Master Literatur und Kultur im gesellschaftlichen Wandel
Gesamtansicht – Wintersemester 2026/2027
SLK-MA-LiK-FliK
(FLiK Basis)
- Vorlesung – [SLV – Smola.] - FLiK Basis Ringvorlesung
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Klavdia Smola
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 7. Doppelstunde W48/0.01 In Präsenz - Beschreibung
- Welche Stimmen finden Eingang in kulturelle Archive, in öffentliche Debatten, in nationale Kulturkanons und in globale Eliteninstitutionen? Literatur und Kultur erzählen seit jeher von den Ausgeschlossenen, den Übersehenen und den Unsichtbaren. Sie geben marginalisierten Erfahrungen Ausdruck, machen verdrängte Geschichten erzählbar, reflektieren Mechanismen sozialer, kultureller und politischer Exklusion oder entwerfen alternative Formen von Teilhabe und Gemeinschaft. Zugleich sind sie selbst in Prozesse der Kanonisierung, Repräsentation und Ausgrenzung eingebunden: Welche Texte werden gelesen, welche Sprachen gehört, welche Perspektiven gelten als erzählenswert? Diese Fragen sind nicht zeitlos, sondern Teil gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Denn diese Ordnungen verändern sich angesichts globaler Migrationsbewegungen, digitaler Öffentlichkeiten und wachsender Sensibilität für Diversität und Intersektionalität. Sind Literatur und Kunst ein Ort der Sichtbarmachung – oder reproduziert sie mitunter selbst Formen der Unsichtbarkeit? Die FLiK-Basis-Staffelvorlesung widmet sich im Wintersemester 2026/27 den vielfältigen Erscheinungsformen von Unsichtbarkeit, Marginalisierung und Exklusion und diskutiert diese aus den Perspektiven der an der TU Dresden vertretenen Philologien.
SLK-MA-LiK-GuG
(Gegenwart und Gegenwärtigkeit)
- Seminar – [RILK - Tiller] - Fakt und Fiktion in historischen und literarischen Gewalterzählungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Neuere und neueste Geschichte, Institut für Geschichte.
„There is no longer any such thing as fiction or nonfiction; there's only narrative."
— E. L. Doctorow, False Documents (1977)
Dieses Master-Seminar will Studierende der Geschichte und der Italianistik bzw. der SLK-Philologien zur interdisziplinären Diskussion der Themen Fakten, Fiktionen und Geschichtsschreibung zusammenbringen. Im Mittelpunkt wird dabei das Zusammenwirken von Faktendiskursivierung und Fiktionsbildung stehen, das kommunikative Erfordernis also, historische und Gegenwartsereignisse als Erzählungen zugänglich zu machen und zu archivieren, die narrativen Regeln folgen und mehr oder minder intensiv fiktional ausgebildet sind. Dies berührt Theoriediskussion der Geschichtswissenschaften und der Philologien gleichermaßen und lädt dazu ein, sich der Phänomenlage aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven gemeinsam anzunähern. Als Beispiel dienen Rekurse auf Gewaltereignisse des 20./21. Jahrhunderts wie koloniale Machtausübung, faschistische/nazistische Gewalt, terroristische Anschläge, Kriegsereignisse etc., die im deutschsprachigen und italienischen Kontext sowohl historiographisch als auch literarisch verarbeitet wurden.
Doctorows Diktum, es gebe „keine Fiktion oder Sachliteratur mehr, sondern nur noch Erzählung(en)", markiert dabei eine Extremposition, an der sich die Disziplinen reiben. Wir werden theoretische Texte und Positionen sichten, die z.B. mit Hayden White für die Ununterscheidbarkeit von Historiographie und (fiktionaler) Erzählung plädieren, und geschichtswissenschaftliche Standpunkte diskutieren, welche die Eigenlogik des Faktischen verteidigen: die Bindung an Quellen, die Zurechenbarkeit von Aussagen zu Urheber:innen, die Grenzen dessen, was verantwortbar erzählt werden kann. Gerade an Gewaltereignissen – wo es um Täterschaft, Opfer und moralische Zurechnung geht – wird diese Spannung besonders greifbar. Das Seminar nutzt sie produktiv, indem es literarische Texte und geschichtstheoretische bzw. historiographische Positionen im Wechsel liest und so die jeweiligen disziplinären Erkenntnisinteressen gegeneinander profiliert.
Einschreibung via OPAL.
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Überschreitungen: Ulrich von Liechtenstein als Lyriker
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Berühmt ist der steirische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein (1200–1275) heute aus zwei Gründen. Zum einen verfasste er die erste deutschsprachige Autobiographie (womit ein modern im Begriff ‚Autofiktion‘ gefasstes Faszinationsfeld die literarhistorische Bühne betritt). Die Ursprünge einer solchen Innovation sind freilich nicht so sehr vom ritterlichen Ego her zu denken, als von der im Minnesang dominanten Ich-Rolle: Ulrichs erzählerische Grenzüberschreitung ist ein artistisches Formexperiment. Zum anderen steht der Liechtensteiner für eine besonders markante Form adliger Selbstinszenierung, die ebenfalls als Transgression gefasst werden muss. Nicht nur schreibt die Manessische Liederhandschrift diesem (nebenbei: sehr mächtigen) Politiker 58 Minnelieder, in der Regel Frauenpreislieder, zu und tragen seine beiden erzählenden Ich-Texte die Titel Frauendienst und Frauenbuch. Auch eine seiner Residenzen hieß Frauenburg. Die Engführung von Welt und Imagination wird hier geradezu auf einen Namen gebracht.
Das Seminar wird sich dem nur am Rande widmen können. In seinem Zentrum stehen die Lieder und – dritte Überschreitung – wie Ulrich als einer der Protagonisten des sogenannten nachklassischen Sangs Profil gewinnt. Spoiler-Alarm: Nur zur Hälfte spöttisch hat man Ulrich einen Realisten des Minnesangs genannt. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte des Minnesangs. Nutzen Sie dazu eine der zahlreichen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Gert Hübner: Minnesang im 13. Jahrhundert (2008).
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Liebeselegie (Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde MER/0E23 In Präsenz - Beschreibung
- Im gleichnamigen Seminar werden wir die in der Vorlesung präsentierten Inhalte anhand von ausgewählten Einzelinterpretationen vertiefen. Das Corpus besteht aus den Elegien von Tibull, Properz und v.a. Ovid. Hier haben alle Teilnehmer:innen die Gelegenheit, sich ihre Lieblingselegie herauszusuchen. Daneben werden wir einzelne Querschnittsthemen genauer untersuchen.
Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. - Literatur
- Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - Climate Crisis as a Challenge for the Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- This seminar addresses how the climate crisis poses a profound challenge to knowledge, responsibility, and justice within American Cultural Studies. Based on foundational texts in the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities (ed. Karin Esders, De Gruyter, 2026), the course examines how dominant and counter-hegemonic discourses situate the climate crisis as historically produced and shaped by structural inequality. In doing so, we will address how climatic transformations intersect with colonial legacies, so-called petro-politics, and racial capitalism. The course familiarizes students with key theoretical frameworks in the environmental humanities, focusing centrally on marginalized voices, including from Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches. Additionally, we will analyze artistic interventions and aesthetic strategies across various media—from climate cinema to videogames and narrative media.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Disability and Madness on Screen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde VMB/0302/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - The 1920s and 1930s: American Culture from Boom to Bust
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the dramatic cultural and social transformations of the United States during two pivotal, contrasting decades. We will examine how the euphoric, consumer-driven modernism of the "Roaring Twenties" collided with the profound socioeconomic crises and cultural reorientations of the Great Depression in the 1930s. Investigating a diverse range of cultural artifacts—including literature, film, photography, and music—the course analyzes how Americans negotiated shifting gender roles, racial dynamics (such as the Harlem Renaissance), and class struggles. Special emphasis will be placed on how federal initiatives like the New Deal refashioned notions of national self-identification, labor, and community formation. Ultimately, this course critically interrogates how the cultural production of this era reflected and shaped the turbulent transition from unprecedented prosperity to systemic bust.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [AmLit - ingwersen] - Cyberspace, Matrix, Metaverse: The Cyberpunk Roots of the Digital Age
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 11:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/101 In Präsenz
- Seminar – [RFLK - Heine] - Gesundheit und Krankheit in der Bande dessinée
- Lehrperson
-
- Imke Heine
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/E49 In Präsenz - Beschreibung
- Autobiografische Erzählungen, die Einblicke in das alltägliche Leben mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen gewähren, die kontroverse Beziehung zum eigenen Körper reflektieren oder auch den Umgang mit erkrankten Personen im persönlichen Umfeld thematisieren, sind in der französischsprachigen Comiclandschaft mittlerweile zahlreich. Autor*innen zeichnen auf intime, mitunter auch sehr humorvolle Weise Wege von der Diagnose über Therapieversuche bis hin zu einem neu gewonnenen Selbstbewusstsein nach. Sie informieren nicht nur über Krankheitsbilder, sondern regen darüber hinaus zum Nachdenken über den Platz von gesundheitlich bedingten Normabweichungen in der gegenwärtigen Gesellschaft an. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte des Comics, die Grundlagen der Comicanalyse sowie das Feld der Graphic Medicine als Schnittstelle zwischen Comic und Gesundheitsfürsorge. Anschließend wird sich der Kurs mit einer Auswahl an autobiografischen Bandes dessinées mit medizinischem Schwerpunkt beschäftigen. Unter anderem soll diskutiert werden, wie die Erfahrung von Krankheit auf visueller und narrativer Ebene repräsentiert wird, welche Rolle dabei dem erzählenden Ich zukommt und welcher Gewinn für (nicht) betroffene Leser*innen möglicherweise aus der Lektüre erwachsen kann. Zur Vorbereitung empfohlen:
- Literatur
-
- Abel, Julia/Christian Klein (Hgg.) (2016): Comics und Graphic Novels. Eine Einführung, Stuttgart: J. B. Metzler. [https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1657024113]
- Packard, Stephan et al. (Hgg.) (2019): Comicanalyse. Eine Einführung, Stuttgart: J. B. Metzler. [https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1676308814]
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Postkoloniale Spuren: kulturelle Zerrissenheit im frankophonen Raum
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar wollen wir ausgehend von französischsprachigen Erzähltexten aktuelle und historische Konfliktfelder im Kontext von Dekolonisierung, Migration und Mehrsprachigkeit bearbeiten. Dabei stellen wir den Zusammenhang von Sprache und Identität in den Mittelpunkt. Ebenfalls zu berücksichtigen sind die gesellschaftlichen Diskussionen über Integration, Zugehörigkeit und Tradition.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Ève Guerra 2024: Rapatriement. Roman. Paris: Bernard Grasset.
