Master (alt) Europäische Sprachen
Komplementärmodule – Sommersemester 2026
SLK-MA-EuroS1.2.1
(Komplementärmodul zur Sprachgeschichte)
- Vorlesung – [Ling - Lange] - Language(s) in the British Isles
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 10.04.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde DRU/0068/H In Präsenz - Beschreibung
- Today, the inhabitants of the islands across the Channel are in a minority among the speakers of English worldwide. However, as the homeland of the language we now call English, the British Isles feature an impressive range of dialectal variation from the beginning of the recorded history of the language. Further, the British Isles have always been the site of language contact, involving indigenous languages such as the Celtic languages, the languages of early conquerors such as Scandinavian or Norman French, or lately the languages of former colonial subjects such as immigrants from the Caribbean or South Asia.
This lecture will take you on a guided tour through the linguistic landscapes of the British Isles, ranging from historical dialectology to contemporary multicultural London English.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Korpuslinguistik: Methoden und Anwendungen am Beispiel des Italienisch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt.
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung:
Die Korpuslinguistik, die mit dem Aufkommen der Computer entstanden ist, ist eine Disziplin, die auf der Analyse umfangreicher Sammlungen digitalisierter Daten (geschriebene Texte, Transkriptionen von Gesprächen, mündliche Äußerungen usw.) beruht. Diese Sammlungen, sogenannte Korpora, umfassen in ihrer neuesten Generation Milliarden von Wörtern. Das Seminar gibt eine Einführung in die Ziele, Methoden und Werkzeuge der Korpuslinguistik. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Analyse des zeitgenössischen Italienisch als auch der kontrastive Vergleich des Italienischen mit anderen europäischen Sprachen (Französisch, Deutsch, Englisch).
Neben der theoretischen Einführung verfolgt das Seminar auch praxisorientierte Ziele. Es dient der Bearbeitung konkreter Forschungsfragen, die gemeinsam mit den Studierenden entwickelt werden. Ein Teil des Seminars ist der Erstellung eines Mini-Korpus von Texten gewidmet. Dadurch sollen (i) die grundlegenden Prinzipien der Korpuserstellung vermittelt, (ii) Verfahren der Annotation und Kodierung von Daten erlernt sowie (iii) die zentralen Methoden der Korpuslinguistik auf unterschiedliche Analyseebenen (lexikalisch, syntaktisch, textuell) angewandt werden.
EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sprachvergleich Italienisch–Deutsch anhand der Kinder- und Jugendliteratur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. April 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht anhand vergleichender Analysen von Texten aus der Kinder- und Jugendliteratur – von Carlo Collodis Pinocchio (1881) bis zu Gianni Rodaris Le favole al telefono (1971) – zentrale Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Italienischen und dem Deutschen. Die Analysen beziehen sich auf alle Sprachebenen, darunter Lexik, Syntax, Morphologie und Interpunktion. Ein weiteres Ziel des Seminars ist die Einführung in Methoden und Instrumente der kontrastiven Linguistik, deren Erkenntnisse in zahlreichen Anwendungsbereichen von grundlegender Bedeutung sind, insbesondere im Fremdsprachenunterricht und in der Übersetzungswissenschaft.
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 15. April 2026
Die Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik vermittelt den Studierenden grundlegende Kenntnisse über die pragmatischen Aspekte der italienischen Sprache. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Sprachgebrauch in konkreten Kommunikationssituationen sowie die Frage, wie Bedeutung in sozialen und kulturellen Kontexten entsteht und ausgehandelt wird. Der Kurs behandelt zentrale sprachliche Mittel, Diskursstrategien und kulturelle Besonderheiten, die die italienische Kommunikation prägen; ausgewählte Phänomene werden zudem aus historischer Perspektive betrachtet.
Die Vorlesung führt in die drei klassischen Kernbereiche der Pragmatik ein, die anhand von Beispielen aus dem Italienischen illustriert werden: Sprechakte und sprachliches Handeln; implizite Kommunikation (Implikaturen und Präsuppositionen); Deixis und Anapher. Darüber hinaus werden ausgewählte aktuelle Forschungsfelder der Pragmatik vorgestellt, darunter non-verbale Kommunikation (insbesondere Gestik), Begrüßungsformeln, Interjektionen und Gesprächspartikeln sowie die Fokus-Hintergrund-Gliederung sprachlicher Äußerungen.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Vorlesung – [RSW2 - Meier] - Normierung, Variation und Prestige: Das Französische im Spiegel der Geschichte
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über zentrale Etappen der französischen Sprachgeschichte vom Altfranzösischen über das Mittelfranzösische bis hin zum Französischen der Gegenwart. Sie thematisiert Formen historischer Sprachvariation sowie die Entwicklung und Durchsetzung sprachlicher Normen und verbindet dabei Perspektiven der internen Sprachgeschichte (z. B. lautliche, morphologische und syntaktische Entwicklungen) mit Aspekten der externen Sprachgeschichte, etwa gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Vorstellungen vom „bon français“ herausgebildet haben und wie diese mit sozialer Differenzierung, Prestige und Macht verbunden sind. Dabei werden auch Institutionalisierungsprozesse – etwa im Umfeld der Académie française – berücksichtigt. Die Analyse unterschiedlicher historischer Textsorten ermöglicht es, Sprachwandel und Normierungsprozesse anhand konkreter Quellen nachzuvollziehen und in ihrem historischen Kontext zu verorten.
- Literatur
-
- Berschin, Helmut/Felixberger, Josef/Goebl, Hans (2008): Französische Sprachgeschichte. Hildesheim/Zürich/New York: Olms.
- Koch, Peter (2003): „Romanische Sprachgeschichte und Varietätenlinguistik“. In: Ernst, Gerhard et al. (Hg.): Romanische Sprachgeschichte. Ein internationales Handbuch zur Geschichte der romanischen Sprachen. Bd. 1. Berlin/New York: de Gruyter, 102–123.
