Master Europäische Sprachen
Pflichtbereich – Wintersemester 2026/2027
SLK-MA-EuroS-BM
(Basismodul Europäische Sprachen)
- Vorlesung – [RSW2 - Meier] - La variation diatopique dans l’espace francophone – Usages, normes et perceptions
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Französisch wird in zahlreichen Regionen der Welt gesprochen und weist entsprechend eine große Vielfalt an sprachlichen Formen und Gebrauchsweisen auf. Die Vorlesung beschäftigt sich mit dieser diatopischen, d.h. räumlich bedingten Variation des Französischen. Anhand ausgewählter Beispiele aus Europa, Amerika, Afrika und anderen frankophonen Regionen werden Unterschiede in Wortschatz, Aussprache und Grammatik vorgestellt. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich diese Varianten soziohistorisch und durch den Kontakt mit anderen Sprachen entwickelt haben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sprachlichen Normen und Wahrnehmungen: Was gilt als „korrektes“ oder „gutes“ Französisch? Welche Varianten werden als standardsprachlich, regional, prestigeträchtig oder weniger angesehen wahrgenommen? Die Vorlesung vermittelt damit einen Einblick in die sprachliche Vielfalt der Frankophonie und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Norm und Standardsprache an.
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Varietätenlinguistik des Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. Oktober 2026
Italienisch ist kein homogenes, in sich geschlossenes Gebilde. Vielmehr variiert der Sprachgebrauch in Abhängigkeit davon, wer an einer Kommunikationssituation beteiligt ist, in welchem Kontext die Interaktion stattfindet, welches Thema behandelt wird und an welchem Ort sich die Sprecher:innen befinden. Die Vorlesung verfolgt zwei übergeordnete Ziele. Zum einen wird die sogenannte „Architektur“ des Italienischen beschrieben. Dabei werden die sozialen und außersprachlichen Faktoren – etwa Zeit, Raum oder soziale Zugehörigkeit der Sprecher:innen – reflektiert, die für die Unterscheidung verschiedener Sprachvarietäten von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang werden zudem die wichtigsten Dimensionen sprachlicher Variation vorgestellt: die diachronische, diatopische, diamesische, diaphasische, diasexuelle, diagenerationelle und diastratische Variation. Zum anderen widmet sich die Vorlesung ausgewählten Varietäten des Italienischen, insbesondere dem italiano neo-standard, italiano popolare, italiano parlato, e-taliano und italiano elvetico. Anhand konkreter Beispiele werden deren zentrale lexikalische, morphologische, syntaktische und diskursive Merkmale herausgearbeitet und beschrieben.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Vorlesung – [Ling - Lange] - Linguistics in Outer Space
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde HSZ/403 In Präsenz - Beschreibung
- Some people with a degree in Linguistics end up in glamorous jobs in the entertainment industry: they work as dialect coaches for elves and other creatures in Lord of the Rings, they create alien languages like Klingon for Star Trek or Na’vi for Avatar, or they come up with gadgets like chatbots and automatic translators. Some even write Science Fiction novels: there is one in which linguists rule the world!
This lecture will take you where no linguist has gone before: we will investigate the many fascinating linguistic aspects related to selected Science Fiction and Fantasy films. We will devote some time to the study of Klingon and other extraterrestrial languages as well as alien writing systems and look at the issues involved in machine translation and automatic speech processing. We will also come back to what is distinctly human about human language when we try to answer the question why Data as an android is so bad at telling jokes.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Grönland, Surinam, Südafrika: Postkoloniale linguistische Studien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0001/U In Präsenz - Beschreibung
- Im 18. und 19. Jahrhundert etablierte die Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church) ein globales Netzwerk von Missionsstationen – unter anderem in der Arktis (Grönland/Labrador), in der Karibik und Südamerika (Surinam) sowie im südlichen Afrika (Genadendal/Mamre). Die Missionarinnen und Missionare hinterließen umfangreiche Text- und Wissensarchive: von handschriftlichen Diarien, Reiseberichten und Lebensläufen bis hin zu Wörterbüchern, Grammatiken, Bibelübersetzungen und Gesangbüchern in indigenen, kreolischen und Kontaktsprachen (u. a. Kalaallisut, Sranantongo, Khoisan-Sprachen, frühe Varietäten des Afrikaans). Das Seminar widmet sich der sprach- und diskursgeschichtlichen Analyse dieser Quellen aus einer postkolonial-linguistischen Perspektive. Im Mittelpunkt stehen folgende Schwerpunkte: Wie wurden indigene und kreolisierte Sprachen von europäischen Akteuren erfasst, verschriftlicht und normiert? Welche Sprachkontaktphänomene und Übersetzungsprozesse spiegeln sich in den Texten wider? Auf welche Weise prägten missionarische Narrationen die europäische Wahrnehmung des „Anderen“ und wie wurden lokale Narrative, Agency und Benennungspraktiken überformt oder überschrieben? Das erwartet Sie:
- Sie setzen sich mit den Konzepten des Postkolonialismus, der postkolonialen Sprachwissenschaft und der Missionsgeschichte auseinander.
- Sie sind in der Lage, historische Quellen kritisch auf koloniale Deutungsmuster, Sprachideologien, Machtasymmetrien und Spuren indigener Wissensbestände hin zu analysieren.
- Sie erproben digitale Methoden zur Erschließung historischer Handschriften und Drucke und lernen, digitale Werkzeuge reflektiert in linguistischen Fragestellungen einzusetzen.
- Sie entwickeln Fragestellungen zu Sprach- und Diskursphänomenen in mindestens einem der drei Zielräume (Grönland, Surinam oder Südafrika).
- Seminar – [ALI - Bergmann] - TEXTweltEN
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz - Beschreibung
- Texte sind im Alltag omnipräsent, dabei interessiert sich die Linguistik wissenschaftshistorisch gesehen noch gar nicht so lange für das größte der sprachlichen Zeichen. Der für das Seminar gewählte Zugang bietet nicht nur eine Einführung in ein sehr spannendes linguistisches Teilgebiet, es gibt auch kleine Ausflüge in die „Anwendungszonen“, etwa die institutionelle Kommunikation.
Das Spektrum, das die linguistische Forschung mittlerweile mit dem Blick auf das Textliche aufgreift, reicht von den „kleinen Texten“ über „Gebrauchstexte“ bis hin zum Verhältnis von Text und Bild, zu medial unterschiedlich konstituierten Texten, zu Texten in ihrer räumlichen Umgebung und zu Fragen, inwieweit Texte Teil, Begleiter, und Anlass von Interaktion oder überhaupt als Interaktion darstellbar sind. Allen Denkrichtungen zugrunde liegt die Einsicht: Text ist mehr als eine Ansammlung von Sätzen, mit Texten erschaffen wir Welten und sie sind die Grundlage für unser kommunikatives Miteinander. - Literatur
- Brinker, Klaus; Cölfen, Hermann; Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 9. durchgesehene Auflage. ; Erich-Schmidt-Verlag Berlin
- Seminar – [ALI - Bergmann] -Buchstabensuppe: Wie Sprache unser Essen macht.
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0117/U In Präsenz - Beschreibung
- Ich koche vor Wut. Da hat wieder jemand den Bock zum Gärtner gemacht und wundert sich, dass der Salat weg ist. Nun bleibt nur noch die Suppe, die hoffentlich nicht versalzen ist. Dabei sind es gar nicht immer viele Köche, die den Brei (oder eine Suppe) verderben können. Es reicht eigentlich einer. Oder eine.
Es soll nun nicht weiter um den heißen Brei herumgeredet werden: Wer seinen Teller leer isst, bekommt morgen gutes Wetter. Deshalb wurde bei der Vorbereitung keine Mühe gescheut und ein Speiseplan zusammengestellt, der sich sehen lassen kann. Zwar kann jede und jeder nur mit Wasser kochen, aber andererseits wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Es soll ja nicht der Kuchen vor dem Anschnitt gelobt werden, aber jeder weiß: Liebe geht durch den Magen und mit viel Liebe wird dieses Seminar vorbereitet. Nun müssen wir nur noch Butter bei die Fische geben, ein bisschen abwarten und Tee trinken und schauen, was und wer den Kochlöffel des Jahres bekommt. Dabei darf man natürlich keine Tomaten auf den Augen haben. Sie wissen es vielleicht noch nicht: Salz und Brot macht Wangen rot! Ich will aber die Wurst auch nicht zu hoch hängen und viel Senf dazugeben, denn schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen. Und das Auge isst auch noch mit. Also lasse sich keiner die Butter vom Brot nehmen oder die Wurst vom Teller, hier geht es um mehr. Da ist viel Gelbes vom Ei! Zwar wird behauptet, dass der dümmste Bauer die dicksten Kartoffeln erntet, aber mitunter benötigt man auch einige kleine Kartoffeln. Auf’s Gleichgewicht kommt es an. Nun aber den Topf auf den Herd - und welches Süppchen wir auch immer kochen: Guten Appetit! - Literatur
-
- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Csáky, Moritz [HerausgeberIn] (2014): Kulinarik und Kultur : Speisen als kulturelle Codes in Zentraleuropa : Wien; Köln; Weimar: Böhlau.
- Donalies, Elke (2010): Sprache ist der beste Koch. Ein linguistisches Menü. Tübingen: Narr.
- Rolf, Eckard (1993): Die Funktionen der Gebrauchstextsorten. Berlin : de Gruyter.
- Szczęk, Joanna/Pawlkowska-Asendrych, Elzbieta (Hrsg.) (2023): Kulinarische Welt in Sprache, Kultur und Literatur. Hamburg: Dr. Kovač,( Studia Culinaria Interdisziplinaris; Bd.1/2).
- Terglane-Fuhrer Anne (1995): Die Sprache der Speisezubereitung / empirische Untersuchungen zur vertikalen Variation. Frankfurt am Main ; Berlin ; Bern ; New York ; Paris ; Wien : Lang (=Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte ; 30) (Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1994).
- Werani, Anke (2023): Sprache und Identität. Eine Einführung. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Einfach ist nicht leicht. Verständlichkeit zwischen den Fronten?
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0103/U In Präsenz - Beschreibung
- „Hiermit setze ich fest, dass Sie an den nachfolgend aufgeführten Anlagen das fachgerechte Ausführen der dort genannten Schornsteinfegerarbeiten innerhalb des hierfür angegebenen Zeitraums zu veranlassen und durchführen zu lassen haben.“ So lautet jedenfalls der erste Satz eines Feuerstättenbescheids, den Kund:innen zu bearbeiten haben, wenn sie einen Schornsteinfeger für entsprechende Arbeiten engagieren wollen. Hier braucht man wahrscheinlich wirklich auch noch etwas Glück. Komplizierte Dinge einfacher zu sagen, damit wird in der Öffentlichkeit oft geworben. Das ging im vorliegenden Fall einigermaßen schief. Medien bieten allerdings mittlerweile „Nachrichten leicht“ oder „Nachrichten in einfacher Sprache“ an und sorgen so schon für ein besseres Textverständnis. Parteien schreiben ihre Programme in einfacherem Deutsch oder in Leichter Sprache, einige Verwaltungen beginnen, Texte in leichter Sprache zu formulieren, in Museen stehen Führungen in einfacher bzw. leichter Sprache im Programm, mittlerweile gibt es Verlage, die Literatur in einfacher und leichter Sprache produzieren, einige Autor:innen verfassen Bücher in einfacher Sprache und Bibliotheken erweitern ihre Buchbestände in diesem Bereich in enormer Breite. Mit der Bereitstellung einfach formulierter Texte erhalten so nun auch Personengruppen Zugang zu Informationen und sogar zur schöngeistigen Literatur, die diesbezüglich bislang geringe Chancen hatten.
Das ist gleichzeitig auch ein Dilemma. Was „leicht“ oder „einfach“ sein könnte wird oft nur gemutmaßt, viele Lai:innen, die sich an der Erstellung verständlicher Texte versuchen, gehen eher von einem alltagsweltlichen Sprachkonzept aus und greifen auf die Ergebnisse linguistischer Forschungen, insbesondere auch der Verständlichkeitsforschung, eher selten zurück und erzeugen so häufig neue Probleme. Mittlerweile darf nun auch KI „mitmischen“.
Immerhin hat die Linguistik einzelne Aspekte der bisher bestehenden Regelwerke schon ziemlich gut untersucht und auf Fehlstellen und problematische Seiten dieser Regelwerke hingewiesen.
Im Seminar sollen die verschiedenen Sichtweisen auf dieses Thema kritisch geprüft und auch so manche eigenen Textversuche unternommen werden, auch um selbst zu erleben, wie schwierig es ist, sich in andere Bedürfnisse und Denkweisen hineinzuversetzen. Einige praktische Projekte, wie etwa die Erstellung des Lieblingsrezeptes in einfacher Sprache, gehören auch in diesem Semester wieder zum Arbeitsprogramm. Für die Kunstinteressierten könnte ein Projekt für das Familienzentrum Radebeul – Kunst - für Demenzkranke erklärt – vielleicht eine Option sein? - Literatur
-
- Bock, Bettina M.; Pappert, Sandra (2023): Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Maaß, Christiane; Rink, Isabel (Hg.) (2019): Handbuch Barrierefreie Kommunikation. Berlin.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Text- und Netzwerkanalysen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Digitale Werkzeuge haben in den letzten Jahren das Methodenspektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften massiv erweitert. Sie erlauben es, z.B. Text- oder Social-Media-Daten in sehr großem Umfang aufzubereiten und auszuwerten und damit vielfältige, quantitativ orientierte Forschungsfragen zu adressieren. Gerade in gegenwärtigen digitalen Gesellschaften, in denen öffentliche Diskurse maßgeblich über digitale Medien und Plattformen vermittelt werden, haben diese Methoden großes gesellschaftsdiagnostisches Potenzial.
Im transdisziplinären Seminar werden wir uns mit ausgewählten Studien beschäftigen, in denen Methoden der digitalen Netzwerk- und Textanalyse zum Einsatz kommen, und ihre Nutzung eigenen empirischen Fallstudien, z.B. zu politischer Kommunikation, selbst erproben.