- Leïla Slimani 2020-2025: Le pays des autres. 3 Bde. Paris: Gallimard (dt. 2021-2026: Das Land der anderen, übers. v. Amelie Thoma. München: Luchterhand).
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - La France profonde. Identitäten zwischen Zentrum und Peripherie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Während Paris als kulturelles Zentrum der "Grande Nation" häufig im Fokus steht, richtet dieses Seminar den Blick auf die französische Provinz. Zum einen werden wir die Kultur ausgewählter Regionen Frankreichs (z. B. Elsass, Korsika und Normandie) näher kennenlernen, zum anderen den häufig diagnostizierten Eindruck der „Abgehängtheit“ ländlicher Räume und kleiner Städte diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die ihr Dorf oder ihre Kleinstadt vor Jahren verlassen haben und aus unterschiedlichen Gründen für kürzere oder längere Zeit dorthin zurückkehren. An ihren Biografien wird der Kontrast zwischen Zentrum und Peripherie besonders greifbar. Prominente Rückkehrer wie Annie Ernaux (La place, 1984), Didier Eribon (Retour à Reims, 2009) und Édouard Louis (En finir avec Eddy Bellegueule, 2014) haben vielbeachtete Texte über diese Erfahrung geschrieben. Sie prägt weiterhin nicht nur aktuelle Filme wie Partir un jour (Nur für einen Tag, 2025) oder En fanfare (Die leisen und die großen Töne, 2024), sondern bildet auch in der zeitgenössischen Literatur den meist konfliktreichen Hintergrund der Handlung.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Benoît Coquard 2019: Ceux qui restent. In: Esprit 459, 97-104 und 2020: Der Niedergang der Provinz. Abgehängte Regionen oder der legitime Lebensstil der unteren Schichten. In: Frankreich Jahrbuch 2020: 103-120.
- Maylis de Kerangal 2024: Jour de ressac. Roman. Paris: Gallimard (dt. v. A. Spingler: Brandung. Roman. Berlin: Suhrkamp 2026).
- Marie Kock 2025: Après le virage, c'est chez moi. Paris: Pocket.
- Marie-Hélène Lafon 2020: Histoire du fils. Paris: Buchet-Chastel (dt. v. A. Spingler: Geschichte des Sohnes. Zürich: Rotbuchverlag 2022).
- Seminar – [RILK - Tiller] - Storyselling: Verbrechenserzählungen und Regionalität
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde BSS/0E49 In Präsenz - Beschreibung
- Verbrechen spielen in Kriminalerzählungen, Thrillern oder Spionageromanen eine zentrale Rolle – in literarischen Texten, die Rätsel und Komplotte bzw. deren Lösung/Aufdeckung erzählen. Insbesondere Kriminalromane verkaufen sich in Italien seit den 1990er Jahren bestens und machen ein wesentliches Segment des Buchmarktes aus. Dies gelingt besonders erfolgreich – und zwar innerhalb Italiens ebenso wie außerhalb – wenn diesen Verbrechens- und/oder Aufklärungserzählungen ein deutlich erkennbarer regionaler Rahmen aufgeprägt wird. Regionalität (Orte, Sprache, Küche, Wetter, Stereotype etc.) wird zum Schlüssel für Serialität und dient als Anker für die Bindung von Lesepublikum. Das Seminar wird diesen Mechanismus anhand der regionalisierten Verbrechenserzählungen von Camilleri, Macchiavelli, Lucarelli, Cassar Scalìa, De Giovanni, Pulixi, Vichi u.v.m. beobachten und diskutieren.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Lars von Trier und seine Filme
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Lars von Trier zählt zu den international bekanntesten und umstrittensten Regisseuren des europäischen Gegenwartskinos. Seine Filme verbinden formale Experimente mit einer radikalen Auseinandersetzung mit Moral, Geschlecht, Körper, Religion und Gewalt. Das Seminar will in Form von close screenings die spezifische Ästhetik seiner Filme rekonstruieren und danach fragen, wie seine Filme diskursiv, aber eben auch über ihre filmische Form politisch werden. Dabei stehen Fragen nach Autorschaft und Provokation, Empathie und Manipulation sowie nach den Grenzen des Darstellbaren im Mittelpunkt.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben, was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren, zu analysieren und zu debattieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung mit Lars von Triers Werk eine kleine Geschichte des europäischen Autorenkinos seit den 1980er Jahren entfalten, die von Dogme 95 bis zu digitalen und seriellen Erzählformen reicht.
Content Note: Der Filmemacher Lars von Trier steht für eine Ästhetik der Drastik. Zu seinen Stilmitteln gehören explizite Darstellungen von psychischer und physischer Gewalt und Nacktheit. Thematisch geht es ihm immer wieder um die filmische Erkundung individueller wie kollektiver Schmerzpunkte. Von Triers Filme wollen das Publikum herausfordern, operieren manchmal manipulativ und zielen auf eine intensive ästhetische Erfahrung ab.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Choosing the Ending: Narrative Freedom in John Fowles’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Born at Midnight, Born in Shame: The Traumatic Birth of India and Pakistan in Salman Rushdie’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmLit - Woodard] – Mutual Aid and Mutualism: Evolution, Politics, and Science-Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 09.10.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- This course will look at two intertwined concepts: mutualism ( the biological concept of how species benefit one another in complex ways) and mutual aid (the anarcho-communist organizational principle of sharing resources, knowledge, and capacities as a social ideal). The work of Peter Kropotkin, most famous for bringing together these themes, has long been derided in the west as a propagandist reflex to the rise of social Darwinism when, in fact, this erases a long history of socialist Darwinism thereby casting social Darwinism as the norm.
In addition to exploring Kropotkin’s work, this course will examine whether it makes sense to link these concepts together or whether it is always dangerous to draw political lessons from the natural world. Furthermore, the texts will provide an opportunity to discuss tensions between anarchism and communism, capitalist and Soviet interpretations of evolutionary theory, colonial history as well as other topics. To this end the course will also engage with the portrayal of mutual aid in fictional and speculative realms.
SLK-MA-LiK-WuW
(Wandel und Welterzeugung)
- Seminar – [RILK - Tiller] - Fakt und Fiktion in historischen und literarischen Gewalterzählungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Neuere und neueste Geschichte, Institut für Geschichte.
„There is no longer any such thing as fiction or nonfiction; there's only narrative."
— E. L. Doctorow, False Documents (1977)
Dieses Master-Seminar will Studierende der Geschichte und der Italianistik bzw. der SLK-Philologien zur interdisziplinären Diskussion der Themen Fakten, Fiktionen und Geschichtsschreibung zusammenbringen. Im Mittelpunkt wird dabei das Zusammenwirken von Faktendiskursivierung und Fiktionsbildung stehen, das kommunikative Erfordernis also, historische und Gegenwartsereignisse als Erzählungen zugänglich zu machen und zu archivieren, die narrativen Regeln folgen und mehr oder minder intensiv fiktional ausgebildet sind. Dies berührt Theoriediskussion der Geschichtswissenschaften und der Philologien gleichermaßen und lädt dazu ein, sich der Phänomenlage aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven gemeinsam anzunähern. Als Beispiel dienen Rekurse auf Gewaltereignisse des 20./21. Jahrhunderts wie koloniale Machtausübung, faschistische/nazistische Gewalt, terroristische Anschläge, Kriegsereignisse etc., die im deutschsprachigen und italienischen Kontext sowohl historiographisch als auch literarisch verarbeitet wurden.
