, der Rettung, des Verfalls, des Fortschritts und der Feindschaft – und fragt nach den politischen Kontexten und Konsequenzen ihrer spektakulären (Re-)inszenierung in unterschiedlichen historischen Situationen und differierenden Medienkonstellationen.
- Seminar – [NDL – Tarbuk] - Autorinnen des Realismus
- Lehrperson
-
- Dr. Lara Tarbuk
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- Der Kanon der realistischen Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark von männlichen Autoren geprägt. Zu den prominenten Vertretern zählen Theodor Fontane, Gustav Freytag, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Gottfried Keller und Adalbert Stifter. Autorinnen kommen in literaturgeschichtlichen Darstellungen und einschlägigen Einführungstexten zu dieser Epoche indessen kaum oder nur in deutlich geringerer Anzahl vor. Im zeitgenössischen literarischen Feld spielten sie jedoch durchaus eine Rolle und waren in wichtigen Anthologien dieser Zeit regelmäßig vertreten. Das Seminar richtet den Blick gezielt auf weibliche Stimmen der realistischen Erzählkunst und strebt darin auch eine (Teil-)Revision des literarischen Kanons an. Gelesen und diskutieren werden deshalb sowohl kanonische als auch weitgehend in Vergessenheit geratene Texte, darunter solche von Marie von Ebner-Eschenbach, Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Lewald, Louise von Gall, Helene Böhlau und Anderen.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Kafka
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist dem „wirkungsreichste[n] und berühmteste[n] Schriftsteller des 20. Jahrhunderts“ (Daniel Kehlmann) gewidmet: Franz Kafka. Den Auftakt bilden intensive Lektüren ausgewählter Erzählungen und Romane Kafkas, in denen exemplarisch die wichtigsten Methoden und Paradigmen der Kafka-Forschung erprobt und bewertet werden. Damit beleuchtet das Seminar zugleich die exzessive Deutungsgeschichte eines Autors, den Susan Sonntag gar als „Opfer einer Massenvergewaltigung“ durch eine Armee von Interpret:innen apostrophiert hatte.
Der zweite Teil des Seminars wendet sich dem Autor und seinem Werk im Medienwechsel zu, anhand exemplarischer Adaptionen von Kafkas Werk und Biographie in literarischen Comics und im Spielfilm.
Gegenstand des Seminars sind:
• I TEXTE: Franz Kafka: „Das Urteil“ (1913), „Die Verwandlung“ (1916), „In der Strafkolonie“ (1919), „Der Proceß“ (postum 1925), „Das Schloss“ (postum 1926)
• II COMICS: Franz Kafka/Sylvain Ricard/Maël: „In der Strafkolonie“ (2007), David Zane Mairowitz/Robert Crumb: “Kafka” (1993)
• III FILME: „Die Verwandlung“ (Jan Němec, D 1975 / Igor Plischke, D 2015), „Der Prozeß“ (Orson Welles, FR/IT/D 1962 / David Hugh Jones, GB 1993); „Das Schloß“ (Michael Haneke, AT, 1997); „Kafka“ (Steven Soderbergh, FR/USA, 1991)
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte, Comics und Filme unerlässlich.
Genauere Informationen, Lektürehinweise sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2026 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2026/27.
- Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Lehrperson
-
- Dr. Annette Teufel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen: - Literatur
-
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-MAWP-DEU-S1LIT
(Spezialisierungsmodul 1: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [NDL – Bothe] - Gedächtnis und Literatur
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Die Griechen – so Frances Yates in ihrem kanonischen Buch »The Art of Memory« – haben viele Künste erfunden, darunter auch die Gedächtniskunst (ars memorativa), die der Ausgangspunkt dieses Seminars ist. Mit Hilfe dieser Kunst wird an bestimmten architekturalen Orten (loci) mit Bildern (imagines) im Geist niedergeschrieben, was es auswendig zu behalten gilt, und was dann in einem Lesevorgang wieder abrufbar wird. Diese Kunst (techné) wurde wie viele Künste an das antike Rom weitergereicht (Yates) und die Rhetorik inkorporierte sich diese Mnemotechnik in die memoria, als die vierte Abteilung ihres Wissens. Für die Literaturwissenschaft sind diese Aufschreibe- und Lesemodelle daher von Interesse, weil sie einerseits mit jenen Sinn-, Klang- und Buchstabenverfahren operieren, die die Literatur immer schon latent bereit hielt, andererseits das Gedächtnis selbst immer metaphorisch gedacht wird (als Wachstafel, Schrift, Lagerhaus, Abdruck eines Siegelrings, Dachboden, Wunderblock, Palast, Theater, usf.), so dass das Seminar hier Fragen der Referenzialität der Sprache ebenso verhandeln will, wie das Thema Exkursionen in die Bereiche der Mnemopathologie (Gedächtniskünstler, Mnemonisten als literarische Figur) und der Vergessenskonzepte (ars oblivionalis, Löschbarkeit) erlaubt. Ein Schwerpunkt des Seminars ist der Mnemopath mit seinen spezifischen Erscheinungsformen von Textualität, deren Rhetorizität häufig auf die antike memoria bezogen bleibt, ob es sich nun um intertextuelles Fortschreiben antiker Mythen, einen besonderen Umgang mit dem Medium der Schrift oder historisch verbürgte Personen, die den Regeln antiker ars paradoxer Weise folgen ohne diese zu kennen, handelt. Die komparatistischen Seminarlektüre reicht von antiken Berichten von Gedächtnisunfällen über die klassischen Rhetoriken bis hin zu Texten von z.B. J.L. Borges, Jack Dann, William Gibson, Elias Canetti, Patrick Süskind, Thomas Harris und sogar Krankenberichten.
- Literatur
-
- Draaisma, Douwe, Die Metaphernmaschine. Eine Geschichte des Gedächtnisses, Darmstadt, 1999.
- Eco, Umberto, “An Ars Oblivionalis? Forget It!” , PMLA 1983, 103, S. 254-61.
- Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Lexikon, hg. v. Nicolas Pethes und Jens Ruchatz, Reinbek bei Hamburg, 2001.
- Ernst, Ulrich, »Die Bibliothek im Kopf. Gedächtniskünstler in der europäischen und amerikanischen Literatur«, in: Zeitschrift für Literaturwisenschaft und Linguistik (LiLi), 27, H. 105 (1997), S. 86-123.
- Freud, Sigmund, »Notiz über den Wunderblock«, in: Studienausgabe, Bd. III., Frankfurt am Main, 2000, S. 363-369.
- Lachmann, Renate, »Die Unlöschbarkeit der Zeichen: Das semiotische Unglück des Mnemonisten«, in: Gedächtniskunst: Raum – Bild – Schrift. Studien zur Mnemotechnik, hg. v. Anselm Haverkamp und Renate Lachmann, Frankfurt am Main, 1991. S. 111-141.
- Simon, Ralf, »Imagines agentes«, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch, 20, (2001), S. 18-39.
- Weinrich, Harald, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München, 1997.