Das Seminar richtet sich an Studierende der Linguistik, der Digital Humanities und der Soziologie. Programmierkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Erwartet wird aber die Bereitschaft, sich unter Anleitung in digitale Tools einzuarbeiten.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Sprachliche Zweifelsfälle
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde HSZ 0405 In Präsenz - Beschreibung
- Durch unsere – insbesondere schulische – sprachliche Sozialisation gehen wir davon aus, dass die grammatischen und orthorgraphischen Regeln des Standarddeutschen eindeutig sind. Schon ein flüchtiger Blick in Sprachkorpora zeigt aber, dass diese Annahme kaum der sprachlichen Wirklichkeit entspricht. Es gibt eine Fülle sogenannter sprachlicher Zweifelsfälle, wo nicht klar ist, welche von mindestens zwei Varianten nun standardsprachlich korrekt ist. Heißt es gewinkt oder gewunken? Anfang diesen Jahres oder dieses Jahres? Ein rosa Kleid oder rosanes Kleid, oder muss man gleich rosafarbenes Kleid sagen? Muss es dank des schönen Wetters oder dank dem schönen Wetter heißen? Und auf welcher Silbe betont man eigentlich durchaus?
Sprachliche Zweifelsfälle sind die Stellen im System, wo die Standardisierungsbemühungen, die für das Deutsche seit über 300 Jahren unternommen wurden, an ihre Grenzen kommen. Regionale Variation und Registervielfalt sind nur zwei Gründe, die die Erwartung des einen verbindlichen Standards immer wieder durchkreuzen. Aus der Untersuchung von sprachlichen Zweifelsfällen und ihrer (oftmals sehr emotionalen) Thematisierung im Alltag kann man viel lernen. Und zwar nicht nur über die Regeln des Standarddeutschen selbst, sondern auch über ihre Entstehung, ihre soziale Funktion in einer stratifizierten Gesellschaft und über die sprachideologischen Wissensbestände, die ihnen zugrunde liegen. Schließlich sind sprachliche Zweifelsfälle ein geeigneter Gegenstand, um korpuslinguistische Methoden einzuüben.
Im Seminar wollen wir uns zunächst die seit einigen Jahren florierende Forschung zu sprachlichen Zweifelsfällen erschließen und ausgesuchte Zweifelsfälle und die metasprachlichen Thematisierungen selbständig untersuchen. Auch über didaktische Implikationen für den schulischen Deutschunterricht werden wir uns Gedanken machen. - Literatur
-
- Klein, Wolf Peter (2003): Sprachliche Zweifelsfälle als linguistischer Gegenstand. Zur Einführung in ein vergessenes Thema der Sprachwissenschaft. In: Linguistik Online 16, https://doi.org/10.13092/lo.16.793.
- Klein, Wolf Peter (2018): Sprachliche Zweifelsfälle im Deutschen: Theorie, Praxis, Geschichte. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Szczepaniak, Renata (2025): Sprachliche Zweifelsfälle: Definition, Betrachtungsdimensionen und Erforschung (= Narr Studienbücher). Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Vorlesung – [ALI - Meier-Vieracker] - Einführung in die Angewandte Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde HSZ/0401 Hybrid - Beschreibung
- In der Vorlesung behandeln wir einige jener Teilbereiche der Linguistik, die früher gerne als Bindestrichlinguistiken marginalisiert werden, inzwischen aber längst den Anspruch haben, Sprache und Kommunikation gegenstandsadäquater zu modellieren als die vermeintlichen Kerngebiete: Gesprächslinguistik, Textlinguistik und Soziolinguistik. Hinzu treten einige Bereiche der Angewandten Linguistik, die an der gleichnamigen Professur eine besondere Rolle spielen und in Ihnen im Laufe des Studiums an der TU Dresden immer wieder begegnen werden, wie etwa die Korpuslinguistik, die Diskurslinguistik und die Medienlinguistik.
Die Vorlesung steht vollständig als YouTube-Playlist zur Verfügung. Die Videos werden ergänzt durch Selbstlernangebote auf OPAL. Im Zweiwochenrhythmus finden zudem (freiwillige) Präsenzsitzungen statt, in deren Rahmen Fragen besprochen und die Inhalte anhand von aktuellen Fallbeispielen vertiefend diskutiert werden. - Literatur
-
- Knapp, Karlfried (Hg.) (2011): Angewandte Linguistik. Ein Lehrbuch. 3., vollst. überarb. und erw. Aufl. Tübingen: Francke. (= UTB Sprachwissenschaften 8275).
- Meer, Dorothee/Pick, Ina (2019): Einführung in die Angewandte Linguistik: Gespräche, Texte, Medienformate analysieren. Stuttgart: Metzler
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Linguistik in Zeiten von KI
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde REC/C118 In Präsenz - Beschreibung
- Der Siegeszug von ChatGPT, Claude und Co. hat verändert, wie wir auf Informationen zugreifen und wie wir Informationen bewerten. Diese KIs des Typs der Large Language Models bringen zunehmend auch die akademische Lehre und Forschung durcheinander. Im Seminar werden die grundlegenden Implikationen dieser Technologien für speziell linguistische und allgemeiner geisteswissenschaftliche Forschung thematisiert. Im ersten Teil des Seminars werden die technischen Grundlagen der maschinellen Erstellung von Texten besprochen und anschließend diskutiert, welchen Stellenwert diese Texte im Vergleich zu von Menschen verfassten haben oder haben sollten. Außerdem ist die Anwendung der KI-Modelle Thema: Wie werden solche Großen Sprachmodelle aktuell in der Forschung, insbesondere zur Textanalyse, eingesetzt? Im anschließenden zweiten Teil des Seminars sollen die Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit selbst mit KI als Werkzeug für und Gegenstand von angewandter Forschung experimentieren.
- Seminar – [ALI - Langenhorst] - Sprachdaten analysieren. Eine Einführung in quantitative Methoden der Sprachwissenschaft.
- Lehrperson
-
- Jan Langenhorst
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde REC/D016 In Präsenz - Beschreibung
- Quantitative Ansätze erlauben es, Sprachgebrauch systematisch und mit einem – zumindest im Idealfall – möglichst geringen Anteil interpretativer Willkür vonseiten der Forschenden zu analysieren. Das Seminar soll Studierenden darum ein grundlegendes Verständnis quantitativer Methoden zur Auswertung von Sprachdaten, insbesondere Korpusdaten, vermitteln. Einerseits sollen möglicherweise bereits vorhandene Kenntnisse über die Werkzeuge der Korpusanalyse weiter ausgebaut werden, andererseits soll ein Fundament an statistischen Grundkenntnissen gelegt werden, das auch für die Befassung mit Fragestellungen aus anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Feldern von Nutzen ist. Das vermittelte Wissen soll zur Durchführung eigener Studien befähigen und zur kritischen Beurteilung fremder sowie eigener Ergebnisse ermächtigen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, auch wenn Erfahrungen in z.B. korpuslinguistischer Arbeit von Vorteil sein können. Über das Semester sind regelmäßig kleinere Aufgaben zu bearbeiten, in denen in erster Linie der Umgang mit der Statistik-Programmiersprache R und der zugehörigen Entwicklungsumgebung RStudio eingeübt wird. Das Tempo kann dem Kenntnisstand Lernenden angepasst werden. - Literatur
-
- Literatur
- Winter, Bodo (2020): Statistics for Linguists: An Introduction Using R. New York: Routledge, Taylor & Francis.
- Übung – [DAF - Oechel-Metzner] - Einführung DaF/DaZ (3)
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist inhaltlich an der Vorlesung „Einführung in DaZ/DaF“ ausgerichtet, indem sie deren Themen vertieft und durch eigene Schwerpunktsetzungen erweitert. Dabei werden u.a. die Spracherwerbstypen Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache, theoretische Modelle zur sprachwissenschaftlichen Beschreibung des ein- und mehrsprachigen Spracherwerbs, für den DaZ- und DaF-Unterricht relevante sprachenpolitische Rahmenbedingungen und Konzepte der Sprach- und Kulturvermittlung in den Blick genommen. Auf der Basis einschlägiger Fachartikel und Einführungstexte werden grundsätzliche theoretische Fragen und empirische Ergebnisse rund um den Erwerb und die Didaktik von Zweit- und Fremdsprachen präsentiert und gemeinsam kritisch diskutiert.
Lehrformat
Präsenzveranstaltung
Basismodul DaZ/DaF – Komponenten und Lehrformen
Das in seinen Lehrformen hybride Basismodul DaZ/DaF besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
• Vorlesung (digital – Screencasts)
• Übung (Präsenz)
• Tutorium (Präsenz – online)
Die Vorlesung führt in die Themen ein, die Übungen vertiefen und erweitern die Themen der Vorlesung. Im Tutorium werden die in der Vorlesung vermittelten und in den Übungen erweiterten Lerninhalte in Peer-Groups wiederholt, praktisch eingeübt und für ein vertieftes Verständnis nachbereitet.
Zur Vorlesung werden drei inhaltlich identische Übungen angeboten. Bitte melden Sie sich für nur eine dieser Übungen an.
Die Tutorien setzen zeitlich versetzt zur Vorlesung/zu den Übungen ein. Die Anmeldung dazu erfolgt nach Vorlesungsbeginn, Informationen dazu erhalten in der Übung, in die Sie sich eingeschrieben haben.
Voraussetzungen
Das Basismodul Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte (GES) sollte bereits absolviert worden sein.
- Übung – [DAF - Brand] - Einführung in DaZ/DaF (1)
- Lehrperson
-
- Laetitia Brand
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist inhaltlich an der Vorlesung „Einführung in DaZ/DaF“ ausgerichtet, indem sie deren Themen vertieft und durch eigene Schwerpunktsetzungen erweitert. Dabei werden u.a. die Spracherwerbstypen Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache, theoretische Modelle zur sprachwissenschaftlichen Beschreibung des ein- und mehrsprachigen Spracherwerbs, für den DaZ- und DaF-Unterricht relevante sprachenpolitische Rahmenbedingungen und Konzepte der Sprach- und Kulturvermittlung in den Blick genommen. Auf der Basis einschlägiger Fachartikel und Einführungstexte werden grundsätzliche theoretische Fragen und empirische Ergebnisse rund um den Erwerb und die Didaktik von Zweit- und Fremdsprachen präsentiert und gemeinsam kritisch diskutiert.
Basismodul DaZ/DaF – Komponenten und Lehrformen
Das in seinen Lehrformen hybride Basismodul DaZ/DaF folgt dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom (van Alten et al. 2019) und besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
• Vorlesung
• Übung
• Tutorium
Die Vorlesung führt in die Themen ein, die Übungen vertiefen und erweitern die Themen der Vorlesung. Im Tutorium werden die in der Vorlesung vermittelten und in den Übungen erweiterten Lerninhalte in Peer-Groups wiederholt, praktisch eingeübt und für ein vertieftes Verständnis nachbereitet.
Dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom folgend werden die Inhalte der Vorlesung als Video-/Audiodateien aufbereitet und den Studierenden asynchron zur Verfügung gestellt. Die Studierenden können sich die Vorlesung auf diese Weise in selbst bestimmtem Tempo beliebig oft anhören/ansehen. Die vertiefte und erweiterte Auseinandersetzung mit den Inhalten findet im Rahmen der synchronen Präsenzveranstaltungen des Basismoduls – Übung und Tutorium – statt.
Zur Vorlesung werden mehrere inhaltlich identische Übungen angeboten. Bitte melden Sie sich für nur eine dieser Übungen an.
Es werden ebenfalls mehrere inhaltlich identische Tutorien angeboten. Diese setzen zeitlich versetzt zur Vorlesung/zu den Übungen ein. Die Anmeldung dazu erfolgt nach Vorlesungsbeginn, Informationen dazu erhalten Sie in der Übung, in die Sie sich eingeschrieben haben.
Voraussetzungen
Das Basismodul Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte (GES) sollte bereits absolviert worden sein.
- Einführungskurs – [DAF - Binanzer] - Basismodul in Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 300
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/0E11/H Hybrid - Beschreibung
- Die Vorlesung Einführung in DaZ/DaF führt in das Fach Deutsch als Zweitsprache / Deutsch als Fremdsprache ein, indem sowohl Forschungs- als auch Anwendungsperspektiven beleuchtet werden. Die Studierenden werden mit den Feldern der Disziplin vertraut gemacht, lernen die Sprach-erwerbstypen Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache zu unterscheiden, erarbeiten theoretische Modelle zur sprachwissenschaftlichen Beschreibung des ein- und mehrsprachigen Spracherwerbs und gewinnen Einblicke in empirische Forschungsmethoden und Analyseverfahren der Disziplin. Die Veranstaltung gibt auch Einblicke in anwendungsbezogene Felder des Fa-ches, indem die Relevanz des Faches für den schulischen Kontext beleuchtet wird und unterschiedliche didaktische Zugänge zur Sprach- und Kulturver-mittlung vorgestellt werden.
Basismodul DaZ/DaF – Komponenten und Lehrformen
Das in seinen Lehrformen hybride Basismodul DaZ/DaF folgt dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom und besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
• Vorlesung
• Übung
• Tutorium
Die Vorlesung führt in die Themen ein, die Übungen vertiefen und erweitern die Themen der Vorlesung. Im Tutorium werden die in der Vorlesung vermittelten und in den Übungen erweiterten Lerninhalte in Peer-Groups wiederholt, praktisch eingeübt und für ein vertieftes Verständnis nachbereitet.
Dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom folgend werden die Inhalte der Vorlesung als Video-/Audiodateien aufbereitet und den Studierenden asynchron zur Verfügung gestellt. Die Studierenden können sich die Vorlesung auf diese Weise in selbst bestimmtem Tempo beliebig oft anhören/ansehen. Die vertiefte und erweiterte Auseinandersetzung mit den In-halten findet im Rahmen der synchronen Präsenzveranstaltungen des Basismoduls – Übung und Tutorium – statt.
Zur Vorlesung werden inhaltlich identische Übungen angeboten. Bitte melden Sie sich für nur eine dieser Übungen an.
Es werden ebenfalls inhaltlich identische Tutorien angeboten. Diese setzen zeitlich versetzt zur Vorlesung/zu den Übungen ein. Die Anmeldung dazu erfolgt nach Vorlesungsbeginn, Informationen dazu erhalten Sie in der Übung, in die Sie sich eingeschrieben haben.
Voraussetzungen
Das Basismodul Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte (GES) sollte bereits absolviert worden sein.