Doctorows Diktum, es gebe „keine Fiktion oder Sachliteratur mehr, sondern nur noch Erzählung(en)", markiert dabei eine Extremposition, an der sich die Disziplinen reiben. Wir werden theoretische Texte und Positionen sichten, die z.B. mit Hayden White für die Ununterscheidbarkeit von Historiographie und (fiktionaler) Erzählung plädieren, und geschichtswissenschaftliche Standpunkte diskutieren, welche die Eigenlogik des Faktischen verteidigen: die Bindung an Quellen, die Zurechenbarkeit von Aussagen zu Urheber:innen, die Grenzen dessen, was verantwortbar erzählt werden kann. Gerade an Gewaltereignissen – wo es um Täterschaft, Opfer und moralische Zurechnung geht – wird diese Spannung besonders greifbar. Das Seminar nutzt sie produktiv, indem es literarische Texte und geschichtstheoretische bzw. historiographische Positionen im Wechsel liest und so die jeweiligen disziplinären Erkenntnisinteressen gegeneinander profiliert.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Heinrich Wittenwiler: Der Ring
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48, ABS, BSS In Präsenz - Beschreibung
- Der ‚Ring‘ Heinrich Wittenwilers (um 1400) erzählt die Geschichte der aufopferungsvollen Werbung des Bauernburschen Bertschi Triefnas um die hässliche Mätzli Rüerenzumph, die einigen Hindernissen unterliegt. Die Hochzeit, die die beiden endlich feiern, eskaliert zu einer Fressorgie, die anschließende Prügelei zwischen den Bauern zu einer Art Weltkrieg. In dieses Geschehen sind aber immer wieder auch lehrhafte Passagen inseriert, die mit einem geradezu enzyklopädischen Anspruch die Wissensliteratur des späten Mittelalters (Minnediskurs, Ehedidaxe, Haushaltslehre, Kriegslehre usw.) in die Handlung einspeisen. Der ‚Ring‘ wird deshalb für gewöhnlich als satirische Lehrdichtung bezeichnet, ein Etikett, das die irritierende Widersprüchlichkeit des Textes jedoch eher verdeckt. Denn einerseits betreibt Wittenwiler mit einer erstaunlichen Gelehrsamkeit die Vermittlung von Normen und Orientierungen, andererseits führt er auf der narrativen Ebene deren Verkehrung vor Augen. Diese ambivalente und rätselhafte Verschränkung von Weisheit und Ignoranz, von Komik und Didaxe soll das Seminar genauer in den Blick nehmen.
- Literatur
- Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Text, Übersetzung, Kommentar. Nach der Münchener Handschrift herausgegeben und erläutert von Werner Röcke, unter Mitarbeit von Annika Goldenbaum. Mit einem Abdruck des Textes nach Edmund Wießner. Berlin [u. a.] 2012 (de Gruyter Texte).
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Überschreitungen: Ulrich von Liechtenstein als Lyriker
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Berühmt ist der steirische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein (1200–1275) heute aus zwei Gründen. Zum einen verfasste er die erste deutschsprachige Autobiographie (womit ein modern im Begriff ‚Autofiktion‘ gefasstes Faszinationsfeld die literarhistorische Bühne betritt). Die Ursprünge einer solchen Innovation sind freilich nicht so sehr vom ritterlichen Ego her zu denken, als von der im Minnesang dominanten Ich-Rolle: Ulrichs erzählerische Grenzüberschreitung ist ein artistisches Formexperiment. Zum anderen steht der Liechtensteiner für eine besonders markante Form adliger Selbstinszenierung, die ebenfalls als Transgression gefasst werden muss. Nicht nur schreibt die Manessische Liederhandschrift diesem (nebenbei: sehr mächtigen) Politiker 58 Minnelieder, in der Regel Frauenpreislieder, zu und tragen seine beiden erzählenden Ich-Texte die Titel Frauendienst und Frauenbuch. Auch eine seiner Residenzen hieß Frauenburg. Die Engführung von Welt und Imagination wird hier geradezu auf einen Namen gebracht.
Das Seminar wird sich dem nur am Rande widmen können. In seinem Zentrum stehen die Lieder und – dritte Überschreitung – wie Ulrich als einer der Protagonisten des sogenannten nachklassischen Sangs Profil gewinnt. Spoiler-Alarm: Nur zur Hälfte spöttisch hat man Ulrich einen Realisten des Minnesangs genannt. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte des Minnesangs. Nutzen Sie dazu eine der zahlreichen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Gert Hübner: Minnesang im 13. Jahrhundert (2008).
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - Climate Crisis as a Challenge for the Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- This seminar addresses how the climate crisis poses a profound challenge to knowledge, responsibility, and justice within American Cultural Studies. Based on foundational texts in the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities (ed. Karin Esders, De Gruyter, 2026), the course examines how dominant and counter-hegemonic discourses situate the climate crisis as historically produced and shaped by structural inequality. In doing so, we will address how climatic transformations intersect with colonial legacies, so-called petro-politics, and racial capitalism. The course familiarizes students with key theoretical frameworks in the environmental humanities, focusing centrally on marginalized voices, including from Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches. Additionally, we will analyze artistic interventions and aesthetic strategies across various media—from climate cinema to videogames and narrative media.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Disability and Madness on Screen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde VMB/0302/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - The 1920s and 1930s: American Culture from Boom to Bust
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the dramatic cultural and social transformations of the United States during two pivotal, contrasting decades. We will examine how the euphoric, consumer-driven modernism of the "Roaring Twenties" collided with the profound socioeconomic crises and cultural reorientations of the Great Depression in the 1930s. Investigating a diverse range of cultural artifacts—including literature, film, photography, and music—the course analyzes how Americans negotiated shifting gender roles, racial dynamics (such as the Harlem Renaissance), and class struggles. Special emphasis will be placed on how federal initiatives like the New Deal refashioned notions of national self-identification, labor, and community formation. Ultimately, this course critically interrogates how the cultural production of this era reflected and shaped the turbulent transition from unprecedented prosperity to systemic bust.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [AmLit - ingwersen] - Cyberspace, Matrix, Metaverse: The Cyberpunk Roots of the Digital Age
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 11:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/101 In Präsenz
- Seminar – [RFLK - Heine] - Gesundheit und Krankheit in der Bande dessinée
- Lehrperson
-
- Imke Heine
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde BSS/E49 In Präsenz - Beschreibung
- Autobiografische Erzählungen, die Einblicke in das alltägliche Leben mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen gewähren, die kontroverse Beziehung zum eigenen Körper reflektieren oder auch den Umgang mit erkrankten Personen im persönlichen Umfeld thematisieren, sind in der französischsprachigen Comiclandschaft mittlerweile zahlreich. Autor*innen zeichnen auf intime, mitunter auch sehr humorvolle Weise Wege von der Diagnose über Therapieversuche bis hin zu einem neu gewonnenen Selbstbewusstsein nach. Sie informieren nicht nur über Krankheitsbilder, sondern regen darüber hinaus zum Nachdenken über den Platz von gesundheitlich bedingten Normabweichungen in der gegenwärtigen Gesellschaft an. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte des Comics, die Grundlagen der Comicanalyse sowie das Feld der Graphic Medicine als Schnittstelle zwischen Comic und Gesundheitsfürsorge. Anschließend wird sich der Kurs mit einer Auswahl an autobiografischen Bandes dessinées mit medizinischem Schwerpunkt beschäftigen. Unter anderem soll diskutiert werden, wie die Erfahrung von Krankheit auf visueller und narrativer Ebene repräsentiert wird, welche Rolle dabei dem erzählenden Ich zukommt und welcher Gewinn für (nicht) betroffene Leser*innen möglicherweise aus der Lektüre erwachsen kann. Zur Vorbereitung empfohlen:
- Literatur
-
- Abel, Julia/Christian Klein (Hgg.) (2016): Comics und Graphic Novels. Eine Einführung, Stuttgart: J. B. Metzler. [https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1657024113]
- Packard, Stephan et al. (Hgg.) (2019): Comicanalyse. Eine Einführung, Stuttgart: J. B. Metzler. [https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1676308814]
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - Postkoloniale Spuren: kulturelle Zerrissenheit im frankophonen Raum
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/149 In Präsenz - Beschreibung
- Im Seminar wollen wir ausgehend von französischsprachigen Erzähltexten aktuelle und historische Konfliktfelder im Kontext von Dekolonisierung, Migration und Mehrsprachigkeit bearbeiten. Dabei stellen wir den Zusammenhang von Sprache und Identität in den Mittelpunkt. Ebenfalls zu berücksichtigen sind die gesellschaftlichen Diskussionen über Integration, Zugehörigkeit und Tradition.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Ève Guerra 2024: Rapatriement. Roman. Paris: Bernard Grasset.
- Leïla Slimani 2020-2025: Le pays des autres. 3 Bde. Paris: Gallimard (dt. 2021-2026: Das Land der anderen, übers. v. Amelie Thoma. München: Luchterhand).
- Seminar – [RFLK - Lindorfer] - La France profonde. Identitäten zwischen Zentrum und Peripherie
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
- Während Paris als kulturelles Zentrum der "Grande Nation" häufig im Fokus steht, richtet dieses Seminar den Blick auf die französische Provinz. Zum einen werden wir die Kultur ausgewählter Regionen Frankreichs (z. B. Elsass, Korsika und Normandie) näher kennenlernen, zum anderen den häufig diagnostizierten Eindruck der „Abgehängtheit“ ländlicher Räume und kleiner Städte diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die ihr Dorf oder ihre Kleinstadt vor Jahren verlassen haben und aus unterschiedlichen Gründen für kürzere oder längere Zeit dorthin zurückkehren. An ihren Biografien wird der Kontrast zwischen Zentrum und Peripherie besonders greifbar. Prominente Rückkehrer wie Annie Ernaux (La place, 1984), Didier Eribon (Retour à Reims, 2009) und Édouard Louis (En finir avec Eddy Bellegueule, 2014) haben vielbeachtete Texte über diese Erfahrung geschrieben. Sie prägt weiterhin nicht nur aktuelle Filme wie Partir un jour (Nur für einen Tag, 2025) oder En fanfare (Die leisen und die großen Töne, 2024), sondern bildet auch in der zeitgenössischen Literatur den meist konfliktreichen Hintergrund der Handlung.
