Master Literatur und Kultur im gesellschaftlichen Wandel
Gesamtansicht – Sommersemester 2026
SLK-MA-LiK-FliKA
(FLiK Aufbau)
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - FLiK-Aufbau
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 7. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar, dass an die Staffelvorlesung „Krieg erzählen“ anschließt, hat einen dezidierten Werkstatt-Charakter. Neben der Reflexion von Theorie-Texten, die sich mit der Funktion von Narrativierungen des Krieges beschäftigen, steht die gemeinsame Diskussion der im Seminar zu erbringenden Prüfungs- und Forschungsleistungen im Mittelpunkt.
Das Seminar ist im hohen Maße interaktiv und lebt in besonderem Maße von der Bereitschaft aktiver Teilnahme.
SLK-MA-LiK-GuG
(Gegenwart und Gegenwärtigkeit)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Stuart Hall: Key Works
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmCult - Junker] - Monumentalizing America? Contested Memory Culture(s) at 250
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- The seminar takes the controversies surrounding the celebrations of the 250th anniversary of the American Declaration of Independence in 2026 as an occasion to examine in depth theories, positions, and examples of memory culture. Participants will explore how “the archive” functions as a contested site where national narratives are shaped and challenged. By analyzing the formation and contestations over collective memory, we will investigate how histories of violence are often suppressed to maintain a national narrative of American exceptionalism. We will also address how these debates are fueled by contemporary culture wars, shaping ideological divisions. We will examine the role of different media as well as consider specific places, focusing on select monuments and memorials, to gain a better understanding of how physical landscapes serve as battlegrounds for the ongoing negotiation of memory culture as a discursive stage of American self-expression.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [AmCult - Junker] - Sonic Scripts: Music and the Making of “America”
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the multifaceted landscape of American music as a primary site of cultural production and negotiation. By pairing iconic musical works with diverse cultural artifacts—ranging from literary texts and dance performances to film soundtracks—students will analyze how sound reflects and shapes competing ideas of what it means to identify as American. Each session integrates a theoretical framework to examine music and themes such as gendered, classed, and racialized identification, national myths, and the evolution of media. From the “Sorrow Songs” of the nineteenth century and the transition to sound film to contemporary phenomena like Country-Rap and the global impact of “Americanization,” the course interrogates music not merely as entertainment, but as a complex discursive practice that intervenes in sociopolitical and cultural realities.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [KPH - Feddern] Catull (PS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Catull ist der Autor einer ganz eigenen Gedichtsammlung der späten römischen Republik, in der ganz verschiedene kleine Gedichtformen zusammengestellt sind. Aus dieser Sammlung werden wir eine Auswahl im Kurs behandeln, wobei individuelle Wünsche gerne berücksichtigt werden. Die schulrelevante Catullische Kleindichtung an sich wird im Vordergrund stehen, aber wir werden auch einen Blick auf die griechischen Vorbilder und auf die Catull-Rezeption von der Antike bis in die Moderne werfen.
- Literatur
- Die bibliographischen Hilfsmittel werden wir in der ersten Sitzung besprechen. Neben vielen Oxford- und Teubner-Ausgaben sei v.a. der digitale catullusonline.org empfohlen.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [KPH - Peglau] Vergil, Aeneis (HS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde TOE/0315/U In Präsenz - Beschreibung
- Bücher VII und VIII
- Literatur
- R.A.B. Mynors, P. Vergili Maronis Opera, Oxford 1969 (bzw. Nachdr.)
- Seminar – [AmLit - Ingwersen] – After Petrocultures
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde tba In Präsenz
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [RFLK - König] - Décentraliser la francophonie : approches des cultures francophones hors d'Europe.
- Lehrperson
-
- Dr. Torsten König
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Dans les débats mondiaux actuels sur le présent et l'avenir de la société mondiale, sur les défis sociaux, économiques et écologiques, les voix francophones de différentes régions du monde jouent un rôle important. Des écrivains et des intellectuels de la Méditerranée (A. Maalouf), d'Afrique du Nord (L. Slimani, H. Bentouhami), d'Afrique de l'Ouest (F. Sarr, S. B. Diagne) et d'Afrique centrale (L. Miano, A. Mabanckou, A. Mbembe), des Caraïbes (E. Glissant), d'Amérique du Nord (D. Laferrière) ou de l'Océan Indien (K. Torabully), formulent leur vision du monde dans des récits, des essais ou des films marqués par la diversité culturelle de leurs origines respectives. Deux caractéristiques les relient cependant : Ils s'expriment en langue française et ils adoptent, surtout depuis la fin du XXe siècle, des points de vue résolument non-européens et non-occidentaux sur le monde. Ils décentralisent l'espace de discussion « monde francophone ». Notre séminaire a pour but d'introduire à cet espace de discussion. Dans le cadre de ce cours, nous souhaitons tout d’abord avoir une vue d'ensemble des régions culturelles francophones du monde : de leur histoire (qui, en tant qu'histoire francophone, est une histoire coloniale et postcoloniale) et de leurs caractéristiques sociales, politiques et culturelles dans le présent. Dans un deuxième temps, nous nous pencherons sur une sélection d’importantes contributions au débat de représentants de ces régions dans la littérature, l'essai de critique culturelle et le cinéma. Nous nous interrogerons sur leur pertinence pour un discours global, sur la spécificité de leurs thèmes et de leurs contributions (ordre mondial postcolonial, identités culturelles mondialisées, migration, politique climatique, etc.) Une autre question centrale sera celle de la relation que les cultures francophones entretiennent entre elles et avec l'ancien centre qu'était la France. Enfin, le cours est un plaidoyer pour que la langue française soit considérée comme un moyen global de communication dans des débats contemporains très actuels et comme une voie d'accès à une immense diversité culturelle. Examens possibles : oraux ou écrits selon le règlement d'études correspondant. Inscription au cours et informations sur le format du cours sur la page OPAL. Langue du cours : français uniquement (les travaux d'examen écrits, comme la Hausarbeit, peuvent être remis en allemand).
- Literatur
- Pour approfondir le sujet [tous les textes se trouvent en format pdf sur la page OPAL] : J.-M. Moura (³2019), „Introduction“, in : ders., Littératures francophones et théorie postcoloniale, Paris, 1-22; F. Sarr (2016), „Penser l’Afrique“, in: ders., Afrotopia, Paris, 9-15 ; M. Messling (2023), „L’universel après l’universalisme“, in : ders., L'universel après l'universalisme: Des littératures francophones du contemporain, Paris, 15-48.
- Seminar – [RFLK - König] - Kulturgeschichte des Klimas und des Wetters: französische Quellen vom Mittelalter bis heute
- Lehrperson
-
- Dr. Torsten König
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Das Bewusstsein für die Determiniertheit menschlichen Lebens durch klimatische und meteorologische Gegebenheiten ist in den letzten Jahren unter dem Einfluss des Klimawandels in allen Gesellschaften weltweit gewachsen. Doch wie reagierten Menschen in vergangenen Epochen auf einschneidende Veränderungen im Klima bzw. extreme Wetterereignisse? Wie wurde der spürbare Anstieg der Temperaturen in Europa während des mittelalterlichen „Klimaoptimums“ zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert wahrgenommen, wie die sogenannte „kleine Eiszeit“ im 17. und 18. Jahrhundert, in der extrem kalte Winter und kühle, feuchte Sommer über sehr lange Zeiträume das Leben der Menschen bestimmten? Welche Folgen hatte das „Jahr ohne Sommer“ 1816, in dem aufgrund eines Vulkanausbruches im Pazifik das Weltklima so destabilisiert wurde, dass im Juni in Frankreich und Deutschland Schnee fiel und heftige Unwetter die Länder verwüsteten? Was können wir vor diesem Hintergrund über die Spezifik des gegenwärtigen Nachdenkens über das Verhältnis von Mensch und Klima lernen? Diesen Fragen geht das Seminar mit dem Fokus auf Frankreich und französischsprachige Quellen nach. Anhand von in erster Linie literarischen Texten aber auch Grafik, Malerei und Film, in denen in signifikanter Weise auf Klima und Wetter Bezug genommen wird, rekonstruiert der Kurs in Fallstudien eine französische Kulturgeschichte des Klimas und des Wetters. Die Lern- und Erkenntnisziele liegen auf unterschiedlichen Ebenen. Erstens vermittelt der Kurs allgemeines Überblickswissen zu unterschiedlichen Epochen der französischen Kulturgeschichte und zu wichtigen Akteuren wie literarischen Kanonautoren - von Montaigne über Montesquieu bis hin zu Mme de Sévigné oder Pierre Ducrozet, bildenden Künstlern – von den Landschaftsmalern des 17. Jh. bis zu dem bédéiste Christophe Blain oder Regisseuren der Gegenwart wie Luc Jacquet. Zweitens will das Seminar mit seinem Gegenstand „Klima vs. Mensch“ zu einer Schärfung des Verständnisses von aktuellen gesellschaftlichen Debatten in Frankreich (und nicht nur dort) beitragen, was durch theoretische Lektüren von Autoren wie Bruno Latour oder Le Roy Ladurie begleitet wird. Und drittens vermittelt es sprachliche und analytische Kompetenzen im Umgang mit französischen medialen Formaten (literarische Gattungen, Film, Bildmedien etc.). Kurssprachen: Deutsch, auf Wunsch auch Französisch. Mögliche Prüfungsleistungen: mündliche oder schriftliche Seminarbeiträge entsprechend jeweiliger Studienordnung. Einschreibung zum Kurs und Informationen zum Kursformat auf gleichnamiger OPAL-Kursseite.
- Literatur
- Zur Vorbereitung empfohlen: Emmanuel Le Roy Ladurie (2013), „L'histoire du climat avec l'historien Emmanuel Le Roy Ladurie“, Radiointerview, Radiofrance, Lundi 17 juin 2013, https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/mots-et-merveilles/l-histoire-du-climat-avec-l-historien-emmanuel-le-roy-ladurie-1-5-4876199. Emmanuel Le Roy Ladurie (2015), „Il y a une histoire du climat avant et après le réchauffement climatique“, in : https://www.culture.gouv.fr/Actualites/E.-Le-Roy-Ladurie-Il-y-a-une-histoire-du-climat-avant-et-apres-le-rechauffement-climatique. Emmanuel Le Roy Ladurie (32020), Histoire du climat depuis l’an mil, Paris. Wolfgang Behringer (62022), Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung, München
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Das französischsprachige Kanada: Geschichte, Sprache und Literatur
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Innerhalb eines überwiegend anglophonen Staates versucht sich das frankophone Kanada, insbesondere Québec, in seiner kulturellen und sprachlichen Eigenständigkeit zu behaupten. Nach der französischen Kolonialzeit und nach dem Machtverlust durch die britische Eroberung hat sich eine frankophone Minderheitenkultur herausgebildet, deren zentrales Symbol kultureller und politischer Selbstbehauptung die französische Sprache ist. Literatur dient ihr als Raum der Selbstreflexion und des Widerstands gegen kulturelle Marginalisierung. Kulturwissenschaftlich interessant ist dabei, wie Geschichte, Sprache und Literatur ineinandergreifen und eine eigenständige frankokanadische bzw. quebecische Identität hervorbringen, die sich bewusst sowohl von Frankreich als auch vom anglophonen Kanada abgrenzt.
In Absprache mit dem Seminar wird die Veranstaltung überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Maxime Raymond-Bock 2024: Morel. Montreal: Le cheval d’août.
- Kevin Lambert 2022: Que notre joie demeure. Montreal: Helios.
- Nicolas Dickner 2007: Nikolski. Roman. Paris: Denoël.
- Éric Chacour 2023: Ce que je sais de toi. Roman. Paris: Philippe Rey.