- Übung – [DAF - Harfmann] - Einführung in DaZ/DaF (2)
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde HSZ/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist inhaltlich an der Vorlesung „Einführung in DaZ/DaF“ ausge-richtet, indem sie deren Themen vertieft und durch eigene Schwer-punktsetzungen erweitert. Dabei werden u.a. die Spracherwerbstypen Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache, theoretische Modelle zur sprachwissenschaftlichen Beschreibung des ein- und mehrsprachigen Spracherwerbs, für den DaZ- und DaF-Unterricht relevante sprachenpoli-tische Rahmenbedingungen und Konzepte der Sprach- und Kulturver-mittlung in den Blick genommen. Auf der Basis einschlägiger Fachartikel und Einführungstexte werden grundsätzliche theoretische Fragen und empirische Ergebnisse rund um den Erwerb und die Didaktik von Zweit- und Fremdsprachen präsentiert und gemeinsam kritisch diskutiert.
Basismodul DaZ/DaF – Komponenten und Lehrformen
Das in seinen Lehrformen hybride Basismodul DaZ/DaF folgt dem didak-tischen Prinzip Flipped Classroom (van Alten et al. 2019) und besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
• Vorlesung
• Übung
• Tutorium
Die Vorlesung führt in die Themen ein, die Übungen vertiefen und erwei-tern die Themen der Vorlesung. Im Tutorium werden die in der Vorle-sung vermittelten und in den Übungen erweiterten Lerninhalte in Peer-Groups wiederholt, praktisch eingeübt und für ein vertieftes Verständnis nachbereitet.
Dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom folgend werden die Inhalte der Vorlesung als Video-/Audiodateien aufbereitet und den Studieren-den asynchron zur Verfügung gestellt. Die Studierenden können sich die Vorlesung auf diese Weise in selbst bestimmtem Tempo beliebig oft anhören/ansehen. Die vertiefte und erweiterte Auseinandersetzung mit den Inhalten findet im Rahmen der synchronen Präsenzveranstaltun-gen des Basismoduls – Übung und Tutorium – statt.
Zur Vorlesung werden inhaltlich identische Übungen angeboten. Bitte melden Sie sich für nur eine dieser Übungen an. Es werden ebenfalls inhaltlich identische Tutorien angeboten. Diese setzen zeitlich versetzt zur Vorlesung/zu den Übungen ein. Die Anmeldung dazu erfolgt nach Vorlesungsbeginn, Informationen dazu erhalten Sie in der Übung, in die Sie sich eingeschrieben haben.
- Übung – [DAF - Harfmann] - Einführung in DaZ/DaF (4)
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde HSZ/0405/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung ist inhaltlich an der Vorlesung „Einführung in DaZ/DaF“ ausge-richtet, indem sie deren Themen vertieft und durch eigene Schwer-punktsetzungen erweitert. Dabei werden u.a. die Spracherwerbstypen Deutsch als Erst-, Zweit- und Fremdsprache, theoretische Modelle zur sprachwissenschaftlichen Beschreibung des ein- und mehrsprachigen Spracherwerbs, für den DaZ- und DaF-Unterricht relevante sprachenpoli-tische Rahmenbedingungen und Konzepte der Sprach- und Kulturver-mittlung in den Blick genommen. Auf der Basis einschlägiger Fachartikel und Einführungstexte werden grundsätzliche theoretische Fragen und empirische Ergebnisse rund um den Erwerb und die Didaktik von Zweit- und Fremdsprachen präsentiert und gemeinsam kritisch diskutiert.
Basismodul DaZ/DaF – Komponenten und Lehrformen
Das in seinen Lehrformen hybride Basismodul DaZ/DaF folgt dem didak-tischen Prinzip Flipped Classroom (van Alten et al. 2019) und besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten:
• Vorlesung
• Übung
• Tutorium
Die Vorlesung führt in die Themen ein, die Übungen vertiefen und erwei-tern die Themen der Vorlesung. Im Tutorium werden die in der Vorle-sung vermittelten und in den Übungen erweiterten Lerninhalte in Peer-Groups wiederholt, praktisch eingeübt und für ein vertieftes Verständnis nachbereitet.
Dem didaktischen Prinzip Flipped Classroom folgend werden die Inhalte der Vorlesung als Video-/Audiodateien aufbereitet und den Studieren-den asynchron zur Verfügung gestellt. Die Studierenden können sich die Vorlesung auf diese Weise in selbst bestimmtem Tempo beliebig oft anhören/ansehen. Die vertiefte und erweiterte Auseinandersetzung mit den Inhalten findet im Rahmen der synchronen Präsenzveranstaltun-gen des Basismoduls – Übung und Tutorium – statt.
Zur Vorlesung werden inhaltlich identische Übungen angeboten. Bitte melden Sie sich für nur eine dieser Übungen an. Es werden ebenfalls inhaltlich identische Tutorien angeboten. Diese setzen zeitlich versetzt zur Vorlesung/zu den Übungen ein. Die Anmeldung dazu erfolgt nach Vorlesungsbeginn, Informationen dazu erhalten Sie in der Übung, in die Sie sich eingeschrieben haben.
- Vorlesung – [SSW - Kuße] 16. Bohemicum Dresdense. „Tschechien – Land an der Küste“ (Holger Kuße/Šarka Atzenbeck)
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Holger Kuße
- Šárka Atzenbeck
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- Das Bohemicum Dresdense ist eine jährliche Tagung zur tschechischen Sprache, Kultur und Geschichte, die im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage stattfindet. Das Thema ist dieses Jahr das Motto des Länderauftritts der tschechischen Republik auf der Frankfurter Buchmesse, „Tschechien, Land an der Küste“. Die Themenvielfalt des 16. Bohemicum Dresdense gibt wie eine Überblicksvorlesung zahlreiche Einblicke in die Kultur- und Sprachgeschichte Tschechiens. Zur Vor- und Nachbereitung findet jeweils ein Treffen am Dienstag, den 03.11.2026 und am Dienstag, den 17.11. jeweils um 16.40 in der August-Bebel-Straße 30, Zi 6001 statt.
Zeit und Ort: 05./06.11. 2026 Zentralbibliothek Kulturpalast Dresden, Wilsdruffer Straße 18
01067 Dresden** max. 20
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Vorlesungen zur Linguistik und Sprachgeschichte des Deutschen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – – Virtuell - Beschreibung
- Die thematischen Vorlesungen stellen wir für Sie als Aufzeichnungen mit Material als asynchrones Lehrangebot dauerhaft zur Verfügung. Als Studierende wählen Sie aus dem Angebot eine thematische Vorlesung, die Sie dann semesterbegleitend besuchen. Das ist möglich im Masterstudiengang „Europäische Sprachen“ entweder als Einführung (Module SLK-MA-EuroS-ESP und SLK-MA-EuroS-EST) bzw. als Vorlesung im Basismodul (Modul SLK-MA-EuroS-BM). Grundsätzlich ist das Angebot aber auch offen für andere Studiengänge z.B. für die Prüfungsvorbereitung. Das Angebot wird beständig erweitert.
Alle notwendigen Informationen zum Vorlesungsangebot finden Sie im verlinkten OPAL-Kurs. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- EUTOPIA
SLK-MA-EuroS-PM
(Projektmodul Europäische Sprachen)
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Sprache macht Gesellschaft: Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse in der Italophonie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf gesellschaftliche Diskurse im italienischsprachigen Raum an. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache dazu beiträgt, gesellschaftliche Wirklichkeit zu gestalten, zu vermitteln und gegebenenfalls zu verändern. Anhand aktueller und historischer Beispiele werden unterschiedliche gesellschaftlich relevante Debatten untersucht. Dabei wird betrachtet, wie Akteur:innen sich sprachlich darstellen und ihre Positionen vermitteln. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sprachlichen Mitteln wie Metaphern, Schlüsselbegriffen und wiederkehrenden Formulierungen sowie auf der Frage, wie Konflikte, unterschiedliche Perspektiven und Werte sprachlich zum Ausdruck kommen.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Ikonizität aus der Perspektive der kognitiven Linguistik: von den Grundlagen der Semiotik bis zur Lautsymbolik
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Unter dem Begriff „Sprache“ wird häufig ein System verstanden, das auf einem relativ stabilen Repertoire an Elementen und Regeln beruht. Obwohl sich Sprachen kontinuierlich verändern, bleibt ein großer Teil dieses Repertoires über längere Zeiträume hinweg vergleichsweise konstant. Dies zeigt sich etwa am Wortschatz: während bestimmte Wörter außer Gebrauch geraten, kommen zugleich neue Wörter hinzu oder bestehende Wörter erhalten neue Bedeutungen – beispielsweise durch Neologismen, Entlehnungen oder Bedeutungswandel. Neben dieser relativen Stabilität zeichnet sich Sprache jedoch durch eine grundsätzlich offene Fähigkeit zur Bedeutungserzeugung aus. Sprachliche Elemente besitzen keine unter allen Umständen unveränderliche Bedeutung; gerade als Zeichen sind sprachliche Elemente in Prozesse der Interpretation, der Kontextualisierung und der Bedeutungsbildung eingebunden. Bedeutung entsteht vielmehr aus relationalen Zeichenprozessen und unter den jeweiligen Bedingungen ihrer Interpretation.
Wie wandelbar solche Zeichenbeziehungen sein können, lässt sich sowohl diachron innerhalb einer Sprache als auch synchron im Vergleich verschiedener Sprachen beobachten. So können sich die Bedeutung eines sprachlichen Zeichens und seine Gebrauchskontexte im Laufe der Zeit verändern; zugleich können formal ähnliche oder identische Zeichen in unterschiedlichen Sprachen mit ganz verschiedenen Bedeutungen verbunden sein. Zeichen, ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen und die mit ihnen verbundenen Prozesse der Bedeutungsbildung (Semiose) sind der Gegenstand der Semiotik, die im Zentrum dieses Seminars steht.
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Semiotik ein. Ausgehend von den Zeichenmodellen Ferdinand de Saussures und Charles Sanders Peirces wird danach gefragt, was überhaupt unter einem Zeichen zu verstehen ist. Zugleich wird das Verhältnis von Arbitrarität und Motiviertheit sprachlicher Zeichen betrachtet und untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Form und Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte durch Prozesse der Konventionalisierung verändern kann. Anschließend werden Zeichentypen – etwa Ikon, Index und Symbol – sowie ihre Erscheinungsformen in verschiedenen semiotischen Systemen untersucht.
Den Schwerpunkt des Seminars bildet jedoch das Phänomen der Ikonizität, also die motivierte Beziehung zwischen Form und Bedeutung, die auf Ähnlichkeit, Analogie oder struktureller Entsprechung zwischen beiden beruhen kann. Dabei wird untersucht, welche Rolle ikonische Strukturen bei der Organisation sprachlicher Systeme, bei Prozessen der Bedeutungsbildung sowie im frühen Spracherwerb spielen können. Die Auseinandersetzung mit der Ikonizität erfolgt insbesondere aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, wobei der Lautsymbolik als einer zentralen Erscheinungsform sprachlicher Ikonizität besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Konzepte wie Embodiment und Perception Theory sowie die Frage, welche Rolle körperliche Erfahrung, Wahrnehmung und kulturell geprägte Wissensstrukturen in den Prozessen der Semiose spielen. Die behandelten Themen werden sprachvergleichend anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Englischen und Deutschen untersucht.
- Seminar – [RSW2 - Meier] -Quand l’IA écrit le journal – Eine linguistische Analyse KI-generierter französischer Pressetexte
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar wird eine vollständig KI-generierte Zeitung in französischer Sprache entwickelt, die konzeptionell als fiktive wöchentliche Beilage einer überregionalen Tageszeitung wie Le Monde erscheinen könnte. Im Mittelpunkt stehen die praktische Erprobung und kritische Reflexion der Potenziale und Grenzen von Large Language Models (LLMs) im journalistischen Schreibprozess sowie die textlinguistische Analyse der erzeugten Texte hinsichtlich ihrer sprachlichen, stilistischen und pragmatischen Merkmale. Im zweiwöchigen Rhythmus entstehen Ausgaben mit verschiedenen journalistischen Textsorten, darunter Nachrichten, Leitartikel, Interviews und Buchrezensionen. Da eine vergleichbare KI-generierte Zeitung im frankophonen Raum bislang nicht existiert, dient das italienische Projekt Il Foglio AI als konzeptionelle Blaupause. Die Mailänder Tageszeitung Il Foglio veröffentlichte im März 2025 erstmals eine vollständig von LLMs erzeugte Beilage und führt das Experiment seit April 2025 als wöchentliche Rubrik fort. Im Rahmen des Seminars werden Redaktionskonzepte entwickelt, etwa hinsichtlich der Auswahl und Gewichtung von Themenbereichen. Zudem werden Prompts formuliert und die KI-generierten Texte systematisch mit menschlich verfassten Pressetexten verglichen und analysiert.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sensorische Sprache im Kontrast: Französisch und Deutsch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 12. Oktober 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Französisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht die Schnittstelle zwischen sensorischer Wahrnehmung und sprachlichem Ausdruck und geht der Frage nach, wie Sinneseindrücke – Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – im Französischen und Deutschen sprachlich erfasst werden. Im ersten Teil des Seminars werden der theoretische und methodologische Rahmen sowie zentrale Prinzipien der kontrastiven Linguistik vorgestellt. Dabei stehen insbesondere grundlegende grammatische Unterschiede zwischen dem Französischen und Deutschen auf morphologischer und syntaktischer Ebene im Mittelpunkt. Anschließend widmet sich das Seminar den sprachlichen und rhetorischen Strategien, mit denen sensorische Erfahrungen in beiden Sprachen ausgedrückt werden. Untersucht werden unter anderem lexikalische und syntaktische Mittel sowie Metaphern, Vergleiche und Synästhesien. Die Analysen basieren auf Daten aus Sprachkorpora sowie auf Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders (1985) und dessen französischer Übersetzung Le Parfum. Histoire d’un meurtrier (1986).