- Lodge, Anthony R. (2004): A Sociolinguistic History of Parisian French. Cambridge: Cambridge University Press.
- Polzin-Haumann, Claudia/Schweickard, Wolfgang (Hg.) (2015): Manuel de linguistique française. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Wartburg, Walther von (1993): Évolution et structure de la langue française. Tübingen: Francke.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Politische Diskurse des frankophonen Raums in der sprachwissenschaftlichen Analyse
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf politische Debatten im französischsprachigen Kontext an. Im Zentrum steht die Frage, wie politische Wirklichkeit sprachlich konstruiert, verhandelt und legitimiert wird. Diskurse zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Themen werden im Rahmen einer linguistischen Mehrebenenanalyse untersucht. Dabei stehen sowohl prädiskursive Elemente wie Metaphern, Doxa und implizite Wissensbestände als auch text- und argumentationsbezogene Strukturen im Fokus. Besonderes Augenmerk gilt der Agonalität und Polyphonie, also der sprachlichen Inszenierung von Konflikt, Gegenpositionen und Mehrstimmigkeit in politischen Debatten. Darüber hinaus werden Argumentationsmuster sowie semantisch-lexikalische Wandlungsprozesse einzelner diskursiver Elemente – etwa von Formeln oder Leitbegriffen – analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Ethos politischer Akteur:innen, um Strategien der Selbstinszenierung und der Herstellung von Glaubwürdigkeit herauszuarbeiten.
- Literatur
-
- Becker, Martin (2015): „Zum Diskursbegriff – seinen Dimensionen und Anwendungen“. In: Lebsanft, Franz/Schrott, Angela (Hg.): Diskurse, Texte, Traditionen. Göttingen: V&R Bonn University Press, 149–170.
- Bubenhofer, Noah/Scharloth, Joachim/Eugster, David (2015): „Rhizome digital: Datengeleitete Methoden für alte und neue Fragestellungen in der Diskursanalyse“. In: Keller, Reiner/Schneider, Werner/Viehöver, Willy (Hg.): Diskurs – Interpretation – Hermeneutik. Weinheim: Beltz Juventa, 173–210.
- Charaudeau, Patrick/Maingueneau, Dominique (Hg.) (2002): Dictionnaire d’analyse du discours. Paris: Éditions du Seuil.
- Felder, Ekkehard (2015): „Lexik und Grammatik der Agonalität in der linguistischen Diskursanalyse“. In: Kämper, Heidrun/Warnke, Ingo H. (Hg.): Diskurs – interdisziplinär. Berlin/Boston: de Gruyter, 87–120.
- Hennemann, Anja/Schlaak, Claudia (Hg.) (2015): Politische und mediale Diskurse. Berlin: Frank & Timme.
- Lebsanft, Franz (2015): „Zur Linguistik des populistischen Diskurses: Analyse eines Interviews mit Marine Le Pen (2014)“. In: Kahl, Thede/Kramer, Johannes/Prifti, Elton (Hg.): Romanica et Balcanica. München: AVM, 289–301.
- Weiland, Verena (2020): Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse. Ein korpuslinguistischer Ansatz am Beispiel des Themas „Sicherheit und Überwachung“ in Frankreich. Heidelberg: Winter.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Korpuslinguistik Französisch (B.A./M.A.)
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde SCH/A252 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt einen systematischen Einblick in die Arbeit mit sprachlichen Korpora des Französischen. Zu Beginn werden zentrale Konzepte der Korpuslinguistik behandelt, darunter Korpustypen, Prinzipien des Korpusdesigns sowie Schritte der Datenaufbereitung. Darauf aufbauend stehen Verfahren der Annotation im Mittelpunkt, einschließlich der Evaluation der Übereinstimmung zwischen mehreren Annotator:innen (Interrater-Agreement). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz KI-basierter Methoden der Korpusannotation, wobei Performanztests durchgeführt und die Ergebnisse von Large Language Models (LLMs) mit menschlichen Annotationen verglichen werden. Dabei werden korpusbasierte Analysen unterschiedlicher sprachlicher Konstruktionen aus Morphologie, Syntax und Diskurs durchgeführt. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erstellung eines eigenen Onlinekorpus.
- Literatur
-
- Poudat, Céline / Landragin, Frédéric (2017): Explorer un corpus textuel : méthodes – pratiques – outils. Louvain-la-Neuve: De Boeck Supérieur.
- Longhi, Julien (2017): Linguistique de corpus appliquée. Paris: Didier Érudition/Klincksieck.
- Frérot, Cécile / Pecman, Mojca (2021): Des corpus numériques à l’analyse linguistique en langues de spécialité. Grenoble: UGA Éditions, Université Grenoble Alpes.
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Le français innovant: Innovationen in Lexik, Syntax und Diskurs im Gegenwartsfranzösischen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde REC/C118 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar untersucht Dynamiken des Sprachwandels im modernen Französisch und fragt danach, wie Innovationen im Sprachgebrauch das Sprachsystem verändern. Im Zentrum stehen Prozesse wie Lexikalisierung, Grammatikalisierung und Pragmatikalisierung, anhand derer sich strukturelle und funktionale Verschiebungen exemplarisch nachvollziehen lassen. Analysiert werden lexikalische Neuerungen – etwa Neologismen, Entlehnungen und produktive Wortbildungsprozesse –, die den Wortschatz erweitern und neu strukturieren. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf morphosyntaktische Entwicklungstendenzen sowie auf die Herausbildung von Diskursmarkern und Modalpartikeln. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Entwicklungen des Französischen theoretisch fundiert einzuordnen und anhand ausgewählter Beispiele empirisch zu analysieren.
- Literatur
-
- Detges, Ulrich/Waltereit, Richard (2016): „Grammaticalization and Pragmaticalization“. In: Fischer, Susann/Gabriel, Christoph (Hg.): Manual of Grammatical Interfaces in Romance. Berlin/Boston: de Gruyter, 635–658.