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - (Post-)koloniale Spuren: kulturelle Zerrissenheit im frankophonen Raum
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Ausgehend von französischsprachigen Erzähltexten fokussiert das Seminar aktuelle und historische Konfliktfelder im Kontext von Dekolonisierung, Migration und Mehrsprachigkeit.
Die gesellschaftlichen Diskussionen zu Integration, Zugehörigkeit und Tradition werden im Seminar ausgehend von französischsprachigen Romanen und Filmen behandelt; dabei soll dem Zusammenhang von Sprache und Identität besondere Aufmerksamkeit zukommen.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Ève Guerra 2024: Rapatriement. Roman. Paris: Bernard Grasset.
- Leïla Slimani 2020-2025: Le pays des autres. 3 Bde. Paris: Gallimard (dt. 2021-2026: Das Land der anderen, übers. v. Amelie Thoma. München: Luchterhand).
- Alice Zeniter 2017: L'art de perdre. Paris: Flammarion (dt. 2021: Die Kunst zu verlieren, übers. v. Hainer Kober).
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Die Verantwortung der Intellektuellen: Frankreich zwischen 1940 und 1944
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde ABS/2-01 In Präsenz - Beschreibung
- Die deutsche Besatzung Frankreichs konfrontierte insbesondere die Intelligenzija mit der Frage nach politischer Verantwortung und moralischer Haltung. Im Spannungsfeld zwischen Kollaboration, Anpassung und Résistance nutzten manche die von den Besatzern kontrollierten kulturellen Räume – Verlage, Zeitschriften, Theater – und legitimierten damit indirekt das Vichy-Regime bzw. die deutsche Kulturpolitik, andere engagierten sich offen oder verdeckt im Widerstand, etwa durch Untergrundpublikationen oder die Verschlüsselung oppositioneller Botschaften in literarischen Texten. Viele Akteur:innen nahmen keine eindeutige Position ein; ihr Schweigen und ihre strategische oder ästhetische Ambivalenz dienten als Selbstschutz, aber auch als Form indirekter Opposition. Die Nachkriegszeit zeigt zudem, wie stark Deutungen von Kollaboration und Résistance durch spätere Umdeutungen der eigenen Rolle geprägt wurden.
- Literatur
-
- Gisèle Sapiro 2011: La responsabilité de l'écrivain. Littérature, droit et morale en France (XIXe - XXIe siècle). Paris: Seuil.
- Jürgen Sieß (Hg.) 1984: Widerstand, Flucht, Kollaboration. Literarische Intelligenz und Politik in Frankreich. Frankfurt/M.: Campus.
- Heinrich August Winkler 2011: Besatzung, Kollaboration, Widerstand (II): Frankreich. In: Geschichte des Westens. München: Beck: 1022-1037.
- Seminar – [RFLK - Heine] - „Souvenirs, souvenirs“: Formen des Erinnerns in Wort und Bild
- Lehrperson
-
- Imke Heine
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde MER/0003 In Präsenz - Beschreibung
- Von Familienfotos bis zum Gedenktag: Sowohl in privaten als auch in kollektiven Kontexten ist Erinnerung ein zentraler identitäts- und sinnstiftender Bestandteil der Alltagskultur. Vor dem Hintergrund von Gewalterfahrungen, Kriegen, Prozessen der Dekolonialisierung und Migration haben sich memory-Diskurse insbesondere in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutsamen internationalen Phänomen entwickelt. Auch in der Auseinandersetzung mit Literatur und Film erweist sich die Gedächtnisthematik als omnipräsent. Erzählte Erinnerung, etwa in der Autobiographie, erzeugt Kontinuität, kann aber auch Gegennarrative schaffen und damit etablierte Geschichtsbilder dekonstruieren.
Nach einer Einführung in grundlegende Ansätze der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung soll im Seminar anhand von Beispielen aus dem französischsprachigen Raum untersucht werden, wie narrative Texte, Filme und Comics Erinnerung verhandeln. Welche Verfahren kommen zum Einsatz, um die Funktionsweise des Gedächtnisses darzustellen? Wie wird das Wiederaufleben vergangener Ereignisse inszeniert? In welcher Weise werden Brüche thematisiert, die etwa aufgrund von Traumata, kollektiver Verdrängung oder Krankheit entstehen? Dabei sind stets auch erinnerungskulturelle bzw. historische Kontexte von Relevanz.
Das Seminar findet in Absprache mit den Teilnehmenden vorwiegend in französischer Sprache statt. - Literatur
-
- Erll, Astrid/Ansgar Nünning (Hgg.) (2005): Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft. Theoretische Grundlegung und Anwendungsperspektiven, Berlin/New York: de Gruyter.
- Erll, Astrid (2011): Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen. Eine Einführung, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler.
- Segler-Meßner, Silke/Isabella von Treskow (Hgg.) (2024): Traumatisme et mémoire culturelle. France et espaces francophones, Berlin/Boston: de Gruyter.
- Seminar – [RFLK - Kern] - OuLiPo et Pérec – ou : apprendre à lire
- Lehrperson
-
- Dr. Matthias Kern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Hinter der Abkürzung OuLiPo verbirgt sich das Ouvroir de Littérature Potentielle, eine Literaturgruppe um François le Lionnais und Raymond Queneau, die 1960 als Reaktion auf die Strömung des französischen Surrealismus und aus dem Collège de ‘Pataphysique hervorgeht. Ihr Ziel besteht darin, neue literarische Formen zu entwickeln, die gewohnte Lese- und Erzählmuster herausfordern und dadurch neue Perspektiven auf die Welt eröffnen. Als einer der bedeutendsten Vertreter dieser Strömung muss Georges Pérec angesehen werden, der in Romanen wie Les Choses (1965) oder La Vie. Mode d’Emploi (1978) mit dem Grundprinzip der Literaturgruppe, der formellen contrainte, arbeitet. Diese selbst auferlegten Regeln ermöglichen ihm, Romane ohne Protagonisten und räumlich organisierte Erzählungen vorzulegen, die gleichzeitig auch eine klare Sozialkritik der konsumeristisch orientierten Gesellschaft der 1960er und 1970er Jahre anstellen. Die contrainte wird bei OuLiPo demnach weniger zur Einschränkung, sondern explizit zum Produktionsmotor.
In diesem Seminar soll zunächst die literarische contrainte zum Anlass genommen werden, unsere Kenntnisse in der analytischen Lektüre von Literatur mithilfe von narratologischen Analysemethoden zu schärfen. Das Seminar arbeitet damit sehr textnah und versucht über close reading nicht nur die Besonderheit der oulipotischen Literatur herausarbeiten, sondern auch zu verdeutlichen, wie narrative Normen erstellt und dadurch auch das Gefühl einer Erfahrung von narrativer Normalität kreiert wird. Darüber hinaus vermittelt das Seminar einen Überblick über die Erneuerungsversuche von OuLiPo im Vergleich zu anderen Literaturgruppen (Nouveau Roman, Internationale Situationiste…) und verortet sie im historischen Klima der linken Bewegung der 68er. Der Kurs wird auf Französisch angeboten; die Sprache kann jedoch an die Bedürfnisse der Besucher:innen angepasst werden. - Literatur
-
- Zur Anschaffung empfohlen:
- Georges Pérec: Les Choses. Une histoire des années soixante. Paris : Pocket 1984.
- Raymond Queneau: Exercices de style. Paris: Gallimard [folio] 1995.
- Seminar – [RFLK - Kern] - « Mal du siècle » ? Emotionen in der französischen Romantik
- Lehrperson
-
- Dr. Matthias Kern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde Z21/0242 In Präsenz - Beschreibung
- Die französische Romantik ist auf weltliterarischer Ebene eine recht späte Erscheinung: Zwar kann in Jean-Jacques Rousseau schon ein Vorgänger dieser Strömung gesehen werden, doch die eigentliche Literaturströmung formiert sich erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die französische Adlige mit Schweizer Wurzeln Germaine de Staël führt das französische Publikum mit ihrem langen Essai De l’Allemagne (1813-1814) erst an die deutsche (und englische) Literatur heran, die fortan zur Hauptinspiration der neuen Kulturströmung wird. Dabei sind Grundmerkmale der romantischen Ausdrucksform die Loslösung von starren Gattungskonventionen sowie Hinterfragung gesellschaftlicher Werte, die Auseinandersetzung mit der Natur und ‚organischen‘, ‚authentischen‘ Ausdrucksformen, die sich bewusst gegen das Kulturstreben der Aufklärung stellen. Dies wird durch eine besondere Beachtung von Affekt und Emotionalität begleitet, die sich häufig in der Form eines „mal du siècle“ äußert, das Musset 1836 konstatiert.
In diesem Seminar wollen wir genau diesem „mal du siècle“ nachspüren und damit die französische Romantik genauer erforschen. Dies ermöglicht den Blick auf die besondere politische Situation Frankreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber vor allen Dingen auch den Blick auf das literarische Schaffen, das bis in die zeitgenössische Literatur weiterhallt. Wir werden uns in diesem Kontext mit François-René de Chateaubriands Atala (1801) und René (1802), Georges Sands Indiana (1832), aber auch mit den Méditations poétiques (1820/1841) von Alphonse de Lamartine. - Literatur
-
- Zur Anschaffung empfohlen:
- François-René de Chateaubriand : Atala – René. Hg. Jean-Claude Berchet. Paris : Gallimard [folio classiques] 2007.
- Georges Sand: Indiana. Hg. Béatrice Didier. Paris: Gallimard [folio classiques] 1984.
- Seminar – [SKW - Smola] Den Menschen erschaffen, verbessern, liquidieren: Russische (Anti)Utopien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden Texte der russischsprachigen Literatur unter die Lupe genommen, die als fiktionalisierte Abbilder der Diktaturen/Totalitarismen im 20. Jahrhunderts betrachtet werden können. Es werden sowohl Utopien als literarische Entwürfe der idealen („totalen“) gesellschaftlichen Wirklichkeit und Protomodelle der totalitären Regime – als solche auch die Texte des sozialistischen Realismus – als auch Anti-/Dystopien als Vorwegnahme der künftigen oder die Reaktion auf die bestehenden totalitären Systeme analysiert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das Problem des Umgangs mit dem Körper und dem Verstand des Menschen: Das Konzept der Verbesserung, „Korrektur“ und Umerziehung in der Modellierung des neuen Menschen ist beinahe allen (anti)utopischen Fiktionen gemeinsam. Diese spiegeln zugleich Praktiken der Realitätssimulation und Geschichtstäuschung (Simulacren, die infolge der Neukonstruierung des kollektiven Gedächtnisses entstehen) wider, die in totalitären Gesellschaften durch den Einsatz bestimmter diskursiver und rhetorischer Mittel erzeugt werden. Diktatur als diskursive Praktik und rhetorisches Erzeugnis soll daher ebenfalls den wesentlichen Gegenstand der Diskussion bilden.
- Seminar – [SLW - Smola] Jüdische Literaturen in postkommunistischen Osteuropa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- Wir werden in dieser Lehrveranstaltung Prosawerke einiger bedeutender jüdischer AutorInnen aus dem osteuropäischen Raum nach dem Fall des Kommunismus analysieren. Vielen von ihnen ist eines gemeinsam: die Reflexion der osteuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit
ihren Schlüsselereignissen, die einen entscheidenden und oft tragischen Einfluss auf das Leben der JudInnen nahmen – des Kriegs und des Holocaust, des Kommunismus und der Emigration. Die Zerstörung/Überwindung der traditionellen jüdischen Lebensweise in den Schtetls, die Shoah und die Suche nach neuen Identitäten im kommunistischen Osteuropa sowie in der Emigration in Israel, Amerikas und Westeuropa sollen den Mittelpunkt der Diskussion bilden. Die Beschäftigung mit dem Schaffen dieser AutorInnen gewährt jedoch zugleich einen differenzierten Einblick ins jüdische Leben in Osteuropa. Unser Hauptaugenmerk wird auf die Konzepte der Erinnerung sowie auf die Konstruktion des Eigenen und des Fremden im literarischen Werk gerichtet: zwei für die jüdische Kultur paradigmatische Perspektiven. In diesem Sinne werden wir uns bei der Textanalyse auf die theoretischen Ansätze der Gedächtnisforschung stützen. In Zusammenhang mit der Interpretation der jüdischen Literaturen werden kulturwissenschaftlich die für das osteuropäische Judentum zentralen Topoi erschlossen: Schtetl, Ghetto, Luftmenschen, Chassiden, Jiddisch, Exodus u.a.