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der französischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.); EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte:
Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portofolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: Süskind, Patrick, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich (1985, Originalausgabe); Le Parfum. Histoire d'un meurtrier (1986). Übersetzung von Bernard Lortholary. Fayard, Paris.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Neologie und sprachliche Kreativität im Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung. Apericena, petaloso, slayare: Wie entstehen neue Wörter im Italienischen, warum setzen sich manche von ihnen durch, während andere wieder verschwinden, und was verraten sie über gesellschaftlichen und sprachlichen Wandel? Das Seminar widmet sich der sprachlichen Kreativität und der Entstehung neuer Wörter im heutigen Italienischen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Prozesse der Neologie und Wortbildung – darunter Derivation, Komposition, Kurzwortbildung, Entlehnungen und Bedeutungswandel – sowie die Frage, wie gesellschaftliche, kulturelle und technologische Entwicklungen den italienischen Wortschatz prägen. Anhand aktueller Beispiele aus Medien, Werbung, sozialen Netzwerken und Alltagskommunikation untersucht das Seminar, wie neue Ausdrücke entstehen, sich verbreiten und etablieren und welche Rolle sprachliche Innovation für den Wandel des Italienischen spielt.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln; EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung per OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Link: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/55804264450?10
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Seminar – [Ling - Lange] - Language: The first 20 years
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- This course will follow our linguistic development from our very first experience with language up to adolescence. We will chart the fascinating and highly complex progress of first language acquisition, a process that comes so naturally to children but is still a mystery in many respects. Some of us grow up in a multilingual environment and may acquire several languages. Later, the impact of the peer group kicks in and gives rise to a range of distinct youth styles: We will treat the linguistic choices of Jocks and Burnouts, Nerd Girls and Frat Boys, street gangs and young urban professionals. Finally, we will inquire into the status or stability of the language in our youth over time.
- Seminar – [Ling - Lange] - English in South Asia: Past, present, and future
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- English in India is firmly established as the country’s associate official language, as the official language of many regional states, and as the inter- and intranational link language for a speech community that massively outnumbers other ‘native’ speakers. This course will trace the development of English in India from its modest beginnings as one colonial traders’ language among many to its entrenchment across the whole of South Asia. We will also consider the shorter history of English in Sri Lanka. We will further be concerned with colonial language policy, language conflicts relating to the role of English, and English education in India and Sri Lanka past and present. We will of course also get to know in more detail the actual features of Indian and Sri Lankan English.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Grönland, Surinam, Südafrika: Postkoloniale linguistische Studien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0001/U In Präsenz - Beschreibung
- Im 18. und 19. Jahrhundert etablierte die Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church) ein globales Netzwerk von Missionsstationen – unter anderem in der Arktis (Grönland/Labrador), in der Karibik und Südamerika (Surinam) sowie im südlichen Afrika (Genadendal/Mamre). Die Missionarinnen und Missionare hinterließen umfangreiche Text- und Wissensarchive: von handschriftlichen Diarien, Reiseberichten und Lebensläufen bis hin zu Wörterbüchern, Grammatiken, Bibelübersetzungen und Gesangbüchern in indigenen, kreolischen und Kontaktsprachen (u. a. Kalaallisut, Sranantongo, Khoisan-Sprachen, frühe Varietäten des Afrikaans). Das Seminar widmet sich der sprach- und diskursgeschichtlichen Analyse dieser Quellen aus einer postkolonial-linguistischen Perspektive. Im Mittelpunkt stehen folgende Schwerpunkte: Wie wurden indigene und kreolisierte Sprachen von europäischen Akteuren erfasst, verschriftlicht und normiert? Welche Sprachkontaktphänomene und Übersetzungsprozesse spiegeln sich in den Texten wider? Auf welche Weise prägten missionarische Narrationen die europäische Wahrnehmung des „Anderen“ und wie wurden lokale Narrative, Agency und Benennungspraktiken überformt oder überschrieben? Das erwartet Sie:
- Sie setzen sich mit den Konzepten des Postkolonialismus, der postkolonialen Sprachwissenschaft und der Missionsgeschichte auseinander.
- Sie sind in der Lage, historische Quellen kritisch auf koloniale Deutungsmuster, Sprachideologien, Machtasymmetrien und Spuren indigener Wissensbestände hin zu analysieren.
- Sie erproben digitale Methoden zur Erschließung historischer Handschriften und Drucke und lernen, digitale Werkzeuge reflektiert in linguistischen Fragestellungen einzusetzen.
- Sie entwickeln Fragestellungen zu Sprach- und Diskursphänomenen in mindestens einem der drei Zielräume (Grönland, Surinam oder Südafrika).
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachliche Anforderungen im Kontext Schule II
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Termin | Raum
Mi, 4. DS (13:00–14:30) | BSS/0E41/U
Beginn
14.10.2026
Lehrformat
Präsenzveranstaltung
Inhalt
Schulerfolg setzt bestimmte sprachliche Kompetenzen voraus, die sich von jenen unterscheiden, die zur Bewältigung des Alltags außerhalb der Schule, z.B. in der Familie, benötigt werden. Schulische Sprachanforderungen sind zum Teil fachspezifisch, zum Teil aber auch fachübergreifend. Schulische Formen des Sprachgebrauchs zielen auf Lernprozesse ab und sind in diesem Sinne bildungssprachlich. Das Konzept Bildungssprache wird im Seminar diskutiert und der Frage nachgegangen, wie sich Lehrkräfte aller Fächer bildungssprachliche Anforderungen im Fachunterricht bewusstmachen können. Sprachliche Merkmale von Schulbuchtexten und Aufgaben können u.a. mit dem Instrumentarium der Registerlinguistik analysiert werden, die Bildungssprache als eine situativ-funktionale Varietät auffasst.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar gehört laut Modulbeschreibung vom SoSe 2024 zum Modul "Sprache im Fach ": SLK-SEGS-DAZ-SF, SLK- SEOS -DAZ-SF, SLK-SEBS-DAZ-SF SLK-SEGY-DAZ-SF. Laut Modulbeschreibung vom Wise 2024/2025 gehört dieses Seminar zum Modul „Sprachliche Register im schulischen Unterricht“: SLK-SEGY-DAZ-SR, SLK-SEOS-DAZ-SR, SLK-SEBS-DAZ-SR.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Übersetzung und Sprachmittlung
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit den Be-griffen Übersetzen, Sprachmitteln, Community Interpreting und Language und Cultural Brokering. Hierbei werden linguis-tische Ansätze fokussiert aber auch kulturelle Dimensionen berücksichtigt. Insbesondere wird das Konzept des kulturellen Filters und seine Rolle beim Übersetzen berücksichtigt (House 2015). Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, welche Relevanz das Sprachmitteln für Schüler und Schülerinnen in schulischen und außerschulischen (vor allem auch familiären) Kontexten hat. Wir diskutieren, welche sprachlichen und kultu-rellen Kompetenzen für das Übersetzen und Sprachmitteln be-nötigt werden und auf welche Weise Übersetzen und Sprach-mitteln mit dem Lernen und Lehren von Sprachen zusammen-hängen. Schließlich soll es um die Frage gehen, auf welche Weise und mit welchen Zielen Übersetzungs- und Sprachmitt-lungsaufgaben in den schulischen Unterricht (DaZ-Unterricht, Herkunftssprachenunterricht, Fremdsprachenunterricht) ein-gebaut werden können.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Modul "Interkulturelles Lernen" nach Mo-dulplan vom Sose 2020/ dem Modul "Kulturreflexives Lernen nach Modulplan vom Wise 2024/2025 (SLK-SEBS-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-IL, SLK-SEOS-DAZ-IL, SLK-SEGY-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-KL, SLK-SEGY-DAZ-KL, SLK-SEBS-DAZ-KL, SLK-SEOS-DAZ-KL) zugeordnet.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Multimodale Kommunikation im Sprachvergleich: von analogen Medien bis zu KI-generierten Texten
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Seitdem vom Begriff der Multimodalität die Rede ist, wird immer wieder die Frage gestellt, ob es überhaupt „nicht-multimodale“ Texte gibt. Denn sprachliche Zeichen treten in konkreten Kommunikationssituationen kaum isoliert auf. Die Konstruktion von Bedeutung erfolgt vielmehr häufig durch das Zusammenspiel verschiedener semiotischer Modi bzw. Ressourcen, zu denen Kress (2010) unter anderem Schrift, Bild, Layout, Gestik und Klang zählt. Gesprochene Sprache wird z.B. oft durch Intonation, Mimik, Gestik, Körperhaltung, usw. begleitet; geschriebene Sprache erscheint stets in einer materiell und visuell gestalteten Form, etwa hinsichtlich Typografie, Schriftgröße und -farbe sowie räumliche Anordnung. Diese unterschiedlichen Modi bzw. Ressourcen können als Ausdruck unterschiedlicher semiotischer Systeme verstanden werden, die sprach- und kulturbezogenen Konventionen folgen und auf jeweils spezifische Weise zur Bedeutungsbildung beitragen können.
Die Fähigkeit, solche multimodalen Bedeutungsangebote zu verstehen und kritisch zu analysieren, ist für die gegenwärtige Medien- und Kommunikationslandschaft von besonderer Bedeutung. Heutzutage verbinden Online-Zeitungsartikel sprachlichen Text beispielsweise mit Bildern, Grafiken oder Tabellen; Fernsehnachrichten kombinieren Bild, gesprochene Sprache, Schrift und Ton; Radiobeiträge arbeiten mit Stimme, Musik und Geräuschen; und insbesondere in sozialen Medien entstehen komplexe Verbindungen von Schrift, Bild, Video, Ton, Typografie und weiteren Ausdrucksformen. Multimodale Kommunikation erfordert daher eine Anpassung an neue Formen des Lesens, die über die Analyse verbaler Sprache hinausgehen und danach fragen, wie verschiedene semiotische Modi miteinander interagieren und gemeinsam Bedeutung hervorbringen.
Der Seminar führt zunächst in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Multimodalitätsforschung ein und vermittelt die Mittel zur Beschreibung, Interpretation und Analyse multimodaler Texte. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, was überhaupt unter einem „multimodalen Text“ zu verstehen ist und warum sich der Begriff der „Multimodalität“ in den letzten Jahren als besonders produktiv für die sprachwissenschaftliche Analyse erwiesen hat. Im Anschluss werden multimodale Formen der Bedeutungsproduktion in vier zentralen Bereichen vergleichend untersucht: (1) Kunst und Literatur, (2) Werbung und Propaganda, (3) Kommunikation in sozialen Medien sowie (4) KI-generierte Texte. Dabei werden Beispiele aus dem Französischen, Italienischen, Deutschen und Englischen berücksichtigt, um sowohl sprach- und kulturspezifische Besonderheiten als auch übergreifende multimodale Strategien herauszuarbeiten.
Abschließend widmet sich der Kurs der Frage, welches Potenzial multimodale Texte für die Fremdsprachendidaktik und die barrierefreie Kommunikation besitzen. Diskutiert wird insbesondere, wie die Arbeit mit unterschiedlichen semiotischen Ressourcen das Text- und Medienverständnis, die kommunikative Kompetenz sowie die kritische Auseinandersetzung mit sprachlichen und visuellen Bedeutungsangeboten fördern kann.
SLK-MA-EuroS-VM
(Vertiefungsmodul Europäische Sprachen)
- Vorlesung – [RSW2 - Meier] - La variation diatopique dans l’espace francophone – Usages, normes et perceptions
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Französisch wird in zahlreichen Regionen der Welt gesprochen und weist entsprechend eine große Vielfalt an sprachlichen Formen und Gebrauchsweisen auf. Die Vorlesung beschäftigt sich mit dieser diatopischen, d.h. räumlich bedingten Variation des Französischen. Anhand ausgewählter Beispiele aus Europa, Amerika, Afrika und anderen frankophonen Regionen werden Unterschiede in Wortschatz, Aussprache und Grammatik vorgestellt. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich diese Varianten soziohistorisch und durch den Kontakt mit anderen Sprachen entwickelt haben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sprachlichen Normen und Wahrnehmungen: Was gilt als „korrektes“ oder „gutes“ Französisch? Welche Varianten werden als standardsprachlich, regional, prestigeträchtig oder weniger angesehen wahrgenommen? Die Vorlesung vermittelt damit einen Einblick in die sprachliche Vielfalt der Frankophonie und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Norm und Standardsprache an.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Sprache macht Gesellschaft: Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse in der Italophonie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf gesellschaftliche Diskurse im italienischsprachigen Raum an. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache dazu beiträgt, gesellschaftliche Wirklichkeit zu gestalten, zu vermitteln und gegebenenfalls zu verändern. Anhand aktueller und historischer Beispiele werden unterschiedliche gesellschaftlich relevante Debatten untersucht. Dabei wird betrachtet, wie Akteur:innen sich sprachlich darstellen und ihre Positionen vermitteln. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sprachlichen Mitteln wie Metaphern, Schlüsselbegriffen und wiederkehrenden Formulierungen sowie auf der Frage, wie Konflikte, unterschiedliche Perspektiven und Werte sprachlich zum Ausdruck kommen.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Ikonizität aus der Perspektive der kognitiven Linguistik: von den Grundlagen der Semiotik bis zur Lautsymbolik
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Unter dem Begriff „Sprache“ wird häufig ein System verstanden, das auf einem relativ stabilen Repertoire an Elementen und Regeln beruht. Obwohl sich Sprachen kontinuierlich verändern, bleibt ein großer Teil dieses Repertoires über längere Zeiträume hinweg vergleichsweise konstant. Dies zeigt sich etwa am Wortschatz: während bestimmte Wörter außer Gebrauch geraten, kommen zugleich neue Wörter hinzu oder bestehende Wörter erhalten neue Bedeutungen – beispielsweise durch Neologismen, Entlehnungen oder Bedeutungswandel. Neben dieser relativen Stabilität zeichnet sich Sprache jedoch durch eine grundsätzlich offene Fähigkeit zur Bedeutungserzeugung aus. Sprachliche Elemente besitzen keine unter allen Umständen unveränderliche Bedeutung; gerade als Zeichen sind sprachliche Elemente in Prozesse der Interpretation, der Kontextualisierung und der Bedeutungsbildung eingebunden. Bedeutung entsteht vielmehr aus relationalen Zeichenprozessen und unter den jeweiligen Bedingungen ihrer Interpretation.