- Diémoz, Federica/Dostie, Gaétane/Hadermann, Pascale/Lefeuvre, Florence (Hg.) (2020): Le français innovant. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Dostie, Gaétane (2004): Pragmaticalisation et marqueurs discursifs. Analyse sémantique et traitement lexicographique. Bruxelles: De Boeck Duculot.
- Hansen, Maj-Britt Mosegaard (1995): „Marqueurs métadiscursifs en français parlé. L’exemple de bon et de ben“. Le français moderne 63, 20–41.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2012): „Word Order in French, Spanish and Italian: A Grammaticalization Account“. Folia Linguistica 46(2), 387–416.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2015): „C’est ainsi que: grammaticalisation ou lexicalisation ou les deux à la fois?“. Journal of French Language Studies 27(2), 161–185.
- Prévost, Sophie/Bertrand, Olivier (Hg.) (2007): Grammaticalisation et lexicalisation. La formation d'expressions complexes. Paris: Larousse.
- Waltereit, Richard (2004): „Metonymischer Bedeutungswandel und pragmatische Strategien: Zur Geschichte von frz. quand même“. metaphorik.de 6, 117–133.
SLK-MA-EuroS1.2.2
(Komplementärmodul zu Sprachlichen Räumen und Systemen)
- Vorlesung – [Ling - Lange] - Language(s) in the British Isles
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 10.04.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde DRU/0068/H In Präsenz - Beschreibung
- Today, the inhabitants of the islands across the Channel are in a minority among the speakers of English worldwide. However, as the homeland of the language we now call English, the British Isles feature an impressive range of dialectal variation from the beginning of the recorded history of the language. Further, the British Isles have always been the site of language contact, involving indigenous languages such as the Celtic languages, the languages of early conquerors such as Scandinavian or Norman French, or lately the languages of former colonial subjects such as immigrants from the Caribbean or South Asia.
This lecture will take you on a guided tour through the linguistic landscapes of the British Isles, ranging from historical dialectology to contemporary multicultural London English.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Morphologie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Sprechen wir von Morphologie, einem Bestandteil der Grammatik, dann meinen wir, dass wir auf den regelhaften, strukturierten, systemischen Aufbau der Einheit Sprache und ihrer Teile fokussieren. Vermeintlich, und das dient der Komplexitätsreduktion, ist dieses System sehr stabil. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass so gut wie alle Aspekte dieses Systems Gegenstand teils heftiger Diskussionen sein können: Welche Wortartenklassifikation sollen wir nutzen? Können wir sprachhistorische Fragen ausklammern, wenn wir die bar-Adjektive beschreiben? Wie bringt man die Vielgestaltigkeit der Kompositionsfuge, z.B. im Wort Kompositionsfuge, so in den Griff, dass auch Schüler:innen die morphologischen Prinzipien dahinter verstehen? Warum gibt es in manchen Dia- und Regiolekten nur drei statt vier Kasus? Und haben nicht auch die kleinsten Morpheme Auswirkungen darauf, wie sich eine Argumentation oder ein Gespräch entwickeln kann?
- Literatur
- Sascha Michel. 2020. Morphologie. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Korpuslinguistik: Methoden und Anwendungen am Beispiel des Italienisch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt.
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung:
Die Korpuslinguistik, die mit dem Aufkommen der Computer entstanden ist, ist eine Disziplin, die auf der Analyse umfangreicher Sammlungen digitalisierter Daten (geschriebene Texte, Transkriptionen von Gesprächen, mündliche Äußerungen usw.) beruht. Diese Sammlungen, sogenannte Korpora, umfassen in ihrer neuesten Generation Milliarden von Wörtern. Das Seminar gibt eine Einführung in die Ziele, Methoden und Werkzeuge der Korpuslinguistik. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Analyse des zeitgenössischen Italienisch als auch der kontrastive Vergleich des Italienischen mit anderen europäischen Sprachen (Französisch, Deutsch, Englisch).
Neben der theoretischen Einführung verfolgt das Seminar auch praxisorientierte Ziele. Es dient der Bearbeitung konkreter Forschungsfragen, die gemeinsam mit den Studierenden entwickelt werden. Ein Teil des Seminars ist der Erstellung eines Mini-Korpus von Texten gewidmet. Dadurch sollen (i) die grundlegenden Prinzipien der Korpuserstellung vermittelt, (ii) Verfahren der Annotation und Kodierung von Daten erlernt sowie (iii) die zentralen Methoden der Korpuslinguistik auf unterschiedliche Analyseebenen (lexikalisch, syntaktisch, textuell) angewandt werden.
EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sprachvergleich Italienisch–Deutsch anhand der Kinder- und Jugendliteratur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. April 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht anhand vergleichender Analysen von Texten aus der Kinder- und Jugendliteratur – von Carlo Collodis Pinocchio (1881) bis zu Gianni Rodaris Le favole al telefono (1971) – zentrale Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Italienischen und dem Deutschen. Die Analysen beziehen sich auf alle Sprachebenen, darunter Lexik, Syntax, Morphologie und Interpunktion. Ein weiteres Ziel des Seminars ist die Einführung in Methoden und Instrumente der kontrastiven Linguistik, deren Erkenntnisse in zahlreichen Anwendungsbereichen von grundlegender Bedeutung sind, insbesondere im Fremdsprachenunterricht und in der Übersetzungswissenschaft.
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 15. April 2026
Die Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik vermittelt den Studierenden grundlegende Kenntnisse über die pragmatischen Aspekte der italienischen Sprache. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Sprachgebrauch in konkreten Kommunikationssituationen sowie die Frage, wie Bedeutung in sozialen und kulturellen Kontexten entsteht und ausgehandelt wird. Der Kurs behandelt zentrale sprachliche Mittel, Diskursstrategien und kulturelle Besonderheiten, die die italienische Kommunikation prägen; ausgewählte Phänomene werden zudem aus historischer Perspektive betrachtet.