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Embodied Longing: Desire, Freedom and Power in D.H. Lawrence's Short Stories
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Beyond the Ballroom: Love, Romance and Social Criticism in Jane Austen's Novels
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmLit - Woodard] – Brain Narratives: Science Fiction and the Post-Human
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde tba In Präsenz
SLK-MA-LiK-WuW
(Wandel und Welterzeugung)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Stuart Hall: Key Works
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmCult - Junker] - Monumentalizing America? Contested Memory Culture(s) at 250
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- The seminar takes the controversies surrounding the celebrations of the 250th anniversary of the American Declaration of Independence in 2026 as an occasion to examine in depth theories, positions, and examples of memory culture. Participants will explore how “the archive” functions as a contested site where national narratives are shaped and challenged. By analyzing the formation and contestations over collective memory, we will investigate how histories of violence are often suppressed to maintain a national narrative of American exceptionalism. We will also address how these debates are fueled by contemporary culture wars, shaping ideological divisions. We will examine the role of different media as well as consider specific places, focusing on select monuments and memorials, to gain a better understanding of how physical landscapes serve as battlegrounds for the ongoing negotiation of memory culture as a discursive stage of American self-expression.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [AmCult - Junker] - Sonic Scripts: Music and the Making of “America”
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the multifaceted landscape of American music as a primary site of cultural production and negotiation. By pairing iconic musical works with diverse cultural artifacts—ranging from literary texts and dance performances to film soundtracks—students will analyze how sound reflects and shapes competing ideas of what it means to identify as American. Each session integrates a theoretical framework to examine music and themes such as gendered, classed, and racialized identification, national myths, and the evolution of media. From the “Sorrow Songs” of the nineteenth century and the transition to sound film to contemporary phenomena like Country-Rap and the global impact of “Americanization,” the course interrogates music not merely as entertainment, but as a complex discursive practice that intervenes in sociopolitical and cultural realities.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [KPH - Feddern] Catull (PS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Catull ist der Autor einer ganz eigenen Gedichtsammlung der späten römischen Republik, in der ganz verschiedene kleine Gedichtformen zusammengestellt sind. Aus dieser Sammlung werden wir eine Auswahl im Kurs behandeln, wobei individuelle Wünsche gerne berücksichtigt werden. Die schulrelevante Catullische Kleindichtung an sich wird im Vordergrund stehen, aber wir werden auch einen Blick auf die griechischen Vorbilder und auf die Catull-Rezeption von der Antike bis in die Moderne werfen.
- Literatur
- Die bibliographischen Hilfsmittel werden wir in der ersten Sitzung besprechen. Neben vielen Oxford- und Teubner-Ausgaben sei v.a. der digitale catullusonline.org empfohlen.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [KPH - Peglau] Vergil, Aeneis (HS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde TOE/0315/U In Präsenz - Beschreibung
- Bücher VII und VIII
- Literatur
- R.A.B. Mynors, P. Vergili Maronis Opera, Oxford 1969 (bzw. Nachdr.)
- Seminar – [AmLit - Ingwersen] – After Petrocultures
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde tba In Präsenz
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Postmigrantisches Kino
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Kino ist einer der zentralen Schauplätze der Kultur, auf dem in Form von Selbst- und Fremdbeschreibungen Fragen von Identität und Zugehörigkeit verhandelt werden. Von dieser Annahme ausgehend will das Seminar in gemeinsamen close screenings Inhalte und Formen des postmigrantischen Kinos daraufhin befragen, welche (umkämpften) Bilder eines gemeinsamen oder divergenten Deutschlands seit den 1970er Jahren produziert wurden. Es wird dabei um Perspektiven auf Alterität und Alterisierung, Rassismus und Gewalt, Anerkennung und Differenz gehen. „Postmigration“ adressiert dabei einen spezifischen politischen Diskurs, es soll aber auch um die Frage gehen, wie eine postmigrantische (filmische) Ästhetik genauer zu beschreiben wäre.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren und zu analysieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung postmigrantischen Kino eine kleine Kulturgeschichte der Identitätspolitik seit den 1970er Jahren kartiert werden.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›In der Kürze liegt die…?‹ – Kleine Formen von A wie ›Anekdote‹ bis Z wie ›Zusammenfassung‹ II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Kleine Formen haben Konjunktur. Neues Augenmerk von Seiten medienkultur¬wissen-schaftlicher Forschung verdanken sie v.a. ihrer Omnipräsenz in der Lebenswelt, ob WhatsApp-Chats, Tweets, Instagram-Posts oder TikTok-Videos. Begrenzte Aufmerksam-keitsressourcen und die Zeitökonomien einer globalisierten, digitalen Öffentlichkeit werden dabei immer wieder als Gründe für den Aufschwung kleiner Formen angeführt.
Kleine Formen haben aber auch eine lange Tradition: Ob Anekdote, Fabel, Kalendergeschichte oder fait divers – die Geschichte kleiner Formen reicht weit in die Vergangenheit zurück. Im Seminar wollen wir uns zunächst einen Überblick über die lange Geschichte und enorme Vielfalt literarischer Kleinformen verschaffen. Dabei wird sich zeigen, dass sich die besondere Dynamik kleiner Formen keineswegs darauf beschränkt, dass sie den für die Moderne charakteristischen Imperativen der Beschleunigung, des Aktualitätsdrucks und der Gegen¬wärtigkeit gehorchen. Vielmehr tendieren kleine Formen immer auch dazu, die medien¬ökono¬mischen Zwänge ihrer Hervor¬bringung sowie die (zeit-)räumliche Konfiguration, in die sie sich einschreiben, zu reflektieren, zu durchbrechen und zu unterlaufen.
An Anekdoten, Aphorismen, Epigrammen, Fabeln, Kalendergeschichten, Notizzetteln, Sprich-wörtern, Witzen oder Zusammenfassungen wollen wir untersuchen, inwieweit kleine Textfor-mate ein medienästhetisches Spielfeld konstituieren, auf dem ein Umschlag von Zeitdruck in Zeitvertreib, von knappen Aufmerksamkeits¬ressour¬cen in unerschöpf¬liche Deutungsoptionen, von Effizienz in Emer¬genz statt¬finden kann. Auch die ›minderen‹ Genres mögen sich dabei als von ungeahnter Brisanz für das Verständnis medienkultureller Transformationsprozesse der Moderne erweisen. Neben den Kurztexten selbst nehmen wir auch Positionen aus der Forschung unter die Lupe, um die genannten Textformen medien¬kultur¬historisch oder literaturtheoretisch zu kontextualisieren. - Literatur
-
- Thomas Althaus/Wolfgang Bunzel/Dirk Göttsche (Hg.): Kleine Prosa. Theorie und Geschichte eines Textfeldes im Literatursystem der Moderne. Tübingen: Niemeyer 2007.
- Sabiene Autsch/Claudia Öhlschläger/Leonie Süwolto (Hg.): Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Kunst und Medien. Paderborn: Fink 2014.
- Christiane Frey/Florian Fuchs/David Martyn (Hg): Colloquia Germanica 56, 2–3: Themeheft: »Below Genre. Short Forms and Their Affordances«.
- Florian Fuchs: Civic Storytelling: The Rise of Short Forms and the Agency of Literature. Zone Books 2023.
- Michael Gamper/Ruth Mayer (Hg.): Kurz und Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Bielefeld: transcript 2017.
- Fabian Goppelsröder: Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter. Zur Medienästhetik kleiner Formen. Wallstein: Göttingen 2023.
- Maren Jäger/Ethel Matala de Mazza/Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen. Berlin/Boston: De Gruyter 2021.
- Locher, Elmar (Hg.): Die kleinen Formen in der Moderne. Innsbruck/Wien: Studien-Verlag 2001.
- Seminar – [RFLK - König] - Décentraliser la francophonie : approches des cultures francophones hors d'Europe.
- Lehrperson
-
- Dr. Torsten König
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Dans les débats mondiaux actuels sur le présent et l'avenir de la société mondiale, sur les défis sociaux, économiques et écologiques, les voix francophones de différentes régions du monde jouent un rôle important. Des écrivains et des intellectuels de la Méditerranée (A. Maalouf), d'Afrique du Nord (L. Slimani, H. Bentouhami), d'Afrique de l'Ouest (F. Sarr, S. B. Diagne) et d'Afrique centrale (L. Miano, A. Mabanckou, A. Mbembe), des Caraïbes (E. Glissant), d'Amérique du Nord (D. Laferrière) ou de l'Océan Indien (K. Torabully), formulent leur vision du monde dans des récits, des essais ou des films marqués par la diversité culturelle de leurs origines respectives. Deux caractéristiques les relient cependant : Ils s'expriment en langue française et ils adoptent, surtout depuis la fin du XXe siècle, des points de vue résolument non-européens et non-occidentaux sur le monde. Ils décentralisent l'espace de discussion « monde francophone ». Notre séminaire a pour but d'introduire à cet espace de discussion. Dans le cadre de ce cours, nous souhaitons tout d’abord avoir une vue d'ensemble des régions culturelles francophones du monde : de leur histoire (qui, en tant qu'histoire francophone, est une histoire coloniale et postcoloniale) et de leurs caractéristiques sociales, politiques et culturelles dans le présent. Dans un deuxième temps, nous nous pencherons sur une sélection d’importantes contributions au débat de représentants de ces régions dans la littérature, l'essai de critique culturelle et le cinéma. Nous nous interrogerons sur leur pertinence pour un discours global, sur la spécificité de leurs thèmes et de leurs contributions (ordre mondial postcolonial, identités culturelles mondialisées, migration, politique climatique, etc.) Une autre question centrale sera celle de la relation que les cultures francophones entretiennent entre elles et avec l'ancien centre qu'était la France. Enfin, le cours est un plaidoyer pour que la langue française soit considérée comme un moyen global de communication dans des débats contemporains très actuels et comme une voie d'accès à une immense diversité culturelle. Examens possibles : oraux ou écrits selon le règlement d'études correspondant. Inscription au cours et informations sur le format du cours sur la page OPAL. Langue du cours : français uniquement (les travaux d'examen écrits, comme la Hausarbeit, peuvent être remis en allemand).
- Literatur
- Pour approfondir le sujet [tous les textes se trouvent en format pdf sur la page OPAL] : J.-M. Moura (³2019), „Introduction“, in : ders., Littératures francophones et théorie postcoloniale, Paris, 1-22; F. Sarr (2016), „Penser l’Afrique“, in: ders., Afrotopia, Paris, 9-15 ; M. Messling (2023), „L’universel après l’universalisme“, in : ders., L'universel après l'universalisme: Des littératures francophones du contemporain, Paris, 15-48.