In Absprache mit den Teilnehmer:innen wird das Seminar überwiegend in französischer Sprache stattfinden. - Literatur
-
- Benoît Coquard 2019: Ceux qui restent. In: Esprit 459, 97-104 und 2020: Der Niedergang der Provinz. Abgehängte Regionen oder der legitime Lebensstil der unteren Schichten. In: Frankreich Jahrbuch 2020: 103-120.
- Maylis de Kerangal 2024: Jour de ressac. Roman. Paris: Gallimard (dt. v. A. Spingler: Brandung. Roman. Berlin: Suhrkamp 2026).
- Marie Kock 2025: Après le virage, c'est chez moi. Paris: Pocket.
- Marie-Hélène Lafon 2020: Histoire du fils. Paris: Buchet-Chastel (dt. v. A. Spingler: Geschichte des Sohnes. Zürich: Rotbuchverlag 2022).
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Lars von Trier und seine Filme
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Lars von Trier zählt zu den international bekanntesten und umstrittensten Regisseuren des europäischen Gegenwartskinos. Seine Filme verbinden formale Experimente mit einer radikalen Auseinandersetzung mit Moral, Geschlecht, Körper, Religion und Gewalt. Das Seminar will in Form von close screenings die spezifische Ästhetik seiner Filme rekonstruieren und danach fragen, wie seine Filme diskursiv, aber eben auch über ihre filmische Form politisch werden. Dabei stehen Fragen nach Autorschaft und Provokation, Empathie und Manipulation sowie nach den Grenzen des Darstellbaren im Mittelpunkt.
Das Seminar hat zwei Zielsetzungen: Einerseits geht es darum, am Material zu erproben, was es heißt, Filme wissenschaftlich zu rezipieren, zu analysieren und zu debattieren. Andererseits soll sich über die Beschäftigung mit Lars von Triers Werk eine kleine Geschichte des europäischen Autorenkinos seit den 1980er Jahren entfalten, die von Dogme 95 bis zu digitalen und seriellen Erzählformen reicht.
Content Note: Der Filmemacher Lars von Trier steht für eine Ästhetik der Drastik. Zu seinen Stilmitteln gehören explizite Darstellungen von psychischer und physischer Gewalt und Nacktheit. Thematisch geht es ihm immer wieder um die filmische Erkundung individueller wie kollektiver Schmerzpunkte. Von Triers Filme wollen das Publikum herausfordern, operieren manchmal manipulativ und zielen auf eine intensive ästhetische Erfahrung ab.
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Choosing the Ending: Narrative Freedom in John Fowles’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Born at Midnight, Born in Shame: The Traumatic Birth of India and Pakistan in Salman Rushdie’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/E41 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde BSS/E41 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/1.01 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›Sprachspiele‹ und ›Automatensprache‹ (Sprachlernszenen) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Der Boom sprachgenerativer Künstlicher Intelligenz wirft mit neuer Dringlichkeit die Frage auf, was es eigentlich heißt, sprechen zu können. In der philosophischen Tradition gehört es zu den Wesensmerkmalen des Menschen, ein »sprachbegabtes Wesen« (ein »language animal«, wie Charles Taylor sagt) zu sein. Wird dieses ausgezeichnete Vermögen des Menschen heute zu Recht auch Maschinen zugesprochen? Oder überspielt die gängige Gleichsetzung der stochas¬tischen Verfahren von Large Language Models mit der leiblich und zwischenmenschlich verankerten Rede des Menschen einen nach wie vor bestehenden Wesens¬unter¬schied? Diesen und anderen Fragen in Bezug auf das Verhältnis von »Sprachspielen« (Ludwig Wittgenstein), mittels derer Menschen sprechen lernen, und der »Automatensprache« (Claudia Hamm), auf die Computer trainiert werden, wollen wir in Form einer Auseinandersetzung mit literarischen Texten über das Erlernen einer Sprache nachgehen.
Das Seminar widmet sich dem Erlernen von Sprache mithin nicht aus der Perspektive der empirischen Sprach¬erwerbs¬forschung, sondern nimmt es in der ästhetisch vermittelten Form litera¬rischer Sprachlernszenen in den Blick. Diese Sprachlernszenen machen nicht nur vielfältigen philoso¬phischen, pädagogischen, politischen und ästhetischen Implika¬tionen des Sprechen-Lernens erfahrbar, sondern reflektieren auch, inwieweit der reale Sprach¬erwerb selbst ›szenischen‹ Charakter hat, insoweit das Erlernen einer Sprache ein nicht bloß kognitiver, sondern verkörperter und beziehungshafter Prozess ist.
Im Mittelpunkt des Seminars steht neben einigen theoretischen Texten, die uns das Rüstzeug für eine Verhältnisbestimmung von Menschen- und Maschinensprache liefern, eine eingehende Lektüre von Richard Powers’ Roman Galatea 2.2 (1995). Dieser Roman über einen Schriftsteller, der einem Computer das Lesen beibringt, erscheint rückblickend wie eine Antizipation der Entwicklungen der jüngeren KI-Forschung. Seine Reflexionen über den Stellenwert von Literatur im Zeitalter der technischen Modellierung des Sprachvermögens sind von ungeahnter Aktualität. - Literatur
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- Akzente 70/71 (2023/24): Automatensprache. Hrsg. von Claudia Hamm.
- Powers, Richard: Galatea 2.2. Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Frankfurt a.M.: Fischer 2000.
- Taylor, Charles: Das sprachbegabte Tier. Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens. Berlin: Suhrkamp 2017.
- Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen. In: ders.: Werke Bd. 1. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1984, S. 225-580.
- Seminar – [NDL – Stricker] - ›Sprachspiele‹ und ›Automatensprache‹ (Sprachlernszenen) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde BSS/117 In Präsenz - Beschreibung
- Der Boom sprachgenerativer Künstlicher Intelligenz wirft mit neuer Dringlichkeit die Frage auf, was es eigentlich heißt, sprechen zu können. In der philosophischen Tradition gehört es zu den Wesensmerkmalen des Menschen, ein »sprachbegabtes Wesen« (ein »language animal«, wie Charles Taylor sagt) zu sein. Wird dieses ausgezeichnete Vermögen des Menschen heute zu Recht auch Maschinen zugesprochen? Oder überspielt die gängige Gleichsetzung der stochas¬tischen Verfahren von Large Language Models mit der leiblich und zwischenmenschlich verankerten Rede des Menschen einen nach wie vor bestehenden Wesens¬unter¬schied? Diesen und anderen Fragen in Bezug auf das Verhältnis von »Sprachspielen« (Ludwig Wittgenstein), mittels derer Menschen sprechen lernen, und der »Automatensprache« (Claudia Hamm), auf die Computer trainiert werden, wollen wir in Form einer Auseinandersetzung mit literarischen Texten über das Erlernen einer Sprache nachgehen.
Das Seminar widmet sich dem Erlernen von Sprache mithin nicht aus der Perspektive der empirischen Sprach¬erwerbs¬forschung, sondern nimmt es in der ästhetisch vermittelten Form litera¬rischer Sprachlernszenen in den Blick. Diese Sprachlernszenen machen nicht nur vielfältigen philoso¬phischen, pädagogischen, politischen und ästhetischen Implika¬tionen des Sprechen-Lernens erfahrbar, sondern reflektieren auch, inwieweit der reale Sprach¬erwerb selbst ›szenischen‹ Charakter hat, insoweit das Erlernen einer Sprache ein nicht bloß kognitiver, sondern verkörperter und beziehungshafter Prozess ist.
Im Mittelpunkt des Seminars steht neben einigen theoretischen Texten, die uns das Rüstzeug für eine Verhältnisbestimmung von Menschen- und Maschinensprache liefern, eine eingehende Lektüre von Richard Powers’ Roman Galatea 2.2 (1995). Dieser Roman über einen Schriftsteller, der einem Computer das Lesen beibringt, erscheint rückblickend wie eine Antizipation der Entwicklungen der jüngeren KI-Forschung. Seine Reflexionen über den Stellenwert von Literatur im Zeitalter der technischen Modellierung des Sprachvermögens sind von ungeahnter Aktualität. - Literatur
-
- Akzente 70/71 (2023/24): Automatensprache. Hrsg. von Claudia Hamm.
- Powers, Richard: Galatea 2.2. Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Frankfurt a.M.: Fischer 2000.
- Taylor, Charles: Das sprachbegabte Tier. Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens. Berlin: Suhrkamp 2017.
- Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen. In: ders.: Werke Bd. 1. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1984, S. 225-580.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Literatur und Psychoanalyse (Freud-Lektüren) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede gerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Die Psychoanalyse ist, so könnte man ironischerweise sagen, aus dem modernen Bewusstsein nicht wegzudenken, sei es auch, dass manche sie vielleicht gern daraus verdrängen würden. Nicht nur sind Begriffe wie das »Unbewusste«, die »Verdrängung«, der »Ödipuskomplex«, die »Urszene« oder der »Freud’sche Versprecher« längst fester Bestandteil des Alltagsvokabulars und prägen auf diese Weise unser heutiges Selbstverständnis. Psychoanalytische Konzepte und Verfahren gehören darüber hinaus zum etablierten Kanon literatur- und kultur¬wissen-schaft¬licher Methodenparadigmen.
In diesem Seminar wollen wir uns anhand einiger grundlegender Texte des Diskursbegründers Sigmund Freud (1856-1939) mit zentralen Konzepten der Psychoanalyse vertraut machen. Dabei steht die Psychoanalyse nicht als therapeutische Behandlungsmethode, sondern als eine Kulturtheorie und Lektürepraxis im Fokus. Einerseits lässt sich beobachten, wie Freud selbst entscheidende Einsichten aus der Auseinandersetzung mit literarischen Texten gewinnt (bspw. Sophokles’ König Ödipus, Shakespeares Hamlet oder E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann), sodass man geradezu von einer Geburt der Psychoanalyse aus dem Geiste der Literatur sprechen könnte. Umgekehrt werden wir gemeinsam untersuchen, inwieweit sich Erkenntnisse psycho¬analytischer Theorie¬bildung für die eigene hermeneutische Beschäftigung mit literarischen Texten fruchtbar machen lassen.
Zur Einführung: - Literatur
- Freud, Sigmund: »Der Dichter und das Phantasieren.« Schriften zur Kunst und Kultur. Hrsg. von Oliver Jahraus. Stuttgart: Reclam 2010.
- Seminar – [NDL – Stricker] - Literatur und Psychoanalyse (Freud-Lektüren) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch, jede ungerade Woche 2. Doppelstunde bis 3. Doppelstunde BSS/133 In Präsenz - Beschreibung
- Die Psychoanalyse ist, so könnte man ironischerweise sagen, aus dem modernen Bewusstsein nicht wegzudenken, sei es auch, dass manche sie vielleicht gern daraus verdrängen würden. Nicht nur sind Begriffe wie das »Unbewusste«, die »Verdrängung«, der »Ödipuskomplex«, die »Urszene« oder der »Freud’sche Versprecher« längst fester Bestandteil des Alltagsvokabulars und prägen auf diese Weise unser heutiges Selbstverständnis. Psychoanalytische Konzepte und Verfahren gehören darüber hinaus zum etablierten Kanon literatur- und kultur¬wissen-schaft¬licher Methodenparadigmen.
In diesem Seminar wollen wir uns anhand einiger grundlegender Texte des Diskursbegründers Sigmund Freud (1856-1939) mit zentralen Konzepten der Psychoanalyse vertraut machen. Dabei steht die Psychoanalyse nicht als therapeutische Behandlungsmethode, sondern als eine Kulturtheorie und Lektürepraxis im Fokus. Einerseits lässt sich beobachten, wie Freud selbst entscheidende Einsichten aus der Auseinandersetzung mit literarischen Texten gewinnt (bspw. Sophokles’ König Ödipus, Shakespeares Hamlet oder E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann), sodass man geradezu von einer Geburt der Psychoanalyse aus dem Geiste der Literatur sprechen könnte. Umgekehrt werden wir gemeinsam untersuchen, inwieweit sich Erkenntnisse psycho¬analytischer Theorie¬bildung für die eigene hermeneutische Beschäftigung mit literarischen Texten fruchtbar machen lassen.
Zur Einführung: - Literatur
- Freud, Sigmund: »Der Dichter und das Phantasieren.« Schriften zur Kunst und Kultur. Hrsg. von Oliver Jahraus. Stuttgart: Reclam 2010.
- Hauptseminar – [AmLit - Woodard] – Mutual Aid and Mutualism: Evolution, Politics, and Science-Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 09.10.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- This course will look at two intertwined concepts: mutualism ( the biological concept of how species benefit one another in complex ways) and mutual aid (the anarcho-communist organizational principle of sharing resources, knowledge, and capacities as a social ideal). The work of Peter Kropotkin, most famous for bringing together these themes, has long been derided in the west as a propagandist reflex to the rise of social Darwinism when, in fact, this erases a long history of socialist Darwinism thereby casting social Darwinism as the norm.
In addition to exploring Kropotkin’s work, this course will examine whether it makes sense to link these concepts together or whether it is always dangerous to draw political lessons from the natural world. Furthermore, the texts will provide an opportunity to discuss tensions between anarchism and communism, capitalist and Soviet interpretations of evolutionary theory, colonial history as well as other topics. To this end the course will also engage with the portrayal of mutual aid in fictional and speculative realms.
SLK-MA-LiK-GeuGe
(Geschichte und Geschichtlichkeit)
- Seminar – [RILK - Tiller] - Fakt und Fiktion in historischen und literarischen Gewalterzählungen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Elisabeth Tiller
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/2-09 In Präsenz - Beschreibung
- In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Neuere und neueste Geschichte, Institut für Geschichte.
„There is no longer any such thing as fiction or nonfiction; there's only narrative."
— E. L. Doctorow, False Documents (1977)
Dieses Master-Seminar will Studierende der Geschichte und der Italianistik bzw. der SLK-Philologien zur interdisziplinären Diskussion der Themen Fakten, Fiktionen und Geschichtsschreibung zusammenbringen. Im Mittelpunkt wird dabei das Zusammenwirken von Faktendiskursivierung und Fiktionsbildung stehen, das kommunikative Erfordernis also, historische und Gegenwartsereignisse als Erzählungen zugänglich zu machen und zu archivieren, die narrativen Regeln folgen und mehr oder minder intensiv fiktional ausgebildet sind. Dies berührt Theoriediskussion der Geschichtswissenschaften und der Philologien gleichermaßen und lädt dazu ein, sich der Phänomenlage aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven gemeinsam anzunähern. Als Beispiel dienen Rekurse auf Gewaltereignisse des 20./21. Jahrhunderts wie koloniale Machtausübung, faschistische/nazistische Gewalt, terroristische Anschläge, Kriegsereignisse etc., die im deutschsprachigen und italienischen Kontext sowohl historiographisch als auch literarisch verarbeitet wurden.
Doctorows Diktum, es gebe „keine Fiktion oder Sachliteratur mehr, sondern nur noch Erzählung(en)", markiert dabei eine Extremposition, an der sich die Disziplinen reiben. Wir werden theoretische Texte und Positionen sichten, die z.B. mit Hayden White für die Ununterscheidbarkeit von Historiographie und (fiktionaler) Erzählung plädieren, und geschichtswissenschaftliche Standpunkte diskutieren, welche die Eigenlogik des Faktischen verteidigen: die Bindung an Quellen, die Zurechenbarkeit von Aussagen zu Urheber:innen, die Grenzen dessen, was verantwortbar erzählt werden kann. Gerade an Gewaltereignissen – wo es um Täterschaft, Opfer und moralische Zurechnung geht – wird diese Spannung besonders greifbar. Das Seminar nutzt sie produktiv, indem es literarische Texte und geschichtstheoretische bzw. historiographische Positionen im Wechsel liest und so die jeweiligen disziplinären Erkenntnisinteressen gegeneinander profiliert.
Einschreibung via OPAL.
- Seminar – [ÄDL - Dröse] - Heinrich Wittenwiler: Der Ring
- Lehrperson
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde W48, ABS, BSS In Präsenz - Beschreibung
- Der ‚Ring‘ Heinrich Wittenwilers (um 1400) erzählt die Geschichte der aufopferungsvollen Werbung des Bauernburschen Bertschi Triefnas um die hässliche Mätzli Rüerenzumph, die einigen Hindernissen unterliegt. Die Hochzeit, die die beiden endlich feiern, eskaliert zu einer Fressorgie, die anschließende Prügelei zwischen den Bauern zu einer Art Weltkrieg. In dieses Geschehen sind aber immer wieder auch lehrhafte Passagen inseriert, die mit einem geradezu enzyklopädischen Anspruch die Wissensliteratur des späten Mittelalters (Minnediskurs, Ehedidaxe, Haushaltslehre, Kriegslehre usw.) in die Handlung einspeisen. Der ‚Ring‘ wird deshalb für gewöhnlich als satirische Lehrdichtung bezeichnet, ein Etikett, das die irritierende Widersprüchlichkeit des Textes jedoch eher verdeckt. Denn einerseits betreibt Wittenwiler mit einer erstaunlichen Gelehrsamkeit die Vermittlung von Normen und Orientierungen, andererseits führt er auf der narrativen Ebene deren Verkehrung vor Augen. Diese ambivalente und rätselhafte Verschränkung von Weisheit und Ignoranz, von Komik und Didaxe soll das Seminar genauer in den Blick nehmen.
- Literatur
- Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Text, Übersetzung, Kommentar. Nach der Münchener Handschrift herausgegeben und erläutert von Werner Röcke, unter Mitarbeit von Annika Goldenbaum. Mit einem Abdruck des Textes nach Edmund Wießner. Berlin [u. a.] 2012 (de Gruyter Texte).