Die Vorlesung führt in die drei klassischen Kernbereiche der Pragmatik ein, die anhand von Beispielen aus dem Italienischen illustriert werden: Sprechakte und sprachliches Handeln; implizite Kommunikation (Implikaturen und Präsuppositionen); Deixis und Anapher. Darüber hinaus werden ausgewählte aktuelle Forschungsfelder der Pragmatik vorgestellt, darunter non-verbale Kommunikation (insbesondere Gestik), Begrüßungsformeln, Interjektionen und Gesprächspartikeln sowie die Fokus-Hintergrund-Gliederung sprachlicher Äußerungen.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Vorlesung – [RSW2 - Meier] - Normierung, Variation und Prestige: Das Französische im Spiegel der Geschichte
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über zentrale Etappen der französischen Sprachgeschichte vom Altfranzösischen über das Mittelfranzösische bis hin zum Französischen der Gegenwart. Sie thematisiert Formen historischer Sprachvariation sowie die Entwicklung und Durchsetzung sprachlicher Normen und verbindet dabei Perspektiven der internen Sprachgeschichte (z. B. lautliche, morphologische und syntaktische Entwicklungen) mit Aspekten der externen Sprachgeschichte, etwa gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Vorstellungen vom „bon français“ herausgebildet haben und wie diese mit sozialer Differenzierung, Prestige und Macht verbunden sind. Dabei werden auch Institutionalisierungsprozesse – etwa im Umfeld der Académie française – berücksichtigt. Die Analyse unterschiedlicher historischer Textsorten ermöglicht es, Sprachwandel und Normierungsprozesse anhand konkreter Quellen nachzuvollziehen und in ihrem historischen Kontext zu verorten.
- Literatur
-
- Berschin, Helmut/Felixberger, Josef/Goebl, Hans (2008): Französische Sprachgeschichte. Hildesheim/Zürich/New York: Olms.
- Koch, Peter (2003): „Romanische Sprachgeschichte und Varietätenlinguistik“. In: Ernst, Gerhard et al. (Hg.): Romanische Sprachgeschichte. Ein internationales Handbuch zur Geschichte der romanischen Sprachen. Bd. 1. Berlin/New York: de Gruyter, 102–123.
- Lodge, Anthony R. (2004): A Sociolinguistic History of Parisian French. Cambridge: Cambridge University Press.
- Polzin-Haumann, Claudia/Schweickard, Wolfgang (Hg.) (2015): Manuel de linguistique française. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Wartburg, Walther von (1993): Évolution et structure de la langue française. Tübingen: Francke.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Politische Diskurse des frankophonen Raums in der sprachwissenschaftlichen Analyse
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf politische Debatten im französischsprachigen Kontext an. Im Zentrum steht die Frage, wie politische Wirklichkeit sprachlich konstruiert, verhandelt und legitimiert wird. Diskurse zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Themen werden im Rahmen einer linguistischen Mehrebenenanalyse untersucht. Dabei stehen sowohl prädiskursive Elemente wie Metaphern, Doxa und implizite Wissensbestände als auch text- und argumentationsbezogene Strukturen im Fokus. Besonderes Augenmerk gilt der Agonalität und Polyphonie, also der sprachlichen Inszenierung von Konflikt, Gegenpositionen und Mehrstimmigkeit in politischen Debatten. Darüber hinaus werden Argumentationsmuster sowie semantisch-lexikalische Wandlungsprozesse einzelner diskursiver Elemente – etwa von Formeln oder Leitbegriffen – analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Ethos politischer Akteur:innen, um Strategien der Selbstinszenierung und der Herstellung von Glaubwürdigkeit herauszuarbeiten.
- Literatur
-
- Becker, Martin (2015): „Zum Diskursbegriff – seinen Dimensionen und Anwendungen“. In: Lebsanft, Franz/Schrott, Angela (Hg.): Diskurse, Texte, Traditionen. Göttingen: V&R Bonn University Press, 149–170.
- Bubenhofer, Noah/Scharloth, Joachim/Eugster, David (2015): „Rhizome digital: Datengeleitete Methoden für alte und neue Fragestellungen in der Diskursanalyse“. In: Keller, Reiner/Schneider, Werner/Viehöver, Willy (Hg.): Diskurs – Interpretation – Hermeneutik. Weinheim: Beltz Juventa, 173–210.
- Charaudeau, Patrick/Maingueneau, Dominique (Hg.) (2002): Dictionnaire d’analyse du discours. Paris: Éditions du Seuil.
- Felder, Ekkehard (2015): „Lexik und Grammatik der Agonalität in der linguistischen Diskursanalyse“. In: Kämper, Heidrun/Warnke, Ingo H. (Hg.): Diskurs – interdisziplinär. Berlin/Boston: de Gruyter, 87–120.
- Hennemann, Anja/Schlaak, Claudia (Hg.) (2015): Politische und mediale Diskurse. Berlin: Frank & Timme.
- Lebsanft, Franz (2015): „Zur Linguistik des populistischen Diskurses: Analyse eines Interviews mit Marine Le Pen (2014)“. In: Kahl, Thede/Kramer, Johannes/Prifti, Elton (Hg.): Romanica et Balcanica. München: AVM, 289–301.
- Weiland, Verena (2020): Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse. Ein korpuslinguistischer Ansatz am Beispiel des Themas „Sicherheit und Überwachung“ in Frankreich. Heidelberg: Winter.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Korpuslinguistik Französisch (B.A./M.A.)