- Seminar – [RFLK - König] - Kulturgeschichte des Klimas und des Wetters: französische Quellen vom Mittelalter bis heute
- Lehrperson
-
- Dr. Torsten König
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0101 In Präsenz - Beschreibung
- Das Bewusstsein für die Determiniertheit menschlichen Lebens durch klimatische und meteorologische Gegebenheiten ist in den letzten Jahren unter dem Einfluss des Klimawandels in allen Gesellschaften weltweit gewachsen. Doch wie reagierten Menschen in vergangenen Epochen auf einschneidende Veränderungen im Klima bzw. extreme Wetterereignisse? Wie wurde der spürbare Anstieg der Temperaturen in Europa während des mittelalterlichen „Klimaoptimums“ zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert wahrgenommen, wie die sogenannte „kleine Eiszeit“ im 17. und 18. Jahrhundert, in der extrem kalte Winter und kühle, feuchte Sommer über sehr lange Zeiträume das Leben der Menschen bestimmten? Welche Folgen hatte das „Jahr ohne Sommer“ 1816, in dem aufgrund eines Vulkanausbruches im Pazifik das Weltklima so destabilisiert wurde, dass im Juni in Frankreich und Deutschland Schnee fiel und heftige Unwetter die Länder verwüsteten? Was können wir vor diesem Hintergrund über die Spezifik des gegenwärtigen Nachdenkens über das Verhältnis von Mensch und Klima lernen? Diesen Fragen geht das Seminar mit dem Fokus auf Frankreich und französischsprachige Quellen nach. Anhand von in erster Linie literarischen Texten aber auch Grafik, Malerei und Film, in denen in signifikanter Weise auf Klima und Wetter Bezug genommen wird, rekonstruiert der Kurs in Fallstudien eine französische Kulturgeschichte des Klimas und des Wetters. Die Lern- und Erkenntnisziele liegen auf unterschiedlichen Ebenen. Erstens vermittelt der Kurs allgemeines Überblickswissen zu unterschiedlichen Epochen der französischen Kulturgeschichte und zu wichtigen Akteuren wie literarischen Kanonautoren - von Montaigne über Montesquieu bis hin zu Mme de Sévigné oder Pierre Ducrozet, bildenden Künstlern – von den Landschaftsmalern des 17. Jh. bis zu dem bédéiste Christophe Blain oder Regisseuren der Gegenwart wie Luc Jacquet. Zweitens will das Seminar mit seinem Gegenstand „Klima vs. Mensch“ zu einer Schärfung des Verständnisses von aktuellen gesellschaftlichen Debatten in Frankreich (und nicht nur dort) beitragen, was durch theoretische Lektüren von Autoren wie Bruno Latour oder Le Roy Ladurie begleitet wird. Und drittens vermittelt es sprachliche und analytische Kompetenzen im Umgang mit französischen medialen Formaten (literarische Gattungen, Film, Bildmedien etc.). Kurssprachen: Deutsch, auf Wunsch auch Französisch. Mögliche Prüfungsleistungen: mündliche oder schriftliche Seminarbeiträge entsprechend jeweiliger Studienordnung. Einschreibung zum Kurs und Informationen zum Kursformat auf gleichnamiger OPAL-Kursseite.
- Literatur
- Zur Vorbereitung empfohlen: Emmanuel Le Roy Ladurie (2013), „L'histoire du climat avec l'historien Emmanuel Le Roy Ladurie“, Radiointerview, Radiofrance, Lundi 17 juin 2013, https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/mots-et-merveilles/l-histoire-du-climat-avec-l-historien-emmanuel-le-roy-ladurie-1-5-4876199. Emmanuel Le Roy Ladurie (2015), „Il y a une histoire du climat avant et après le réchauffement climatique“, in : https://www.culture.gouv.fr/Actualites/E.-Le-Roy-Ladurie-Il-y-a-une-histoire-du-climat-avant-et-apres-le-rechauffement-climatique. Emmanuel Le Roy Ladurie (32020), Histoire du climat depuis l’an mil, Paris. Wolfgang Behringer (62022), Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung, München
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Das französischsprachige Kanada: Geschichte, Sprache und Literatur
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Innerhalb eines überwiegend anglophonen Staates versucht sich das frankophone Kanada, insbesondere Québec, in seiner kulturellen und sprachlichen Eigenständigkeit zu behaupten. Nach der französischen Kolonialzeit und nach dem Machtverlust durch die britische Eroberung hat sich eine frankophone Minderheitenkultur herausgebildet, deren zentrales Symbol kultureller und politischer Selbstbehauptung die französische Sprache ist. Literatur dient ihr als Raum der Selbstreflexion und des Widerstands gegen kulturelle Marginalisierung. Kulturwissenschaftlich interessant ist dabei, wie Geschichte, Sprache und Literatur ineinandergreifen und eine eigenständige frankokanadische bzw. quebecische Identität hervorbringen, die sich bewusst sowohl von Frankreich als auch vom anglophonen Kanada abgrenzt.
In Absprache mit dem Seminar wird die Veranstaltung überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Maxime Raymond-Bock 2024: Morel. Montreal: Le cheval d’août.
- Kevin Lambert 2022: Que notre joie demeure. Montreal: Helios.
- Nicolas Dickner 2007: Nikolski. Roman. Paris: Denoël.
- Éric Chacour 2023: Ce que je sais de toi. Roman. Paris: Philippe Rey.
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - (Post-)koloniale Spuren: kulturelle Zerrissenheit im frankophonen Raum
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0117 In Präsenz - Beschreibung
- Ausgehend von französischsprachigen Erzähltexten fokussiert das Seminar aktuelle und historische Konfliktfelder im Kontext von Dekolonisierung, Migration und Mehrsprachigkeit.
Die gesellschaftlichen Diskussionen zu Integration, Zugehörigkeit und Tradition werden im Seminar ausgehend von französischsprachigen Romanen und Filmen behandelt; dabei soll dem Zusammenhang von Sprache und Identität besondere Aufmerksamkeit zukommen.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Ève Guerra 2024: Rapatriement. Roman. Paris: Bernard Grasset.
- Leïla Slimani 2020-2025: Le pays des autres. 3 Bde. Paris: Gallimard (dt. 2021-2026: Das Land der anderen, übers. v. Amelie Thoma. München: Luchterhand).
- Alice Zeniter 2017: L'art de perdre. Paris: Flammarion (dt. 2021: Die Kunst zu verlieren, übers. v. Hainer Kober).
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Die Verantwortung der Intellektuellen: Frankreich zwischen 1940 und 1944
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde ABS/2-01 In Präsenz - Beschreibung
- Die deutsche Besatzung Frankreichs konfrontierte insbesondere die Intelligenzija mit der Frage nach politischer Verantwortung und moralischer Haltung. Im Spannungsfeld zwischen Kollaboration, Anpassung und Résistance nutzten manche die von den Besatzern kontrollierten kulturellen Räume – Verlage, Zeitschriften, Theater – und legitimierten damit indirekt das Vichy-Regime bzw. die deutsche Kulturpolitik, andere engagierten sich offen oder verdeckt im Widerstand, etwa durch Untergrundpublikationen oder die Verschlüsselung oppositioneller Botschaften in literarischen Texten. Viele Akteur:innen nahmen keine eindeutige Position ein; ihr Schweigen und ihre strategische oder ästhetische Ambivalenz dienten als Selbstschutz, aber auch als Form indirekter Opposition. Die Nachkriegszeit zeigt zudem, wie stark Deutungen von Kollaboration und Résistance durch spätere Umdeutungen der eigenen Rolle geprägt wurden.
- Literatur
-
- Gisèle Sapiro 2011: La responsabilité de l'écrivain. Littérature, droit et morale en France (XIXe - XXIe siècle). Paris: Seuil.
- Jürgen Sieß (Hg.) 1984: Widerstand, Flucht, Kollaboration. Literarische Intelligenz und Politik in Frankreich. Frankfurt/M.: Campus.
- Heinrich August Winkler 2011: Besatzung, Kollaboration, Widerstand (II): Frankreich. In: Geschichte des Westens. München: Beck: 1022-1037.
- Seminar – [RFLK - Heine] - „Souvenirs, souvenirs“: Formen des Erinnerns in Wort und Bild
- Lehrperson
-
- Imke Heine
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde MER/0003 In Präsenz - Beschreibung
- Von Familienfotos bis zum Gedenktag: Sowohl in privaten als auch in kollektiven Kontexten ist Erinnerung ein zentraler identitäts- und sinnstiftender Bestandteil der Alltagskultur. Vor dem Hintergrund von Gewalterfahrungen, Kriegen, Prozessen der Dekolonialisierung und Migration haben sich memory-Diskurse insbesondere in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutsamen internationalen Phänomen entwickelt. Auch in der Auseinandersetzung mit Literatur und Film erweist sich die Gedächtnisthematik als omnipräsent. Erzählte Erinnerung, etwa in der Autobiographie, erzeugt Kontinuität, kann aber auch Gegennarrative schaffen und damit etablierte Geschichtsbilder dekonstruieren.
Nach einer Einführung in grundlegende Ansätze der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung soll im Seminar anhand von Beispielen aus dem französischsprachigen Raum untersucht werden, wie narrative Texte, Filme und Comics Erinnerung verhandeln. Welche Verfahren kommen zum Einsatz, um die Funktionsweise des Gedächtnisses darzustellen? Wie wird das Wiederaufleben vergangener Ereignisse inszeniert? In welcher Weise werden Brüche thematisiert, die etwa aufgrund von Traumata, kollektiver Verdrängung oder Krankheit entstehen? Dabei sind stets auch erinnerungskulturelle bzw. historische Kontexte von Relevanz.
Das Seminar findet in Absprache mit den Teilnehmenden vorwiegend in französischer Sprache statt. - Literatur
-
- Erll, Astrid/Ansgar Nünning (Hgg.) (2005): Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft. Theoretische Grundlegung und Anwendungsperspektiven, Berlin/New York: de Gruyter.
- Erll, Astrid (2011): Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen. Eine Einführung, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler.
- Segler-Meßner, Silke/Isabella von Treskow (Hgg.) (2024): Traumatisme et mémoire culturelle. France et espaces francophones, Berlin/Boston: de Gruyter.
- Seminar – [RFLK - Kern] - OuLiPo et Pérec – ou : apprendre à lire
- Lehrperson
-
- Dr. Matthias Kern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Hinter der Abkürzung OuLiPo verbirgt sich das Ouvroir de Littérature Potentielle, eine Literaturgruppe um François le Lionnais und Raymond Queneau, die 1960 als Reaktion auf die Strömung des französischen Surrealismus und aus dem Collège de ‘Pataphysique hervorgeht. Ihr Ziel besteht darin, neue literarische Formen zu entwickeln, die gewohnte Lese- und Erzählmuster herausfordern und dadurch neue Perspektiven auf die Welt eröffnen. Als einer der bedeutendsten Vertreter dieser Strömung muss Georges Pérec angesehen werden, der in Romanen wie Les Choses (1965) oder La Vie. Mode d’Emploi (1978) mit dem Grundprinzip der Literaturgruppe, der formellen contrainte, arbeitet. Diese selbst auferlegten Regeln ermöglichen ihm, Romane ohne Protagonisten und räumlich organisierte Erzählungen vorzulegen, die gleichzeitig auch eine klare Sozialkritik der konsumeristisch orientierten Gesellschaft der 1960er und 1970er Jahre anstellen. Die contrainte wird bei OuLiPo demnach weniger zur Einschränkung, sondern explizit zum Produktionsmotor.
In diesem Seminar soll zunächst die literarische contrainte zum Anlass genommen werden, unsere Kenntnisse in der analytischen Lektüre von Literatur mithilfe von narratologischen Analysemethoden zu schärfen. Das Seminar arbeitet damit sehr textnah und versucht über close reading nicht nur die Besonderheit der oulipotischen Literatur herausarbeiten, sondern auch zu verdeutlichen, wie narrative Normen erstellt und dadurch auch das Gefühl einer Erfahrung von narrativer Normalität kreiert wird. Darüber hinaus vermittelt das Seminar einen Überblick über die Erneuerungsversuche von OuLiPo im Vergleich zu anderen Literaturgruppen (Nouveau Roman, Internationale Situationiste…) und verortet sie im historischen Klima der linken Bewegung der 68er. Der Kurs wird auf Französisch angeboten; die Sprache kann jedoch an die Bedürfnisse der Besucher:innen angepasst werden. - Literatur
-
- Zur Anschaffung empfohlen:
- Georges Pérec: Les Choses. Une histoire des années soixante. Paris : Pocket 1984.
- Raymond Queneau: Exercices de style. Paris: Gallimard [folio] 1995.
- Seminar – [RFLK - Kern] - « Mal du siècle » ? Emotionen in der französischen Romantik
- Lehrperson
-
- Dr. Matthias Kern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde Z21/0242 In Präsenz - Beschreibung
- Die französische Romantik ist auf weltliterarischer Ebene eine recht späte Erscheinung: Zwar kann in Jean-Jacques Rousseau schon ein Vorgänger dieser Strömung gesehen werden, doch die eigentliche Literaturströmung formiert sich erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die französische Adlige mit Schweizer Wurzeln Germaine de Staël führt das französische Publikum mit ihrem langen Essai De l’Allemagne (1813-1814) erst an die deutsche (und englische) Literatur heran, die fortan zur Hauptinspiration der neuen Kulturströmung wird. Dabei sind Grundmerkmale der romantischen Ausdrucksform die Loslösung von starren Gattungskonventionen sowie Hinterfragung gesellschaftlicher Werte, die Auseinandersetzung mit der Natur und ‚organischen‘, ‚authentischen‘ Ausdrucksformen, die sich bewusst gegen das Kulturstreben der Aufklärung stellen. Dies wird durch eine besondere Beachtung von Affekt und Emotionalität begleitet, die sich häufig in der Form eines „mal du siècle“ äußert, das Musset 1836 konstatiert.
In diesem Seminar wollen wir genau diesem „mal du siècle“ nachspüren und damit die französische Romantik genauer erforschen. Dies ermöglicht den Blick auf die besondere politische Situation Frankreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber vor allen Dingen auch den Blick auf das literarische Schaffen, das bis in die zeitgenössische Literatur weiterhallt. Wir werden uns in diesem Kontext mit François-René de Chateaubriands Atala (1801) und René (1802), Georges Sands Indiana (1832), aber auch mit den Méditations poétiques (1820/1841) von Alphonse de Lamartine. - Literatur
-
- Zur Anschaffung empfohlen:
- François-René de Chateaubriand : Atala – René. Hg. Jean-Claude Berchet. Paris : Gallimard [folio classiques] 2007.
- Georges Sand: Indiana. Hg. Béatrice Didier. Paris: Gallimard [folio classiques] 1984.
- Seminar – [SLW - Vaizer] „Im Lichte der Idee...“: Die neue sowjetische proletarische Kultur der 1920-1930er Jahre
- Lehrperson
-
- Dr. Tatiana Vaizer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Jahr 1917 kommen die Bolschewiki an die Macht und die Entstehung einer neuen sowjetischen, proletarischen Kultur beginnt. Mit wem streiten sich die Bolschewiki und wen betrachten sie als ihre Gegner? Worauf stützen sie ihre Postulate? Wie unterscheidet sich die neue sowjetische proletarische Kultur von der alten vorrevolutionären? Was beinhaltet das neue Aufklärungsprogramm, das Bolschewiki umsetzen? In welche Bereiche des Lebens und Handelns dringt die neue proletarische Kultur vor: Arbeit, Freizeit, Unterhaltung, Sport, persönliche Beziehungen?
In diesem Kurs wird der symbolischen Bedeutung des Lichts, die sich im Rahmen des staatlichen Elektrifizierungsprogramms herausgebildet hat, besondere Bedeutung beigemessen. Warum wurden Licht und die damit verbundenen Metaphern (Licht des Bewusstseins, strahlende Zukunft usw) zu Symbolen der neuen proletarischen Kultur? Wie eignete sich die proletarische Kultur des Sozialistischen Realismus die strahlende Energie der Avantgarde an?
Wir werden mit verschiedenen Quellen arbeiten: frühsowjetischem Kino, Zeitschriften, Literatur, Literaturkritik und Fotografien.
Der Kurs findet auf Russisch statt.
"В свете идеи...": раннесоветская пролетарская культура 1920-1930-х
В 1917 году к власти приходят большевики, и начинается становление новой советской пролетарской культуры. С кем спорят большевики и кого они считают своими противниками? На чем основаны их постулаты? Чем новая советская пролетарская культура отличается от старой дореволюционной? Что включает в себя новая просветительская программа, которую реализуют большевики? В какие сферы жизни и деятельности проникает новая пролетарская культура: работа, досуг, развлечения, спорт, личные отношения?
В этом курсе особое внимание уделяется символическому значению света, которое сформировалось в рамках государственной программы электрификации. Почему свет и связанные с ним метафоры (свет сознания, светлое будущее и т. д.) стали символами новой пролетарской культуры? Как пролетарская культура социалистического реализма присвоила себе сияющую энергию авангарда? итд.
Мы будем работать с различными источниками: ранним советским кино, журналами, литературой, литературной критикой и фотографиями.
Курс может читаться на русском языке.
- Seminar – [SKW - Smola] Den Menschen erschaffen, verbessern, liquidieren: Russische (Anti)Utopien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden Texte der russischsprachigen Literatur unter die Lupe genommen, die als fiktionalisierte Abbilder der Diktaturen/Totalitarismen im 20. Jahrhunderts betrachtet werden können. Es werden sowohl Utopien als literarische Entwürfe der idealen („totalen“) gesellschaftlichen Wirklichkeit und Protomodelle der totalitären Regime – als solche auch die Texte des sozialistischen Realismus – als auch Anti-/Dystopien als Vorwegnahme der künftigen oder die Reaktion auf die bestehenden totalitären Systeme analysiert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das Problem des Umgangs mit dem Körper und dem Verstand des Menschen: Das Konzept der Verbesserung, „Korrektur“ und Umerziehung in der Modellierung des neuen Menschen ist beinahe allen (anti)utopischen Fiktionen gemeinsam. Diese spiegeln zugleich Praktiken der Realitätssimulation und Geschichtstäuschung (Simulacren, die infolge der Neukonstruierung des kollektiven Gedächtnisses entstehen) wider, die in totalitären Gesellschaften durch den Einsatz bestimmter diskursiver und rhetorischer Mittel erzeugt werden. Diktatur als diskursive Praktik und rhetorisches Erzeugnis soll daher ebenfalls den wesentlichen Gegenstand der Diskussion bilden.
- Seminar – [SLW - Smola] Jüdische Literaturen in postkommunistischen Osteuropa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- Wir werden in dieser Lehrveranstaltung Prosawerke einiger bedeutender jüdischer AutorInnen aus dem osteuropäischen Raum nach dem Fall des Kommunismus analysieren. Vielen von ihnen ist eines gemeinsam: die Reflexion der osteuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit
ihren Schlüsselereignissen, die einen entscheidenden und oft tragischen Einfluss auf das Leben der JudInnen nahmen – des Kriegs und des Holocaust, des Kommunismus und der Emigration. Die Zerstörung/Überwindung der traditionellen jüdischen Lebensweise in den Schtetls, die Shoah und die Suche nach neuen Identitäten im kommunistischen Osteuropa sowie in der Emigration in Israel, Amerikas und Westeuropa sollen den Mittelpunkt der Diskussion bilden. Die Beschäftigung mit dem Schaffen dieser AutorInnen gewährt jedoch zugleich einen differenzierten Einblick ins jüdische Leben in Osteuropa. Unser Hauptaugenmerk wird auf die Konzepte der Erinnerung sowie auf die Konstruktion des Eigenen und des Fremden im literarischen Werk gerichtet: zwei für die jüdische Kultur paradigmatische Perspektiven. In diesem Sinne werden wir uns bei der Textanalyse auf die theoretischen Ansätze der Gedächtnisforschung stützen. In Zusammenhang mit der Interpretation der jüdischen Literaturen werden kulturwissenschaftlich die für das osteuropäische Judentum zentralen Topoi erschlossen: Schtetl, Ghetto, Luftmenschen, Chassiden, Jiddisch, Exodus u.a.
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Embodied Longing: Desire, Freedom and Power in D.H. Lawrence's Short Stories
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Beyond the Ballroom: Love, Romance and Social Criticism in Jane Austen's Novels
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung I (Gruppe A)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [NDL – Stricker] - Bildung II (Gruppe B)
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BZW/A152 In Präsenz - Beschreibung
- Interdisziplinäres Kooperationsseminar (Philosophie/Literaturwissenschaft): PD Dr. Martin Weichold und Dr. Bernhard Stricker
Wer an einer Universität studiert oder an einer Schule unterrichtet, kommt am Bildungsbegriff nicht vorbei. Aber was hat es eigentlich – abgesehen von seiner Rolle als lexikalischem Bestandteil von Komposita wie ›Bildungseinrichtung‹ oder ›Bildungslücke‹ – mit diesem Begriff auf sich? Über schulisches Lernen und wissenschaftliche Forschung hinaus zielt das klassische Bildungsideal, wie es sich etwa bei Johann Gottfried Herder oder Wilhelm von Humboldt findet, auf eine ganzheitliche Formung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Sehen die einen dieses Bildungsideal als antiquierte, ›bildungsbürgerliche‹ und tendenziell elitäre Vorstellung an, so bescheinigen andere dem Bildungsgedanken heute eine neue Aktualität. Kann Bildung, verstanden als ›Persönlichkeits-Bildung‹, dazu beitragen, gerade in einer zunehmend chaotischeren und krisenhafteren Welt individuell souverän mit Herausforderungen umzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen? Dafür muss man unter ›Bildung‹ etwas verstehen, das sich nicht im ›Bildungssystem‹ allein verkörpert, sondern das dem je individuellen Versuch, sein Leben in einer gelingenden Form zu führen, einen entscheidenden Impuls gibt.
In diesem interdisziplinären Seminar, das philosophische und literaturwissenschaftliche Zugänge zum Thema miteinander kombiniert, wollen wir in Auseinandersetzung mit klassischen und neueren Texten zum Bildungsbegriff eine eigene Standortbestimmung versuchen. Dabei werden u.a. die folgenden Fragen zu debattieren sein: Was bedeutet ›Bildung‹ und was sollte es bedeuten? Welche normativen und historischen Voraussetzungen sind mit diesem Begriff verknüpft? Welche Relevanz hat unser Bildungsverständnis für unsere akademische und berufliche Laufbahn? An welche historischen und theoretischen Positionen können wir anknüpfen? Welches Verständnis von Bildung liegt heutigen Bildungsinstitutionen zugrunde und wie verhält sich dies zu dem klassischen Bildungsideal? Wo kann ein reflektierter Bildungsbegriff der individuellen Selbstentfaltung und der gesellschaftlichen Kritik dienen?