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Überschreitungen: Ulrich von Liechtenstein als Lyriker
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Berühmt ist der steirische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein (1200–1275) heute aus zwei Gründen. Zum einen verfasste er die erste deutschsprachige Autobiographie (womit ein modern im Begriff ‚Autofiktion‘ gefasstes Faszinationsfeld die literarhistorische Bühne betritt). Die Ursprünge einer solchen Innovation sind freilich nicht so sehr vom ritterlichen Ego her zu denken, als von der im Minnesang dominanten Ich-Rolle: Ulrichs erzählerische Grenzüberschreitung ist ein artistisches Formexperiment. Zum anderen steht der Liechtensteiner für eine besonders markante Form adliger Selbstinszenierung, die ebenfalls als Transgression gefasst werden muss. Nicht nur schreibt die Manessische Liederhandschrift diesem (nebenbei: sehr mächtigen) Politiker 58 Minnelieder, in der Regel Frauenpreislieder, zu und tragen seine beiden erzählenden Ich-Texte die Titel Frauendienst und Frauenbuch. Auch eine seiner Residenzen hieß Frauenburg. Die Engführung von Welt und Imagination wird hier geradezu auf einen Namen gebracht.
Das Seminar wird sich dem nur am Rande widmen können. In seinem Zentrum stehen die Lieder und – dritte Überschreitung – wie Ulrich als einer der Protagonisten des sogenannten nachklassischen Sangs Profil gewinnt. Spoiler-Alarm: Nur zur Hälfte spöttisch hat man Ulrich einen Realisten des Minnesangs genannt. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte des Minnesangs. Nutzen Sie dazu eine der zahlreichen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Gert Hübner: Minnesang im 13. Jahrhundert (2008).
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Liebeselegie (Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde MER/0E23 In Präsenz - Beschreibung
- Im gleichnamigen Seminar werden wir die in der Vorlesung präsentierten Inhalte anhand von ausgewählten Einzelinterpretationen vertiefen. Das Corpus besteht aus den Elegien von Tibull, Properz und v.a. Ovid. Hier haben alle Teilnehmer:innen die Gelegenheit, sich ihre Lieblingselegie herauszusuchen. Daneben werden wir einzelne Querschnittsthemen genauer untersuchen.
Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. - Literatur
- Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - Climate Crisis as a Challenge for the Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- This seminar addresses how the climate crisis poses a profound challenge to knowledge, responsibility, and justice within American Cultural Studies. Based on foundational texts in the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities (ed. Karin Esders, De Gruyter, 2026), the course examines how dominant and counter-hegemonic discourses situate the climate crisis as historically produced and shaped by structural inequality. In doing so, we will address how climatic transformations intersect with colonial legacies, so-called petro-politics, and racial capitalism. The course familiarizes students with key theoretical frameworks in the environmental humanities, focusing centrally on marginalized voices, including from Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches. Additionally, we will analyze artistic interventions and aesthetic strategies across various media—from climate cinema to videogames and narrative media.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Disability and Madness on Screen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde VMB/0302/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - The 1920s and 1930s: American Culture from Boom to Bust
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the dramatic cultural and social transformations of the United States during two pivotal, contrasting decades. We will examine how the euphoric, consumer-driven modernism of the "Roaring Twenties" collided with the profound socioeconomic crises and cultural reorientations of the Great Depression in the 1930s. Investigating a diverse range of cultural artifacts—including literature, film, photography, and music—the course analyzes how Americans negotiated shifting gender roles, racial dynamics (such as the Harlem Renaissance), and class struggles. Special emphasis will be placed on how federal initiatives like the New Deal refashioned notions of national self-identification, labor, and community formation. Ultimately, this course critically interrogates how the cultural production of this era reflected and shaped the turbulent transition from unprecedented prosperity to systemic bust.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [AmLit - ingwersen] - Cyberspace, Matrix, Metaverse: The Cyberpunk Roots of the Digital Age
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 11:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/101 In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Choosing the Ending: Narrative Freedom in John Fowles’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Born at Midnight, Born in Shame: The Traumatic Birth of India and Pakistan in Salman Rushdie’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) I
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 2. Doppelstunde BSS/E41 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) II
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde BSS/E41 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Seminar – [NDL – Stricker] - Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung (Lektüreseminar) III
- Lehrperson
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde W48/1.01 In Präsenz - Beschreibung
- Mit "Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung", das im September 2026 druckfrisch in deutscher Übersetzung erscheint, legt Charles Taylor, einer der heraus-ragendsten Philosophen der Gegenwart, ein umfangreiches Buch über die deutsche Romantik und ihre Auswirkungen auf die internationale, nachromantische Dichtung vor. Den Kern der bis heute andauernden Wirkmacht der Romantik erkennt er in dem Projekt, Entfrem-dungserfahrungen und dem Verlust metaphysischer Ordnungen mit der dichterischen Herstellung einer neuartigen Beziehung zur Welt zu begegnen – einer Beziehung, in der, sei es auch nur flüchtig, eine innige Verbindung von Mensch und Natur spürbar wird. Die Transfor¬mationen der Idee einer solchen Verbindung zeigt Taylor in einem Parcours durch die inter¬nationale Lyrik der letzten zwei Jahrhunderte, von Goethe, Hölderlin und Novalis über Baudelaire und Rilke bis hin zu T.S. Eliot und Czeslaw Miłosz auf. Diesem Parcours wollen wir im Seminar folgen und dabei nicht nur die poetologischen Entwicklungen der Lyrik von der Romantik bis zur Moderne kennenlernen, sondern auch verstehen, was die Romantik mit unserer Gegenwart verbindet. Zu diesem Zweck werden wir einerseits Taylors allgemeine Über¬legungen zu den sprachphilosophischen und erkenntnis¬theoretischen Implikationen der Romantik nachvoll¬ziehen und andererseits seine exemplarischen Gedichtlektüren daraufhin befragen, inwieweit sie unseren hermeneutischen Horizont erweitern und uns kanonische Texte der (nach-)romantischen Tradition neu erschließen.
Referenztext: - Literatur
-
- Charles Taylor: Kosmische Verbindungen. Poesie im Zeitalter der Entzauberung. Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Berlin: Suhrkamp (erscheint 30.09.2026).
- [Englischsprachige Originalausgabe: Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment. Cambridge, Mass.: Belknap Press 2024.]
- Hauptseminar – [AmLit - Woodard] – Mutual Aid and Mutualism: Evolution, Politics, and Science-Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 09.10.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- This course will look at two intertwined concepts: mutualism ( the biological concept of how species benefit one another in complex ways) and mutual aid (the anarcho-communist organizational principle of sharing resources, knowledge, and capacities as a social ideal). The work of Peter Kropotkin, most famous for bringing together these themes, has long been derided in the west as a propagandist reflex to the rise of social Darwinism when, in fact, this erases a long history of socialist Darwinism thereby casting social Darwinism as the norm.
In addition to exploring Kropotkin’s work, this course will examine whether it makes sense to link these concepts together or whether it is always dangerous to draw political lessons from the natural world. Furthermore, the texts will provide an opportunity to discuss tensions between anarchism and communism, capitalist and Soviet interpretations of evolutionary theory, colonial history as well as other topics. To this end the course will also engage with the portrayal of mutual aid in fictional and speculative realms.
SLK-MA-LiK-WPuK
(Wissenschaftliche Praxis und Kritik)
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Überschreitungen: Ulrich von Liechtenstein als Lyriker
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Berühmt ist der steirische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein (1200–1275) heute aus zwei Gründen. Zum einen verfasste er die erste deutschsprachige Autobiographie (womit ein modern im Begriff ‚Autofiktion‘ gefasstes Faszinationsfeld die literarhistorische Bühne betritt). Die Ursprünge einer solchen Innovation sind freilich nicht so sehr vom ritterlichen Ego her zu denken, als von der im Minnesang dominanten Ich-Rolle: Ulrichs erzählerische Grenzüberschreitung ist ein artistisches Formexperiment. Zum anderen steht der Liechtensteiner für eine besonders markante Form adliger Selbstinszenierung, die ebenfalls als Transgression gefasst werden muss. Nicht nur schreibt die Manessische Liederhandschrift diesem (nebenbei: sehr mächtigen) Politiker 58 Minnelieder, in der Regel Frauenpreislieder, zu und tragen seine beiden erzählenden Ich-Texte die Titel Frauendienst und Frauenbuch. Auch eine seiner Residenzen hieß Frauenburg. Die Engführung von Welt und Imagination wird hier geradezu auf einen Namen gebracht.
Das Seminar wird sich dem nur am Rande widmen können. In seinem Zentrum stehen die Lieder und – dritte Überschreitung – wie Ulrich als einer der Protagonisten des sogenannten nachklassischen Sangs Profil gewinnt. Spoiler-Alarm: Nur zur Hälfte spöttisch hat man Ulrich einen Realisten des Minnesangs genannt. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte des Minnesangs. Nutzen Sie dazu eine der zahlreichen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Gert Hübner: Minnesang im 13. Jahrhundert (2008).