Wie wandelbar solche Zeichenbeziehungen sein können, lässt sich sowohl diachron innerhalb einer Sprache als auch synchron im Vergleich verschiedener Sprachen beobachten. So können sich die Bedeutung eines sprachlichen Zeichens und seine Gebrauchskontexte im Laufe der Zeit verändern; zugleich können formal ähnliche oder identische Zeichen in unterschiedlichen Sprachen mit ganz verschiedenen Bedeutungen verbunden sein. Zeichen, ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen und die mit ihnen verbundenen Prozesse der Bedeutungsbildung (Semiose) sind der Gegenstand der Semiotik, die im Zentrum dieses Seminars steht.
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen der Semiotik ein. Ausgehend von den Zeichenmodellen Ferdinand de Saussures und Charles Sanders Peirces wird danach gefragt, was überhaupt unter einem Zeichen zu verstehen ist. Zugleich wird das Verhältnis von Arbitrarität und Motiviertheit sprachlicher Zeichen betrachtet und untersucht, wie sich die Beziehung zwischen Form und Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte durch Prozesse der Konventionalisierung verändern kann. Anschließend werden Zeichentypen – etwa Ikon, Index und Symbol – sowie ihre Erscheinungsformen in verschiedenen semiotischen Systemen untersucht.
Den Schwerpunkt des Seminars bildet jedoch das Phänomen der Ikonizität, also die motivierte Beziehung zwischen Form und Bedeutung, die auf Ähnlichkeit, Analogie oder struktureller Entsprechung zwischen beiden beruhen kann. Dabei wird untersucht, welche Rolle ikonische Strukturen bei der Organisation sprachlicher Systeme, bei Prozessen der Bedeutungsbildung sowie im frühen Spracherwerb spielen können. Die Auseinandersetzung mit der Ikonizität erfolgt insbesondere aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, wobei der Lautsymbolik als einer zentralen Erscheinungsform sprachlicher Ikonizität besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Konzepte wie Embodiment und Perception Theory sowie die Frage, welche Rolle körperliche Erfahrung, Wahrnehmung und kulturell geprägte Wissensstrukturen in den Prozessen der Semiose spielen. Die behandelten Themen werden sprachvergleichend anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Englischen und Deutschen untersucht.
- Seminar – [RSW2 - Meier] -Quand l’IA écrit le journal – Eine linguistische Analyse KI-generierter französischer Pressetexte
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar wird eine vollständig KI-generierte Zeitung in französischer Sprache entwickelt, die konzeptionell als fiktive wöchentliche Beilage einer überregionalen Tageszeitung wie Le Monde erscheinen könnte. Im Mittelpunkt stehen die praktische Erprobung und kritische Reflexion der Potenziale und Grenzen von Large Language Models (LLMs) im journalistischen Schreibprozess sowie die textlinguistische Analyse der erzeugten Texte hinsichtlich ihrer sprachlichen, stilistischen und pragmatischen Merkmale. Im zweiwöchigen Rhythmus entstehen Ausgaben mit verschiedenen journalistischen Textsorten, darunter Nachrichten, Leitartikel, Interviews und Buchrezensionen. Da eine vergleichbare KI-generierte Zeitung im frankophonen Raum bislang nicht existiert, dient das italienische Projekt Il Foglio AI als konzeptionelle Blaupause. Die Mailänder Tageszeitung Il Foglio veröffentlichte im März 2025 erstmals eine vollständig von LLMs erzeugte Beilage und führt das Experiment seit April 2025 als wöchentliche Rubrik fort. Im Rahmen des Seminars werden Redaktionskonzepte entwickelt, etwa hinsichtlich der Auswahl und Gewichtung von Themenbereichen. Zudem werden Prompts formuliert und die KI-generierten Texte systematisch mit menschlich verfassten Pressetexten verglichen und analysiert.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sensorische Sprache im Kontrast: Französisch und Deutsch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 12. Oktober 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Französisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht die Schnittstelle zwischen sensorischer Wahrnehmung und sprachlichem Ausdruck und geht der Frage nach, wie Sinneseindrücke – Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – im Französischen und Deutschen sprachlich erfasst werden. Im ersten Teil des Seminars werden der theoretische und methodologische Rahmen sowie zentrale Prinzipien der kontrastiven Linguistik vorgestellt. Dabei stehen insbesondere grundlegende grammatische Unterschiede zwischen dem Französischen und Deutschen auf morphologischer und syntaktischer Ebene im Mittelpunkt. Anschließend widmet sich das Seminar den sprachlichen und rhetorischen Strategien, mit denen sensorische Erfahrungen in beiden Sprachen ausgedrückt werden. Untersucht werden unter anderem lexikalische und syntaktische Mittel sowie Metaphern, Vergleiche und Synästhesien. Die Analysen basieren auf Daten aus Sprachkorpora sowie auf Patrick Süskinds Roman Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders (1985) und dessen französischer Übersetzung Le Parfum. Histoire d’un meurtrier (1986).
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der französischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.); EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte:
Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portofolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: Süskind, Patrick, Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Diogenes, Zürich (1985, Originalausgabe); Le Parfum. Histoire d'un meurtrier (1986). Übersetzung von Bernard Lortholary. Fayard, Paris.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Neologie und sprachliche Kreativität im Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung. Apericena, petaloso, slayare: Wie entstehen neue Wörter im Italienischen, warum setzen sich manche von ihnen durch, während andere wieder verschwinden, und was verraten sie über gesellschaftlichen und sprachlichen Wandel? Das Seminar widmet sich der sprachlichen Kreativität und der Entstehung neuer Wörter im heutigen Italienischen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Prozesse der Neologie und Wortbildung – darunter Derivation, Komposition, Kurzwortbildung, Entlehnungen und Bedeutungswandel – sowie die Frage, wie gesellschaftliche, kulturelle und technologische Entwicklungen den italienischen Wortschatz prägen. Anhand aktueller Beispiele aus Medien, Werbung, sozialen Netzwerken und Alltagskommunikation untersucht das Seminar, wie neue Ausdrücke entstehen, sich verbreiten und etablieren und welche Rolle sprachliche Innovation für den Wandel des Italienischen spielt.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln; EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung per OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Varietätenlinguistik des Italienischen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. Oktober 2026
Italienisch ist kein homogenes, in sich geschlossenes Gebilde. Vielmehr variiert der Sprachgebrauch in Abhängigkeit davon, wer an einer Kommunikationssituation beteiligt ist, in welchem Kontext die Interaktion stattfindet, welches Thema behandelt wird und an welchem Ort sich die Sprecher:innen befinden. Die Vorlesung verfolgt zwei übergeordnete Ziele. Zum einen wird die sogenannte „Architektur“ des Italienischen beschrieben. Dabei werden die sozialen und außersprachlichen Faktoren – etwa Zeit, Raum oder soziale Zugehörigkeit der Sprecher:innen – reflektiert, die für die Unterscheidung verschiedener Sprachvarietäten von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang werden zudem die wichtigsten Dimensionen sprachlicher Variation vorgestellt: die diachronische, diatopische, diamesische, diaphasische, diasexuelle, diagenerationelle und diastratische Variation. Zum anderen widmet sich die Vorlesung ausgewählten Varietäten des Italienischen, insbesondere dem italiano neo-standard, italiano popolare, italiano parlato, e-taliano und italiano elvetico. Anhand konkreter Beispiele werden deren zentrale lexikalische, morphologische, syntaktische und diskursive Merkmale herausgearbeitet und beschrieben.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt; EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Link: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/55804264450?10
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Vorlesung – [Ling - Lange] - Linguistics in Outer Space
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde HSZ/403 In Präsenz - Beschreibung
- Some people with a degree in Linguistics end up in glamorous jobs in the entertainment industry: they work as dialect coaches for elves and other creatures in Lord of the Rings, they create alien languages like Klingon for Star Trek or Na’vi for Avatar, or they come up with gadgets like chatbots and automatic translators. Some even write Science Fiction novels: there is one in which linguists rule the world!
This lecture will take you where no linguist has gone before: we will investigate the many fascinating linguistic aspects related to selected Science Fiction and Fantasy films. We will devote some time to the study of Klingon and other extraterrestrial languages as well as alien writing systems and look at the issues involved in machine translation and automatic speech processing. We will also come back to what is distinctly human about human language when we try to answer the question why Data as an android is so bad at telling jokes.
- Seminar – [Ling - Lange] - Language: The first 20 years
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- This course will follow our linguistic development from our very first experience with language up to adolescence. We will chart the fascinating and highly complex progress of first language acquisition, a process that comes so naturally to children but is still a mystery in many respects. Some of us grow up in a multilingual environment and may acquire several languages. Later, the impact of the peer group kicks in and gives rise to a range of distinct youth styles: We will treat the linguistic choices of Jocks and Burnouts, Nerd Girls and Frat Boys, street gangs and young urban professionals. Finally, we will inquire into the status or stability of the language in our youth over time.
- Seminar – [Ling - Lange] - English in South Asia: Past, present, and future
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 09.10.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- English in India is firmly established as the country’s associate official language, as the official language of many regional states, and as the inter- and intranational link language for a speech community that massively outnumbers other ‘native’ speakers. This course will trace the development of English in India from its modest beginnings as one colonial traders’ language among many to its entrenchment across the whole of South Asia. We will also consider the shorter history of English in Sri Lanka. We will further be concerned with colonial language policy, language conflicts relating to the role of English, and English education in India and Sri Lanka past and present. We will of course also get to know in more detail the actual features of Indian and Sri Lankan English.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Grönland, Surinam, Südafrika: Postkoloniale linguistische Studien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0001/U In Präsenz - Beschreibung
- Im 18. und 19. Jahrhundert etablierte die Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church) ein globales Netzwerk von Missionsstationen – unter anderem in der Arktis (Grönland/Labrador), in der Karibik und Südamerika (Surinam) sowie im südlichen Afrika (Genadendal/Mamre). Die Missionarinnen und Missionare hinterließen umfangreiche Text- und Wissensarchive: von handschriftlichen Diarien, Reiseberichten und Lebensläufen bis hin zu Wörterbüchern, Grammatiken, Bibelübersetzungen und Gesangbüchern in indigenen, kreolischen und Kontaktsprachen (u. a. Kalaallisut, Sranantongo, Khoisan-Sprachen, frühe Varietäten des Afrikaans). Das Seminar widmet sich der sprach- und diskursgeschichtlichen Analyse dieser Quellen aus einer postkolonial-linguistischen Perspektive. Im Mittelpunkt stehen folgende Schwerpunkte: Wie wurden indigene und kreolisierte Sprachen von europäischen Akteuren erfasst, verschriftlicht und normiert? Welche Sprachkontaktphänomene und Übersetzungsprozesse spiegeln sich in den Texten wider? Auf welche Weise prägten missionarische Narrationen die europäische Wahrnehmung des „Anderen“ und wie wurden lokale Narrative, Agency und Benennungspraktiken überformt oder überschrieben? Das erwartet Sie:
- Sie setzen sich mit den Konzepten des Postkolonialismus, der postkolonialen Sprachwissenschaft und der Missionsgeschichte auseinander.
- Sie sind in der Lage, historische Quellen kritisch auf koloniale Deutungsmuster, Sprachideologien, Machtasymmetrien und Spuren indigener Wissensbestände hin zu analysieren.
- Sie erproben digitale Methoden zur Erschließung historischer Handschriften und Drucke und lernen, digitale Werkzeuge reflektiert in linguistischen Fragestellungen einzusetzen.
- Sie entwickeln Fragestellungen zu Sprach- und Diskursphänomenen in mindestens einem der drei Zielräume (Grönland, Surinam oder Südafrika).
- Seminar – [ALI - Bergmann] - TEXTweltEN
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz - Beschreibung
- Texte sind im Alltag omnipräsent, dabei interessiert sich die Linguistik wissenschaftshistorisch gesehen noch gar nicht so lange für das größte der sprachlichen Zeichen. Der für das Seminar gewählte Zugang bietet nicht nur eine Einführung in ein sehr spannendes linguistisches Teilgebiet, es gibt auch kleine Ausflüge in die „Anwendungszonen“, etwa die institutionelle Kommunikation.
Das Spektrum, das die linguistische Forschung mittlerweile mit dem Blick auf das Textliche aufgreift, reicht von den „kleinen Texten“ über „Gebrauchstexte“ bis hin zum Verhältnis von Text und Bild, zu medial unterschiedlich konstituierten Texten, zu Texten in ihrer räumlichen Umgebung und zu Fragen, inwieweit Texte Teil, Begleiter, und Anlass von Interaktion oder überhaupt als Interaktion darstellbar sind. Allen Denkrichtungen zugrunde liegt die Einsicht: Text ist mehr als eine Ansammlung von Sätzen, mit Texten erschaffen wir Welten und sie sind die Grundlage für unser kommunikatives Miteinander. - Literatur
- Brinker, Klaus; Cölfen, Hermann; Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 9. durchgesehene Auflage. ; Erich-Schmidt-Verlag Berlin
- Seminar – [ALI - Bergmann] -Buchstabensuppe: Wie Sprache unser Essen macht.
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0117/U In Präsenz - Beschreibung
- Ich koche vor Wut. Da hat wieder jemand den Bock zum Gärtner gemacht und wundert sich, dass der Salat weg ist. Nun bleibt nur noch die Suppe, die hoffentlich nicht versalzen ist. Dabei sind es gar nicht immer viele Köche, die den Brei (oder eine Suppe) verderben können. Es reicht eigentlich einer. Oder eine.
Es soll nun nicht weiter um den heißen Brei herumgeredet werden: Wer seinen Teller leer isst, bekommt morgen gutes Wetter. Deshalb wurde bei der Vorbereitung keine Mühe gescheut und ein Speiseplan zusammengestellt, der sich sehen lassen kann. Zwar kann jede und jeder nur mit Wasser kochen, aber andererseits wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Es soll ja nicht der Kuchen vor dem Anschnitt gelobt werden, aber jeder weiß: Liebe geht durch den Magen und mit viel Liebe wird dieses Seminar vorbereitet. Nun müssen wir nur noch Butter bei die Fische geben, ein bisschen abwarten und Tee trinken und schauen, was und wer den Kochlöffel des Jahres bekommt. Dabei darf man natürlich keine Tomaten auf den Augen haben. Sie wissen es vielleicht noch nicht: Salz und Brot macht Wangen rot! Ich will aber die Wurst auch nicht zu hoch hängen und viel Senf dazugeben, denn schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen. Und das Auge isst auch noch mit. Also lasse sich keiner die Butter vom Brot nehmen oder die Wurst vom Teller, hier geht es um mehr. Da ist viel Gelbes vom Ei! Zwar wird behauptet, dass der dümmste Bauer die dicksten Kartoffeln erntet, aber mitunter benötigt man auch einige kleine Kartoffeln. Auf’s Gleichgewicht kommt es an. Nun aber den Topf auf den Herd - und welches Süppchen wir auch immer kochen: Guten Appetit! - Literatur
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- Brinker, Klaus/Cölfen, Hermann/Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik ; 29).