- Seminar – [AmLit - Woodard] – Brain Narratives: Science Fiction and the Post-Human
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde tba In Präsenz
SLK-MA-LiK-GeuGe
(Geschichte und Geschichtlichkeit)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Stuart Hall: Key Works
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmCult - Junker] - Monumentalizing America? Contested Memory Culture(s) at 250
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- The seminar takes the controversies surrounding the celebrations of the 250th anniversary of the American Declaration of Independence in 2026 as an occasion to examine in depth theories, positions, and examples of memory culture. Participants will explore how “the archive” functions as a contested site where national narratives are shaped and challenged. By analyzing the formation and contestations over collective memory, we will investigate how histories of violence are often suppressed to maintain a national narrative of American exceptionalism. We will also address how these debates are fueled by contemporary culture wars, shaping ideological divisions. We will examine the role of different media as well as consider specific places, focusing on select monuments and memorials, to gain a better understanding of how physical landscapes serve as battlegrounds for the ongoing negotiation of memory culture as a discursive stage of American self-expression.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [AmCult - Junker] - Sonic Scripts: Music and the Making of “America”
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the multifaceted landscape of American music as a primary site of cultural production and negotiation. By pairing iconic musical works with diverse cultural artifacts—ranging from literary texts and dance performances to film soundtracks—students will analyze how sound reflects and shapes competing ideas of what it means to identify as American. Each session integrates a theoretical framework to examine music and themes such as gendered, classed, and racialized identification, national myths, and the evolution of media. From the “Sorrow Songs” of the nineteenth century and the transition to sound film to contemporary phenomena like Country-Rap and the global impact of “Americanization,” the course interrogates music not merely as entertainment, but as a complex discursive practice that intervenes in sociopolitical and cultural realities.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [KPH - Feddern] Catull (PS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Catull ist der Autor einer ganz eigenen Gedichtsammlung der späten römischen Republik, in der ganz verschiedene kleine Gedichtformen zusammengestellt sind. Aus dieser Sammlung werden wir eine Auswahl im Kurs behandeln, wobei individuelle Wünsche gerne berücksichtigt werden. Die schulrelevante Catullische Kleindichtung an sich wird im Vordergrund stehen, aber wir werden auch einen Blick auf die griechischen Vorbilder und auf die Catull-Rezeption von der Antike bis in die Moderne werfen.
- Literatur
- Die bibliographischen Hilfsmittel werden wir in der ersten Sitzung besprechen. Neben vielen Oxford- und Teubner-Ausgaben sei v.a. der digitale catullusonline.org empfohlen.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [KPH - Peglau] Vergil, Aeneis (HS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde TOE/0315/U In Präsenz - Beschreibung
- Bücher VII und VIII
- Literatur
- R.A.B. Mynors, P. Vergili Maronis Opera, Oxford 1969 (bzw. Nachdr.)
- Seminar – [AmLit - Ingwersen] – After Petrocultures
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde tba In Präsenz
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/0.03 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [NDL – Stricker] - Infragestellungen: Günter Eichs Realitäten (Gedichte, Hörspiele, Maulwürfe) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/017 In Präsenz - Beschreibung
- Mit seinem Gedicht Inventur (1945) avancierte er zum Sprachrohr der ›Kahlschlagliteratur‹. Seine Träume (1951) markieren die Geburtsstunde des deutschen Nachkriegshörspiels. Und da man ihn als Galionsfigur der Gruppe 47 zum Establishment zu zählen drohte, erfand er mit den Maulwürfen (1968) ein eigenes neuartiges Genre der Prosadichtung, mit dem es ihm gelang, sich allen Einordnungen zu entziehen.
Dieses Seminar will einen Zugang zum Werk von Günter Eich (1907–1972) eröffnen und damit einen Autor vergegenwärtigen, der sich heute keiner sehr lebendigen Leserschaft erfreut, dessen Verständnis vom kritischen, fragenden Charakter der Literatur aber womöglich aktueller ist denn je. Über Genregrenzen und die unterschiedlichen Etappen seiner literarischen Entwicklung hinweg blieb Eich dem Gedanken verpflichtet, dass Literatur »Fragen und in Frage stellt« – zumal in einer Zeit, in der »die Antworten da sind, bevor die Fragen gestellt werden«. Wenn der kritische Appell seiner Texte (»seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt«) durch deren Kanonisierung entschärft zu werden drohte, so lässt der geringe Bekanntheitsgrad weiter Teile seines Œuvres vielleicht umso deutlicher zutage treten, woran Eich nicht müde wurde, zu erinnern: die Widerständigkeit von Literatur gegen jegliche Form der Funktionalisierung (»Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!«).
Das Seminar wird sich in intensiven Lektüren mit Eichs Lyrik, Beispielen seiner Erzählprosa, seinen Hörspielen und dem eigenwilligen Genre der Maulwürfe beschäftigen, um so einen Überblick nicht nur über die Formvielfalt, sondern auch über die Entwicklung von Eichs Schaffen zu geben. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass sich Eich schließlich selbst in seiner Rolle als moralische Instanz der Nachkriegsliteratur in Frage gestellt fand, als nach seinem Tod die Hörspiele wiederentdeckt wurden, die er während der NS-Zeit verfasst hatte.
Ob seine mehr oder minder offen propagandistischen Arbeiten für den NS-Rundfunk sein literarisches Œuvre insgesamt diskreditieren oder ob Eich nicht vielmehr gerade wegen seiner Verfehlungen zu einem so vehementen Kritiker der Macht avancieren konnte – diese kontrovers diskutierte Frage wird uns im Seminar beschäftigen. - Literatur
-
- Zur Einführung:
- »Alles, was geschieht, geht dich an. Der Dichter Günter Eich« (Filmporträt), YouTube, URL: https://www.youtube.com/watch?v=5FYBvelR6H8 [23.02.2026].
- Seminar – [RILK - Tiller] - Italienische climate fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- Italien ist inzwischen, wie alle Mittelmeeranrainer, besonders offensichtlich vom Klimawandel betroffen – ein Thema, das in der italienischen Literatur seit den Nullerjahren explizit verhandelt wird (A. Grosso, L. Pugno, T. Pincio, A. Montruccio, P. Zanotti, A. Scurati, F. Pecoraro, B. Arpaia, A. Moresco, C. Mezzalama, L. Pariano, P. Giordano u.a.). Die Thematik wird nicht nur über offensichtliche Parameter erzählt (lebensfeindliche Temperaturen, Wassermangel, tödliche Sonnenstrahlung, Unwetterkatastrophen etc.), sondern in der Regel auch offensiv mit politischen und ethischen Fragen verknüpft. So entstanden und entstehen oft dystopisch grundierte climate fiction–Texte, deren kulturspezifische bzw. transkulturelle Aspekte in diesem Seminar im Vordergrund stehen werden.
Italienischkenntnisse notwendig.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [SLW - Vaizer] „Im Lichte der Idee...“: Die neue sowjetische proletarische Kultur der 1920-1930er Jahre
- Lehrperson
-
- Dr. Tatiana Vaizer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Jahr 1917 kommen die Bolschewiki an die Macht und die Entstehung einer neuen sowjetischen, proletarischen Kultur beginnt. Mit wem streiten sich die Bolschewiki und wen betrachten sie als ihre Gegner? Worauf stützen sie ihre Postulate? Wie unterscheidet sich die neue sowjetische proletarische Kultur von der alten vorrevolutionären? Was beinhaltet das neue Aufklärungsprogramm, das Bolschewiki umsetzen? In welche Bereiche des Lebens und Handelns dringt die neue proletarische Kultur vor: Arbeit, Freizeit, Unterhaltung, Sport, persönliche Beziehungen?
In diesem Kurs wird der symbolischen Bedeutung des Lichts, die sich im Rahmen des staatlichen Elektrifizierungsprogramms herausgebildet hat, besondere Bedeutung beigemessen. Warum wurden Licht und die damit verbundenen Metaphern (Licht des Bewusstseins, strahlende Zukunft usw) zu Symbolen der neuen proletarischen Kultur? Wie eignete sich die proletarische Kultur des Sozialistischen Realismus die strahlende Energie der Avantgarde an?
Wir werden mit verschiedenen Quellen arbeiten: frühsowjetischem Kino, Zeitschriften, Literatur, Literaturkritik und Fotografien.
Der Kurs findet auf Russisch statt.
"В свете идеи...": раннесоветская пролетарская культура 1920-1930-х
В 1917 году к власти приходят большевики, и начинается становление новой советской пролетарской культуры. С кем спорят большевики и кого они считают своими противниками? На чем основаны их постулаты? Чем новая советская пролетарская культура отличается от старой дореволюционной? Что включает в себя новая просветительская программа, которую реализуют большевики? В какие сферы жизни и деятельности проникает новая пролетарская культура: работа, досуг, развлечения, спорт, личные отношения?
В этом курсе особое внимание уделяется символическому значению света, которое сформировалось в рамках государственной программы электрификации. Почему свет и связанные с ним метафоры (свет сознания, светлое будущее и т. д.) стали символами новой пролетарской культуры? Как пролетарская культура социалистического реализма присвоила себе сияющую энергию авангарда? итд.
Мы будем работать с различными источниками: ранним советским кино, журналами, литературой, литературной критикой и фотографиями.
Курс может читаться на русском языке.
- Seminar – [SKW - Smola] Den Menschen erschaffen, verbessern, liquidieren: Russische (Anti)Utopien
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar werden Texte der russischsprachigen Literatur unter die Lupe genommen, die als fiktionalisierte Abbilder der Diktaturen/Totalitarismen im 20. Jahrhunderts betrachtet werden können. Es werden sowohl Utopien als literarische Entwürfe der idealen („totalen“) gesellschaftlichen Wirklichkeit und Protomodelle der totalitären Regime – als solche auch die Texte des sozialistischen Realismus – als auch Anti-/Dystopien als Vorwegnahme der künftigen oder die Reaktion auf die bestehenden totalitären Systeme analysiert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das Problem des Umgangs mit dem Körper und dem Verstand des Menschen: Das Konzept der Verbesserung, „Korrektur“ und Umerziehung in der Modellierung des neuen Menschen ist beinahe allen (anti)utopischen Fiktionen gemeinsam. Diese spiegeln zugleich Praktiken der Realitätssimulation und Geschichtstäuschung (Simulacren, die infolge der Neukonstruierung des kollektiven Gedächtnisses entstehen) wider, die in totalitären Gesellschaften durch den Einsatz bestimmter diskursiver und rhetorischer Mittel erzeugt werden. Diktatur als diskursive Praktik und rhetorisches Erzeugnis soll daher ebenfalls den wesentlichen Gegenstand der Diskussion bilden.
- Seminar – [SLW - Smola] Jüdische Literaturen in postkommunistischen Osteuropa
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde BSS/0109 In Präsenz - Beschreibung
- Wir werden in dieser Lehrveranstaltung Prosawerke einiger bedeutender jüdischer AutorInnen aus dem osteuropäischen Raum nach dem Fall des Kommunismus analysieren. Vielen von ihnen ist eines gemeinsam: die Reflexion der osteuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit
ihren Schlüsselereignissen, die einen entscheidenden und oft tragischen Einfluss auf das Leben der JudInnen nahmen – des Kriegs und des Holocaust, des Kommunismus und der Emigration. Die Zerstörung/Überwindung der traditionellen jüdischen Lebensweise in den Schtetls, die Shoah und die Suche nach neuen Identitäten im kommunistischen Osteuropa sowie in der Emigration in Israel, Amerikas und Westeuropa sollen den Mittelpunkt der Diskussion bilden. Die Beschäftigung mit dem Schaffen dieser AutorInnen gewährt jedoch zugleich einen differenzierten Einblick ins jüdische Leben in Osteuropa. Unser Hauptaugenmerk wird auf die Konzepte der Erinnerung sowie auf die Konstruktion des Eigenen und des Fremden im literarischen Werk gerichtet: zwei für die jüdische Kultur paradigmatische Perspektiven. In diesem Sinne werden wir uns bei der Textanalyse auf die theoretischen Ansätze der Gedächtnisforschung stützen. In Zusammenhang mit der Interpretation der jüdischen Literaturen werden kulturwissenschaftlich die für das osteuropäische Judentum zentralen Topoi erschlossen: Schtetl, Ghetto, Luftmenschen, Chassiden, Jiddisch, Exodus u.a.
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Embodied Longing: Desire, Freedom and Power in D.H. Lawrence's Short Stories
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Beyond the Ballroom: Love, Romance and Social Criticism in Jane Austen's Novels
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmLit - Woodard] – Brain Narratives: Science Fiction and the Post-Human
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde tba In Präsenz
SLK-MA-LiK-WPuK
(Wissenschaftliche Praxis und Kritik)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Stuart Hall: Key Works
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmCult - Junker] - Monumentalizing America? Contested Memory Culture(s) at 250
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- The seminar takes the controversies surrounding the celebrations of the 250th anniversary of the American Declaration of Independence in 2026 as an occasion to examine in depth theories, positions, and examples of memory culture. Participants will explore how “the archive” functions as a contested site where national narratives are shaped and challenged. By analyzing the formation and contestations over collective memory, we will investigate how histories of violence are often suppressed to maintain a national narrative of American exceptionalism. We will also address how these debates are fueled by contemporary culture wars, shaping ideological divisions. We will examine the role of different media as well as consider specific places, focusing on select monuments and memorials, to gain a better understanding of how physical landscapes serve as battlegrounds for the ongoing negotiation of memory culture as a discursive stage of American self-expression.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [AmCult - Junker] - Sonic Scripts: Music and the Making of “America”
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the multifaceted landscape of American music as a primary site of cultural production and negotiation. By pairing iconic musical works with diverse cultural artifacts—ranging from literary texts and dance performances to film soundtracks—students will analyze how sound reflects and shapes competing ideas of what it means to identify as American. Each session integrates a theoretical framework to examine music and themes such as gendered, classed, and racialized identification, national myths, and the evolution of media. From the “Sorrow Songs” of the nineteenth century and the transition to sound film to contemporary phenomena like Country-Rap and the global impact of “Americanization,” the course interrogates music not merely as entertainment, but as a complex discursive practice that intervenes in sociopolitical and cultural realities.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [KPH - Peglau] Vergil, Aeneis (HS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde TOE/0315/U In Präsenz - Beschreibung
- Bücher VII und VIII
- Literatur
- R.A.B. Mynors, P. Vergili Maronis Opera, Oxford 1969 (bzw. Nachdr.)
- Seminar – [AmLit - Ingwersen] – After Petrocultures
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde tba In Präsenz
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Embodied Longing: Desire, Freedom and Power in D.H. Lawrence's Short Stories
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Beyond the Ballroom: Love, Romance and Social Criticism in Jane Austen's Novels
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmLit - Woodard] – Brain Narratives: Science Fiction and the Post-Human
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde tba In Präsenz
SLK-MA-LiK-FL
(Forschungslaboratorium)
- Kolloquium – [AmCult - Junker/Ingwersen] - North American Studies Colloquium
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
- TThis colloquium aims to provide an informal forum in which students, especially those in the advanced stages of their studies, can present their current or planned theses (Staatsexamen, BA, MA, doctoral) and discuss them with fellow students. For MA students, attendance of this colloquium counts toward the module ”Forschungslaboratorium”. All other students can learn from participating in this colloquium without earning credits.
The colloquium begins in the first week of the semester.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Forschungslaboratorium
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/1.25 In Präsenz - Beschreibung
- Examenskandidat:innen auf Einladung.
Das Forschungskolloquium bietet Raum für gemeinsames Forschen. Hier können Abschlussarbeiten ebenso diskutiert werden wie theoretische Texte oder aktuelle Publikations- und Antragsvorhaben.
- Kolloquium – [RILK - Tiller] - Interdisziplinäres Forschungskolloquium
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Opal
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/411 In Präsenz - Beschreibung
- Das an Examenskandidat:innen, Doktorand:innen und Habilitand:innen der Italienischen und Französischen Literatur- und Kulturwissenschaft gerichtete Kolloquium bietet zum einen die Möglichkeit, im interdisziplinären Dialog Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren. Zum anderen sollen nach Absprache ausgewählte, grundlegende Texte der neueren Literatur- und Kulturtheorie gelesen und besprochen werden.
- Oberseminar – [BritLit/BritCult - Horlacher/Wächter] - Oberseminar
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- The Oberseminar is open to doctoral candidates, to students completing their MA, Staatsexamen or Master Thesis, and to those approaching the end of their studies. It is intended to give the participants the opportunity to introduce their projects, and to learn from the presentations given.
The focus will be on theoretical approaches and their application to the projects, with the added intention of fostering an exchange of research interests and ideas among advanced students of English/American Literature and British/American Cultural Studies in the department. A prerequisite for those attending is the willingness to present the findings of their work as well as to lead the ensuing group discussions.
•For LiKWa-students this course serves as “Forschungslaboratorium”, and for Master-students it serves a double function:
- as the “Peer Colloquium,” it is part of “Wissenschaftliche Praxis II”, and
- as the forum for the “Colloquium“ it is part of the “Modul Wissenschaftliche Präsentation”.
Both requirements have to be met in different semesters. The first session will take place in the second week of term.
SLK-MA-LiK-TuK
(Theorien und Konzepte)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Stuart Hall: Key Works
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/CON1/U In Präsenz
- Seminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmCult - Junker] - Monumentalizing America? Contested Memory Culture(s) at 250
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E49/U In Präsenz - Beschreibung
- The seminar takes the controversies surrounding the celebrations of the 250th anniversary of the American Declaration of Independence in 2026 as an occasion to examine in depth theories, positions, and examples of memory culture. Participants will explore how “the archive” functions as a contested site where national narratives are shaped and challenged. By analyzing the formation and contestations over collective memory, we will investigate how histories of violence are often suppressed to maintain a national narrative of American exceptionalism. We will also address how these debates are fueled by contemporary culture wars, shaping ideological divisions. We will examine the role of different media as well as consider specific places, focusing on select monuments and memorials, to gain a better understanding of how physical landscapes serve as battlegrounds for the ongoing negotiation of memory culture as a discursive stage of American self-expression.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [AmCult - Junker] - Sonic Scripts: Music and the Making of “America”
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 10.04.2026 12:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the multifaceted landscape of American music as a primary site of cultural production and negotiation. By pairing iconic musical works with diverse cultural artifacts—ranging from literary texts and dance performances to film soundtracks—students will analyze how sound reflects and shapes competing ideas of what it means to identify as American. Each session integrates a theoretical framework to examine music and themes such as gendered, classed, and racialized identification, national myths, and the evolution of media. From the “Sorrow Songs” of the nineteenth century and the transition to sound film to contemporary phenomena like Country-Rap and the global impact of “Americanization,” the course interrogates music not merely as entertainment, but as a complex discursive practice that intervenes in sociopolitical and cultural realities.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [SKW - Bartels] Digital Humanities in der Slavistik. Ausgewählte Arbeitsfelder am Beispiel der Sorabistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Hauke Bartels
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar bietet neben grundlegenden Informationen zur Sorabistik (Sorben – Sorbisch – Sorabistik) eine Einführung in ausgewählte Arbeitsfelder der Digital Humanities. Der Zugang ist dabei zunächst ein eher sprachwissenschaftlicher, es wird aber das gesamte Handlungsfeld einer Digitalsierung sorbischer Kultur(erbe)daten in den Blick genommen. Beispiele für Sprachressourcen stammen vor allem aus dem Niedersorbischen (siehe Sprachportal niedersorbisch.de). Abgesehen von der Vermittlung von Basiswissen sollen unter anderem folgende Themen angesprochen werden: Digitalisierung von Texten (z. B. Zeitungen, Wörterbücher), Datenmodellierung, Textkorpora, Digitale Editionen und Digitale Lexikografie. Darüber hinaus wird thematisiert, was „Digitalisierung“ mit Blick auf verschiedene Kulturerbe-Entitäten jeweils bedeutet – dabei werden auch Eigennamen und immaterielles Kulturerbe betrachtet. Voraussichtlich werden zu einzelnen Themen-/Handlungsfeldern weitere Referenten einbezogen. – Kenntnisse im Sorbischen sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
- Seminar – [AmLit - Ingwersen] – After Petrocultures
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde tba In Präsenz
- Seminar – [SLW - Vaizer] „Im Lichte der Idee...“: Die neue sowjetische proletarische Kultur der 1920-1930er Jahre
- Lehrperson
-
- Dr. Tatiana Vaizer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Jahr 1917 kommen die Bolschewiki an die Macht und die Entstehung einer neuen sowjetischen, proletarischen Kultur beginnt. Mit wem streiten sich die Bolschewiki und wen betrachten sie als ihre Gegner? Worauf stützen sie ihre Postulate? Wie unterscheidet sich die neue sowjetische proletarische Kultur von der alten vorrevolutionären? Was beinhaltet das neue Aufklärungsprogramm, das Bolschewiki umsetzen? In welche Bereiche des Lebens und Handelns dringt die neue proletarische Kultur vor: Arbeit, Freizeit, Unterhaltung, Sport, persönliche Beziehungen?
In diesem Kurs wird der symbolischen Bedeutung des Lichts, die sich im Rahmen des staatlichen Elektrifizierungsprogramms herausgebildet hat, besondere Bedeutung beigemessen. Warum wurden Licht und die damit verbundenen Metaphern (Licht des Bewusstseins, strahlende Zukunft usw) zu Symbolen der neuen proletarischen Kultur? Wie eignete sich die proletarische Kultur des Sozialistischen Realismus die strahlende Energie der Avantgarde an?
Wir werden mit verschiedenen Quellen arbeiten: frühsowjetischem Kino, Zeitschriften, Literatur, Literaturkritik und Fotografien.
Der Kurs findet auf Russisch statt.
"В свете идеи...": раннесоветская пролетарская культура 1920-1930-х
В 1917 году к власти приходят большевики, и начинается становление новой советской пролетарской культуры. С кем спорят большевики и кого они считают своими противниками? На чем основаны их постулаты? Чем новая советская пролетарская культура отличается от старой дореволюционной? Что включает в себя новая просветительская программа, которую реализуют большевики? В какие сферы жизни и деятельности проникает новая пролетарская культура: работа, досуг, развлечения, спорт, личные отношения?
В этом курсе особое внимание уделяется символическому значению света, которое сформировалось в рамках государственной программы электрификации. Почему свет и связанные с ним метафоры (свет сознания, светлое будущее и т. д.) стали символами новой пролетарской культуры? Как пролетарская культура социалистического реализма присвоила себе сияющую энергию авангарда? итд.
Мы будем работать с различными источниками: ранним советским кино, журналами, литературой, литературной критикой и фотографиями.
Курс может читаться на русском языке.
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Embodied Longing: Desire, Freedom and Power in D.H. Lawrence's Short Stories
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Beyond the Ballroom: Love, Romance and Social Criticism in Jane Austen's Novels
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Seminar – [AmLit - Woodard] – Brain Narratives: Science Fiction and the Post-Human
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 10.04.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde tba In Präsenz
SLK-MA-LiK-MuA
(Methodendiskussion und Anwendung)
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Narrative Preziosen. Konrads von Würzburg Brillieren im kleinepischen Werk
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde ABS/2-06 In Präsenz - Beschreibung
- Kein Erzähler ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgreicher, keiner in der deutschsprachigen Literatur der Zeit so vielseitig wie Konrad von Würzburg. Neben einem monumentalen Trojaroman-Fragment, zwei höfischen Romanen, Kurzerzählungen mit unterschiedlicher Thematik und Legendendichtungen, sind auch Sangsprüche und Minnelieder unter seinem Namen überliefert. Drei Perspektiven nimmt die Literaturgeschichtsschreibung in der Regel auf dieses Oeuvre ein: Sie fokussiert den steten Bezug Konrads auf eine höfische Literaturtradition, die darin kanonisiert erscheint. Konrad steht zugleich für die stilistische Besonderheit des Blümens und eine sich darin zeigende Meisterschaft. Die Aufmerksamkeit solchen Dichtens richtet sich vor allem auf Formaspekte des Erzählens, die an heutigen Gepflogenheiten orientierte Leser eher mit Lyrik in Verbindung bringen würden. Der letzte Punkt betrifft den sozialhistorischen Ort: Insofern man über die Nennung von Förderern in seinen Dichtungen Konrad zum Teil der städtischen Sphäre zuordnen kann, ergibt sich eine Distanzierung von jenem adlig-grundherrschaftlichen Substrat, auf das man die ältere höfische Dichtung in der Regel bezieht.
Die kleinen Erzählungen Konrads sind pointiert und durchaus unterhaltsam. Wir werden sie vor allem mit Blick auf Meisterschaft und symbolische Bedeutungsdimensionen diskutieren. Die Veranstaltung ist ein Diskussionsseminar, d. h. die entsprechenden Texte sind zwingend jeweils vor der Sitzung zu lesen. Sie werden rechtzeitig auf OPAL verfügbar gemacht.
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Krisenhaftes Erwachsenwerden. Wolframs von Eschenbach höfischer Roman „Parzival“
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- HS 1
- Seminar – [ÄDL - Münkler] - Wiederentdeckungen und Neuerfindungen: Nibelungen-Narrative im 20. und 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung – – In Präsenz - Beschreibung
- HS
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Osterspiele: Heilsgeschichte als Drama im Mittelalter
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48/004 In Präsenz - Beschreibung
- Im Mittelalter bildete sich unabhängig von antiken Vorbildern eine eigenständige Tradition des religiösen Theaters heraus: Diese sog. geistlichen Spiele stehen in einem Spannungsfeld von Ritual und Inszenierung. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Gattung kommt den sog. Osterspielen zu. Entstanden aus szenischen Vergegenwärtigungen der Heilsgeschichte im Ostergottesdienst wandeln sie sich im 14. und 15. Jahrhundert zu massenmedialen Spektakeln, in denen das Publikum auf besondere Weise in das Ostergeschehen einbezogen werden sollte. Die Spiele eröffnen damit einen einzigartigen Einblick in Mentalitäten und kulturelle Praktiken des späten Mittelalters. Das Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele die Inhalte dieser Spiele in eingehender Lektüre erschließen, die Überlieferung, Dramaturgie, Kontexte und Funktionen dieser Inszenierungen diskutieren und dabei auch nach modernen Äquivalenten fragen.
- Literatur
- Ein Reader wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Eine Bibel wird, sofern nicht vorhanden, zur Anschaffung empfohlen.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Seminar – [SLW - Rehnolt] Wie kommt der Text zum Leser? Grundlagen der Editionswissenschaft am Beispiel von Kito Lorenc
- Lehrperson
-
- Dr. Juliane Rehnolt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Wesentliche Grundlage aller Literatur- und Kulturwissenschaften bilden Texte. Doch wie werden diese Texte – mehr oder minder frisch aus der Hand des Autors – für die Leserschaft aufbereitet? Das vermittelt das Seminar am Beispiel des deutsch-sorbischen Dichters Kito Lorenc (1938–2017). Wir erproben und diskutieren die verschiedenen Arbeitsschritte auf dem Weg von der Handschrift zur Buch- oder digitalen Ausgabe. Im Zentrum stehen dabei Operationen wie das Lesen bzw. Erfassen von Handschriften, der Umgang mit Textfassungen und das Kommentieren von literarischen Texten sowie die methodischen Grundlagen und Reflexionen der editorischen Arbeit. Damit erwerben die Teilnehmenden fundiertes Basiswissen, erweiterte Textkompetenz und praktische Fertigkeiten.
Sorbischkenntnisse sind keine Voraussetzung für den Besuch des Seminars. - Literatur
-
- Als einführende Lektüre sei empfohlen: Bodo Plachta: Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode und Praxis der Edition neuerer Texte. 3., ergänzte und aktualisierte Aufl. Stuttgart 2013.
- Weiteres Material findet sich im Laufe des Seminars auf OPAL.
- Seminar – [SKW - Bartels] Digital Humanities in der Slavistik. Ausgewählte Arbeitsfelder am Beispiel der Sorabistik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Hauke Bartels
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0133 In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar bietet neben grundlegenden Informationen zur Sorabistik (Sorben – Sorbisch – Sorabistik) eine Einführung in ausgewählte Arbeitsfelder der Digital Humanities. Der Zugang ist dabei zunächst ein eher sprachwissenschaftlicher, es wird aber das gesamte Handlungsfeld einer Digitalsierung sorbischer Kultur(erbe)daten in den Blick genommen. Beispiele für Sprachressourcen stammen vor allem aus dem Niedersorbischen (siehe Sprachportal niedersorbisch.de). Abgesehen von der Vermittlung von Basiswissen sollen unter anderem folgende Themen angesprochen werden: Digitalisierung von Texten (z. B. Zeitungen, Wörterbücher), Datenmodellierung, Textkorpora, Digitale Editionen und Digitale Lexikografie. Darüber hinaus wird thematisiert, was „Digitalisierung“ mit Blick auf verschiedene Kulturerbe-Entitäten jeweils bedeutet – dabei werden auch Eigennamen und immaterielles Kulturerbe betrachtet. Voraussichtlich werden zu einzelnen Themen-/Handlungsfeldern weitere Referenten einbezogen. – Kenntnisse im Sorbischen sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
- Seminar – [SLW - Vaizer] „Im Lichte der Idee...“: Die neue sowjetische proletarische Kultur der 1920-1930er Jahre
- Lehrperson
-
- Dr. Tatiana Vaizer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Im Jahr 1917 kommen die Bolschewiki an die Macht und die Entstehung einer neuen sowjetischen, proletarischen Kultur beginnt. Mit wem streiten sich die Bolschewiki und wen betrachten sie als ihre Gegner? Worauf stützen sie ihre Postulate? Wie unterscheidet sich die neue sowjetische proletarische Kultur von der alten vorrevolutionären? Was beinhaltet das neue Aufklärungsprogramm, das Bolschewiki umsetzen? In welche Bereiche des Lebens und Handelns dringt die neue proletarische Kultur vor: Arbeit, Freizeit, Unterhaltung, Sport, persönliche Beziehungen?
In diesem Kurs wird der symbolischen Bedeutung des Lichts, die sich im Rahmen des staatlichen Elektrifizierungsprogramms herausgebildet hat, besondere Bedeutung beigemessen. Warum wurden Licht und die damit verbundenen Metaphern (Licht des Bewusstseins, strahlende Zukunft usw) zu Symbolen der neuen proletarischen Kultur? Wie eignete sich die proletarische Kultur des Sozialistischen Realismus die strahlende Energie der Avantgarde an?
Wir werden mit verschiedenen Quellen arbeiten: frühsowjetischem Kino, Zeitschriften, Literatur, Literaturkritik und Fotografien.
Der Kurs findet auf Russisch statt.
"В свете идеи...": раннесоветская пролетарская культура 1920-1930-х
В 1917 году к власти приходят большевики, и начинается становление новой советской пролетарской культуры. С кем спорят большевики и кого они считают своими противниками? На чем основаны их постулаты? Чем новая советская пролетарская культура отличается от старой дореволюционной? Что включает в себя новая просветительская программа, которую реализуют большевики? В какие сферы жизни и деятельности проникает новая пролетарская культура: работа, досуг, развлечения, спорт, личные отношения?
В этом курсе особое внимание уделяется символическому значению света, которое сформировалось в рамках государственной программы электрификации. Почему свет и связанные с ним метафоры (свет сознания, светлое будущее и т. д.) стали символами новой пролетарской культуры? Как пролетарская культура социалистического реализма присвоила себе сияющую энергию авангарда? итд.
Мы будем работать с различными источниками: ранним советским кино, журналами, литературой, литературной критикой и фотографиями.
Курс может читаться на русском языке.
- Seminar – Planetary Artificial Intelligence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- This class will examine how AI is transforming our planet. Our investigation will engage with how AI intersects with environment, extraction, politics, and history. For example, how mineral and material battles for silicon conductors are changing the geopolitics of the planet and shifting secutrity concerns. We will also examine the intersections between environment and AI--examining everything from energy grids to 'green' AI and global weather modeling. Finally, we will ask how AI is changing our ideas of politics and the 'human', are older categories of political agency and political economy--democracy, the nation state, and labor--relevant to today. How are these categories changing?
The course will offer preliminary introduction into the technology, and students will engage multi-modal research. We will engage in creative approaches to visualizing and mapping the new landscapes of AI. We will also try and visit some infrastructures of AI like server farms, Chip manufacturers, and other sites of importance. We will also be creative!!! Arts, literature, and comic books will be out guides. We will try and find new ideas and new vocabularies to re-imagine our contemporary technical infrastructures. It will be fun, but also very educational about our present, and will give students a comprehensive understanding of the technology of neural networks as well as the emerging landscape of geo-politics and political economy resulting from this technology. - Literatur
-
- Readings and sample projects will include:
- Kate Crawford: Atlas of AI/ Anatomy of an AI: https://anatomyof.ai/
- Chris Miller, Chip Wars
- Keller Easterling: Zones: The Spatial Software of Extrastatecraft: https://www.kellereasterling.com/articles/zone-the-spatial-softwares-of-extrastatecraft
- Seminar – Medien und Überwachung
- Lehrperson
-
- Dr. Michelle Pfeifer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz - Beschreibung
- Überwachung prägt gegenwärtige Gesellschaften in vielfältiger und oftmals unsichtbarer Weise. Das Seminar untersucht historische Entwicklungen, theoretische Grundlagen sowie Ausprägungen von Überwachung in unterschiedlichen Medien, Technologien und Kontexten. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zu Überwachung und Ihrer Verschränkung mit Konzepten von Sicherheit, Risiko und Krise untersuchen wir konkrete Felder und Infrastrukturen der Überwachung, darunter Grenzen, Polizei, Algorithmen, Plattformen und Arbeit. Anhand dieser Beispiele diskutieren wir grundlegende Fragen der Überwachungsforschung: ihre kolonialen Genealogien, rassistische und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse sowie ihre fortschreitende gesellschaftliche Ausweitung. Darüber hinaus führt das Seminar in unterschiedliche Formen von Überwachungsmedien ein, beispielsweise dokumentarische, biometrische, visuelle, akustische und datenbasierte Formen der Überwachung. Die Analyse verbindet alltägliche Erfahrungen mit Überwachungstechnologien mit den Ideologien des Kapitalismus, Kolonialismus und staatlicher Macht. Außerdem werden Strategien des Widerstands und alternative Konzepte diskutiert, die auf eine gerechtere Gesellschaft anstreben
Das Seminar findet als Blockseminar statt und umfasst neben gemeinsamer theoretischer sowie empirischer Lektüre aus den Feldern der Medienwissenschaft, Surveillance Studies, Science and Technology Studies, Critical Race Studies und Queer and Feminist Studies praxisbasierte Aktivitäten, durch die wir Sicherheitspolitiken in der Stadt sowie im virtuellen Raum erkunden. Die Prüfungsleistung beinhaltet eine kurze Präsentation und Diskussionsleitung eines Lektüretextes, sowie die Abgabe einer Hausarbeit bzw. einer praxisbasierten Arbeit.
- Oberseminar – [BritLit/BritCult - Horlacher/Wächter] - Oberseminar
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde W48/0003/U In Präsenz - Beschreibung
- The Oberseminar is open to doctoral candidates, to students completing their MA, Staatsexamen or Master Thesis, and to those approaching the end of their studies. It is intended to give the participants the opportunity to introduce their projects, and to learn from the presentations given.
The focus will be on theoretical approaches and their application to the projects, with the added intention of fostering an exchange of research interests and ideas among advanced students of English/American Literature and British/American Cultural Studies in the department. A prerequisite for those attending is the willingness to present the findings of their work as well as to lead the ensuing group discussions.
•For LiKWa-students this course serves as “Forschungslaboratorium”, and for Master-students it serves a double function:
- as the “Peer Colloquium,” it is part of “Wissenschaftliche Praxis II”, and
- as the forum for the “Colloquium“ it is part of the “Modul Wissenschaftliche Präsentation”.
Both requirements have to be met in different semesters. The first session will take place in the second week of term.