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - Climate Crisis as a Challenge for the Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- This seminar addresses how the climate crisis poses a profound challenge to knowledge, responsibility, and justice within American Cultural Studies. Based on foundational texts in the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities (ed. Karin Esders, De Gruyter, 2026), the course examines how dominant and counter-hegemonic discourses situate the climate crisis as historically produced and shaped by structural inequality. In doing so, we will address how climatic transformations intersect with colonial legacies, so-called petro-politics, and racial capitalism. The course familiarizes students with key theoretical frameworks in the environmental humanities, focusing centrally on marginalized voices, including from Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches. Additionally, we will analyze artistic interventions and aesthetic strategies across various media—from climate cinema to videogames and narrative media.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Disability and Madness on Screen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde VMB/0302/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - The 1920s and 1930s: American Culture from Boom to Bust
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the dramatic cultural and social transformations of the United States during two pivotal, contrasting decades. We will examine how the euphoric, consumer-driven modernism of the "Roaring Twenties" collided with the profound socioeconomic crises and cultural reorientations of the Great Depression in the 1930s. Investigating a diverse range of cultural artifacts—including literature, film, photography, and music—the course analyzes how Americans negotiated shifting gender roles, racial dynamics (such as the Harlem Renaissance), and class struggles. Special emphasis will be placed on how federal initiatives like the New Deal refashioned notions of national self-identification, labor, and community formation. Ultimately, this course critically interrogates how the cultural production of this era reflected and shaped the turbulent transition from unprecedented prosperity to systemic bust.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [AmLit - ingwersen] - Cyberspace, Matrix, Metaverse: The Cyberpunk Roots of the Digital Age
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 11:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/101 In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Choosing the Ending: Narrative Freedom in John Fowles’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Born at Midnight, Born in Shame: The Traumatic Birth of India and Pakistan in Salman Rushdie’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmLit - Woodard] – Mutual Aid and Mutualism: Evolution, Politics, and Science-Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 09.10.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- This course will look at two intertwined concepts: mutualism ( the biological concept of how species benefit one another in complex ways) and mutual aid (the anarcho-communist organizational principle of sharing resources, knowledge, and capacities as a social ideal). The work of Peter Kropotkin, most famous for bringing together these themes, has long been derided in the west as a propagandist reflex to the rise of social Darwinism when, in fact, this erases a long history of socialist Darwinism thereby casting social Darwinism as the norm.
In addition to exploring Kropotkin’s work, this course will examine whether it makes sense to link these concepts together or whether it is always dangerous to draw political lessons from the natural world. Furthermore, the texts will provide an opportunity to discuss tensions between anarchism and communism, capitalist and Soviet interpretations of evolutionary theory, colonial history as well as other topics. To this end the course will also engage with the portrayal of mutual aid in fictional and speculative realms.
SLK-MA-LiK-FL
(Forschungslaboratorium)
- Kolloquium – [RFLK - Lindorfer] - Interdisziplinäres Forschungskolloquium
- Lehrperson
-
- PD Dr. Bettina Lindorfer
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde W48/411 In Präsenz - Beschreibung
- Das an Examenskandidat:innen, Doktorand:innen und Habilitand:innen der Italienischen und Französischen Literatur- und Kulturwissenschaft gerichtete Kolloquium bietet zum einen die Möglichkeit, im interdisziplinären Dialog Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren. Zum anderen sollen nach Absprache ausgewählte, grundlegende Texte der neueren Literatur- und Kulturtheorie gelesen und besprochen werden.
- Kolloquium – [AmCult - Junker/Ingwersen] - North American Studies Colloquium
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 6. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- TThis colloquium aims to provide an informal forum in which students, especially those in the advanced stages of their studies, can present their current or planned theses (Staatsexamen, BA, MA, doctoral) and discuss them with fellow students. For MA students, attendance of this colloquium counts toward the module ”Forschungslaboratorium”. All other students can learn from participating in this colloquium without earning credits.
The colloquium begins in the first week of the semester.
- Seminar – [NDL – Koch, L.] - Forschungslaboratorium
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Von bis
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/1.25 In Präsenz - Beschreibung
- Examenskandidat:innen nach Einladung
Das Forschungskolloquium bietet Raum für gemeinsames Forschen. Hier können Abschlussarbeiten ebenso diskutiert werden wie theoretische Texte oder aktuelle Publikations- und Antragsvorhaben.
- Oberseminar – [BritLit/BritCult - Horlacher/Wächter] - Oberseminar
- Lehrpersonen
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz - Beschreibung
- The Oberseminar is open to doctoral candidates, to students completing their MA, Staatsexamen or Master Thesis, and to those approaching the end of their studies. It is intended to give the participants the opportunity to introduce their projects, and to learn from the presentations given.
The focus will be on theoretical approaches and their application to the projects, with the added intention of fostering an exchange of research interests and ideas among advanced students of English/American Literature and British/American Cultural Studies in the department. A prerequisite for those attending is the willingness to present the findings of their work as well as to lead the ensuing group discussions.
•For LiKWa-students this course serves as “Forschungslaboratorium”, and for Master-students it serves a double function:
- as the “Peer Colloquium,” it is part of “Wissenschaftliche Praxis II”, and
- as the forum for the “Colloquium“ it is part of the “Modul Wissenschaftliche Präsentation”.
Both requirements have to be met in different semesters. The first session will take place in the second week of term.
SLK-MA-LiK-TuK
(Theorien und Konzepte)
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Liebeselegie (Dichtung)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 2. Doppelstunde MER/0E23 In Präsenz - Beschreibung
- Im gleichnamigen Seminar werden wir die in der Vorlesung präsentierten Inhalte anhand von ausgewählten Einzelinterpretationen vertiefen. Das Corpus besteht aus den Elegien von Tibull, Properz und v.a. Ovid. Hier haben alle Teilnehmer:innen die Gelegenheit, sich ihre Lieblingselegie herauszusuchen. Daneben werden wir einzelne Querschnittsthemen genauer untersuchen.
Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben. - Literatur
- Das Programm sowie bibliographische Hinweise (insbesondere zu den Textausgaben und Kommentaren) werden zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - Climate Crisis as a Challenge for the Humanities
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 9.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- This seminar addresses how the climate crisis poses a profound challenge to knowledge, responsibility, and justice within American Cultural Studies. Based on foundational texts in the reader Climate Crisis as a Challenge for the Humanities (ed. Karin Esders, De Gruyter, 2026), the course examines how dominant and counter-hegemonic discourses situate the climate crisis as historically produced and shaped by structural inequality. In doing so, we will address how climatic transformations intersect with colonial legacies, so-called petro-politics, and racial capitalism. The course familiarizes students with key theoretical frameworks in the environmental humanities, focusing centrally on marginalized voices, including from Black, Indigenous, feminist, and decolonial approaches. Additionally, we will analyze artistic interventions and aesthetic strategies across various media—from climate cinema to videogames and narrative media.
This seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Disability and Madness on Screen
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde VMB/0302/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritCult - Wächter] - Totalitarianism and Instrumentarianism in British Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/2-07/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmCult - Junker] - The 1920s and 1930s: American Culture from Boom to Bust
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Carsten Junker
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 12:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 7. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- This seminar explores the dramatic cultural and social transformations of the United States during two pivotal, contrasting decades. We will examine how the euphoric, consumer-driven modernism of the "Roaring Twenties" collided with the profound socioeconomic crises and cultural reorientations of the Great Depression in the 1930s. Investigating a diverse range of cultural artifacts—including literature, film, photography, and music—the course analyzes how Americans negotiated shifting gender roles, racial dynamics (such as the Harlem Renaissance), and class struggles. Special emphasis will be placed on how federal initiatives like the New Deal refashioned notions of national self-identification, labor, and community formation. Ultimately, this course critically interrogates how the cultural production of this era reflected and shaped the turbulent transition from unprecedented prosperity to systemic bust.
The seminar begins in the first week of the semester.
- Hauptseminar – [AmLit - ingwersen] - Cyberspace, Matrix, Metaverse: The Cyberpunk Roots of the Digital Age
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- OPAL ab 09.10.2026 11:00 Uhr
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/101 In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Choosing the Ending: Narrative Freedom in John Fowles’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde W48/0004/U In Präsenz
- Hauptseminar – [BritLit - Horlacher] – Born at Midnight, Born in Shame: The Traumatic Birth of India and Pakistan in Salman Rushdie’s Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz
- Hauptseminar – [AmLit - Woodard] – Mutual Aid and Mutualism: Evolution, Politics, and Science-Fiction
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Moritz Ingwersen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Einschreibung über OPAL am 09.10.2026 ab 11:00 Uhr
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde BSS/109 In Präsenz - Beschreibung
- This course will look at two intertwined concepts: mutualism ( the biological concept of how species benefit one another in complex ways) and mutual aid (the anarcho-communist organizational principle of sharing resources, knowledge, and capacities as a social ideal). The work of Peter Kropotkin, most famous for bringing together these themes, has long been derided in the west as a propagandist reflex to the rise of social Darwinism when, in fact, this erases a long history of socialist Darwinism thereby casting social Darwinism as the norm.
In addition to exploring Kropotkin’s work, this course will examine whether it makes sense to link these concepts together or whether it is always dangerous to draw political lessons from the natural world. Furthermore, the texts will provide an opportunity to discuss tensions between anarchism and communism, capitalist and Soviet interpretations of evolutionary theory, colonial history as well as other topics. To this end the course will also engage with the portrayal of mutual aid in fictional and speculative realms.