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde SCH/A252 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt einen systematischen Einblick in die Arbeit mit sprachlichen Korpora des Französischen. Zu Beginn werden zentrale Konzepte der Korpuslinguistik behandelt, darunter Korpustypen, Prinzipien des Korpusdesigns sowie Schritte der Datenaufbereitung. Darauf aufbauend stehen Verfahren der Annotation im Mittelpunkt, einschließlich der Evaluation der Übereinstimmung zwischen mehreren Annotator:innen (Interrater-Agreement). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz KI-basierter Methoden der Korpusannotation, wobei Performanztests durchgeführt und die Ergebnisse von Large Language Models (LLMs) mit menschlichen Annotationen verglichen werden. Dabei werden korpusbasierte Analysen unterschiedlicher sprachlicher Konstruktionen aus Morphologie, Syntax und Diskurs durchgeführt. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erstellung eines eigenen Onlinekorpus.
- Literatur
-
- Poudat, Céline / Landragin, Frédéric (2017): Explorer un corpus textuel : méthodes – pratiques – outils. Louvain-la-Neuve: De Boeck Supérieur.
- Longhi, Julien (2017): Linguistique de corpus appliquée. Paris: Didier Érudition/Klincksieck.
- Frérot, Cécile / Pecman, Mojca (2021): Des corpus numériques à l’analyse linguistique en langues de spécialité. Grenoble: UGA Éditions, Université Grenoble Alpes.
- Seminar – [SKW - Scharlaj] Grenzräume (mit Exkursion ins Dreiländereck)
- Lehrperson
-
- Dr. Marina Scharlaj
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist im interdisziplinären Forschungsfeld der Border Studies verortet. Es untersucht Narrative territorialer Zugehörigkeit, raumbezogene Identitätsentwürfe sowie Kontakt- und Konfliktzonen der Erinnerung, die sich in Grenzräumen historisch verdichten und in gegenwärtigen Konflikten neu artikulieren. Im Vordergrund stehen dabei die geopolitische Konstruktion von Grenzen, historische wie aktuelle Grenzverschiebungen sowie koloniale Raumaneignungen in den osteuropäischen Grenzregionen, deren Auswirkungen in der unmittelbaren Nachbarschaft Dresdens und der Lausitz erfahrbar sind.
Deutsch-slawische Regionalkooperationen und Interkulturalität werden von den Teilnehmenden exemplarisch während einer Exkursion in das nahegelegene Dreiländereck untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Besuch des Neiße-Filmfestivals sowie weiterer Institutionen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. In der anschließenden Kurskonferenz werden die kulturtheoretischen Modellierungen der Grenzräume anhand konkreter Materialien von Studierenden überprüft. Zur Diskussion stehen dabei Filme und TV-Serien, literarische und publizistische Texte, populäre Musik sowie Kunstwerke, die den Fokus auf Grenze legen.
Die Exkursion findet vom 29. bis 31. Mai statt.
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Le français innovant: Innovationen in Lexik, Syntax und Diskurs im Gegenwartsfranzösischen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde REC/C118 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar untersucht Dynamiken des Sprachwandels im modernen Französisch und fragt danach, wie Innovationen im Sprachgebrauch das Sprachsystem verändern. Im Zentrum stehen Prozesse wie Lexikalisierung, Grammatikalisierung und Pragmatikalisierung, anhand derer sich strukturelle und funktionale Verschiebungen exemplarisch nachvollziehen lassen. Analysiert werden lexikalische Neuerungen – etwa Neologismen, Entlehnungen und produktive Wortbildungsprozesse –, die den Wortschatz erweitern und neu strukturieren. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf morphosyntaktische Entwicklungstendenzen sowie auf die Herausbildung von Diskursmarkern und Modalpartikeln. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Entwicklungen des Französischen theoretisch fundiert einzuordnen und anhand ausgewählter Beispiele empirisch zu analysieren.
- Literatur
-
- Detges, Ulrich/Waltereit, Richard (2016): „Grammaticalization and Pragmaticalization“. In: Fischer, Susann/Gabriel, Christoph (Hg.): Manual of Grammatical Interfaces in Romance. Berlin/Boston: de Gruyter, 635–658.
- Diémoz, Federica/Dostie, Gaétane/Hadermann, Pascale/Lefeuvre, Florence (Hg.) (2020): Le français innovant. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Dostie, Gaétane (2004): Pragmaticalisation et marqueurs discursifs. Analyse sémantique et traitement lexicographique. Bruxelles: De Boeck Duculot.
- Hansen, Maj-Britt Mosegaard (1995): „Marqueurs métadiscursifs en français parlé. L’exemple de bon et de ben“. Le français moderne 63, 20–41.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2012): „Word Order in French, Spanish and Italian: A Grammaticalization Account“. Folia Linguistica 46(2), 387–416.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2015): „C’est ainsi que: grammaticalisation ou lexicalisation ou les deux à la fois?“. Journal of French Language Studies 27(2), 161–185.
- Prévost, Sophie/Bertrand, Olivier (Hg.) (2007): Grammaticalisation et lexicalisation. La formation d'expressions complexes. Paris: Larousse.
- Waltereit, Richard (2004): „Metonymischer Bedeutungswandel und pragmatische Strategien: Zur Geschichte von frz. quand même“. metaphorik.de 6, 117–133.
SLK-MA-EuroS1.2.3
(Komplementärmodul zum Kommunikativen Handeln)
- Vorlesung – [Ling - Lange] - Language(s) in the British Isles
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Claudia Lange
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 80
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung ab 10.04.2026, 10 Uhr bei OPAL
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde DRU/0068/H In Präsenz - Beschreibung
- Today, the inhabitants of the islands across the Channel are in a minority among the speakers of English worldwide. However, as the homeland of the language we now call English, the British Isles feature an impressive range of dialectal variation from the beginning of the recorded history of the language. Further, the British Isles have always been the site of language contact, involving indigenous languages such as the Celtic languages, the languages of early conquerors such as Scandinavian or Norman French, or lately the languages of former colonial subjects such as immigrants from the Caribbean or South Asia.
This lecture will take you on a guided tour through the linguistic landscapes of the British Isles, ranging from historical dialectology to contemporary multicultural London English.
- Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde SLUB TextLab / T3 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH vor allem mit dem Thema "Digitale Inklusion" auseinandersetzen. Welche Angebote gibt es für die Umsetzung barrierearmer Kommunikation mit Unterstützung von GenKI? Welche Vorstellungen gibt es von der Vereinfachung durch Digitalisierung im Hinblick auf Inklusion? Wo sind rechtliche und technische Hürden zu überwinden? Welche Möglichkeiten neuartiger digitaler Repräsentationsformate gibt es? Dafür betrachten wir (1) die Grundsätze der deutschen leichten Sprache (u.a. auf der Basis der DIN SPEC 33429) und (2) die Möglichkeiten der GenKI. Dazu schließen wir unmittelbar an die Ergebnisse aus dem SoSe 2025 an. Gemeinsam identifizieren wir (3) mögliche Themenfelder in Schule, Hochschule, Kulturuinstitutionen und Öffentlichkeit, um barrierearme Prototypen zu entwickeln.
- Literatur
- Bettina M. Bock, Sandra Pappert. 2023. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Tübingen: Narr.
- Vorlesung – [GLS - Lasch] - Grammatik in der Schule
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 100
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 2. Doppelstunde ABS/0E08/H In Präsenz - Beschreibung
- "Grammatik in der Schule" schließt an die Vorlesung "Konstruktionsgrammatik" (WiSe 2025) an und nimmt auch Anregungen aus dem Seminar "Morphologie" (SoSe 2026) auf. Die Vorlesung verfolgt folgende Zielstellungen: (1) Studierende können ihr Wissen über die deutsche Grammatik auffrischen. Das ist vor allem (aber nicht nur) für Lehramtsstudierende interessant. (2) Grammatikvermittlung erfolgt in der Schule heute nicht mehr als Selbstzweck, sondern ist häufig an andere Unterrichtsinhalte rückgebunden. In der Vorlesung identifizieren wir genau diese und schlagen thematische Einheiten vor, in denen die Grammatikvermittlung mit erfolgen kann. (3) Dazu berücksichtigen wir auch Aspekte der Konstruktionsgrammatik , aus deren Perspektive bestimmte grammatische Phänomene sehr viel stärker in den Fokus der Grammatikvermittlung in der Schule rücken sollten als bisher.
- Literatur
- Standardliteratur für eine Grammatikvorlesung zu empfehlen, ist schwierig - aber Sie sollten eine aktuelle Ausgabe der DUDEN-Grammatik (Bd. 4 der DUDEN-Reihe) Ihr eigen nennen und sich mit dem grammatischen Informationsportal des IDS (https://grammis.ids-mannheim.de/) vertraut machen.
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Korpuslinguistik: Methoden und Anwendungen am Beispiel des Italienisch
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/0102 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Studierende der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.). Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt.
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung:
Die Korpuslinguistik, die mit dem Aufkommen der Computer entstanden ist, ist eine Disziplin, die auf der Analyse umfangreicher Sammlungen digitalisierter Daten (geschriebene Texte, Transkriptionen von Gesprächen, mündliche Äußerungen usw.) beruht. Diese Sammlungen, sogenannte Korpora, umfassen in ihrer neuesten Generation Milliarden von Wörtern. Das Seminar gibt eine Einführung in die Ziele, Methoden und Werkzeuge der Korpuslinguistik. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Analyse des zeitgenössischen Italienisch als auch der kontrastive Vergleich des Italienischen mit anderen europäischen Sprachen (Französisch, Deutsch, Englisch).
Neben der theoretischen Einführung verfolgt das Seminar auch praxisorientierte Ziele. Es dient der Bearbeitung konkreter Forschungsfragen, die gemeinsam mit den Studierenden entwickelt werden. Ein Teil des Seminars ist der Erstellung eines Mini-Korpus von Texten gewidmet. Dadurch sollen (i) die grundlegenden Prinzipien der Korpuserstellung vermittelt, (ii) Verfahren der Annotation und Kodierung von Daten erlernt sowie (iii) die zentralen Methoden der Korpuslinguistik auf unterschiedliche Analyseebenen (lexikalisch, syntaktisch, textuell) angewandt werden.
EuroS Schwerpunkte: sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Seminar – [RSW1 - De Cesare] - Sprachvergleich Italienisch–Deutsch anhand der Kinder- und Jugendliteratur
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 13. April 2026 (7 Termine: werden auf OPAL angekündigt)
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Studierenden der Romanistik, des EuroS-Masters und der Lehramtsstudiengänge mit Kenntnissen der italienischen Sprache. Spezifische Bedürfnisse und Niveau-Unterschiede werden durch die Struktur des Seminars berücksichtigt. (ab 3. Jahr B.A./LA + M.A.)
Unterrichtssprachen sind Deutsch und Italienisch.
Beschreibung: Das Seminar untersucht anhand vergleichender Analysen von Texten aus der Kinder- und Jugendliteratur – von Carlo Collodis Pinocchio (1881) bis zu Gianni Rodaris Le favole al telefono (1971) – zentrale Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Italienischen und dem Deutschen. Die Analysen beziehen sich auf alle Sprachebenen, darunter Lexik, Syntax, Morphologie und Interpunktion. Ein weiteres Ziel des Seminars ist die Einführung in Methoden und Instrumente der kontrastiven Linguistik, deren Erkenntnisse in zahlreichen Anwendungsbereichen von grundlegender Bedeutung sind, insbesondere im Fremdsprachenunterricht und in der Übersetzungswissenschaft.
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Mündliche und/oder schriftliche Beiträge, Portfolio
Einschreibung / OPAL - Literatur
- Literaturempfehlung: wird nachgereicht
- Vorlesung – [RSW1 - De Cesare] - Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 15. April 2026
Die Vorlesung Einführung in die italienische Pragmatik vermittelt den Studierenden grundlegende Kenntnisse über die pragmatischen Aspekte der italienischen Sprache. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Sprachgebrauch in konkreten Kommunikationssituationen sowie die Frage, wie Bedeutung in sozialen und kulturellen Kontexten entsteht und ausgehandelt wird. Der Kurs behandelt zentrale sprachliche Mittel, Diskursstrategien und kulturelle Besonderheiten, die die italienische Kommunikation prägen; ausgewählte Phänomene werden zudem aus historischer Perspektive betrachtet.