- Csáky, Moritz [HerausgeberIn] (2014): Kulinarik und Kultur : Speisen als kulturelle Codes in Zentraleuropa : Wien; Köln; Weimar: Böhlau.
- Donalies, Elke (2010): Sprache ist der beste Koch. Ein linguistisches Menü. Tübingen: Narr.
- Rolf, Eckard (1993): Die Funktionen der Gebrauchstextsorten. Berlin : de Gruyter.
- Szczęk, Joanna/Pawlkowska-Asendrych, Elzbieta (Hrsg.) (2023): Kulinarische Welt in Sprache, Kultur und Literatur. Hamburg: Dr. Kovač,( Studia Culinaria Interdisziplinaris; Bd.1/2).
- Terglane-Fuhrer Anne (1995): Die Sprache der Speisezubereitung / empirische Untersuchungen zur vertikalen Variation. Frankfurt am Main ; Berlin ; Bern ; New York ; Paris ; Wien : Lang (=Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte ; 30) (Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1994).
- Werani, Anke (2023): Sprache und Identität. Eine Einführung. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Bergmann] - Einfach ist nicht leicht. Verständlichkeit zwischen den Fronten?
- Lehrperson
-
- Dr. Regina Bergmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0103/U In Präsenz - Beschreibung
- „Hiermit setze ich fest, dass Sie an den nachfolgend aufgeführten Anlagen das fachgerechte Ausführen der dort genannten Schornsteinfegerarbeiten innerhalb des hierfür angegebenen Zeitraums zu veranlassen und durchführen zu lassen haben.“ So lautet jedenfalls der erste Satz eines Feuerstättenbescheids, den Kund:innen zu bearbeiten haben, wenn sie einen Schornsteinfeger für entsprechende Arbeiten engagieren wollen. Hier braucht man wahrscheinlich wirklich auch noch etwas Glück. Komplizierte Dinge einfacher zu sagen, damit wird in der Öffentlichkeit oft geworben. Das ging im vorliegenden Fall einigermaßen schief. Medien bieten allerdings mittlerweile „Nachrichten leicht“ oder „Nachrichten in einfacher Sprache“ an und sorgen so schon für ein besseres Textverständnis. Parteien schreiben ihre Programme in einfacherem Deutsch oder in Leichter Sprache, einige Verwaltungen beginnen, Texte in leichter Sprache zu formulieren, in Museen stehen Führungen in einfacher bzw. leichter Sprache im Programm, mittlerweile gibt es Verlage, die Literatur in einfacher und leichter Sprache produzieren, einige Autor:innen verfassen Bücher in einfacher Sprache und Bibliotheken erweitern ihre Buchbestände in diesem Bereich in enormer Breite. Mit der Bereitstellung einfach formulierter Texte erhalten so nun auch Personengruppen Zugang zu Informationen und sogar zur schöngeistigen Literatur, die diesbezüglich bislang geringe Chancen hatten.
Das ist gleichzeitig auch ein Dilemma. Was „leicht“ oder „einfach“ sein könnte wird oft nur gemutmaßt, viele Lai:innen, die sich an der Erstellung verständlicher Texte versuchen, gehen eher von einem alltagsweltlichen Sprachkonzept aus und greifen auf die Ergebnisse linguistischer Forschungen, insbesondere auch der Verständlichkeitsforschung, eher selten zurück und erzeugen so häufig neue Probleme. Mittlerweile darf nun auch KI „mitmischen“.
Immerhin hat die Linguistik einzelne Aspekte der bisher bestehenden Regelwerke schon ziemlich gut untersucht und auf Fehlstellen und problematische Seiten dieser Regelwerke hingewiesen.
Im Seminar sollen die verschiedenen Sichtweisen auf dieses Thema kritisch geprüft und auch so manche eigenen Textversuche unternommen werden, auch um selbst zu erleben, wie schwierig es ist, sich in andere Bedürfnisse und Denkweisen hineinzuversetzen. Einige praktische Projekte, wie etwa die Erstellung des Lieblingsrezeptes in einfacher Sprache, gehören auch in diesem Semester wieder zum Arbeitsprogramm. Für die Kunstinteressierten könnte ein Projekt für das Familienzentrum Radebeul – Kunst - für Demenzkranke erklärt – vielleicht eine Option sein? - Literatur
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- Bock, Bettina M.; Pappert, Sandra (2023): Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Maaß, Christiane; Rink, Isabel (Hg.) (2019): Handbuch Barrierefreie Kommunikation. Berlin.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Text- und Netzwerkanalysen
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Digitale Werkzeuge haben in den letzten Jahren das Methodenspektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften massiv erweitert. Sie erlauben es, z.B. Text- oder Social-Media-Daten in sehr großem Umfang aufzubereiten und auszuwerten und damit vielfältige, quantitativ orientierte Forschungsfragen zu adressieren. Gerade in gegenwärtigen digitalen Gesellschaften, in denen öffentliche Diskurse maßgeblich über digitale Medien und Plattformen vermittelt werden, haben diese Methoden großes gesellschaftsdiagnostisches Potenzial.
Im transdisziplinären Seminar werden wir uns mit ausgewählten Studien beschäftigen, in denen Methoden der digitalen Netzwerk- und Textanalyse zum Einsatz kommen, und ihre Nutzung eigenen empirischen Fallstudien, z.B. zu politischer Kommunikation, selbst erproben.
Das Seminar richtet sich an Studierende der Linguistik, der Digital Humanities und der Soziologie. Programmierkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Erwartet wird aber die Bereitschaft, sich unter Anleitung in digitale Tools einzuarbeiten.
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Sprachliche Zweifelsfälle
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde HSZ 0405 In Präsenz - Beschreibung
- Durch unsere – insbesondere schulische – sprachliche Sozialisation gehen wir davon aus, dass die grammatischen und orthorgraphischen Regeln des Standarddeutschen eindeutig sind. Schon ein flüchtiger Blick in Sprachkorpora zeigt aber, dass diese Annahme kaum der sprachlichen Wirklichkeit entspricht. Es gibt eine Fülle sogenannter sprachlicher Zweifelsfälle, wo nicht klar ist, welche von mindestens zwei Varianten nun standardsprachlich korrekt ist. Heißt es gewinkt oder gewunken? Anfang diesen Jahres oder dieses Jahres? Ein rosa Kleid oder rosanes Kleid, oder muss man gleich rosafarbenes Kleid sagen? Muss es dank des schönen Wetters oder dank dem schönen Wetter heißen? Und auf welcher Silbe betont man eigentlich durchaus?
Sprachliche Zweifelsfälle sind die Stellen im System, wo die Standardisierungsbemühungen, die für das Deutsche seit über 300 Jahren unternommen wurden, an ihre Grenzen kommen. Regionale Variation und Registervielfalt sind nur zwei Gründe, die die Erwartung des einen verbindlichen Standards immer wieder durchkreuzen. Aus der Untersuchung von sprachlichen Zweifelsfällen und ihrer (oftmals sehr emotionalen) Thematisierung im Alltag kann man viel lernen. Und zwar nicht nur über die Regeln des Standarddeutschen selbst, sondern auch über ihre Entstehung, ihre soziale Funktion in einer stratifizierten Gesellschaft und über die sprachideologischen Wissensbestände, die ihnen zugrunde liegen. Schließlich sind sprachliche Zweifelsfälle ein geeigneter Gegenstand, um korpuslinguistische Methoden einzuüben.
Im Seminar wollen wir uns zunächst die seit einigen Jahren florierende Forschung zu sprachlichen Zweifelsfällen erschließen und ausgesuchte Zweifelsfälle und die metasprachlichen Thematisierungen selbständig untersuchen. Auch über didaktische Implikationen für den schulischen Deutschunterricht werden wir uns Gedanken machen. - Literatur
-
- Klein, Wolf Peter (2003): Sprachliche Zweifelsfälle als linguistischer Gegenstand. Zur Einführung in ein vergessenes Thema der Sprachwissenschaft. In: Linguistik Online 16, https://doi.org/10.13092/lo.16.793.
- Klein, Wolf Peter (2018): Sprachliche Zweifelsfälle im Deutschen: Theorie, Praxis, Geschichte. Berlin, Boston: De Gruyter.
- Szczepaniak, Renata (2025): Sprachliche Zweifelsfälle: Definition, Betrachtungsdimensionen und Erforschung (= Narr Studienbücher). Tübingen: Narr Francke Attempto.
- Seminar – [ALI - Rath] - Multimodale Diskurslinguistik
- Lehrperson
-
- Torben Rath
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0117/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Diskurslinguistik hat sich in den letzten 25 Jahren als ein ausdifferenziertes Forschungsfeld etabliert, das verschiedene Zugriffe umfasst und unterschiedliche Gegenstände analysiert. Nachdem lange Zeit ein Newspaper Bias vorherrschte, wächst inzwischen das Interesse an digitalen Diskursen, die sich nicht zuletzt in webbasierter multimodaler Kommunikation – wie Sharepics der AfD, TikToks von Heidi Reichinnek oder Reels der Tagesschau – manifestieren. Im Zuge des Multimodal Turn wird das Methodenrepertoire fortlaufend modifiziert und um analytische Zugriffe wie die multimodale Metaphern- und Argumentationsanalyse oder sozialsemiotische Ansätze erweitert. Hieran knüpft das im Schnittbereich von multimodaler Diskurs- und Politolinguistik sowie Sozialsemiotik angesiedelte Seminar an. Im ersten Teil des Seminars werden die theoretischen und methodischen Grundlagen der multimodalen Diskurslinguistik erarbeitet. Im zweiten Teil ist eine forschungsorientierte Projektarbeit angesetzt, in deren Rahmen die Studierenden einen selbst gewählten politischen Diskurs anhand multimodaler Kommunikate analysieren und die Ergebnisse zum Abschluss des Semesters in Vorträgen präsentieren.
- Literatur
- Klug, Nina-Maria/Stöckl, Hartmut (Hg.) (2016): Handbuch Sprache im multimodalen Kontext (= Handbücher Sprachwissen (HSW) 7). Berlin, Boston: De Gruyter.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Fertigkeiten im Deutschen als Fremd- und Zweitsprache
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden die theoretischen Grundlagen des zweitsprachlichen Hör(-Seh)verstehens, Sprechens, Leseverstehens und Schreibens erar-beitet sowie didaktisch-methodische Konzepte zur Entwicklung dieser sprachlichen Fertigkeiten vorgestellt und diskutiert. Dabei werden fol-gende Schwerpunkte gesetzt:
• Einordnung und Differenzierung der sprachlichen Fertigkeiten/ kommunikativen Kompetenzen
• Sprachliche Fertigkeiten im Rahmen des Gemeinsamen Europäi-schen Referenzrahmens für Sprachen (GER)
• Entwicklung der rezeptiven Fertigkeiten Hör(-Seh)verstehen und Leseverstehen: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Entwicklung der produktiven Fertigkeiten Sprechen und Schrei-ben: Anforderungen an Lernende und didaktisch-methodische Konzepte
• Fertigkeitentraining: isoliert und/oder integriert?
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Grammatik im DaF- und DaZ-Unterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- Die übergeordneten Ziele des Seminars sind eine Sensibilisierung für Fremdperspektiven auf die deutsche Grammatik und für Besonderheiten der Grammatikvermittlung im fremd- bzw. zweitsprachlichen Deutschunterricht, damit einhergehend eine Erweiterung und Vertiefung des expliziten Grammatikwissens und nicht zuletzt ein Überblick über aktuelle Vermittlungskonzepte.
Zunächst befassen sich die Seminarteilnehmenden mit wichtigen syntaktischen und morphologischen Lehr-/Lerngegenständen im DaF-/DaZ-Unterricht:
• Klammerstrukturen
• Inversion
• Genussystem
• Artikelformen
• Personalpronomen
• Pluralformen
• Kasuswechselpräpositionen
• Adjektivdeklination.
Die daran anschließende Auseinandersetzung mit relevanten Befunden der Erwerbssequenzforschung, v.a. zum Erwerb der Satzmodelle, zielt auf eine kritische Reflexion der grammatikbezogenen Lernzielvorschläge in „Profile deutsch“ (2005), den Niveaubeschreibungen für das Deutsche nach den Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), sowie der darauf fußenden Grammatikprogression in aktuellen DaF-/DaZ-Lehrwerken ab.
Im zweiten Teil des Seminars liegt der Fokus auf didaktisch-methodischen Konzepten zur Vermittlung der Grammatik des Deutschen. Nach einer Klärung des Verhältnisses von linguistischen und didaktischen Grammatiken, der Erarbeitung der Prinzipien didaktischer Grammatiken und der Herausstellung der Relevanz der Dependenzgrammatik für den DaF-/DaZ-Unterricht werden die grundlegenden sowie ausgewählte spezifische Verfahren der Grammatikvermittlung vorgestellt und diskutiert.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Frühe Literalität im Kontext von Mehrsprachigkeit
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Mit dem Ziel, die Potenziale der Anbahnung von Literalität bereits vor der Alphabetisierung bewusst zu machen, werden zunächst theoreti-sche Modelle in den Blick genommen, welche die Relevanz (früher) schriftbezogener Kompetenzen unterstreichen, und daran anschließend Konzepte der Frühförderung von zwei-/mehrsprachigen Kindern über literale Aktivitäten vorgestellt und diskutiert. Die Thematisierung des Konzepts der Koordinierten zweisprachigen Alphabetisierung im An-fangsunterricht (Koala) ist im Sinne einer Überleitung von der Vorschrift-lichkeit zur Schriftlichkeit für das Ende des Seminars vorgesehen. Diesem Plan entsprechend werden im Seminar folgende Schwerpunkte gesetzt:
• Begriffe von Literalität: Auseinandersetzung mit Definitionen
• Register innerhalb von Sprachen bzw. innere Mehrsprachigkeit
• Modell der Textkompetenz von Portmann-Tselikas/ Schmölzer-Eibinger (2008)
• Kritische Reflexion der Modelle von Cummins zum Verhältnis von L1 und L2:
- CUP-Modell vs. SUP-Modell
- Interdependenz-Hypothese und Doppeleisberg-Modell
- Schwellenniveau-Hypothese
• Konzepte und Verfahren zur Anbahnung von Literalität
- Kieler Modell
- Dialogische Bilderbuchbetrachtung (in L1 und L2)
- Förderung der phonologischen Bewusstheit in der Zweitsprache Deutsch
- Merkmale des L2-Erzählens und Möglichkeiten der sys-tematischen Förderung des L2-Erzählens
• Potenziale des Koala-Konzepts (Koordinierte zweisprachige Al-phabetisierung im Anfangsunterricht).