SLK-MA-LiK-MuA
(Methodendiskussion und Anwendung)
- Vorlesung – [ÄDL - Malcher] - Er, Dietrich (und Hauptschlüssel aller Heldentaten)
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- In Heldendichtungen fließt viel Blut, das ist zumindest für vormodernes Erzählen selbstverständlich. Auch wenn das Superheldenkino darauf bisweilen verzichten kann, weil die medialen und waffengeschichtlichen Möglichkeiten für die Inszenierung eines vulnerablen Leibs andere sind (oder es den Topos ironisch bricht wie in The Boys), stehen auch dort Fragen nach Sinn und Unsinn von Gewalthandeln im Zentrum. Vielleicht ist das die einzige historische Kontinuität des Heldenhaften: Die Körperoberflächen werden als Projektionsflächen von Identität fokussiert und im Kampf um ihre Integrität werden dann Normen verhandelbar. Dabei kann es um Fragen legitimen Gewalthandelns geben, aber auch um soziale Verbindlichkeiten, die sich davon emanzipiert haben.
Dietrich von Bern ist der wichtigste Held der deutschsprachigen Heldendichtung im Mittelalter. Sein Auftritt im zweiten Teil des Nibelungenlieds zeigt das bereits deutlich. Daneben und danach hat sich an dieser Figur eine ganze Erzählwelt angelagert, die weniger im Fokus moderner Rezeption steht. Von den entsprechenden Texten werden wir mit Laurin, Eckenlied und Sigenot jene ins Zentrum des Seminars stellen, die am deutlichsten Bezüge auf Leib und Körper verhandeln. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte der Heldenepik. Nutzen Sie dazu eine der einschlägigen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Joachim Heinzle: Einführung in die Dietrichepik (1999) oder Victor Millet: Germanische Heldendichtung im Mittelalter (2008).
- Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – schwieriger Held und wildes Erzählen
- Lehrperson
-
- Dr. Antje Sablotny
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/1-01 In Präsenz - Beschreibung
- „vindaere wilder maere, / der maere wildenaere“ – mit diesen wenig schmeichelhaften Worten charakterisiert Gottfried von Straßburg seinen Dichterkollegen Wolfram von Eschenbach. Tatsächlich verlangt Wolframs um 1200/10 entstandener „Parzival“ eine aufmerksame und mitunter geduldige Leserschaft: Der komplexe Aufbau des Romans und ein Erzähler, der seine Rezipient:innen durch virtuosen Umgang mit Sprache immer wieder herausfordert, machen den „Parzival“ zu einem faszinierenden Beispiel mittelalterlichen Erzählens.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die gemeinsame Erarbeitung und Interpretation ausgewählter Textpassagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Poetik des Romans und den Strategien seines Erzählens: Wie lenkt und irritiert der Erzähler seine Rezipient:innen? Wie werden Wissen, Nichtwissen und Erkenntnis inszeniert? Und wie wird der gleichnamige Held des Romans durch diese Erzählweise überhaupt erst als Figur konstituiert? Dabei werden zentrale Themen und Problemfelder behandelt, darunter Gewalt, Sünde und Buße, Verwandtschaft und Genealogie, Minne sowie Selbstreflexion und Ichkonstitution des Helden. - Literatur
-
- - Textgrundlage: Wolfram von Eschenbach: Parzival. Nach der Ausgabe Karl Lachmanns revidiert und kommentiert von Eberhard Nellmann. Übertragen von Dieter Kühn. 2 Bde., Frankfurt am Main 1994ff. (Deutscher Klassiker Verlag, Taschenbuch, neu 35€, 11 ausleihbare Exemplare in der SLUB)
- - zur Einführung: Bumke, Joachim: Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Weimar ⁸2004 (Sammlung Metzler, 36). Dallapiazza, Michael: Wolfram von Eschenbach: Parzival, Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren, 12; zweite, neu bearbeitete Auflage 2025); Hartmann, Heiko: Einführung in das Werk Wolframs von Eschenbach, Stuttgart 2025.
- Seminar – [ÄDL - Malcher] - Überschreitungen: Ulrich von Liechtenstein als Lyriker
- Lehrperson
-
- Dr. Kay Malcher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde W48/0103 In Präsenz - Beschreibung
- Berühmt ist der steirische Ministeriale Ulrich von Liechtenstein (1200–1275) heute aus zwei Gründen. Zum einen verfasste er die erste deutschsprachige Autobiographie (womit ein modern im Begriff ‚Autofiktion‘ gefasstes Faszinationsfeld die literarhistorische Bühne betritt). Die Ursprünge einer solchen Innovation sind freilich nicht so sehr vom ritterlichen Ego her zu denken, als von der im Minnesang dominanten Ich-Rolle: Ulrichs erzählerische Grenzüberschreitung ist ein artistisches Formexperiment. Zum anderen steht der Liechtensteiner für eine besonders markante Form adliger Selbstinszenierung, die ebenfalls als Transgression gefasst werden muss. Nicht nur schreibt die Manessische Liederhandschrift diesem (nebenbei: sehr mächtigen) Politiker 58 Minnelieder, in der Regel Frauenpreislieder, zu und tragen seine beiden erzählenden Ich-Texte die Titel Frauendienst und Frauenbuch. Auch eine seiner Residenzen hieß Frauenburg. Die Engführung von Welt und Imagination wird hier geradezu auf einen Namen gebracht.
Das Seminar wird sich dem nur am Rande widmen können. In seinem Zentrum stehen die Lieder und – dritte Überschreitung – wie Ulrich als einer der Protagonisten des sogenannten nachklassischen Sangs Profil gewinnt. Spoiler-Alarm: Nur zur Hälfte spöttisch hat man Ulrich einen Realisten des Minnesangs genannt. – Die Texte werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der ersten Veranstaltung überblickshaft zur Geschichte des Minnesangs. Nutzen Sie dazu eine der zahlreichen durch die SLUB vorgehaltenen Einführungen, bspw. Gert Hübner: Minnesang im 13. Jahrhundert (2008).
- Seminar – AI and Society
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Orit Halpern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 3 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz bis OSL 2 In Präsenz - Beschreibung
- Welcome! Our role will be to examine the histories, theories, and social impact of artificial intelligence.
Today, we take it as almost natural that everywhere we go we can access “information” and interact with the environment. Shopping. Financial Transactions. Work. Are all mediated (in many places in the world) by machines. Increasingly, we assume ourselves (for better or worse) to be part of large, interconnected, and constantly evolving and learning networks. We expect our search engines to change their recommendations according to our searches, we assume that our consumer behaviors will be immediately responded to and fulfilled in ever faster and more accelerated manners, we expect fast fashion, fast downloads, and increased personalization. We have even come to believe that “smart” cities and grids, and AI infrastructures will help us better respond to catastrophes and manage large agglomerations of populations under rapidly changing security, economic, and environmental conditions. AI is seen as integral to our imagined extra-terrestrial future, and to our fantasies of a geoengineering that will save us from climate change. Whether we believe AI is the next step in “disaster capitalism” and extreme neo-liberalism and neo-colonialism, or whether we believe AI will finally set the market free and permit endless prosperity, health, and eternal growth, both points of view share in the faith that computing is ubiquitous, that the future of computation will no longer be about planning or representation, and that systems can autonomously evolve through constant reflexive analysis of data.
How did we come to believe these things? How has human survival come to be equated with increased computational penetration into the environment? How have technological and natural evolution become co-extensive? And how and why and for whom does the dream of governance without representation, or even programming (as in computer programming), serve?
This course will engage these questions. To get to better understanding of these issues, we will actually study many things that you may not consider “artificial” intelligence. We will examine histories of cybernetics, the social and human sciences, and the biological and natural sciences in order to understand how we came to see the computational management of the planet as a necessary and natural thing. The narrative of this course is that concepts of environment and ecology merged with those of computation and cognition to produce our contemporary discourse of AI. The course is roughly partitioned into three sections: Evolution, Intelligence, and Ecology. These categories are of course all contested, and quite slippery. But this is part of the challenge of this course. Collectively we will struggle to develop theories, narratives, and methods by which to engage contemporary discourses of AI, and to challenge them with alternative histories, vocabularies, and practices. We will also engage with lab visits at AI research centers and actual play with Large Language Models, in order to better understand the technology and its impacts on society.
- Oberseminar – [BritLit/BritCult - Horlacher/Wächter] - Oberseminar
- Lehrpersonen
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- Prof. Dr. Stefan Horlacher
- Prof. Dr. Cornelia Wächter
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 6. Doppelstunde W48/0101/U In Präsenz - Beschreibung
- The Oberseminar is open to doctoral candidates, to students completing their MA, Staatsexamen or Master Thesis, and to those approaching the end of their studies. It is intended to give the participants the opportunity to introduce their projects, and to learn from the presentations given.
The focus will be on theoretical approaches and their application to the projects, with the added intention of fostering an exchange of research interests and ideas among advanced students of English/American Literature and British/American Cultural Studies in the department. A prerequisite for those attending is the willingness to present the findings of their work as well as to lead the ensuing group discussions.
•For LiKWa-students this course serves as “Forschungslaboratorium”, and for Master-students it serves a double function:
- as the “Peer Colloquium,” it is part of “Wissenschaftliche Praxis II”, and
- as the forum for the “Colloquium“ it is part of the “Modul Wissenschaftliche Präsentation”.
Both requirements have to be met in different semesters. The first session will take place in the second week of term.