Die Vorlesung führt in die drei klassischen Kernbereiche der Pragmatik ein, die anhand von Beispielen aus dem Italienischen illustriert werden: Sprechakte und sprachliches Handeln; implizite Kommunikation (Implikaturen und Präsuppositionen); Deixis und Anapher. Darüber hinaus werden ausgewählte aktuelle Forschungsfelder der Pragmatik vorgestellt, darunter non-verbale Kommunikation (insbesondere Gestik), Begrüßungsformeln, Interjektionen und Gesprächspartikeln sowie die Fokus-Hintergrund-Gliederung sprachlicher Äußerungen.
Die Vorlesung richtet sich an alle Studienjahre (B.A. + M.A. / LA)
EuroS Schwerpunkte: Sprachgeschichte, sprachl. Räume und Systeme, kommunikatives Handeln
EuroS Tracks: Sprachtheorie und Sprachenvielfalt
Prüfungsleistung: Klausur/Testat
Einschreibung OPAL - Literatur
- Bibliographischer Hinweis: (wird nachgereicht)
- Kolloquium – [RSW1 - De Cesare] - Forschungskolloquium Romanistische Sprachwissenschaft
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Anna-Maria De Cesare Greenwald
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Beginn: 14. April 2026
Das Kolloquium richtet sich an alle Studierenden / jungen Wissenschaftler:innen, die eine Abschlussarbeit (BA, MA, StEx, Diss., Habil.) in französischer und/oder italienischer Sprachwissenschaft schreiben, sowie auch an Studierende des EuroS-Masters und Bachelorstudierende mit Konsultationsbedarf, bzw. zur Anfertigung von Exposés. Organisation und Kommunikation erfolgt über den OPAL-Kurs.
In jeder Sitzung haben Sie die Möglichkeit, ein geeignetes Prüfungsthema zu erarbeiten, Zwischenstände zu präsentieren und Fragen oder Zweifel zu diskutieren. Tragen Sie sich dafür bitte verbindlich in der OPAL-Terminvergabe ein.
Voraussetzung: regelmäßige und aktive Teilnahme, ggf. Präsentation im Rahmen der laut Studienordnung vorgeschriebenen Prüfungsleistung
Einschreibung / OPAL
- Vorlesung – [RSW2 - Meier] - Normierung, Variation und Prestige: Das Französische im Spiegel der Geschichte
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 6. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Vorlesung gibt einen Überblick über zentrale Etappen der französischen Sprachgeschichte vom Altfranzösischen über das Mittelfranzösische bis hin zum Französischen der Gegenwart. Sie thematisiert Formen historischer Sprachvariation sowie die Entwicklung und Durchsetzung sprachlicher Normen und verbindet dabei Perspektiven der internen Sprachgeschichte (z. B. lautliche, morphologische und syntaktische Entwicklungen) mit Aspekten der externen Sprachgeschichte, etwa gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich Vorstellungen vom „bon français“ herausgebildet haben und wie diese mit sozialer Differenzierung, Prestige und Macht verbunden sind. Dabei werden auch Institutionalisierungsprozesse – etwa im Umfeld der Académie française – berücksichtigt. Die Analyse unterschiedlicher historischer Textsorten ermöglicht es, Sprachwandel und Normierungsprozesse anhand konkreter Quellen nachzuvollziehen und in ihrem historischen Kontext zu verorten.
- Literatur
-
- Berschin, Helmut/Felixberger, Josef/Goebl, Hans (2008): Französische Sprachgeschichte. Hildesheim/Zürich/New York: Olms.
- Koch, Peter (2003): „Romanische Sprachgeschichte und Varietätenlinguistik“. In: Ernst, Gerhard et al. (Hg.): Romanische Sprachgeschichte. Ein internationales Handbuch zur Geschichte der romanischen Sprachen. Bd. 1. Berlin/New York: de Gruyter, 102–123.
- Lodge, Anthony R. (2004): A Sociolinguistic History of Parisian French. Cambridge: Cambridge University Press.
- Polzin-Haumann, Claudia/Schweickard, Wolfgang (Hg.) (2015): Manuel de linguistique française. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Wartburg, Walther von (1993): Évolution et structure de la langue française. Tübingen: Francke.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Politische Diskurse des frankophonen Raums in der sprachwissenschaftlichen Analyse
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 7. Doppelstunde W48/0002 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Konzepte und Methoden der Diskursanalyse und wendet diese auf politische Debatten im französischsprachigen Kontext an. Im Zentrum steht die Frage, wie politische Wirklichkeit sprachlich konstruiert, verhandelt und legitimiert wird. Diskurse zu unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Themen werden im Rahmen einer linguistischen Mehrebenenanalyse untersucht. Dabei stehen sowohl prädiskursive Elemente wie Metaphern, Doxa und implizite Wissensbestände als auch text- und argumentationsbezogene Strukturen im Fokus. Besonderes Augenmerk gilt der Agonalität und Polyphonie, also der sprachlichen Inszenierung von Konflikt, Gegenpositionen und Mehrstimmigkeit in politischen Debatten. Darüber hinaus werden Argumentationsmuster sowie semantisch-lexikalische Wandlungsprozesse einzelner diskursiver Elemente – etwa von Formeln oder Leitbegriffen – analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Ethos politischer Akteur:innen, um Strategien der Selbstinszenierung und der Herstellung von Glaubwürdigkeit herauszuarbeiten.
- Literatur
-
- Becker, Martin (2015): „Zum Diskursbegriff – seinen Dimensionen und Anwendungen“. In: Lebsanft, Franz/Schrott, Angela (Hg.): Diskurse, Texte, Traditionen. Göttingen: V&R Bonn University Press, 149–170.
- Bubenhofer, Noah/Scharloth, Joachim/Eugster, David (2015): „Rhizome digital: Datengeleitete Methoden für alte und neue Fragestellungen in der Diskursanalyse“. In: Keller, Reiner/Schneider, Werner/Viehöver, Willy (Hg.): Diskurs – Interpretation – Hermeneutik. Weinheim: Beltz Juventa, 173–210.
- Charaudeau, Patrick/Maingueneau, Dominique (Hg.) (2002): Dictionnaire d’analyse du discours. Paris: Éditions du Seuil.
- Felder, Ekkehard (2015): „Lexik und Grammatik der Agonalität in der linguistischen Diskursanalyse“. In: Kämper, Heidrun/Warnke, Ingo H. (Hg.): Diskurs – interdisziplinär. Berlin/Boston: de Gruyter, 87–120.
- Hennemann, Anja/Schlaak, Claudia (Hg.) (2015): Politische und mediale Diskurse. Berlin: Frank & Timme.
- Lebsanft, Franz (2015): „Zur Linguistik des populistischen Diskurses: Analyse eines Interviews mit Marine Le Pen (2014)“. In: Kahl, Thede/Kramer, Johannes/Prifti, Elton (Hg.): Romanica et Balcanica. München: AVM, 289–301.
- Weiland, Verena (2020): Sprachwissenschaftliche Zugriffe auf Diskurse. Ein korpuslinguistischer Ansatz am Beispiel des Themas „Sicherheit und Überwachung“ in Frankreich. Heidelberg: Winter.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Korpuslinguistik Französisch (B.A./M.A.)
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde SCH/A252 In Präsenz - Beschreibung
- Die Lehrveranstaltung vermittelt einen systematischen Einblick in die Arbeit mit sprachlichen Korpora des Französischen. Zu Beginn werden zentrale Konzepte der Korpuslinguistik behandelt, darunter Korpustypen, Prinzipien des Korpusdesigns sowie Schritte der Datenaufbereitung. Darauf aufbauend stehen Verfahren der Annotation im Mittelpunkt, einschließlich der Evaluation der Übereinstimmung zwischen mehreren Annotator:innen (Interrater-Agreement). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz KI-basierter Methoden der Korpusannotation, wobei Performanztests durchgeführt und die Ergebnisse von Large Language Models (LLMs) mit menschlichen Annotationen verglichen werden. Dabei werden korpusbasierte Analysen unterschiedlicher sprachlicher Konstruktionen aus Morphologie, Syntax und Diskurs durchgeführt. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erstellung eines eigenen Onlinekorpus.
- Literatur
-
- Poudat, Céline / Landragin, Frédéric (2017): Explorer un corpus textuel : méthodes – pratiques – outils. Louvain-la-Neuve: De Boeck Supérieur.
- Longhi, Julien (2017): Linguistique de corpus appliquée. Paris: Didier Érudition/Klincksieck.
- Frérot, Cécile / Pecman, Mojca (2021): Des corpus numériques à l’analyse linguistique en langues de spécialité. Grenoble: UGA Éditions, Université Grenoble Alpes.
- Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Lehrpersonen
-
- Dr. Dalibor Zeman
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis – Virtuell - Beschreibung
- Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literatur
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- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Seminar – [RSW2 - Meier] - Le français innovant: Innovationen in Lexik, Syntax und Diskurs im Gegenwartsfranzösischen
- Lehrperson
-
- PD Dr. Franz Meier
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde REC/C118 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar untersucht Dynamiken des Sprachwandels im modernen Französisch und fragt danach, wie Innovationen im Sprachgebrauch das Sprachsystem verändern. Im Zentrum stehen Prozesse wie Lexikalisierung, Grammatikalisierung und Pragmatikalisierung, anhand derer sich strukturelle und funktionale Verschiebungen exemplarisch nachvollziehen lassen. Analysiert werden lexikalische Neuerungen – etwa Neologismen, Entlehnungen und produktive Wortbildungsprozesse –, die den Wortschatz erweitern und neu strukturieren. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf morphosyntaktische Entwicklungstendenzen sowie auf die Herausbildung von Diskursmarkern und Modalpartikeln. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Entwicklungen des Französischen theoretisch fundiert einzuordnen und anhand ausgewählter Beispiele empirisch zu analysieren.
- Literatur
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- Detges, Ulrich/Waltereit, Richard (2016): „Grammaticalization and Pragmaticalization“. In: Fischer, Susann/Gabriel, Christoph (Hg.): Manual of Grammatical Interfaces in Romance. Berlin/Boston: de Gruyter, 635–658.
- Diémoz, Federica/Dostie, Gaétane/Hadermann, Pascale/Lefeuvre, Florence (Hg.) (2020): Le français innovant. Berlin/Boston: de Gruyter.
- Dostie, Gaétane (2004): Pragmaticalisation et marqueurs discursifs. Analyse sémantique et traitement lexicographique. Bruxelles: De Boeck Duculot.
- Hansen, Maj-Britt Mosegaard (1995): „Marqueurs métadiscursifs en français parlé. L’exemple de bon et de ben“. Le français moderne 63, 20–41.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2012): „Word Order in French, Spanish and Italian: A Grammaticalization Account“. Folia Linguistica 46(2), 387–416.
- Lahousse, Karen/Lamiroy, Béatrice (2015): „C’est ainsi que: grammaticalisation ou lexicalisation ou les deux à la fois?“. Journal of French Language Studies 27(2), 161–185.
- Prévost, Sophie/Bertrand, Olivier (Hg.) (2007): Grammaticalisation et lexicalisation. La formation d'expressions complexes. Paris: Larousse.
- Waltereit, Richard (2004): „Metonymischer Bedeutungswandel und pragmatische Strategien: Zur Geschichte von frz. quand même“. metaphorik.de 6, 117–133.