- Yates, Frances A., The Art of Memory, London, 1966.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Groß] - Adornos Essays zur Literatur
- Lehrperson
-
- Hendrik Groß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 4. Doppelstunde bis 5. Doppelstunde W48/1.03 In Präsenz - Beschreibung
- Termine: 15.04.26 / 22.04.26 / 29.04.26 / 13.05.26 / 20.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen. - Literatur
- Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters über OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-MAWP-DEU-S2LIT
(Spezialisierungsmodul 2: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Vorlesung – [ÄDL - Münkler] - Höfe und Städte: Von der Literatur des hohen zur Literatur des späten Mittelalters
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 70
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde – Virtuell
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [NDL – Bothe] - Gedächtnis und Literatur
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Die Griechen – so Frances Yates in ihrem kanonischen Buch »The Art of Memory« – haben viele Künste erfunden, darunter auch die Gedächtniskunst (ars memorativa), die der Ausgangspunkt dieses Seminars ist. Mit Hilfe dieser Kunst wird an bestimmten architekturalen Orten (loci) mit Bildern (imagines) im Geist niedergeschrieben, was es auswendig zu behalten gilt, und was dann in einem Lesevorgang wieder abrufbar wird. Diese Kunst (techné) wurde wie viele Künste an das antike Rom weitergereicht (Yates) und die Rhetorik inkorporierte sich diese Mnemotechnik in die memoria, als die vierte Abteilung ihres Wissens. Für die Literaturwissenschaft sind diese Aufschreibe- und Lesemodelle daher von Interesse, weil sie einerseits mit jenen Sinn-, Klang- und Buchstabenverfahren operieren, die die Literatur immer schon latent bereit hielt, andererseits das Gedächtnis selbst immer metaphorisch gedacht wird (als Wachstafel, Schrift, Lagerhaus, Abdruck eines Siegelrings, Dachboden, Wunderblock, Palast, Theater, usf.), so dass das Seminar hier Fragen der Referenzialität der Sprache ebenso verhandeln will, wie das Thema Exkursionen in die Bereiche der Mnemopathologie (Gedächtniskünstler, Mnemonisten als literarische Figur) und der Vergessenskonzepte (ars oblivionalis, Löschbarkeit) erlaubt. Ein Schwerpunkt des Seminars ist der Mnemopath mit seinen spezifischen Erscheinungsformen von Textualität, deren Rhetorizität häufig auf die antike memoria bezogen bleibt, ob es sich nun um intertextuelles Fortschreiben antiker Mythen, einen besonderen Umgang mit dem Medium der Schrift oder historisch verbürgte Personen, die den Regeln antiker ars paradoxer Weise folgen ohne diese zu kennen, handelt. Die komparatistischen Seminarlektüre reicht von antiken Berichten von Gedächtnisunfällen über die klassischen Rhetoriken bis hin zu Texten von z.B. J.L. Borges, Jack Dann, William Gibson, Elias Canetti, Patrick Süskind, Thomas Harris und sogar Krankenberichten.
- Literatur
-
- Draaisma, Douwe, Die Metaphernmaschine. Eine Geschichte des Gedächtnisses, Darmstadt, 1999.
- Eco, Umberto, “An Ars Oblivionalis? Forget It!” , PMLA 1983, 103, S. 254-61.
- Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Lexikon, hg. v. Nicolas Pethes und Jens Ruchatz, Reinbek bei Hamburg, 2001.
- Ernst, Ulrich, »Die Bibliothek im Kopf. Gedächtniskünstler in der europäischen und amerikanischen Literatur«, in: Zeitschrift für Literaturwisenschaft und Linguistik (LiLi), 27, H. 105 (1997), S. 86-123.
- Freud, Sigmund, »Notiz über den Wunderblock«, in: Studienausgabe, Bd. III., Frankfurt am Main, 2000, S. 363-369.
- Lachmann, Renate, »Die Unlöschbarkeit der Zeichen: Das semiotische Unglück des Mnemonisten«, in: Gedächtniskunst: Raum – Bild – Schrift. Studien zur Mnemotechnik, hg. v. Anselm Haverkamp und Renate Lachmann, Frankfurt am Main, 1991. S. 111-141.
- Simon, Ralf, »Imagines agentes«, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch, 20, (2001), S. 18-39.
- Weinrich, Harald, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München, 1997.
- Yates, Frances A., The Art of Memory, London, 1966.
- Vorlesung – [NDL – Koch, L.] - Narrative der Kultur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde – Virtuell - Beschreibung
- Der Mensch als „homo narrans“ ist auf die Kulturtechnik des Erzählens angewiesen, um sich zur Wirklichkeit in ein Verhältnis zu setzen. Das Erzählen wird ihm dabei zu einem Medium, um sich aus dem Absolutismus der Wirklichkeit zu emanzipieren. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, fragt die Vorlesung nach unterschiedlichen Narrationstypen und der Herstellung von sozialem Sinn in unterschiedlichen Narrativen. In einem methodenorientierten Teil wird es darum gehen, die Leistungsfähigkeit einer Narratologie der Kultur zu diskutieren. Daran anschließend rekonstruiert die Vorlesung materialorientiert zentrale Narrative der Kultur – allen voran das der Apokalypse, der Rettung, des Verfalls, des Fortschritts und der Feindschaft – und fragt nach den politischen Kontexten und Konsequenzen ihrer spektakulären (Re-)inszenierung in unterschiedlichen historischen Situationen und differierenden Medienkonstellationen.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Forschungslaboratorium
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/1.25 In Präsenz - Beschreibung
- Examenskandidat:innen auf Einladung.
Das Forschungskolloquium bietet Raum für gemeinsames Forschen. Hier können Abschlussarbeiten ebenso diskutiert werden wie theoretische Texte oder aktuelle Publikations- und Antragsvorhaben.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Groß] - Adornos Essays zur Literatur
- Lehrperson
-
- Hendrik Groß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 4. Doppelstunde bis 5. Doppelstunde W48/1.03 In Präsenz - Beschreibung
- Termine: 15.04.26 / 22.04.26 / 29.04.26 / 13.05.26 / 20.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen. - Literatur
- Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters über OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-MAWP-DEU-KLIT
(Komplementärmodul: Literatur und Kultur)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [NDL – Bothe] - Gedächtnis und Literatur
- Lehrperson
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Die Griechen – so Frances Yates in ihrem kanonischen Buch »The Art of Memory« – haben viele Künste erfunden, darunter auch die Gedächtniskunst (ars memorativa), die der Ausgangspunkt dieses Seminars ist. Mit Hilfe dieser Kunst wird an bestimmten architekturalen Orten (loci) mit Bildern (imagines) im Geist niedergeschrieben, was es auswendig zu behalten gilt, und was dann in einem Lesevorgang wieder abrufbar wird. Diese Kunst (techné) wurde wie viele Künste an das antike Rom weitergereicht (Yates) und die Rhetorik inkorporierte sich diese Mnemotechnik in die memoria, als die vierte Abteilung ihres Wissens. Für die Literaturwissenschaft sind diese Aufschreibe- und Lesemodelle daher von Interesse, weil sie einerseits mit jenen Sinn-, Klang- und Buchstabenverfahren operieren, die die Literatur immer schon latent bereit hielt, andererseits das Gedächtnis selbst immer metaphorisch gedacht wird (als Wachstafel, Schrift, Lagerhaus, Abdruck eines Siegelrings, Dachboden, Wunderblock, Palast, Theater, usf.), so dass das Seminar hier Fragen der Referenzialität der Sprache ebenso verhandeln will, wie das Thema Exkursionen in die Bereiche der Mnemopathologie (Gedächtniskünstler, Mnemonisten als literarische Figur) und der Vergessenskonzepte (ars oblivionalis, Löschbarkeit) erlaubt. Ein Schwerpunkt des Seminars ist der Mnemopath mit seinen spezifischen Erscheinungsformen von Textualität, deren Rhetorizität häufig auf die antike memoria bezogen bleibt, ob es sich nun um intertextuelles Fortschreiben antiker Mythen, einen besonderen Umgang mit dem Medium der Schrift oder historisch verbürgte Personen, die den Regeln antiker ars paradoxer Weise folgen ohne diese zu kennen, handelt. Die komparatistischen Seminarlektüre reicht von antiken Berichten von Gedächtnisunfällen über die klassischen Rhetoriken bis hin zu Texten von z.B. J.L. Borges, Jack Dann, William Gibson, Elias Canetti, Patrick Süskind, Thomas Harris und sogar Krankenberichten.
- Literatur
-
- Draaisma, Douwe, Die Metaphernmaschine. Eine Geschichte des Gedächtnisses, Darmstadt, 1999.
- Eco, Umberto, “An Ars Oblivionalis? Forget It!” , PMLA 1983, 103, S. 254-61.
- Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Lexikon, hg. v. Nicolas Pethes und Jens Ruchatz, Reinbek bei Hamburg, 2001.
- Ernst, Ulrich, »Die Bibliothek im Kopf. Gedächtniskünstler in der europäischen und amerikanischen Literatur«, in: Zeitschrift für Literaturwisenschaft und Linguistik (LiLi), 27, H. 105 (1997), S. 86-123.
- Freud, Sigmund, »Notiz über den Wunderblock«, in: Studienausgabe, Bd. III., Frankfurt am Main, 2000, S. 363-369.
- Lachmann, Renate, »Die Unlöschbarkeit der Zeichen: Das semiotische Unglück des Mnemonisten«, in: Gedächtniskunst: Raum – Bild – Schrift. Studien zur Mnemotechnik, hg. v. Anselm Haverkamp und Renate Lachmann, Frankfurt am Main, 1991. S. 111-141.
- Simon, Ralf, »Imagines agentes«, in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch, 20, (2001), S. 18-39.
- Weinrich, Harald, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München, 1997.
- Yates, Frances A., The Art of Memory, London, 1966.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Groß] - Adornos Essays zur Literatur
- Lehrperson
-
- Hendrik Groß
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 4. Doppelstunde bis 5. Doppelstunde W48/1.03 In Präsenz - Beschreibung
- Termine: 15.04.26 / 22.04.26 / 29.04.26 / 13.05.26 / 20.05.26 / 27.05.26 / 03.06.26
Theodor W. Adorno ist nicht nur für seine philosophischen, soziologischen und musiktheoretischen Arbeiten bekannt, sondern hat sich in seinem Werk auch intensiv mit Literatur auseinandergesetzt und diese zum Ausgangspunkt seiner ästhetischen wie gesellschaftskritischen Überlegungen genommen. Am prominentesten sind wohl seine Interpretationen von Goethes Iphigenie, Becketts Endspiel, Hölderlins Lyrik und Kafkas Prosa. Die Literaturwissenschaft nimmt diese Arbeiten heute jedoch nur noch am Rande zur Kenntnis; überhaupt finden die gesellschaftskritisch-materialistischen Ansätze der Kritischen Theorie zur Literatur nur noch selten Eingang in den literaturwissenschaftlichen Diskurs. Dieses Seminar möchte dagegen zeigen, dass Adornos Programm der philosophischen Deutung auch für eine heutige Literaturwissenschaft relevant sein kann und versucht daher seinen vielfältigen und durchaus kontroversen Interpretationen von lyrischen, dramatischen und epischen Texten nachzuspüren und sie im Hinblick auf eine Verfahrensweise der „kritischen Hermeneutik“ zu befragen. Hierzu werden nicht nur ausgewählte Essays von Adorno, insbesondere aus den Noten zur Literatur und den Prismen herangezogen, sondern auch die von ihm besprochenen Quellentexte, bspw. von Kafka, Hölderlin, Goethe, Eichendorff u.a. in die Diskussion einbezogen. - Literatur
- Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters über OPAL zur Verfügung gestellt.
SLK-MAWP-DEU-EFD
(Einführung Fachdidaktik)
- Einführungskurs – [DDid - Blei-Hoch] - Einführung in die Literaturdidaktik
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar erarbeitet aus der Verbindung von literaturwissenschaftlichen und literatur- sowie allgemeindidaktischen Kenntnissen und Verfahren heraus grundlegende Voraussetzungen für die Planung und Durchführung des Literaturunterrichts in der Sekundarstufe I und II. Es befasst sich mit den Zielen, Prinzipien, methodischen Konzepten und Aufgaben von Literaturunterricht, mit wichtigen theoretischen Fragestellungen und unterrichtspraktischen Folgerungen und schafft damit die Grundlage für die Schulpraktika im Fachunterricht Deutsch. Diese Lehrveranstaltung ist neben dem Seminar zur Einführung in die Muttersprachdidaktik für alle Lehramtsstudierenden Deutsch als Voraussetzung für die SPÜ obligatorisch.
- Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid - Pollack] - Einführung in die Literaturdidaktik
- Lehrperson
-
- Anett Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Die Einführung in die Literaturdidaktik soll zur Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen, die sich mit Blick auf die Lehr- und Lernprozesse im Literaturunterricht stellen, anregen: Warum lesen wir? Wie wird man zu einem Lesenden? Welche kognitiven Prozesse sind mit dem Lesen verbunden? etc.
Zum anderen sollen darauf aufbauend zentrale literaturdidaktische Grundlagen, wie z. B. die didaktische Analyse von literarischen Texten, die Phasierung des Literaturunterrichts, Aufgaben und Methoden zur Anregung und Unterstützung literarischer Verstehensprozesse, aber auch Möglichkeiten der Differenzierung, erarbeitet werden.
Das Seminar verfolgt somit das Ziel, eine Basis für die fundierte Auseinandersetzung mit den für die Unterrichtsplanung, -durchführung und -reflexion relevanten Aspekten zu schaffen.
Diese Lehrveranstaltung ist neben dem Seminar zur Einführung in die Sprachdidaktik für alle Lehramtsstudierenden im Fach Deutsch die Voraussetzung für die Schulpraktischen Übungen.
- Einführungskurs – [DDid - Pollack] - Einführung in die Sprachdidaktik
- Lehrperson
-
- Anett Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden grundsätzliche Ziele, Stoffe und Strukturen der sprachdidaktischen Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“ und „Sprache thematisieren“ behandelt. Im Spannungsfeld von Bildung und Standard erörtern wir exemplarisch die fachdidaktisch begründete Auswahl sprachlicher Phänomene für den Unterricht, die Möglichkeiten ihrer Vermittlung und Aneignung sowie deren Evaluation.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen über einen reflektierten und anwendungsbereiten Überblick über grundsätzliche sprachdidaktische Konzeptionen des Deutschunterrichts verfügen.
Diese Lehrveranstaltung ist neben der 'Einführung in die Literaturdidaktik' für alle Lehramtsanwärter:innen Voraussetzung für die schulpraktischen Übungen.
- Einführungskurs – [DDid - Günther] - Einführung in die Sprachdidaktik
- Lehrperson
-
- Dr. Ulrike Günther
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BSS 149 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden grundsätzliche Ziele, Gegenstände und Strukturen der sprachdidaktischen Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“ und „Sprache thematisieren“ behandelt. Im Spannungsfeld von Bildung und Standard erörtern wir exemplarisch die fach-didaktisch begründete Auswahl sprachlicher Phänomene für den Unterricht, die Möglichkeiten ihrer Aneignung und Vermittlung und deren Evaluation. Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen über einen reflektierten und anwendungsbereiten Überblick über grundsätzliche sprachdidaktische Konzeptualisierungen des Deutschunterrichts verfügen können.
Diese Lehrveranstaltung ist neben der 'Einführung in die Literaturdidaktik'Voraussetzung für die schulpraktischen Übungen im Fach DEUTSCH. - Literatur
-
- Goer, Charis/Köller, Katharina (2023): Fachdidaktik Deutsch. Grundzüge der Sprach- und Literaturdidaktik. 4. überarbeitete und aktualisierte Auflage. Paderborn: Wilhelm Fink (UTB 4171 Literaturwissenschaft elementar).
- Hochstadt, Christiane/Krafft, Andreas/Olsen, Ralph (2022): Deutschdidaktik. Konzeptionen für die Praxis. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Tübingen: A. Francke Verlag (UTB 4023 Deutschdidaktik).
- Einführungskurs – [DDid - Günther] - Einführung in die Sprachdidaktik
- Lehrperson
-
- Dr. Ulrike Günther
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS 149 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden grundsätzliche Ziele, Gegenstände und Strukturen der sprachdidaktischen Lernbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Schreiben“ und „Sprache thematisieren“ behandelt. Im Spannungsfeld von Bildung und Standard erörtern wir exemplarisch die fach-didaktisch begründete Auswahl sprachlicher Phänomene für den Unterricht, die Möglichkeiten ihrer Aneignung und Vermittlung und deren Evaluation. Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen über einen reflektierten und anwendungsbereiten Überblick über grundsätzliche sprachdidaktische Konzeptualisierungen des Deutschunterrichts verfügen können.
Diese Lehrveranstaltung ist neben der 'Einführung in die Literaturdidaktik'Voraussetzung für die schulpraktischen Übungen im Fach DEUTSCH. - Literatur
-
- Goer, Charis/Köller, Katharina (2023): Fachdidaktik Deutsch. Grundzüge der Sprach- und Literaturdidaktik. 4. überarbeitete und aktualisierte Auflage. Paderborn: Wilhelm Fink (UTB 4171 Literaturwissenschaft elementar).
- Hochstadt, Christiane/Krafft, Andreas/Olsen, Ralph (2022): Deutschdidaktik. Konzeptionen für die Praxis. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Tübingen: A. Francke Verlag (UTB 4023 Deutschdidaktik).
- Einführungskurs – [DDid - Hoffmann] - Einführung in die Literaturdidaktik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- In dem Seminar erarbeiten wir uns die zentralen Grundlagen innerhalb der Literaturdidaktik, welche uns eine reflektierte Planung, Gestaltung und Evaluierung von Literaturunterricht ermöglichen. Dazu wenden wir uns nicht nur der Geschichte des Literaturunterrichts sowie Begriffen, Methoden und Modellen, u.a. zur literarischen Sozialisation und literarästhetischen Rezeption, zu, sondern befassen uns auch mit konkreten Fragen der Konzeption von Literaturunterricht in Form der Gegenstandswahl, der Aufgabenkonstruktion, der Wahl von Vermittlungsmethoden und -medien, der Differenzierung wie auch der Phasierung von Literaturunterricht.
Diese Lehrveranstaltung ist neben dem Seminar zur Einführung in die Sprachdidaktik für alle Lehramtsstudierenden im Fach Deutsch die Voraussetzung für die Schulpraktischen Übungen.
Die Bereitschaft zur Lektüre von Ganzschriften und fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt
- Einführungskurs – [DDid - Hoffmann] - Einführung in die Literaturdidaktik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- In dem Seminar erarbeiten wir uns die zentralen Grundlagen innerhalb der Literaturdidaktik, welche uns eine reflektierte Planung, Gestaltung und Evaluierung von Literaturunterricht ermöglichen. Dazu wenden wir uns nicht nur der Geschichte des Literaturunterrichts sowie Begriffen, Methoden und Modellen, u.a. zur literarischen Sozialisation und literarästhetischen Rezeption, zu, sondern befassen uns auch mit konkreten Fragen der Konzeption von Literaturunterricht in Form der Gegenstandswahl, der Aufgabenkonstruktion, der Wahl von Vermittlungsmethoden und -medien, der Differenzierung wie auch der Phasierung von Literaturunterricht.
Diese Lehrveranstaltung ist neben dem Seminar zur Einführung in die Sprachdidaktik für alle Lehramtsstudierenden im Fach Deutsch die Voraussetzung für die Schulpraktischen Übungen.
Die Bereitschaft zur Lektüre von Ganzschriften und fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt
SLK-MAWP-DEU-VFD1LIT
(Vertiefung Fachdidaktik 1: Literaturdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Unterrichtsgespräche im Literaturunterricht analysieren und führen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- Dem Unterrichtsgespräch wird im Kontext schulischer Literaturvermittlung ein besonderer Stellenwert zugeschrieben. Entsprechend treibt die literaturdidaktische Forschung der vergangenen Jahre die Frage um, welche gesprächsförmigen Settings am förderlichsten sein dürften für die Vermittlung von Literatur.
Im Seminar werden wir uns zum einen mit den verschiedenen Gesprächsformen und dem Forschungsstand zu diesen auseinandersetzen sowie selbst Unterrichtsgespräche analysieren, zum anderen werden wir uns Gesprächsformen praktisch erarbeiten und diese erproben.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar, auch in Form der Erprobung verschiedener Gesprächsformate, wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
-
- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] -Jugendliteratur und Klassiker im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-09/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Frage, welche literarischen Texte im schulischen Kontext gelesen werden, ist eine zentrale Frage für den Deutschunterricht. Der Fokus des Seminars richtet sich insbesondere auf jugendliterarische Texte, da sie, ähnlich den Klassikern, zentrale Fragen des gesellschaftlichen Lebens, der individuellen Glückssuche, des ethisch-moralischen Handels etc. aufgreifen, jedoch eine zeitbezogene literar- und sprachästhetische Gestaltung aufweisen. Um jedoch einen Bezugspunkt zu klassischen Werken der Weltliteratur herzustellen, werden exemplarisch und unter Nutzung der epischen Fassung von Wolfram von Eschenbachs Epos "Parzival" Themen und Motive herausgearbeitet und auf aktuelle jugendliterarische Texte bezogen.
- Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid – Bürkmann-Prade] - Medien im Literaturunterricht – das Potential eines symmedialen Deutschunterrichts
- Lehrperson
-
- Julia Bürkmann-Prade
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/OE49/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Lernenden weisen einen signifikant angestiegenen Medienkonsum auf. Damit gehen Chancen und Risiken einher. In jedem Fall bringen die Lernenden ihre Vorerfahrungen in den Deutschunterricht mit und die Lehrperson muss auf die veränderten literarisch-ästhetischen „Prosumenten“-Gewohnheiten reagieren. Das Potential das dem innewohnt, wird in diesem Seminar erforscht.
Das Seminar bietet Einblicke in Medien als Gegenstände des Literaturunterrichts. Dabei werden Gattungen erarbeitet, die Vermarktung im Medienverbund bzw. der Intermedialität betrachtet sowie die Möglichkeiten zur Ausprägung von Medienkompetenz analysiert. Ebenso werden mögliche medienbezogene Zielsetzungen sowie fachdidaktische Überlegungen zu Funktionen von Medien angestellt. Die Kriterien zur Auswahl von Medien werden reflektiert und verschiedene methodische Ansätze im Bereich der Mediendidaktik an Beispielen untersucht und erarbeitet.
Im Seminar werden Unterrichtsideen erarbeitet und konkrete Texte u.a. in ihrer medialen Realisierung untersucht. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber die Bereitschaft zur Diskussion und Teilhabe sowie zu einer verlässlichen Arbeitsweise.
SLK-MAWP-DEU-VFD2LIT
(Vertiefung Fachdidaktik 2: Literaturdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Unterrichtsgespräche im Literaturunterricht analysieren und führen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0001 In Präsenz - Beschreibung
- Dem Unterrichtsgespräch wird im Kontext schulischer Literaturvermittlung ein besonderer Stellenwert zugeschrieben. Entsprechend treibt die literaturdidaktische Forschung der vergangenen Jahre die Frage um, welche gesprächsförmigen Settings am förderlichsten sein dürften für die Vermittlung von Literatur.
Im Seminar werden wir uns zum einen mit den verschiedenen Gesprächsformen und dem Forschungsstand zu diesen auseinandersetzen sowie selbst Unterrichtsgespräche analysieren, zum anderen werden wir uns Gesprächsformen praktisch erarbeiten und diese erproben.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar, auch in Form der Erprobung verschiedener Gesprächsformate, wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
-
- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] -Jugendliteratur und Klassiker im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-09/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Frage, welche literarischen Texte im schulischen Kontext gelesen werden, ist eine zentrale Frage für den Deutschunterricht. Der Fokus des Seminars richtet sich insbesondere auf jugendliterarische Texte, da sie, ähnlich den Klassikern, zentrale Fragen des gesellschaftlichen Lebens, der individuellen Glückssuche, des ethisch-moralischen Handels etc. aufgreifen, jedoch eine zeitbezogene literar- und sprachästhetische Gestaltung aufweisen. Um jedoch einen Bezugspunkt zu klassischen Werken der Weltliteratur herzustellen, werden exemplarisch und unter Nutzung der epischen Fassung von Wolfram von Eschenbachs Epos "Parzival" Themen und Motive herausgearbeitet und auf aktuelle jugendliterarische Texte bezogen.
- Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
- Seminar – [DDid – Bürkmann-Prade] - Medien im Literaturunterricht – das Potential eines symmedialen Deutschunterrichts
- Lehrperson
-
- Julia Bürkmann-Prade
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/OE49/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Lernenden weisen einen signifikant angestiegenen Medienkonsum auf. Damit gehen Chancen und Risiken einher. In jedem Fall bringen die Lernenden ihre Vorerfahrungen in den Deutschunterricht mit und die Lehrperson muss auf die veränderten literarisch-ästhetischen „Prosumenten“-Gewohnheiten reagieren. Das Potential das dem innewohnt, wird in diesem Seminar erforscht.
Das Seminar bietet Einblicke in Medien als Gegenstände des Literaturunterrichts. Dabei werden Gattungen erarbeitet, die Vermarktung im Medienverbund bzw. der Intermedialität betrachtet sowie die Möglichkeiten zur Ausprägung von Medienkompetenz analysiert. Ebenso werden mögliche medienbezogene Zielsetzungen sowie fachdidaktische Überlegungen zu Funktionen von Medien angestellt. Die Kriterien zur Auswahl von Medien werden reflektiert und verschiedene methodische Ansätze im Bereich der Mediendidaktik an Beispielen untersucht und erarbeitet.
Im Seminar werden Unterrichtsideen erarbeitet und konkrete Texte u.a. in ihrer medialen Realisierung untersucht. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber die Bereitschaft zur Diskussion und Teilhabe sowie zu einer verlässlichen Arbeitsweise.
SLK-MAWP-DEU-VFD1SPR
(Vertiefung Fachdidaktik 1: Muttersprachdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Texte schreiben im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Eine zentrale Aufgabe und zugleich Herausforderung des Deutschunterrichts ist es, die Schüler*innen zu kompetenten Schreiber*innen auszubilden. Doch was bedeutet Schreibkompetenz und welche vielfältigen Herausforderungen sind in Hinblick auf das (prozessorientierte) Verfassen der unterschiedlichen Textsorten im Kontext Schule zu beachten?
Neben dem Versuch der Klärung, was Schreibkompetenz hinsichtlich des Verfassens von Texten bedeutet, werden Schreibprozessmodelle sowie eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen (typisch schulischen) Textsorten (z.B. Inhaltsangaben, Beschreibungen, Interpretationen, Erörterungen etc.) und deren Bewertung im Zentrum des Seminars stehen. Auf diese Weise sollen theoretisch-empirische Erkenntnisse aus der Forschung verknüpft werden mit den praktischen Herausforderungen, die eine Lehrkraft in der Schule erwarten. Das Schreiben unter den Bedingungen der Digitalität wird einen weiteren Schwerpunkt bilden.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
-
- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Pollack] - Grammatik- und Orthographievermittlung
- Lehrperson
-
- Anett Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Aufgabe, im Deutschunterricht auch Grammatik und Rechtschreibung zu vermitteln, gilt bei einem nicht geringen Teil der Deutschlehrer:innen als tendenziell unbeliebt und schwierig sowie wenig motivierend. Eine Ursache besteht oftmals in der eigenen Unsicherheit und mangelnden Durchdringung der entsprechenden Gegenstände. Dabei sind vertieftes fachliches Wissen und die damit verbundene Sicherheit jedoch Voraussetzung für die Gestaltung guten Unterrichts, der durch kognitive Aktivierung und konstruktive Unterstützung nachhaltiges Lernen ermöglicht.
Das Seminar möchte daher die Möglichkeit bieten, bestehende fachliche und fachdidaktische Lücken und Unsicherheiten zu beheben sowie didaktisch-methodische Ansätze zur Vermittlung zu thematisieren. Es richtet sich daher besonders an Studierende gegen Ende des Studiums. Da sich Seminarinhalte und -abläufe auch an den Bedarfen der Studierenden orientieren, sind die Bereitschaft, sich mit eigenen, aber auch fremden Unsicherheiten auseinanderzusetzen, sowie eine aktive Beteiligung unabdingbar.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
SLK-MAWP-DEU-VFD2SPR
(Vertiefung Fachdidaktik 2: Muttersprachdidaktik)
- Seminar – [DDid - Hoffmann] - Texte schreiben im Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna Rebecca Hoffmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Eine zentrale Aufgabe und zugleich Herausforderung des Deutschunterrichts ist es, die Schüler*innen zu kompetenten Schreiber*innen auszubilden. Doch was bedeutet Schreibkompetenz und welche vielfältigen Herausforderungen sind in Hinblick auf das (prozessorientierte) Verfassen der unterschiedlichen Textsorten im Kontext Schule zu beachten?
Neben dem Versuch der Klärung, was Schreibkompetenz hinsichtlich des Verfassens von Texten bedeutet, werden Schreibprozessmodelle sowie eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen (typisch schulischen) Textsorten (z.B. Inhaltsangaben, Beschreibungen, Interpretationen, Erörterungen etc.) und deren Bewertung im Zentrum des Seminars stehen. Auf diese Weise sollen theoretisch-empirische Erkenntnisse aus der Forschung verknüpft werden mit den praktischen Herausforderungen, die eine Lehrkraft in der Schule erwarten. Das Schreiben unter den Bedingungen der Digitalität wird einen weiteren Schwerpunkt bilden.
Die Bereitschaft zur Lektüre von fachdidaktischen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminar wird vorausgesetzt.
- Seminar – [DDid - Hornig] - Feedback im Deutschunterrricht
- Lehrperson
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- Denise Hornig
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0221 In Präsenz - Beschreibung
- In der Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Thema Feedback im Deutschunterricht ganz praktisch beschäftigen. Ihr Grundlagenwissen aus den Einführungskursen 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' und Ihre Erfahrungen aus den SPÜ und dem Blockpraktikum A und/oder B werden Ihnen dabei von großer Hilfe sein.
Ausgehend von einem grundlegenden Verständnis von Feedback und der Abgrenzung zum Bewerten werden wir uns mit mündlichem und schriftlichem Feedback zu mündlichen oder schriftlichen Leistungen von Schüler:innen beschäftigen und dies anschließend praktisch erheben und dann auch erteilen. Ebenso wird digitales Feedback Teil unserer Analysen sein.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer:innen Feedback als wichtigen Aspekt gelingenden Deutschunterrichts erkennen, reflektieren und ausführen können.
Für diese Lehrveranstaltung sind die beiden Einführungskurse 'Einführung in die Literaturdidaktik' und 'Einführung in die Sprachdidaktik' Voraussetzung, die bereits absolvierten bzw. zeitgleich stattfindenden schulpraktischen Übungen sehr empfohlen.
Geplant ist im Rahmen des Seminars an einem Dresdner Gymnasium Feedbackprozesse zu beobachten und selbst welche zu steuern. Dazu werden Sie in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Termin hospitieren.
- Seminar – [DDid - Pollack] - Grammatik- und Orthographievermittlung
- Lehrperson
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- Anett Pollack
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Aufgabe, im Deutschunterricht auch Grammatik und Rechtschreibung zu vermitteln, gilt bei einem nicht geringen Teil der Deutschlehrer:innen als tendenziell unbeliebt und schwierig sowie wenig motivierend. Eine Ursache besteht oftmals in der eigenen Unsicherheit und mangelnden Durchdringung der entsprechenden Gegenstände. Dabei sind vertieftes fachliches Wissen und die damit verbundene Sicherheit jedoch Voraussetzung für die Gestaltung guten Unterrichts, der durch kognitive Aktivierung und konstruktive Unterstützung nachhaltiges Lernen ermöglicht.
Das Seminar möchte daher die Möglichkeit bieten, bestehende fachliche und fachdidaktische Lücken und Unsicherheiten zu beheben sowie didaktisch-methodische Ansätze zur Vermittlung zu thematisieren. Es richtet sich daher besonders an Studierende gegen Ende des Studiums. Da sich Seminarinhalte und -abläufe auch an den Bedarfen der Studierenden orientieren, sind die Bereitschaft, sich mit eigenen, aber auch fremden Unsicherheiten auseinanderzusetzen, sowie eine aktive Beteiligung unabdingbar.
- Seminar – [DDid - Blei-Hoch] - Das Fach Deutsch an außerschulischen Lernorten
- Lehrperson
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- Dr. Claudia Blei-Hoch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/001/U In Präsenz - Beschreibung
- Schüler, die heute unsere Schulen besuchen, benötigen nicht allein fachspezifisches Wissen, sondern sollten in der Lage sein, fachspezifisch entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten vernetzt und integrativ einzusetzen. Dieser Forderung trägt ein integrativer Deutschunterricht Rechnung. Doch welche didaktischen und methodischen Überlegungen gehen mit der Planung, Durchführung und Reflexion eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten einher ?
Das geplante Seminar verfolgt zwei Schwerpunkte: Zum einen gilt es zu eruieren, welche praktischen Voraussetzungen für die Planung und Durchführung eines integrativ konzipierten Deutschunterrichts an außerschulischen Lernorten erforderlich sind. Als außerschulische Lernorte sind sowohl Museen (z.B. Gemäldegalerie Alte Meister) als auch Naturräume (z.B. Großer Garten) angedacht.
Zum anderen sollen die, für den Deutschunterricht relevanten Kompetenzfelder Sprechen - Zuhören- Schreiben - Lesen und Verstehen an konkreten Lernorten erprobt und reflektiert werden, so dass selbst erarbeitete Materialien für verschiedene Handlungsfelder entstehen werden.
Aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Seminar erfordert, können für dieses Seminar Prüfungsleistungen für ein fachdidaktisches Seminar (Sprach-, Literaturdidaktik) sowie für den Ergänzungsbereich 3 erbracht werden.
Eine regelmäßige Teilnahme am Seminar, Interesse an der praktischen Arbeit an den Lernorten sowie Bereitschaft zur Teamarbeit mit Kommilitonen sowie Zuverlässigkeit im Hinblick auf getroffene Absprachen werden vorausgesetzt. - Literatur
- Sämtliche seminarrelevante Texte werden auf der Opal-Plattform zu finden sein.
SLK-MAWP-DEU-ERSPR
(Ergänzungsmodul: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
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- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
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- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Vorlesung – [ALI - Meier-Vieracker] - Einführung in die Angewandte Linguistik
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde HSZ/0403 Hybrid - Beschreibung
- In der Vorlesung behandeln wir einige jener Teilbereiche der Linguistik, die früher gerne als Bindestrichlinguistiken marginalisiert werden, inzwischen aber längst den Anspruch haben, Sprache und Kommunikation gegenstandsadäquater zu modellieren als die vermeintlichen Kerngebiete: Gesprächslinguistik, Textlinguistik und Soziolinguistik. Hinzu treten einige Bereiche der Angewandten Linguistik, die an der gleichnamigen Professur eine besondere Rolle spielen und in Ihnen im Laufe des Studiums an der TU Dresden immer wieder begegnen werden, wie etwa die Korpuslinguistik, die Diskurslinguistik und die Medienlinguistik.
Die Vorlesung steht vollständig als YouTube-Playlist zur Verfügung. Die Videos werden ergänzt durch Selbstlernangebote auf OPAL. Im Zweiwochenrhythmus finden zudem (freiwillige) Präsenzsitzungen statt, in deren Rahmen Fragen besprochen und die Inhalte anhand von aktuellen Fallbeispielen vertiefend diskutiert werden. - Literatur
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- Knapp, Karlfried (Hg.) (2011): Angewandte Linguistik. Ein Lehrbuch. 3., vollst. überarb. und erw. Aufl. Tübingen: Francke. (= UTB Sprachwissenschaften 8275).
- Meer, Dorothee/Pick, Ina (2019): Einführung in die Angewandte Linguistik: Gespräche, Texte, Medienformate analysieren. Stuttgart: Metzler
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
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- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Vorlesung – [DAF - Hempel] - Einführung in die Psycholinguistik
- Lehrperson
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- Marie Hempel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde N63/A001 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung bietet eine grundlegende Einführung in das Fachgebiet der Psycholinguistik. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie Sprache im menschlichen Gehirn verarbeitet wird und welche kognitiven Prozesse dem Sprachverstehen und der Sprachproduktion zugrunde liegen. Behandelt werden dabei zentrale Themen wie die Funktionsweise des mentalen Lexikons, die Grundlagen der Satzverarbeitung und der Produktion von Sprache sowie des Erst- und Zweitspracherwerbs. Darüber hinaus gibt die Veranstaltung einen Überblick über wichtige Forschungsmethoden der Psycholinguistik (z.B. Eyetracking, Reaktionszeitmessung). Ziel der Vorlesung ist es, Studierenden ein solides Grundverständnis psycholinguistischer Modelle, Theorien und Methoden zu vermitteln.
Hinweise:
Die Vorlesung setzt keine spezifischen Vorkenntnisse voraus. Es wird aber die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Fachliteratur erwartet.
Ausblick:
Diese Veranstaltung bildet die ideale Grundlage für das vertiefende Praxisseminar „Forschungswerkstatt: Psycholinguistische Experimente“ im Wintersemester 2026/27. Es besteht keine Verpflichtung dazu, beide Lehrveranstaltungen zu besuchen.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
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- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
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- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
SLK-MAWP-DEU-EWSPR
(Erweiterungsmodul: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
-
- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
SLK-MAWP-DEU-KSPR
(Komplementärmodul: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
-
- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
SLK-MAWP-DEU-S1SPR
(Spezialisierungsmodul 1: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
-
- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
-
- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
SLK-MAWP-DEU-S2SPR
(Spezialisierungsmodul 2: Sprache und Kultur)
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Sprache kontrollieren
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Sie sind beim Ausfüllen eines Formulars komplett gescheitert? Kann es sein, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es geht? Oder fragen wir anders: Wie schafft man es, einen ein bisschen Sprache zum Stressfaktor werden zu lassen? Und wie kann man diesen Stress vermeiden?
Manche Texte sind ganz genau auf bestimmte Zielgruppen bzw. Personen abgestimmt. Bei wieder anderen soll es so geheim zugehen, dass sie sich einen Code ausdenken, damit Uneingeweihte gar nichts verstehen und außen vor bleiben. Wieder andere wollen die Sprache so genau normieren, dass alle Zweifel ausgeschlossen sind und niemand mehr Unsicherheiten im Sprachgebrauch hat. Alles unter Kontrolle? Wie oft ist die Sprachverwendung reglementiert? Worin könnten Reglementierungen bestehen? Wer reglementiert warum und wie? Wo beginnt die Kontrolle, wo hört sie auf? Was passiert, wenn die Kontrolle verloren geht? Vielleicht haben Sie da Ihre eigenen Vorstellungen und Erfahrungen? Vielleicht haben Sie auch noch gar nicht darüber nachgedacht. Dann wäre jetzt Gelegenheit, es zu tun! - Literatur
-
- Adamzik, K. (2018): Fachsprache. Die Konstruktion von Welt. Tübingen: Narr/Francke : Attempto Verlag.
- Ammon, U./Dittmar, N./Mattheier (Hrsg.) (2004): Handbuch der Sprach- und
- Kommunikationswissenschaft, Bd. 3.1, 2. Auflage. Berlin; New York: de Gruyter; dort: Basics II, Kap. 17, „Sprachnorm“ sowie III, Kap. 48 „Norm“.
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Christmann, U./Norbert Groeben (2019): Verständlichkeit: die psychologische Perspektive. In:
- Goffman, Erving (2009): Interaktion im öffentlichen Raum. Frankfurt/M.: Campus (original: Behavior in Public Places. Free Press 1985).
- Niehr, Thomas (2014): Einführung in die linguistische Diskursanalyse. Darmstadt: WBG
- Weidacher, Georg (2012): Aspekte einer Typologie der Geheimkommunikation. In: Braun, Christian (Hg.): Sprache und Geheimnis. Sondersprachenforschung im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem. Berlin: Akademie-Verlag, S. 23 – 48.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Politische Kommunikation mit digitalen Methoden erforschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Politische Kommunikation im weiten Sinne macht einen wichtigen Teil des öffentlichen Diskurses aus und prägt diesen maßgeblich mit. Dementsprechend vielfältig und umfangreich sind die Genres und Medienformate, in denen sich politische Kommunikation unterschiedlichster Akteure vollzieht. Das reicht von Parlamentsreden bzw. -protokollen und Wahlprogramme über Plattformen wie abgeordnetenwatch.de bis hin zur Nutzung von Social Media durch Parteien, Politiker:innen oder auch Aktivist:innen. Vielfältig und umfangreich sind auch die digitalen Datensammlungen, die für die Forschung bereitstehen oder mit vergleichsweise einfachen Mitteln selbst erstellt werden können.
Im Seminar wollen wir uns mit ausgewählten oder auch selbst erhobenen Datensätzen beschäftigen und dies zum Anlass nehmen, den Umgang mit verschiedenen digitalen Forschungstools und -methoden einzuüben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf korpuslinguistischen Zugängen zur Politolinguistik liegen, also jener Teildisziplin der Linguistik, die sich mit dem Zusammenhang von Sprache und Politik befasst. Je nach Interesse der Studierenden können aber z.B. auch netzwerkanalytische Fragen bearbeitet werden.
Korpuslinguistische Vorkenntnisse und basale Programmierkenntnisse (Python und/oder R) sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. - Literatur
- Roth, Kersten Sven/Wengeler, Martin/Ziem, Alexander (Hg.) (2017): Handbuch Sprache in Politik und Gesellschaft. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BZW/A154 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Vorlesung – [DAF - Hempel] - Einführung in die Psycholinguistik
- Lehrperson
-
- Marie Hempel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde N63/A001 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung bietet eine grundlegende Einführung in das Fachgebiet der Psycholinguistik. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie Sprache im menschlichen Gehirn verarbeitet wird und welche kognitiven Prozesse dem Sprachverstehen und der Sprachproduktion zugrunde liegen. Behandelt werden dabei zentrale Themen wie die Funktionsweise des mentalen Lexikons, die Grundlagen der Satzverarbeitung und der Produktion von Sprache sowie des Erst- und Zweitspracherwerbs. Darüber hinaus gibt die Veranstaltung einen Überblick über wichtige Forschungsmethoden der Psycholinguistik (z.B. Eyetracking, Reaktionszeitmessung). Ziel der Vorlesung ist es, Studierenden ein solides Grundverständnis psycholinguistischer Modelle, Theorien und Methoden zu vermitteln.
Hinweise:
Die Vorlesung setzt keine spezifischen Vorkenntnisse voraus. Es wird aber die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Fachliteratur erwartet.
Ausblick:
Diese Veranstaltung bildet die ideale Grundlage für das vertiefende Praxisseminar „Forschungswerkstatt: Psycholinguistische Experimente“ im Wintersemester 2026/27. Es besteht keine Verpflichtung dazu, beide Lehrveranstaltungen zu besuchen.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Was passiert, wenn pädagogische Konstruktionsgrammatik auf KI trifft?
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Künstliche Intelligenz (KI) verändert aktuell grundlegend, wie Sprache gelernt, gelehrt und analysiert wird. Gleichzeitig gewinnt die pädagogische Konstruktionsgrammatik als gebrauchsbasiertes, bedeutungs- und kontextorientiertes Sprachmodell zunehmend an Bedeutung in der Sprachdidaktik. Dieses Seminar bringt beide Entwicklungen zusammen und fragt: Was passiert, wenn konstruktionsgrammatische Sprachtheorie auf KI-gestützte Systeme trifft?
Im Zentrum des Seminars stehen zentrale Konzepte der Konstruktionsgrammatik (z. B. Form-Bedeutungs-Paare, Usage-based Learning, Frequenz, Schematizität, Konstruktionen als didaktische Einheiten) und ihre Relevanz für den Sprachunterricht. Darauf aufbauend wird untersucht, wie KI-Tools (z. B. Sprachmodelle, Chatbots, automatische Textgeneratoren oder Analysewerkzeuge) sprachliche Muster erkennen, reproduzieren und didaktisch nutzbar machen – und wo ihre Grenzen liegen.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit Fragen auseinander wie:
• Inwiefern „verstehen“ KI-Systeme sprachliche Konstruktionen?
• Welche Chancen bieten KI-Tools für konstruktionsbasiertes Lehren und Lernen?
• Welche Risiken, Verzerrungen oder didaktischen Vereinfachungen entstehen?
• Wie verändern KI-generierte Beispiele, Übungen oder Erklärungen unser Verständnis von Sprachkompetenz?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Analysen und kleinen Projektarbeiten. Ziel ist es, ein reflektiertes, kritisch-informiertes Verständnis von KI im Kontext moderner Sprachdidaktik zu entwickeln und konstruktionsgrammatische Prinzipien bewusst auf digitale Lern- und Lehrszenarien anzuwenden.
- Seminar – [GLS - Zhang] - Leben in Metaphern
- Lehrperson
-
- Dr. Bin Zhang
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Metaphern sind weit mehr als schmückende Sprachelemente: Sie strukturieren unser Denken, prägen unsere Wahrnehmung der Welt und beeinflussen, wie wir über uns selbst, andere und gesellschaftliche Prozesse sprechen. Wir leben in Metaphern – oft, ohne es zu bemerken.
Dieses Seminar führt in zentrale Ansätze der kognitiven Metapherntheorie ein und untersucht, wie metaphorische Konzepte unser alltägliches Denken, Fühlen und Handeln prägen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Metaphern grundlegende kognitive Werkzeuge sind, mit denen abstrakte Bereiche wie Zeit, Emotionen, Beziehungen, Politik, Krankheit oder Lernen verständlich gemacht werden.
Im Seminar analysieren wir Metaphern aus unterschiedlichen Diskursen und Medien: Alltagssprache, Literatur, politische Kommunikation, Wissenschaft, Werbung und digitale Medien. Dabei wird sichtbar, wie Metaphern kulturell geprägt sind, Machtverhältnisse stabilisieren oder hinterfragen können und gesellschaftlichen Wandel sowohl spiegeln als auch mitgestalten.
Zentrale Fragen des Seminars sind unter anderem:
• Wie strukturieren Metaphern unser Denken und unsere Weltbilder?
• Welche Rolle spielen Metaphern in gesellschaftlichen Debatten (z. B. Krise, Migration, Klima, Bildung)?
• Wie unterscheiden sich Metaphern zwischen Sprachen und Kulturen?
• Wie lassen sich Metaphern kritisch analysieren und bewusst reflektieren?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Analyseübungen und kleinen Forschungsaufgaben. Ziel ist es, Metaphern als kognitive, kulturelle und gesellschaftliche Phänomene zu verstehen und die eigene metaphorische Wahrnehmung von Sprache und Wirklichkeit zu schärfen.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Von Wörtern und ihren Bedeutungen. Einführung in die historische Lexikologie und Lexikographie des Deutschen (vom Althochdeutschen bis zur Gegenwart)
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/0017/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden theoretische und praktische Aspekte der Lexikologie und Lexikographie des Deutschen diskutiert, wobei der Fokus auf der lexikographischen Erfassung und Beschreibung der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen – Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Altsächsisch, Mittelniederdeutsch – liegen wird. Neben der Diskussion von relevanten Aufsätzen zum Thema werden auch konkrete Beispielartikel aus den maßgeblichen Wörterbüchern analysiert und besprochen. Zudem werden wir uns nicht nur auf das traditionelle gedruckte Wörterbuch beschränken, sondern auch die Möglichkeiten und Potenziale entsprechender Online-Angebote erkunden. Neben aktiver Teilnahme und Interesse am Gegenstand wird der erfolgreiche Abschluss der Basismodule „Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte“ sowie „Ältere deutsche Literatur“ vorausgesetzt.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Historische Sprachkontaktforschung
- Lehrperson
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Bedeutung der Sprachkontakttheorie, die ihren Anfang in den Arbeiten von Hugo E. M. Schuchardt nahm und ihre Weiterentwicklung in den Studien von J. I. N. Baudouin de Courtenay, L. W. Schtscherba, E. Sapir, U. Weinreich erlebte, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine tiefgreifende Erforschung der Sprachgeschichte benötigt eine Inbetrachtnahme aller extralinguistischen Faktoren, einer von denen die zwischensprachlichen Beziehungen sind. Die Sprachen interagieren untereinander und stellen somit das Ergebnis eines Jahrhunderte langen Beeinflussungs- und Wechselwirkungsprozesses.
Das Seminar setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Begriffe und Kategorien des Sprachkontakts, sowie die wichtigsten Methoden und Modelle der Sprachkontaktforschung kennen und angemessen anwenden zu lernen. Am Beispiel der Sprachkontakte der historischen Sprachstufen des Deutschen und des Niederdeutschen u. a. mit skandinavischen, slawischen, romanischen und anderen germanischen Sprachen soll veranschaulicht werden, welche Wege der Sprachkontakt wählen kann und welche sprachlichen Folgen für die jüngeren Sprachstufen dabei entstehen. In den Fokus rücken dabei sowohl die etablierten (lexikalischen) Entlehnungen als Bespiel der Einbettung von sprachlichen Merkmalen der Gebersprache, als auch okkasionelle Transferenzen. Ferner sollen Fragen der historischen Mehrsprachigkeitsforschung beleuchtet werden.
Leistungsanforderungen: Begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
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- Baldzuhn, Michael / Putzo, Christina (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Mittelalter: kulturelle, literarische und didaktische Konstellationen in europäischer Perspektive; mit Fallstudien zu den „Disticha Catonis“. Berlin 2011.
- Bechert, Johannes: Einführung in die Sprachkontaktforschung. Darmstadt 1991.
- Braunmüller, Kurt (Hrsg.): Niederdeutsch und die skandinavischen Sprachen. Heidelberg 1993–1995.
- Gärtner, Kurt (Hrsg.): Beiträge zum Sprachkontakt und zu den Urkundensprachen zwischen Maas und Rhein. Trier 1995.
- Green, Dennis H.: Language and history in the early Germanic world. Cambridge 1998.
- Häberlein, Mark / Keese, Alexander (Hrsg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler: Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jh.). Stuttgart 2010.
- Hassler, Gerda (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachvergleich. Münster 2001.
- Munske, Horst Haider (Hrsg.): Deutsch im Kontakt mit germanischen Sprachen. Tübingen 2004.
- Nelde, Peter H. (Hrsg.): Sprachkontakt und Sprachkonflikt. Wiesbaden 1980.
- Riehl, Claudia Maria: Sprachkontaktforschung: Eine Einführung. Tübingen 2004.
- Schlaak, Claudia / Busse, Lena (Hrsg.): Sprachkontakte, Sprachvariation und Sprachwandel. Tübingen 2011.
- Squires, Catherine: Die Hanse in Novgorod: Sprachkontakte des Mittelniederdeutschen mit dem Russischen; mit einer Vergleichsstudie über die Hanse in England. Köln 2009.
- Stellmacher, Dieter (Hrsg.): Sprachkontakte: Niederländisch, Deutsch und Slawisch östlich von Elbe und Saale. Frankfurt am Main 2004.
- Ureland, Per Sture (Hrsg.): Sprachkontakt in der Hanse: Aspekte des Sprachausgleichs im Ostsee- und Nordseeraum. Tübingen 1987.
- Weinreich, Uriel: Languages in contact: findings and problems. The Hague 1979.
- Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften erschließen. Grundlagen der Paläographie und Handschriftenkunde
- Lehrperson
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- Dr. Sabina Tsapaeva
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 3 In Präsenz bis SLUB/OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Die Kenntnis der besonderen Gegebenheiten von Handschriften und alten Drucken spielt für viele Fachbereiche eine Rolle, schließlich kann man sich in der Forschung nicht immer auf Editionen stützen. Innerhalb der Germanistik sind Handschriften, Handschriftenfragmente und alte Drucke vor allem für die germanistische und niederdeutsche Mediävistik von Belang. Auch für angehende Mittelalterhistoriker:innen bietet es sich an, sich mit Paläographie und Handschriftenkunde zu beschäftigen, denn diese gewähren den nächstmöglichen Zugang zu den Forschungsobjekten des Mittelalters. Das Seminar will Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Handschriften und frühes gedrucktes Buch für Germanist:innen vermitteln und so zur wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Materialien sowie den einschlägigen Hilfsmitteln hinführen. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, selbstständig mittelalterliche Handschriften lesen und unter philologischen Aspekten beschreiben zu können. Dazu werden im Seminar folgende Themenbereiche behandelt: Schrift und Schriftgeschichte, Schrifttypen und ihre historische Einordnung, verschiedene Notationssysteme und die wichtigsten Gebiete der Kodikologie (Beschreibstoffe, Handschriftenformen und -formate, Lagen, Bindungen, Seitengestaltung, Schreiberzusätze, Buchschmuck, Wasserzeichen, Findehilfen, Einbände und Provenienzbestimmung). Durch den Kontakt mit handschriftlichen Überlieferungszeugnissen werden die Besonderheiten der Überlieferungsgeschichte mittelalterlicher Literatur ebenso erfahrbar wie die spezifischen Anforderungen an die Editionsphilologie. Das Material (Kopien aus deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters) wird bereitgestellt.
Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates zu ausgewählten handschriftenkundlichen und angrenzenden Themengebieten, begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der gemeinsamen Lektüre von Faksimiles ausgewählter deutscher Texte und Textauszüge vom 8. bis zum 15.-16. Jahrhundert. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (30.000-45.000 bzw. 40.000-60.000 Zeichen) oder eine alternative Prüfungsform. Sämtliche Prüfungsformen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literatur
- Zu Beginn der Veranstaltung wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt.
- Seminar – [GLS - Sahlbach/Lasch] - Lektürekurs/Oberseminar
- Lehrperson
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- Veronika Sahlbach
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 3. Doppelstunde SLUB TextLab In Präsenz - Beschreibung
- In dieser Lehrveranstaltungsform stellen fortgeschrittene Studierende ihre Forschungsprojekte (Abschlussarbeit) vor.
Studierende eignen sich Fertigkeiten im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeits- und Publikationsformen an. Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Fähigkeit zu fördern, Diskussionen in geeigneter Form zu gestalten sowie die wissenschaftliche Recherche zielorientiert zu organisieren und in angemessener Form vor Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.
Der MATRIX-Raum zum Seminar ist unsere zentrale Kommunikationsplattform, Sie finden diesen unter folgendem Link: https://matrix.to/#/#gls-oberseminar:tu-dresden.de
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
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- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
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- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.