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Alphabetisierung von Erwachsenen in der Zweitsprache Deutsch
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- In den Blick genommen werden nicht bzw. kaum literalisierte Erwachse-ne, die das Deutsche als Zweitsprache im Migrationskontext, d.h. inner-halb des deutschsprachigen Raums und damit einhergehend in einem ihnen unbekannten soziokulturellen Umfeld erwerben.
Anhand von theoretischen Impulsen, Praxisbeispielen und interaktiven Methoden soll das Seminar für die Arbeit mit Erwachsenen mit Deutsch als Zweitsprache und Alphabetisierungsbedarf sensibilisieren und Mög-lichkeiten zielgruppenadäquater sprachlicher Förderung aufzeigen. Dar-aus ergeben sich folgende inhaltliche Schwerpunkte:
• Was bedeutet es für Erwachsene, alphabetisiert zu werden?
• Formen von Analphabetismus
• Alphabetisierung im Rahmen des Integrationskurssystems in Deutschland
• Aspekte von Heterogenität und Konzepte zum Umgang mit He-terogenität
• Theoretische Grundlagen des Alphabetisierungsunterrichts
- Schriftlichkeit
- Funktionsprinzipien der deutschen Orthographie im Überblick
- Modelle des Schrifterwerbs
- Phonologische Bewusstheit und mündliche Kompeten-zen als wichtige Grundlagen für den Schrifterwerb
• Methoden zur Vermittlung schriftlicher/ schriftsprachlicher Kompetenzen
• Kriterien zur Beurteilung von Alphabetisierungslehrwerken
• Prinzipien der Entwicklung zielgruppengerechter Lehr-/Lernmaterialien.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Ästhetische Medien im zweitsprachlichem Deutschunterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz - Beschreibung
- Ästhetische Medien eröffnen vielfältige Möglichkeiten für einen motivierenden und sprachlich anspruchsvollen Deutschunterricht. Im Seminar erwerben die Studierenden Kompetenzen zur Auswahl, Didaktisierung und methodisch reflektierten Gestaltung des Einsatzes ästhetischer Medien im DaZ- und DaF-Unterricht.
Zu Beginn wird der Begriff ästhetische Medien geklärt. Dazu zählen unter anderem literarische Texte, Bilderbücher, Graphic Novels, Filme, Videos und Lieder. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Potenziale dieser Medien für den Zweit- und Fremdsprachenerwerb. Ästhetische Medien schaffen authentische Kommunikationsanlässe, fördern den Wort-schatz- und Grammatikerwerb in bedeutungsvollen Kontexten und regen zur mündlichen wie schriftlichen Sprachproduktion an. Darüber hinaus unterstützen sie die Entwicklung von Lese-, Hör- und Sehkompetenzen und eröffnen Zugänge zu kulturellen Perspektiven.
Anhand ausgewählter Beispiele werden Möglichkeiten erarbeitet, ästhetische Medien lernendenorientiert auszuwählen, didaktisch aufzubereiten und methodisch fundiert in den DaZ- und DaF-Unterricht zu integrieren.
- Seminar – [DAF - Oechel-Metzner] - Phonetik im DaF- und DaZ-Unterricht
- Lehrperson
-
- Dr. Claudia Oechel-Metzner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde BSS/0149/U In Präsenz - Beschreibung
- Der Erwerb mündlicher Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen) setzt den Erwerb entsprechender phonetischer Fertigkeiten (phonetisches Hören, Aussprache) voraus. Und umgekehrt: Mangelt es an phoneti-schen Fertigkeiten, werden das Verstehen und Verstandenwerden in der mündlichen Kommunikation beeinträchtigt – mit zum Teil weitreichen-den Folgen hinsichtlich der Akzeptanz, Integration und Identitätsbil-dung. Jedoch ist der Erwerb einer neuen Aussprache gerade für jugendli-che und erwachsene Lernende mit besonderen Herausforderungen verbunden. Von diesen Prämissen ausgehend, setzt das Seminar fol-gende Schwerpunkte:
• Differenzierung von Phonetik und Phonologie; Klärung grundle-gender Begriffe
• Lernzielbestimmungen im Feld unterschiedlicher Standardaus-sprache(n), Varietäten und Varianten
• Phonetische Besonderheiten des Deutschen und Phonem-Graphem-Beziehungen im Deutschen entsprechend der interna-tionalen Lautschrift (IPA)
• Phonetische Interferenzen und Lernschwierigkeiten DaF-/DaZ-Lernender am Beispiel ausgewählter Erstsprachen (kontrastive Vergleiche)
• Imitation und Intervention als grundlegende Vermittlungsprin-zipien in Abhängigkeit vom Alter der Lernenden
• Klassifizierung von Phonetikübungen und Prinzipien der Pro-gression des Phonetikunterrichts
• Möglichkeiten der Integration der Phonetik in den DaF-/DaZ-Unterricht
• Diskussion der Übungsschwerpunkte in ausgewählten DaF-/DaZ-Lehr-/Lernmaterialien.
- Seminar – [DAF - Hempel] - EMMA – Experimentelle Methoden in der Mehrsprachigkeitsforschung
- Lehrperson
-
- Marie Hempel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 20.10.2026
Wie wird Sprache im Gehirn verarbeitet? Wie werden dabei Wörter aus dem mentalen Lexikon abgerufen und Satzbedeutungen interpretiert? Wie unterscheidet sich die Sprachverarbeitung von Menschen mit Deutsch als Erstsprache und Deutschlerner:innen? – Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Disziplin der Psycholinguistik, deren wichtigste Methode zur Beantwortung solcher Fragen das Experiment ist.
Das Projektseminar „EMMA“ richtet sich an Studierende mit einem besonderen Interesse an empirischen Methoden, die Freude daran haben, sich in ein neues Themenfeld einzuarbeiten und dabei forschungspraktische Fähigkeiten zu erwerben. In diesem Seminar werden die Teilnehmenden dazu angeleitet, in Kleingruppen ein eigenes KI-gestütztes psycholinguistisches Experiment zu entwickeln, dieses mit Proband:innen unter Laborbedingungen durchzuführen und die gewonnenen Verhaltensdaten selbst statistisch auszuwerten. Im Laufe des Semesters werden sie eine Forschungsfrage entwickeln, Variablen operationalisieren, ein Experiment programmieren, forschungsethische Aspekte erarbeiten, Studienteilnehmer:innen rekrutieren, Daten erheben und statistisch analysieren. Die Vermittlung der hierfür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erfolgt kleinschrittig und durch eine intensive Betreuung der Gruppen.
Besonderheiten
Das Projektseminar wird durch Mittel des FOSTER-Programms finanziell gefördert. Dadurch wird zusätzlich zur Dozentin auch ein:e geschulte Lehrassistentin zur Unterstützung der Gruppen zur Verfügung stehen. Des Weiteren kann durch diese Förderung den Proband:innen, die an den Datenerhebungen der Gruppen teilnehmen, eine Aufwandsentschädigung ausgezahlt werden.
Da quantitative Forschungsansätze immer noch oft als männlich konnotiert wahrgenommen werden, liegt ein besonderes Augenmerk von EMMA darauf, insbesondere Studentinnen dazu zu ermutigen, sprachwissenschaftliche Experimente selbst zu programmieren und statistisch auszuwerten.
Bitte beachten Sie:
a) Die Teilnehmer:innenzahl ist auf 15 Studierende begrenzt.
b) Da der Erfolg der Gruppenprojekte in erster Linie von der Einsatzbereitschaft der Teilnehmenden abhängt, tragen Sie sich bitte nur in das Seminar ein, wenn Sie zu diesem Engagement bereit sind.
- Seminar – [DAF - Hempel] - Endgegner Nominalstil - Einblicke in seine Struktur, Rezeption und sprachsensible Vermittlung
- Lehrperson
-
- Marie Hempel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde BSS/0109/U In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 22.10.2026
„Bei der Zellteilung erfolgt eine identische Verdopplung der Erbin-formation zur Sicherstellung der Informationsweiterleitung.“ – Was in wissenschaftlichen Texten für sprachliche Präzision sorgt, wird im Schulalltag oft zur sprachlichen Hürde. Der sogenannte Nomi-nalstil prägt die deutsche Bildungssprache. Er gilt als sachlich, prä-zise und komprimiert, macht Texte aber gleichzeitig abstrakt, dicht und schwer verständlich. Für Schülerinnen und Schüler kann er im Fachunterricht daher oft zum „Endgegner“ werden.
In diesem Seminar wollen uns den Herausforderungen des Nomi-nalstils stellen und besser verstehen, worin die Funktionalität der für ihn typischen sprachlichen Mittel liegt. Dabei untersuchen wir den Nominalstil aus drei verschiedenen Perspektiven: linguistisch, psycholinguistisch und didaktisch. Das Ziel des Seminars ist es, Sie als angehende Lehrkräfte darauf vorzubereiten, bildungs-sprachliche Barrieren im Fachunterricht zu erkennen und durch gezielte sprachliche Unterstützungsangebote abzubauen.
…und nebenbei verbessert dieses Wissen womöglich auch Ihren eigenen wissenschaftlichen Schreibstil.
- Seminar – [DAF - Möhring] - Disko, Falko oder Gingko? Korpuslinguistische Methoden zur Analyse von Text und (Lerner-)Sprache im Bereich DaF/DaZ
- Lehrperson
-
- Jupp Möhring
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde SE2/0221/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem praxisorientierten Seminar werden Grundlagen korpuslinguistischer Forschungsansätze vermittelt und angewandt. Nach einer (kurzen) theoretischen Einführung zu Grundlagen und relevanter Terminologie werden Anwendungsszenarien vorgestellt und diskutiert sowie ein Überblick zu verfügbaren korpuslinguistischen Ressourcen im Bereich Germanistik und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache erarbeitet. Weiterhin werden Werkzeuge eingesetzt, welche die Aufberei-tung und Auswertung eigener Textsammlungen (Korpora) er-möglichen, etwa zur Analyse von Lehrwerken. Der Kurs bietet ausreichend Raum, um die mögliche Umsetzung eigener For-schungsvorhaben zu diskutieren und aktuelle Interessen der Teilnehmenden einzubinden.
Teilnehmende sind nach Abschluss des Kurses u. a. in der La-ge, bereits vorhandene und selbst erstellte Korpora hinsichtlich (lerner:innen)sprachlicher Phänomene zu durchsuchen und Belege zu extrahieren, Texte automatisch mit linguistischen Informationen anzureichern (Annotation), Worthäufigkeiten zu ermitteln und interpretieren sowie korpusbasierte Daten zu visualisieren und statistisch auszuwerten.
Hinweis
Für die meisten Sitzungen wird die Nutzung eines eigenen Laptops empfohlen.
- Vorlesung – [DAF - Binanzer] - Linguistische Grundlagen für DaZ/DaF
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung Linguistische Grundlagen für DaZ/DaF führt an-wendungsorientiert in sprachwissenschaftliche Grundlagen mit Blick auf den Erwerb bzw. die Vermittlung von DaZ/DaF ein. Primäre Zielsetzung dieser Einführung ist es, den Aufbau bzw. die Wiederholung genau derjenigen fachspezifischen linguistischen Kompetenzen zu unterstützen, die es ermöglichen, lernersprachliche Äußerungen auf Grundlage fundierter linguistischer Kenntnisse zu analysieren, um daraus diagnostische und didaktische Schlussfolgerungen ziehen zu können, da dies eine wichtige Kernkompetenz des Berufsbildes von DaF-/DaZ-Absolvent:innen darstellt.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Spracherwerb im Kontext von Mehrsprachigkeit
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0109/U In Präsenz - Beschreibung
- Lehrkräfte benötigen Kenntnisse über den frühen und späten Zweitspracherwerb, um das Sprachenlernen im mehrsprachigen Klassenzimmer unterstützen zu können. In diesem Seminar wer-den Theorien und Ansätze der Zweitsprachenerwerbsforschung diskutiert sowie schulische Faktoren erörtert, die sich auf den Zweitsprachenerwerbsprozess auswirken. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich die schulischen Ausgangslagen von Schülerinnen und Schülern darstellen, die zwei- oder mehrsprachig sind und welche sprachlichen Kompetenzen benötigt werden, um Bildungserfolg zu ermöglichen. Da der Spracherwerb u.a. auch von den individuellen Spracherwerbserfahrungen sowie den subjektiven Einstellungen zur Zielsprache beeinflusst wird und die Mehrsprachigkeit von Kindern und Jugendlichen ein großes Potential birgt, beschäftigen wir uns mit der Erhebung von sprachbiographischen Daten sowie von Daten zu subjektiven Theorien über Sprache(n).
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Basismodul 3: Spracherwerb und Mehrspra-chigkeit (SLK-SEGS-DAZ-B3, SLK-SEOS-DAZ-B3, SLK-SEBS-DaZ-B3, SLK-SEGY-DaZ-B3) zugeordnet.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Sprachliche Anforderungen im Kontext Schule II
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Termin | Raum
Mi, 4. DS (13:00–14:30) | BSS/0E41/U
Beginn
14.10.2026
Lehrformat
Präsenzveranstaltung
Inhalt
Schulerfolg setzt bestimmte sprachliche Kompetenzen voraus, die sich von jenen unterscheiden, die zur Bewältigung des Alltags außerhalb der Schule, z.B. in der Familie, benötigt werden. Schulische Sprachanforderungen sind zum Teil fachspezifisch, zum Teil aber auch fachübergreifend. Schulische Formen des Sprachgebrauchs zielen auf Lernprozesse ab und sind in diesem Sinne bildungssprachlich. Das Konzept Bildungssprache wird im Seminar diskutiert und der Frage nachgegangen, wie sich Lehrkräfte aller Fächer bildungssprachliche Anforderungen im Fachunterricht bewusstmachen können. Sprachliche Merkmale von Schulbuchtexten und Aufgaben können u.a. mit dem Instrumentarium der Registerlinguistik analysiert werden, die Bildungssprache als eine situativ-funktionale Varietät auffasst.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar gehört laut Modulbeschreibung vom SoSe 2024 zum Modul "Sprache im Fach ": SLK-SEGS-DAZ-SF, SLK- SEOS -DAZ-SF, SLK-SEBS-DAZ-SF SLK-SEGY-DAZ-SF. Laut Modulbeschreibung vom Wise 2024/2025 gehört dieses Seminar zum Modul „Sprachliche Register im schulischen Unterricht“: SLK-SEGY-DAZ-SR, SLK-SEOS-DAZ-SR, SLK-SEBS-DAZ-SR.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Schreibprozessforschung
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BSS/0109/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden zunächst empirische Forschungsmethoden in Linguistik und Sprachlehrforschung diskutiert, wobei auf häufige Datenerhebungsmethoden wie z.B. Beobachtung, Befragung und Experiment eingegangen wird. Dann wird speziell auf Methoden zur empirischen Erforschung des Schreibens und auf Schreibprozessmodelle in Deutsch als Zweitsprache eingegangen. Schließlich werden das schriftliche Argumentieren und die Entwicklung wissenschaftlicher Textkompetenz von Schülerinnen und Schülern in der Zweitsprache Deutsch fokussiert.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist zugehörig zum Modul „Förderung sprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I und II“ (SLK-SEGY-DAZ-FSK, SLK-SEBS-DAZ-FSK).
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Übersetzung und Sprachmittlung
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit den Be-griffen Übersetzen, Sprachmitteln, Community Interpreting und Language und Cultural Brokering. Hierbei werden linguis-tische Ansätze fokussiert aber auch kulturelle Dimensionen berücksichtigt. Insbesondere wird das Konzept des kulturellen Filters und seine Rolle beim Übersetzen berücksichtigt (House 2015). Im Folgenden wird der Frage nachgegangen, welche Relevanz das Sprachmitteln für Schüler und Schülerinnen in schulischen und außerschulischen (vor allem auch familiären) Kontexten hat. Wir diskutieren, welche sprachlichen und kultu-rellen Kompetenzen für das Übersetzen und Sprachmitteln be-nötigt werden und auf welche Weise Übersetzen und Sprach-mitteln mit dem Lernen und Lehren von Sprachen zusammen-hängen. Schließlich soll es um die Frage gehen, auf welche Weise und mit welchen Zielen Übersetzungs- und Sprachmitt-lungsaufgaben in den schulischen Unterricht (DaZ-Unterricht, Herkunftssprachenunterricht, Fremdsprachenunterricht) ein-gebaut werden können.
Hinweis zum EF DaZ
Das Seminar ist dem Modul "Interkulturelles Lernen" nach Mo-dulplan vom Sose 2020/ dem Modul "Kulturreflexives Lernen nach Modulplan vom Wise 2024/2025 (SLK-SEBS-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-IL, SLK-SEOS-DAZ-IL, SLK-SEGY-DAZ-IL, SLK-SEGS-DAZ-KL, SLK-SEGY-DAZ-KL, SLK-SEBS-DAZ-KL, SLK-SEOS-DAZ-KL) zugeordnet.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Zugänge zu sprachlichen Fähigkeiten
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0117/U In Präsenz - Beschreibung
- Eine äußerst wichtige Aufgabe von Lehrpersonen ist es, den Sprachstand von Schülern und Schülerinnen in ein- oder mehrsprachigen Kontexten zu ermitteln (Lang 2017, 307). Denn didaktische Entscheidungen bezüglich sprachlicher Lehr- und Lernprozesse lassen sich nur auf der Basis von spezifischen Fähigkeitsindikatoren fällen, die von Lehrpersonen zu deuten sind. Der Begriff Sprachstandserhebung wird häufig mit der individuellen Diagnose in Verbindung gebracht, die eine auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Sprachförderung ermöglicht. Sprachstandserhebungen dienen aber auch zur Evaluation sprachbildender Maßnahmen und werden außerdem zur Untersuchung des Sprachstandes von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersgruppe genutzt, um einem bestimmten Ressourcenbedarf aufzudecken. Ferner werden sie bei Abschlussprüfungen von Sprachkursen sowie im Rahmen von Bildungsstudien verwendet. Zu Beginn des Seminars beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der Sprachdiagnostik und klären zentrale Konzepte. Im Folgenden fokussieren wir die Sprachdiagnostik im Hinblick auf verschiedene Altersgruppen und Bildungsetappen. Dann diskutieren wir verschiedene Verfahren, die sich einerseits auf unterschiedliche linguistische Ebenen beziehen und andererseits die Kompetenzen bestimmter Teilfertigkeiten diagnostizieren. Schließlich werden ausgewählte sprachdiagnostische Verfahren wie Lise-DaZ, ELFEII und die Profilanalyse nach Grießhaber detaillierter betrachtet.
Modulhinweis EF DaZ
Dieses Seminar ist zugehörig zum Modul Modellierung, Erwerb und Diagnostik sprachlicher Kompetenzen (SLK-SEGY-DAZ-MED, SLK-SEOS-DAZ-MED, SLK-SEGS-DAZ-MED, SLK-SEBS-DAZ-MED).
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Diversität und Migration in Bildungsmedien
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 4. Doppelstunde HSZ/0201/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Konzepten der kulturellen Bildung zur Darstellung von Diversität und Migrati-on in Bildungsmedien und gehen der Frage nach, inwieweit aktuelle Lehrwerke und Schulbücher diese Konzepte umset-zen. Hierbei fokussieren wir zum einen integrative Deutschbü-cher, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Literatur- und Sprachdidaktik mit den Lernbereichen Lesen, Schreiben, Spre-chen und Zuhören sowie Sprachbetrachtung miteinander ver-schränken und zum anderen DaZ-Lehrwerke. Bei Bedarf be-rücksichtigen wir auch Fremdsprachenlehrwerke und Schul-bücher gesellschaftswissenschaftlicher Fächer (Geographie, Geschichte und Politik). Ziel der Analyse von Lehrwerken und Schulbüchern ist es, Kriterien für die Auswahl geeigneter Lehr-werke und Schulbücher für die jeweiligen Fächern zu erarbei-ten, die auch als Grundlage für die Entwicklung eigener Lehr-werkkonzepte dienen können.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist dem Modul "Perspektiven der Migrations-forschung" (SLK-SEBS-DAZ-MIG, SLK-SEGS-DAZ-MIG, SLK-SEOS-DAZ, SLK, SLK-SEGY-DAZ-MIG) zugehörig.
- Seminar – [RSW2 - Saccà] - Multimodale Kommunikation im Sprachvergleich: von analogen Medien bis zu KI-generierten Texten
- Lehrperson
-
- Dr. Francesco Saccà
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Seitdem vom Begriff der Multimodalität die Rede ist, wird immer wieder die Frage gestellt, ob es überhaupt „nicht-multimodale“ Texte gibt. Denn sprachliche Zeichen treten in konkreten Kommunikationssituationen kaum isoliert auf. Die Konstruktion von Bedeutung erfolgt vielmehr häufig durch das Zusammenspiel verschiedener semiotischer Modi bzw. Ressourcen, zu denen Kress (2010) unter anderem Schrift, Bild, Layout, Gestik und Klang zählt. Gesprochene Sprache wird z.B. oft durch Intonation, Mimik, Gestik, Körperhaltung, usw. begleitet; geschriebene Sprache erscheint stets in einer materiell und visuell gestalteten Form, etwa hinsichtlich Typografie, Schriftgröße und -farbe sowie räumliche Anordnung. Diese unterschiedlichen Modi bzw. Ressourcen können als Ausdruck unterschiedlicher semiotischer Systeme verstanden werden, die sprach- und kulturbezogenen Konventionen folgen und auf jeweils spezifische Weise zur Bedeutungsbildung beitragen können.
Die Fähigkeit, solche multimodalen Bedeutungsangebote zu verstehen und kritisch zu analysieren, ist für die gegenwärtige Medien- und Kommunikationslandschaft von besonderer Bedeutung. Heutzutage verbinden Online-Zeitungsartikel sprachlichen Text beispielsweise mit Bildern, Grafiken oder Tabellen; Fernsehnachrichten kombinieren Bild, gesprochene Sprache, Schrift und Ton; Radiobeiträge arbeiten mit Stimme, Musik und Geräuschen; und insbesondere in sozialen Medien entstehen komplexe Verbindungen von Schrift, Bild, Video, Ton, Typografie und weiteren Ausdrucksformen. Multimodale Kommunikation erfordert daher eine Anpassung an neue Formen des Lesens, die über die Analyse verbaler Sprache hinausgehen und danach fragen, wie verschiedene semiotische Modi miteinander interagieren und gemeinsam Bedeutung hervorbringen.
Der Seminar führt zunächst in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Multimodalitätsforschung ein und vermittelt die Mittel zur Beschreibung, Interpretation und Analyse multimodaler Texte. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, was überhaupt unter einem „multimodalen Text“ zu verstehen ist und warum sich der Begriff der „Multimodalität“ in den letzten Jahren als besonders produktiv für die sprachwissenschaftliche Analyse erwiesen hat. Im Anschluss werden multimodale Formen der Bedeutungsproduktion in vier zentralen Bereichen vergleichend untersucht: (1) Kunst und Literatur, (2) Werbung und Propaganda, (3) Kommunikation in sozialen Medien sowie (4) KI-generierte Texte. Dabei werden Beispiele aus dem Französischen, Italienischen, Deutschen und Englischen berücksichtigt, um sowohl sprach- und kulturspezifische Besonderheiten als auch übergreifende multimodale Strategien herauszuarbeiten.
Abschließend widmet sich der Kurs der Frage, welches Potenzial multimodale Texte für die Fremdsprachendidaktik und die barrierefreie Kommunikation besitzen. Diskutiert wird insbesondere, wie die Arbeit mit unterschiedlichen semiotischen Ressourcen das Text- und Medienverständnis, die kommunikative Kompetenz sowie die kritische Auseinandersetzung mit sprachlichen und visuellen Bedeutungsangeboten fördern kann.
SLK-MA-EuroS-AM
(Abschlussmodul Europäische Sprachen)
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Link: https://bildungsportal.sachsen.de/opal/auth/RepositoryEntry/55804264450?10
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. Oktober 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Seminar – [ALI - Meier-Vieracker] - Neuere Arbeiten der Angewandten Linguistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Das Oberseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die Interesse an der Diskussion neuester Forschungsergebnisse, Methoden und Gegenstandsbereiche der Angewandten Linguistik haben und/oder ihre Abschlussarbeit (BA, MA, Stex) in der Angewandten Linguistik schreiben möchten. Neben der Lektüre und Diskussion neuer Publikationen können auch Methoden und Tools gemeinsam exploriert werden. Darüber hinaus besteht für die Kandidat:innen der Abschlussarbeiten die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Projekte.
- Oberseminar – [DAF - Binanzer] - Forschungspraxis DaZ/DaF
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die an eigenen Forschungsprojekten (Abschlussarbeiten im Bachelor-, Master- oder Staatsexamensstudium) im Bereich Deutsch als Zweit- bzw. Fremdsprache arbeiten.
Im ersten Seminarteil werden – orientiert an den Forschungsprojekten der Teilnehmenden – zentrale Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens behandelt. Dazu gehören beispielsweise Fragen der (empi-rischen) Studienplanung und Datenerhebung, Auswertungsverfahren sowie forschungsethische Aspekte. Ergänzt wird dieser Seminarteil – je nach Angebot und Interessen der Teilnehmenden – durch Einbli-cke in aktuelle Forschungsaktivitäten der Professur. Dazu können die gemeinsame Teilnahme an wissenschaftlichen Fachvorträgen, die Diskussion aktueller Studien sowie die Mitwirkung an einzelnen Forschungsschritten, etwa im Rahmen von Datenerhebungen, Experimenten oder anderen projektbezogenen Aktivitäten, gehören. Ziel ist es, wissenschaftliche Arbeitsweisen und Forschungsprozesse anhand konkreter Beispiele kennenzulernen, zu reflektieren und An-knüpfungspunkte für die eigene wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen.
Im zweiten Seminarteil (Blocktermin am Do, 03.12.2026) präsentieren die Studierenden ihre Arbeiten als work in progress und disku-tieren gemeinsam Fragen und Herausforderungen aus den verschie-denen Phasen ihres Forschungs- und Schreibprozesses.
Im dritten Seminarteil werden die individuellen Forschungsprojekte nach Bedarf durch Beratungen und gemeinsame Diskussionen weiter begleitet.
- Seminar – [DAZ - Harfmann] - Schreibprozessforschung
- Lehrperson
-
- Martin Harfmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde BSS/0109/U In Präsenz - Beschreibung
- In diesem Seminar werden zunächst empirische Forschungsmethoden in Linguistik und Sprachlehrforschung diskutiert, wobei auf häufige Datenerhebungsmethoden wie z.B. Beobachtung, Befragung und Experiment eingegangen wird. Dann wird speziell auf Methoden zur empirischen Erforschung des Schreibens und auf Schreibprozessmodelle in Deutsch als Zweitsprache eingegangen. Schließlich werden das schriftliche Argumentieren und die Entwicklung wissenschaftlicher Textkompetenz von Schülerinnen und Schülern in der Zweitsprache Deutsch fokussiert.
Hinweis zum EF DaZ
Dieses Seminar ist zugehörig zum Modul „Förderung sprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I und II“ (SLK-SEGY-DAZ-FSK, SLK-SEBS-DAZ-FSK).
- Kolloquium – [DAF - Binanzer] - Linguistisches Kolloquium
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 6. Doppelstunde bis 7. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz